kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Papst Schenuda: Bischof Theodosius hat sich nicht entschuldigt! 3. Dezember 2010

Filed under: Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 07:11

Am Mittwoch, vorgestern dem 01. Dezember 2010, erreichte seine Heiligkeit Papst Schenuda eine Frage eines Kopten, der unter den Tausenden saß, die an der wöchentlichen Predigt des Papstes teilnahmen. Dabei ging es um die letzten Unruhen in Talibya (Bundesland Giza).

 

Die Frage lautete: „Stimmt es, dass seine Exzellenz Bischof Theodosius von Giza sich beim Gouverneur und dem Innenministerium entschuldigt haben soll? Ist es überhaupt wahr, dass eure Heiligkeit „die Akte der inhaftierten Kopten“ einem Herrn XY anvertraut haben“?

 

Kurz und bündig, aber auch sehr streng und verärgert antwortete das 87-jährige Oberhaupt der koptisch-orthodoxen Kirche: „Seine Exzellenz hat sich keineswegs entschuldigt. Das sind bloß die Berichte der Zeitungen bzw. Behauptungen der Journalisten“. Ein Sturm des erleichterten Geklatsches fegte über das Kirchenschiff, weil die ägyptischen und arabischen Medien die Kopten mit diesem Gerücht provozierten, welchem von vielen geglaubt wurde, was zur heftigen Kritik gegenüber der Kirchenführung führte. Manche genervten Kopten fragten: Wer soll sich bei wem entschuldigen? Soll sich etwa das Opfer bei seinem Peiniger entschuldigen? (more…)

 

Trotz Kugel im Bauch wird ein Kopte verhört

Filed under: Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 07:06

Damit waren wir bewaffnet!

Mariam Ragi von „Free Christian Voice“ rief den koptischen Rechtsanwalt Adel Mikhail an, der gerade den Gerichtssaal im Süden von Giza verlassen hat. Nachdem Herr Mikhail das Datum (der Erste Dezember 2010) und die Uhrzeit (18:30) erwähnte, berichtete er über den inhaftierten Kopten „Eryan Moufid Zaky“, den er vor dem Staatsanwalt vertreten durfte.

 

Herr Mikhail berichtet: „Eryan bekam eine Kugel im linken Teil seines Bauches, die das Herz um 13 cm. verfehlte, als die Soldaten der ägyptischen Sicherheitsgarde die Kirche in Talibya in den ersten Stunden des vergangenen Mittwochs, des 24.11.2010, stürmten. Vor dem Staatsanwalt musste er sich trotz der Wunde verantworten, wo man ihn direkt nach der Operation ins Gefängnis führte. Ihm wird, wie allen Inhaftierten, deren Zahl keiner genau weiß, zu Last gelegt: Versuchter Mord an Generälen und Polizisten, Volksverführung, Beschädigen des staatlichen Besitzes, Randale und Behinderung des Verkehrs. Wenn man die Aussagen dieses Mannes hört, vermag man keineswegs die Welt mehr zu verstehen. Eryan sagt: Ich kam gegen 2:00 nach Hause. Nachdem ich meine Schicht als Taxifahrer beendete, brachte ich das Auto zu ihrem Besitzer. Bevor ich anfing das Taxi zu fahren, arbeitete ich früher auf Baustellen. Daher ging ich zur Kirche, um nachzusehen, ob die Arbeiter etwas bräuchten. Ich ging zu ihnen, wo sie auf dem Dach arbeiteten und half ihnen. Gegen vier Uhr, wo es noch dunkel war, überfiel uns eine große Menge von Soldaten und Polizisten. Vor lauter Panik stieg ich die Treppen hinunter, um zu sehen, was Sache war. Woran ich mich erinnern kann, hat ein hochrangiger Offizier auf uns geschossen, der mich getroffen hat. Ich kann mich nicht an seine Gesichtszüge erinnern, weil die unzähligen Tränengaskartuschen eine massive Wolke wie dichter Nebel verursachten. Ich verlor das Bewusstsein und wachte im Krankenhaus Om Almassrien auf, wo ich feststellte, dass ich angeschossen und trotzdem am Bett mit Handschellen gekettet war und angeklagt wird. Was habe ich verbrochen? Welche Schuld trifft mich, sodass man mich des Mordes bezichtigt? Wo habe ich randaliert? Wen habe ich gestört und geschädigt“? (more…)

 

Heiliger Markus, Evangelist der echten Ägypter

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 07:00

Wie  die neuen Faschisten den wichtigsten Evangelisten mit Füßen treten

Das Markus Evangelium neu gelesen von Klaus Lelek

 

Die Christliche Religion beginnt mit einem Paradoxum. Das erste Zeugnis christlichen Glaubens stammt ausgerechnet von einem seiner einstmals ärgsten Feinde. Saulus, der sich nach seinem „Damaskuserlebnis“  Paulus nannte, war ein Pharisäer, der mit Waffengewalt das Urchristentum auslöschen wollte. Wären seine Briefe das einzige Zeugnis geblieben, wüssten wir von Jesus so gut wie nichts. Das irdische Leben Jesu hat Paulus nie sonderlich  interessiert. Nicht einmal die genauen Umstände seiner Hinrichtung. Kreuzestod und Auferstehung sind die einzigen Eckpfeiler seines Glaubens. Sein Blick ist vorwärts, nicht rückwärts gewandt.  Es sind Metaphern, die er geschickt mit Mahnungen, Lehrsätzen und vor allem mit seiner eigenen Glaubenslehre ausfüllt.  Aus diesen abstrakten Begriffen gründet er sein Jesusbild und trägt es in die Welt. Er ist der erste christliche Theologe. Seine Welt ist nicht die gleiche in der Jesu Christus verkehrte. Es sind hauptsächlich Griechen und Römer, denen Paulus predigt. Viele davon sind wohlhabend, wie etwa die Purpurhändlerin Lydia. Er sucht den Kontakt mit den Klugen und Mächtigen. Besucht in Athen die griechischen Philosophen.  Diskutiert mit dem Provinzkönig Agrippa. Sein Hauptziel ist Rom, das Zentrum der Macht. „Freilassen könnte man diesen Menschen, hätte er nicht Berufung eingelegt beim Kaiser“ (Apg. 26:32) sagt Agrippa am Ende der Verhandlung. Paulus geht also „freiwillig“ nach Rom. (more…)

 

Ägyptens Opposition boykottiert die Stichwahl

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 06:50

Zu Ahmed Ezz: Versager!

Kairo: Aus Protest gegen die massiven Fälschungen bei der Parlamentswahl in Ägypten haben die Muslimbruderschaft und die liberale Wafd-Partei am Mittwoch als wichtigste Vertreter der Opposition ihren Boykott der Stichwahlen am kommenden Sonntag angekündigt. Erst in der Nacht zuvor hatte die staatliche Wahlkommission nach längerer Verzögerung bekannt gegeben, dass die regierende National-Demokratische Partei (NDP) von Präsident Hosni Mubarak im ersten Anlauf 209 der 518 Mandate direkt errungen hat.

Die Muslimbruderschaft als wichtigste Oppositionspartei dagegen konnte sich nach offizieller Lesart in keinem der 130 Wahlkreise durchsetzen, in denen sie angetreten war. Nur 26 ihrer Kandidaten hatten sich für die Stichwahl qualifiziert. Die Wafd-Partei errang zwei Mandate, die sie jedoch nicht mehr wahrnehmen will. „Es macht keinen Sinn, dass eine Partei 96% der Sitze kontrolliert. Man hätte sich das Geld für die Wahl sparen sollen und gleich das politische Zentralkomitee der NDP bitten sollen, das Steuer zu übernehmen“, erklärte Wafd-Generalsekretär Munir Fakhir Abdel Nur. (more…)

 

Todesurteil gegen iranischen Pfarrer

Filed under: Christenverfolgung,Islamische Schandtaten — Knecht Christi @ 06:38

Verstärkte Repression gegen Christen seit Präsidentenwahlen

 

 

Frankfurt am Main: Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, dass der iranische Pfarrer Yousef Nadarkhani aufgrund seines christlichen Glaubens zum Tode verurteilt wurde. Der 35-jährige ist seit dem 12. Oktober 2009 im Lakan-Gefängnis der nordiranischen Stadt Rascht in Haft und hat nun schriftlich sein Todesurteil wegen Apostasie erhalten. Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM, forderte die iranische Regierung auf, religiöse Selbstbestimmung zu respektieren und Pfarrer Nadarkhani sofort aus dem Gefängnis freizulassen.

Nadarkhani war mehrfach vor Gericht, zuletzt im September dieses Jahres. Bereits am 12. September soll das Gericht sein Todesurteil gesprochen und es seinem Anwalt am Telefon mitgeteilt haben. Offiziell war das Urteil aber bisher nicht bekannt gegeben worden, so die IGFM. Auch die Ehefrau des Priesters, Fatemeh Pasandideh, soll zur lebenslangen Haft verurteilt worden sein und wird seit Mai 2010 in Haft gehalten. (more…)

 

Das Schweigen einer vergewaltigten Pakistanerin brechen

Filed under: Islamische Schandtaten — Knecht Christi @ 06:30

Weil ihr Fall internationale Aufmerksamkeit erregte, entging Mukhtar Mai der Ächtung, die vergewaltigte Frauen in Pakistan trifft.

 

Was macht Mukhtar Mai wohl mit ihrer Geschenktüte? Das US-Magazin Glamour wählte die pakistanische Frau aus dem Dorf Meerwala in der Provinz Punjab im November zu einer von zwölf „Frauen des Jahres“, zu den anderen zählen die Tennis-Legende Venus Williams, die CNN-Korrespondentin Christiane Amanpour und die Schauspielerin Catherine Zeta-Jones. Alle durften eine „Goodie Bag“ im Wert von 1 450 Dollar und Preisgeld mit nach Hause nehmen. Was aber fängt Mai, deren Leben tagtäglich bedroht ist und die über Holzfeuer kocht, mit puderigen Seidenstrümpfen oder einem Lippenstift der Marke „Bobbi Brown“ im Farbton „Sandelholz“ an?

Mukhtar Mai, anfangs auch Bibi Mukhtaran genannt, wurde im Juni 2002 von vier Männern öffentlich vergewaltigt. Sie vollstreckten ein „Urteil“, das der Dorfrat in Meerwala erlassen hatte. Ihr damals zwölf Jahre alter Bruder war mit einem Mädchen des einflussreicheren Clans der Mastoi gesehen worden. Der Clan sann auf Rache, um die „Ehre“ wieder herzustellen. (more…)

 

Die schönste Zeit ihres Lebens war im Gefängnis

Filed under: Islamische Schandtaten — Knecht Christi @ 06:20

Die zum Tode verurteilte und begnadigte Filipina Sarah Balabagan erzählt ihre Leidensgeschichte

Sklaverei hat heute andere Namen: „Overseas Contract Worker – Auslands-Vertragsarbeiter“ – heißen die mehr als 4,2 Millionen Filipinos, die sich in Hongkong, Singapur oder den reichen Golfstaaten als Arbeitskraft verdingen. Die Buchstaben ihrer Verträge haben fern der Heimat nur wenig Wert, Arbeiter und Hausmädchen sind der Willkür ihrer Arbeitgeber ausgeliefert.

 

Manila: Ihre erste Party feierte sie im Gefängnis an ihrem 15. Geburtstag. „Meine Freundinnen haben gesungen, wir hatten philippinisches Essen und haben soviel gelacht“, sagt das Mädchen mit den schwarzen Ponyfransen und nimmt noch einen Löffel Schokoladeneis. Die Melodie aus dem Gefängnis in Abu Dhabi fällt ihr wieder ein, sie summt ein paar Töne mit, ohne es zu merken, hält sich dann schüchtern die Hand vor den Mund. Damals war sie nur eine von Tausenden namensloser Filipinas in den Gefängnissen Asiens und des Mittleren Ostens. Heute ist Sarah Balabagan ein Star. (more…)