kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Euskirchen.online.de: Kritik an Islam-Bild in Schulbüchern 29. Juli 2010

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 03:01

Eine Religionswissenschaftlerin kritisiert in europäischen Schulbüchern eine klischeehafte Darstellung des Islam. Fragwürdig findet Gerdien Jonker beispielsweise, dass der 11. September 2001 in einen Zusammenhang mit dem Islam gestellt werde.


New York –  Berlin: – Die Darstellung des Islam in europäischen Schulbüchern ist nach Einschätzung der Religionswissenschaftlerin Gerdien Jonker klischeehaft. „Es ist eine Erzählung, die sich im Wesentlichen im Mittelalter abspielt und deren Subtext besagt: Die Muslime eroberten Europa, also mussten ‚wir‘ uns verteidigen“, erklärte Jonker am Mittwoch im Gespräch mit der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Berlin. Die aus Amsterdam stammende Wissenschaftlerin ist am Georg-Eckert-Institut für Internationale Schulbuchforschung in Braunschweig tätig. Bei der Darstellung der Gegenwart taucht nach Angaben Jonkers in den Schulbüchern häufig „das Dreigestirn Fundamentalismus, Islamismus und Terrorismus“ auf. Die Bücher für die Oberstufe gingen seit 2004 ausführlich auf den sogenannten „Zusammenstoß der Kulturen“ ein. Nach dem 11. September 2001 sei „alles schiefgelaufen“. Noch nie hätten Schulbücher so schnell reagiert, dabei würden massiv Schreckensbilder vermittelt.

Krieg statt Islam? „Man hätte die brennenden Türme auch in einen anderen Themenkomplex einordnen können, Kriege in der globalisierten Welt etwa. Aber man hat es dem Islam zugeordnet“, kritisierte Jonker. Nach neun Jahren ändere sich das wieder, „aber eine ganze Generation muslimischer Kinder ist damit konfrontiert worden“. Als grundsätzliche Probleme sieht die Wissenschaftlerin den Zwang zur kurzen Darstellung und die Fortschreibung älterer Schulbücher. „Das kanonisierte Wissen voriger Generationen lagert sich darin ab wie geologische Schichten“, so Jonker. Stattdessen müsste nach ihrer Ansicht eine Weltgeschichte, eine „globale Erzählung“, an die Stelle der durch Abgrenzung geprägten Geschichten der Nationalstaaten treten. Dies werde aber wohl noch einige Generationen dauern.

 

2 Responses to “Euskirchen.online.de: Kritik an Islam-Bild in Schulbüchern”

  1. Schulbücher Says:

    Grundsätzlich kein völlig verkehrter Gedanke. Wie schaut es aber andererseits mit Schulbüchern (weltweit) aus, in denen Nationalsozialismus unlösbar mit Deutschland gekoppelt wird? Müsste eine solche Verbindung im Sinne einer „globalen Erzählung“ auch verschwinden?

  2. Bazillus Says:

    Wieder eine blauäugige Religionswissenschaftlerin, die die Untaten des Islam relativiert. Das alles wäre schön und gutmenschlich anzusehen , wenn die Diskriminierung von insbesondere religiösen Minderheiten gerade in islamischen Ländern ausbleiben würde. Nur in kommunistischen und sozialistischen sowie in islamischen Ländern werden Minderheiten besonders schwer benachteiligt. Das Islam-Bild strickt und bildet sich selbst. Je mehr Muslime hier als Forderer und Sonderregelungsinhaber auftreten, umso schwerer lässt sich das Bild eines gut integrierbaren Islam verkaufen. Und wenn unsere Kinder in Schulen mit der mehr als der Häflte Muslimschülern die Ausgrenzung am eigenen Leib erfahren und sich insbesondere mit der arroganten und klischeehaften Geisteshaltung der muslimischen Schüler konfrontiert sehen, dass alle Ungläubigen Höllenanwärter, unser Mädchen und Frauen Schlampen und die Kerle feige Kartoffelfresser sind, wird sich das Islam-Bild wohl kaum bei weiterer Einwanderung aus den muslimischen Kulturkreisen erhellen. In welchem Wolkenkuckucksheim lebt diese Frau und andere relativierenden „Religonwissenschaftlicher“?

    Im Übrigen: Hat sie nie den Koran gelesen und koranverliebte Muslime und Muslimas wie z. B. die Gelehrten der 4 Koranschulen, die teilweise das Gedankengut des Korans wortwörtlich als Schariagesetz übernehmen, getroffen? Warum erklärt sie uns nicht, warum gerade Muslime in aller Welt Terroranschläge begehen? Tun das Juden und Christen mit religiösen Schlachtruf oder Atheisten mit einem atheistischen Schlachtruf noch heute? Habe ich noch nicht gehört. Wohl aber den Schlachtruf „Allahu akbar“. Zurzeit sind seit dem 09.11. 2001 die nicht geringe Zahl von 15 746 kleinen und großen Terroranschlägen jeweils mit Toten und Verletzten von muslimischen Gläubigen begangen worden, sogar einige mit behinderten Selbstmordattentätern.

    Ich begreife beim besten Willen nicht, warum Religionswissenschaftlicher solche Statistiken einfach igonieren. Man achte auch auf die Länder: In der Regel Islamische Länder oder Länder mit aufstebendem Islam. Es geht doch nicht nur darum, dass Muslime in bestimmten Situationen Nichtmuslime selbst mittels Angriffs töten (dürfen). Die meisten Getöteten sind jedoch Muslime anderer Konfession. Diese Menschen bekämpfen sich gegenseitig und gemeinsam bekämpfen sie uns. In welchen Zusammenhang würde Frau Jonker die vielfachen Terroranschläge, die vielen Fatwen im Sinne des Propheten, die zynische Politik der islamischen Länder wie Saudi Arabien, Ägypten usw. gegen jüdische und christliche Minderheiten nach dem 11.09.2001 einordnen, etwa als gar nicht existent? Wer die Wahrheit so leichtfertig leugnet, kann nicht der Wissenschaft dienen und will die desolaten Zustände in islamischen Ländern offensichtlich nicht ändern.


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s