kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Erdogans Hamas-Freunde 17. September 2011

Filed under: Islamischer Terror — Knecht Christi @ 17:24

In Gaza und die Auswirkung der derzeitigen Lage auf die türkischen Migranten

 

Eine Sehr interessante Analyse findet man in der FAZ von heute zu der Lage der Türkei innerhalb des „Arabellions“.  Die Lage der Türkei ist recht gut und realistisch dargestellt, mit einigen Deknfehlern, die ja zu tief im Blut des abedländischen Journalisten von Heute drin stecken. Wolfgang Günter Lerch stellt die türkische Demokratie bewußt in Frage, wenn er sie in Einführungszeichen setzt. Und er erfindet das witzige Wort „Arabellion“ für die im nachhinein lächerlich klingende „Jasminrevolution“ . Aber die politisch korrekte Schreibweise ist dafür verantwortlich, wenn er sagt, dass Erdogan seine Frau „kennengelernt“ hatte. Das hatte das First Kopftuch das Landes ganz anders geschildert gehabt.

 

Diese Ausrichtung findet sich aber auch in den grundsätzlichen Fragen zu der Haltung und Position der Türkei innerhalb der islamischen Welt von heute in diesem Artikel durchaus wieder: {Der arabellische Kalif: In der Arabellion spielt der türkische Ministerpräsident mit seiner islamisch-konservativen Regierungspartei AKP eine gewisse Rolle. Manche nehmen sie zum Vorbild einer „islamischen Demokratie“. Schon seit geraumer Zeit ist der Name „Erdogan“ im Gazastreifen so beliebt, dass viele ihre neugeborenen Söhne so nennen. Das hängt damit zusammen, dass der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan sich besonders für die Palästinenser – und unter diesen für die Hamas – einsetzt, was ihm anderweitig jedoch wachsende Schwierigkeiten einträgt, vor allem in Israel. Mit diesem Staat hat er jetzt offiziell gebrochen}.

 

Da ist sie schon, die besondere Vorliebe des Erdogan für die Hamas. Leider beharren immer noch die meisten deutschen Medien auf die falsche Darstellung, dass die Araber zuletzt ein paar „Despoten“ gestürzt und jetzt auf dem Weg in die Demokratie wären – auch wenn man hier bereits die islamische „Demokratie“ in Frage stellt: {In Ägypten wird man den Türken wegen seiner Haltung feiern. Es ist erstaunlich, wie er es geschafft hat, seinem Land in der arabischen Welt zu neuem Ansehen zu verhelfen, denn lange waren die Türken dort nicht beliebt. Vierhundert Jahre hatten die Osmanen über den größten Teil Arabiens geherrscht, seit 1517 zum Beispiel auch über Ägypten, wo sich Sultan Selim I. (mehr symbolisch als wirklich) die Kalifatswürde holte. Und in der Arabellion, die jetzt schon vier arabische Despoten gestürzt hat, spielt Erdogan mit seiner islamisch-konservativen Regierungspartei AKP eine gewisse Rolle. Manche nehmen sie zum Vorbild für die Neugestaltung ihrer Länder zu einer „islamischen Demokratie“}.

 

Zuletzt geht der Artikel auf das wachsende Misstrauen ein, mit der Europa dieses Shifting der Erdogan-Regierung von Europa weg in die Richtung der arabischen Welt beobachtet: {Die Europäer hingegen schauen mehr und mehr mit Befremden, ja Sorge auf seine fast panislamisch anmutende Politik, die auf europäische Kontexte nicht mehr viel zu geben scheint. Das war zu Beginn seiner Amtszeit noch anders, als Erdogan hoffte, durch eine rasche Integration in die Europäische Union für die religiösen Kräfte in seinem Land größere Freiheiten zu erstreiten}.

 

FAZ: Und hier wirkt der Artikel ziemlich defizitär. Vielleicht hat der Autor bewußt die Lage der türkischen Ghettos in Westeuropa ausgeblendet, denn er fürchtete sich von dem, was er hätte schreiben müssen. Aber bei einigen Millionen im Westeuropa lebenden Türken darf man das nicht. Im Grunde leben mehr Türken in Westeuropa (4-5 Millionen) als Palästinenser in Gaza 1,5 Million). Und ihr Lage wird unter der derzeitigen Kurs der Regierung in Ankara immer schwieriger. Sie werden von einem Präsidenten immer mehr zurückgesteckt und sich selbst überlassen, der jetzt ein fremdes Volk (die Palästinenser) retten will, um sich damit die  reichen Ölscheichs für sich zu gewinnen und seine selbstsüchtige Träume vom Kalifenturban zu träumen.

 

Innerhalb der türkischen Diaspora scheint es aber schon ein wenig Unruhe aufzukommen. Vermutlich rücken einige näher, a)binden ihre Kopftücher enger und stellen sich auf harte Zeiten ein. Möglicherweise gibt es auch einige Wenige, b) die eine Rückreise in die bereits jetzt übervölkerte Türkei zurück zu wandern – wo aber Berichten zuvolge die Rückkehrer es schwer haben, sich wieder einzuleben. Einige hellere Türken aber c) scheinen bemüht zu sein, sich von ihrem Ghetto abzunabeln und wählen den Weg der Assimilation in der abendländischen Gesellschaft – jene Assimilation, die Erdogan selber noch vor 3-4 Jahren als Teufelszeug und Verrat an Türkentum gebrandmarkt hat. Aber was soll so ein Präse von seinen im Ausland lebenden Türken noch erwarten, wenn er sie selber verraten hat? Vor einiger Zeit erzählte man mir, dass man unter den jüngeren, tüchtigeren Türken immer häufiger solche träfe, die ihren Namen ändern. Sie legen die türkischen Namen und die islamischen Vornamen ab und wählen sich solche Namen wie Benjamin, Marcus oder Kevin zu Nachnamen wie Müller Meier oder Schulze. Und vor 2 Tagen schrieb ein Türke einen Kommentar unter einem älteren Video über den türkischen Antisemitismus, in dem er eine ganz andere Position durchblicken läßt, als die der Regierung in Ankara:

 

  TCTurkZ : Kommentar zu deinem Video: Türkischer Antisemitismus in Deutschland: {Die Araber haben uns Türken damals verraten und jetzt setzt sich unser Präsident für die ein ??? Was soll der scheis danach kommt man mit das sind doch auch Moslem und ?? Die verehren Hitler punkt wenn ihr euhc so sehr für Palästina einsetzt warum dann auch nicht für die Uigur Türken in China ? Wahrscheinlich zuweit für euch ;) }  –   www.kybeline.com

 

One Response to “Erdogans Hamas-Freunde”

  1. Saphiri 1 Says:

    wie lange bliebt denn die Türkei noch in der Nato?
    Wenn die Türkei sich unbedingt mit Israel anlegen will geht das nicht als Natomitglied.
    Egal was die Türkei macht, es gibt riesen Ärger mit der USA.
    Millitärisch hat die Türkei eh keine Change gegen die kampferprobte Armee Israels.


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