kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Man hat sie verführt 10. September 2011

Filed under: Islamischer Terror — Knecht Christi @ 16:27

Saudi-Arabiens Innenminister Prinz Naif Ibn Abd Al-Aziz über Terrorismus und Islam, den Nahost-Konflikt und den Hochmut des Westens

SPIEGEL: Hoheit, 15 der 19 Attentäter, die in den Flugzeugen in New York, Washington und Pennsylvania saßen, stammten aus Ihrem Land. Haben Sie eine Erklärung dafür?

Naif: Man kann konkreten Wahrheiten nicht ausweichen, auch wenn es für uns unvorstellbar ist, dass saudi-arabische Bürger an diesen kriminellen Taten beteiligt waren.

SPIEGEL: Aber Sie wollen es doch nicht ernsthaft bezweifeln?

Naif: Wahr ist, dass saudi-arabische Bürger auf den Maschinen waren. Aber wer kann mit Sicherheit sagen, dass diese Saudis die Täter waren. Bis jetzt hat es mir noch niemand bewiesen. Leute, die eine solche Tat vollbringen, müssen hoch qualifiziert sein. Um Flugzeuge von diesem Kaliber zu fliegen, muss man ein gut ausgebildeter Pilot sein. Diese Flugzeuge sind nicht von Hobbypiloten oder Anfängern geflogen worden.

 

SPIEGEL: Die amerikanischen Ermittler sind sich völlig sicher, dass die 15 Saudis aktiv an den Attentaten beteiligt waren – einer als Pilot der Maschine, die auf das Pentagon stürzte, die anderen als mörderische Helfer.

Naif: Bis heute, bis – hören Sie gut zu – zu diesem Moment, in dem ich zu Ihnen spreche, haben wir von den amerikanischen Behörden keine Beweise oder Dokumente erhalten, die den Verdacht oder Vorwurf gegen die saudi-arabischen Bürger rechtfertigen.

 

SPIEGEL: Warum werden Sie von Ihren amerikanischen Freunden nicht informiert?

Naif: Nun, die Amerikaner sagen uns – und sie sagen es auch öffentlich -, dass sie mit unserer Kooperation zufrieden sind. Und unsere Zusammenarbeit in Sachen Terrorismus ist auch beispielhaft. Wir waren ja schließlich auch Opfer des Terrorismus.

 

SPIEGEL: Dennoch besteht der Eindruck, dass Ihr Land nicht entschlossen genug gegen den Terror kämpft.

Naif: Wir brauchen eindeutige Beweise, um gegen den Terror vorgehen zu können. Aber die Amerikaner sagen immer, wir brauchen noch Zeit, es ist noch nicht so weit. Ich wiederhole: Wir Saudis haben noch keinen einzigen Beweis, dass Saudis die Täter waren.

 

SPIEGEL: Dann könnten wir das Gespräch jetzt eigentlich beenden?

Naif: Ich räume ein, dass der Verdacht besteht. Ein guter Muslim, das kann ich Ihnen mit Gewissheit sagen, wird so eine Tat nicht ausüben. Wenn sie es getan haben, müssen sie durch eine Gehirnwäsche dazu gebracht worden sein. Die das getan haben, sind psychisch sehr beeinflusst gewesen. Man hat sie unter dem Vorwand des Glaubens gewonnen, sozusagen verführt. Es gibt eine Sure im Koran, wonach Gewalt im Fall der Selbstverteidigung erlaubt ist. Es ist durchaus möglich, dass man junge Leute zu dieser Tat verleitet hat.

 

SPIEGEL: In den Hinterlassenschaften von Mohammed Atta, dem mutmaßlichen Anführer der Attentäter, wurden ein Testament und eine Art spirituelle Gebrauchsanweisung für die Tat gefunden.

Naif: So ein Testament schreibt fast jeder Muslim, vor allem, bevor er mit Flugzeugen oder Schiffen reist. Also, diese Testamente sind nicht ungewöhnlich. Wenn Sie mit einem Flugzeug von Saudia Air-lines fliegen, hören Sie beim Start automatisch die Ansage: „Mein Gott, ich überlasse meine Angehörigen und meine Familie Deinen Händen.“

 

SPIEGEL: Es gab zwei Papiere, die bei Atta gefunden wurden: das Testament und die spirituelle Gebrauchsanweisung.

Naif: Zunächst ist Atta ägyptischer Staatsbürger und hat mit Saudi-Arabien nichts zu tun. Und auch wenn Leute solche Papiere bei sich tragen, heißt das noch lange nicht, dass sie solche Taten begehen.

SPIEGEL: Wenn eine religiöse Gehirnwäsche zu den Taten geführt hat, durch wen und wie könnte das geschehen sein?

Naif: Die Täter sind Jungs zwischen Pubertät und Reife. Sie sind leicht beeinflussbar und wissen noch nicht zwischen Gut und Böse zu unterscheiden. Dass Menschen bereit sein können, wahllos zu töten, sehen Sie an Herrn Scharon. Er greift die Palästinenser in ihren Häusern mit F-16-Jagdbombern und Kampfhubschraubern an, die er von den Amerikanern hat.

 

SPIEGEL: Teilen Sie die Ansicht, dass Bin Laden hinter den Attentätern steckt?

Naif: Bin Laden ist nicht besonders intelligent, er ist kein besonderer Denker und sicher nicht in der Lage, solche psychischen Beeinflussungen durchzuführen. Es kann sein, dass er viel Geld hat. Er lebt in einem armen Land. Viele arme Leute werden tun, was er sagt, allein weil sie sein Geld brauchen. Dass er jetzt so berühmt ist und beinahe wie ein unfehlbarer Mensch wirkt, haben wir den westlichen Medien zu verdanken.

 

SPIEGEL: Wenn es nicht Bin Laden ist, wer dann? Ist es vielleicht sein Stellvertreter, der Ägypter al-Sawahiri, der dahinter steckt?

Naif: Ja, das kann ohne weiteres sein. Die ägyptischen Behörden haben uns mitgeteilt, dass al-Sawahiri für die Schulung und Ausbildung der al-Qaida-Anhänger verantwortlich ist.

SPIEGEL: Al-Sawahiri, ein Arzt, ist also vom Verstand her eher zur Gehirnwäsche in der Lage als der Ingenieur Bin Laden?

Naif: Ich kenne die beiden Verbrecher nicht persönlich, aber ich neige dazu, den Ägyptern zuzustimmen.

 

SPIEGEL: Saudi-Arabien hilft den Muslimen auf der ganzen Welt mit riesigen Summen. Haben Sie eigentlich eine Übersicht, was mit dem Geld passiert?

Naif: Der Staat Saudi-Arabien baut Schulen und Moscheen auf der ganzen Welt. Darüber hinaus gibt es Millionen Saudis, die Geld an arme und bedürftige Muslime spenden. Diese Leute geben ihr Geld nicht für terroristische Zwecke.

SPIEGEL: Die Amerikaner haben eine Liste mit 39 Organisationen veröffentlicht, die ihr Geld auch für terroristische Unterstützung ausgegeben haben sollen. Darunter sind auch saudi-arabische Gruppen.

Naif: Es kann sein, dass Gelder missbräuchlich verwendet worden sind. Wir werden das jetzt schärfer kontrollieren. Missbrauch, das weiß der Westen, ist nicht völlig aus der Welt zu schaffen. Wie viel schmutziges Geld ist im Westen auf dem Markt: Milliarden von US-Dollar, die aus illegalem Waffenhandel stammen oder aus Drogengeldern. Keiner nimmt davon ernsthaft Notiz. Nur wenn ein paar islamische Vereine ihr Geld schlecht verwalten, hebt der Westen gleich den Zeigefinger.

 

SPIEGEL: Zerbricht die so genannte Allianz gegen den Terror, falls die Amerikaner Somalia und/oder den Irak angreifen?

Naif: Terror ist absolut unverträglich und inakzeptabel. Wo es Terrorismus gibt, sterben unschuldige Menschen. Wir wehren uns dagegen, dass Staaten, die den Terrorismus bekämpfen, zweierlei Maß benutzen. Was Israel und Scharon mit den Palästinensern machen, ist eindeutig Terrorismus.

SPIEGEL: Interpretieren wir Sie richtig, dass Saudi-Arabien aus dem Anti-Terror-Pakt aussteigt, sollte Israel mit dem Bomben gegen die Palästinenser nicht aufhören?

Naif: Saudi-Arabien ist ein Land, dessen Herrscher nach der Wahl des amerikanischen Präsidenten nicht eilfertig zum Händeschütteln nach Washington geflogen ist. Solange die Aggression und der Terror gegen unsere Brüder in Palästina dauern, werden wir unsere Haltung nicht ändern.

 

SPIEGEL: Was würde geschehen, wenn Bin Laden und seine Anhänger zur Hadsch-Pilgerfahrt nach Saudi-Arabien kämen?

Naif: Zur Hadsch gibt es nur Freunde, keine Feinde.

SPIEGEL: Eben.

Naif: Das ist eine hypothetische Frage. Er wird bei uns kein Versteck finden.

 

SPIEGEL: Westliche Geheimdienste berichten, dass beim Einmarsch nach Kabul in der saudi-arabischen Botschaft Leute von einer Stiftung namens al-Haramein saßen, die Waffen an al-Qaida geliefert haben.

Naif: Das ist Quatsch. Al-Haramein ist ein wohltätiger Verein, dessen Ziel einzig und allein es ist, bedürftigen Menschen zu helfen. Keiner stört sich an den Waffenlieferungen des Westens an Israel, durch die unschuldige Menschen getötet werden.

SPIEGEL: Was halten Sie von der These des US-Historikers Samuel Huntington, wonach der große Kulturkampf zwischen Christen und Muslimen heraufzieht?

Naif: Ich halte das für Unfug. Es gibt überhaupt keinen Grund, dass Muslime und Christen in Konflikt geraten sollten. Im Westen meinen manche Leute, der Kapitalismus habe den Kommunismus besiegt und nun sei der Islam der neue Feind. Wie kommen die auf diese verrückte Idee? Islam ist die Religion der Liebe, der Toleranz und des Friedens.

 

SPIEGEL: Sie sind seit vielen Jahren in Ihrem Amt. Ist das Verhältnis zwischen Christen und Muslimen schlechter als vor 30 Jahren?

Naif: Ich sage Ihnen meine persönliche Meinung: Ohne die maßlose Unterstützung des Staates Israel durch die westliche Welt wären unsere Beziehungen bestens. Wir haben sonst keinen Grund, mit dem Westen zu streiten.

 

SPIEGEL: Es gibt viele Stimmen, selbst in der königlichen Familie, die nach Reformen in Saudi-Arabien rufen. Sie verlangen politische Parteien, freie Wahlen und die Respektierung der Menschenrechte. Ohne demokratische Reformen würden die autokratischen Systeme der arabischen Welt nicht überleben.

Naif: Darüber können die Leute reden, so viel sie wollen. Was in unserem Land geschieht, geht nur uns an, und wir sind diejenigen, die wissen, was unser Land an Reformen braucht und wie unsere inneren Angelegenheiten zu regeln sind.

 

SPIEGEL: Wir haben noch eine letzte Frage: Was ist Ihr Tipp für das Fußball-Weltmeisterschaftsspiel Saudi-Arabien gegen Deutschland Anfang Juni in Japan?

Naif: Wer besser spielt, wird gewinnen.

{Quelle: www.spiegel.de – INTERVIEW: ADEL S. ELIAS, JOACHIM PREUSS}

 


Anstatt die israelische Flagge zu beseitigen und sie durch die Palästinesiche zu ersetzen fiel der Salafist hinunter – alle wollen ihn retten und die Polizisten schauen nur zu, was um sie passiert!

 

2 Responses to “Man hat sie verführt”

  1. Saphiri Says:

    Man hat keinen dieser Terroristen „verführt“, auch keinen der anderen islamischen Terroristen.

    Diese Terrroisten bieten sich an und werden ausgewählt, je nach Eignung.
    Sie wollen ihren Weg ins Paradies schneller und totsicher erreichen.

    Niemand hat sie dazu zu verführen brauchen, sie mussten nur den Koran lesen, den Freitagspredigten zuhören.

    Jeder, der was anderes behauptet ist ein Lügner, ein feiger Taqiyya-Perfektionist oder ein Mitläufer, die dann später behaupten, sie hätten von nichts gewusst.

  2. John Says:

    Der Missionar des Mordens ist tot.

    Osama hat die freie Welt und ihre offenen Gesellschaften in einen Krieg der Kulturen gestürzt.

    In seinem Namen wurde eine ganze Religion, der Islam, zum Synonym für Intoleranz und Gewalt gemacht. In seinem Namen wurden nicht nur Karikaturen-Zeichner mit dem Tod bedroht, sondern eine ganze Art zu leben. Unsere Art zu leben.

    So muss man sich wohl das Böse vorstellen.

    Löst Osama bin Ladens Tod auf einen Schlag alle Probleme? Wird die Welt wieder, wie sie vor dem 11. September 2001 war?

    Vermutlich nicht.

    Das Gift und die Gewalt, für die er stand, waren zu lange am Werk.​ Wenn es irgendwann wieder eine Welt ohne radikal-islamischen Terror gibt, dann ist der Weg dorthin sehr lang und voller Rückschläge.

    Das erste Jahrzehnt des neuen Jahrtausend begann mit Osama bin Ladens Angriff auf Amerika. Und es Ende mit seinem Tod.


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