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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Heftige Gefechte zwischen Nord- und Südsudan 16. Juni 2011

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 20:57

Khartum (RPO): Wenige Wochen vor der Unabhängigkeit des Südsudan hat sich der Konflikt um die ölreiche Region Abyei verschärft. Nach Angaben des Staatsfernsehens nahmen Regierungstruppen aus dem Norden am Samstagabend die Stadt Abyei ein. Die Kämpfer der Sudanesischen Volksbefreiungsarmee (SPLA) zogen sich hingegen aus dem Süden aus dem Hauptort der umstrittenen Grenzregion zurück. Tausende Zivilisten ergriffen die Flucht.

 

Die beiden Landesteile streiten sich vor allem um die Erdöleinnahmen aus Abyei. Ein Vertreter einer Delegation des UN-Sicherheitsrats, die sich seit Samstag in der sudanesischen Hauptstadt Khartum aufhält, bestätigte den Bericht des Staatsfernsehens. Ein Vertreter der UN-Mission im Sudan (UNMIS) berichtete, die nordsudanesischen Streitkräfte seien mit dutzenden Panzern in den Ort eingerückt und hätten die Soldaten der SPLA zur Flucht gezwungen.

 

SPLA-Sprecher Philip Aguer berichtete am Telefon von heftigen Gefechten. Der Norden habe zahlreiche Soldaten und Panzer in die Stadt geschickt und Ziele in der Stadt bombardiert. Die SPLA habe die Angriffe nicht abwehren können. Nach Angaben der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen flohen die Bewohner von Abyei vor den Kämpfen. „Die gesamte Bevölkerung von Abyei ist geflohen“, hieß es am Sonntag in einer Erklärung der Organisation. In einer von ihr geleiteten Klinik im 40 Kilometer entfernten Agok seien am Samstagabend 42 Verletzte aufgenommen worden. Dort würden die Teams nun verstärkt, die Klinik in Abyei könne vorerst nicht weiter betrieben werden.

 

Die USA verurteilten den Vorstoß der sudanesischen Armee. Die Regierungstruppen müssten sich sofort zurückziehen, forderte das Weiße Haus. Die Regierung in Paris sprach von „einer schwerwiegenden Verletzung“ des Friedensabkommens zwischen dem Norden und dem Süden. Bei einem Referendum im Januar hatten sich die Südsudanesen mit überwältigender Mehrheit für die Unabhängigkeit vom Norden ausgesprochen, für Juli ist die Staatsgründung vorgesehen.

 

Ein ursprünglich ebenfalls für Januar geplantes Referendum in Abyei wurde dagegen abgesagt, weil sich der Norden und der Süden nicht über den Kreis der Wahlberechtigten einigen konnten. Beide Landesteile beanspruchen die Enklave an der Grenze für sich, vor allem die Aufteilung der Erdöleinnahmen ist heftig umstritten. {www.rp-online.de}

 

 

Heftige Gefechte um Abyeis Öl

 

In wenigen Wochen will sich der Südsudan vom Norden lösen. Doch nun bricht der noch ungelöste Konflikt um die reiche Grenzregion Abyei wieder auf.

 

Im Sudan scheint eine erneute Eskalation bevorzustehen. Wenige Wochen vor der geplanten Unabhängigkeitserklärung des Südens übernahm die nordsudanesische Armee die Kontrolle über Abyei, Hauptstadt der gleichnamigen Grenzregion. Südsudanesischen Angaben zufolge zogen Truppen des Nordens mit Panzern ein. Außerdem habe es eine Bombardierung aus der Luft gegeben. Auch seien mindestens vier Dörfer beschossen worden. Im sudanesischen Staatsfernsehen in der Hauptstadt Khartum hieß es, die Truppen des Nordens hätten „feindliche Kräfte“ zurückgeschlagen.

 
UN-Mitarbeiter in Abyei bestätigten, dass die nordsudanesische Armee nach Angriffen mit schwerer Artillerie die Stadt nun unter ihrer Kontrolle habe. Die UN-Mission im Sudan (UNMIS) zeigte sich angesichts der Kämpfe „tief besorgt“. Sie forderte ein sofortiges Ende der Feindseligkeiten und einen Rückzug aller nicht autorisierten Truppen. Auch die US-Regierung verurteilte das Vorgehen des Nord-Sudan als „unangemessen und unverantwortlich“ und verlangte einen Abzug der Einheiten aus Abyei.

 

Die Auseinandersetzungen hatten am Donnerstag begonnen, nachdem die nordsudanesische Armee erklärt hatte, 22 ihrer Soldaten seien in einem Hinterhalt von Truppen des Südens getötet worden. Der von UN-Blauhelmen eskortierte Militärkonvoi war etwa sieben Kilometer von Abyei unter Beschuss geraten. Der Südsudan wies jegliche Verantwortung für den Angriff zurück.

 

Sowohl der Norden als auch der Süden erheben Anspruch auf die Region Abyei, die wegen ihrer Ölvorkommen und des fruchtbaren Weidelands begehrt ist. Der Konflikt ist der wichtigste offene Streitpunkt vor der Aufteilung des Landes, die der Süden am 9. Juli durch die Ausrufung seiner Unabhängigkeit vollziehen will. Die dortige Bevölkerung hatte sich im Januar in einem Referendum mit großer Mehrheit für die Loslösung vom Norden entschieden. Die Volksabstimmung war Teil eines Friedensabkommens von 2005, das einen mehr als 20 Jahre dauernden Bürgerkrieg beendete.

 

Mit der Unabhängigkeit des Südens verliert der Sudan, bisher der größte Staat Afrikas, einen großen Teil seines bisherigen Staatsgebietes und zwei Drittel der Ölquellen. Ein ebenfalls für Januar geplantes Referendum über die Zukunft von Abiyei musste aufgrund organisatorischer Probleme und anhaltender Spannungen verschoben werden. {Quelle: www.zeit.de}

 

 

Streit um ölreiche Region Abyei

Schwere Gefechte zwischen Nord- und Südsudan

 

Im Süden des Sudan haben sich Einheiten der nordsudanesischen Armee und die SPLA des Südens Gefechte geliefert. Bereits den zweiten Tag in Folge hätte die Luftwaffe des Nordens Angriffe in der umstrittenen Grenzregion Abyei geflogen, sagte ein SPLA-Sprecher. Zudem seien Panzer in die gleichnamige Stadt eingerückt und weitere Bodentruppen würden in das Gebiet verlegt.

 

Die UN-Mission UNMIS bestätigte, dass 15 nordsudanesische Panzer in Abyei in Stellung gegangen sind. Schüsse seien zu hören, sagte eine UN-Sprecherin der Nachrichtenagentur Reuters. Es sei jedoch unklar, was genau in der Stadt passiere. Man fordere ein sofortiges Ende der Auseinandersetzungen. Die Organisation Ärzte ohne Grenzen erklärte, sie habe nach Kämpfen in Abyei 42 Verletzte im Krankenhaus behandelt.

 

Drohungen aus Khartum: Die Armeeführung in Khartum kommentierte die Vorwürfe nicht. Bereits am Donnerstag hatte sie allerdings dem Süden vorgeworfen, einen Armeekonvoi überfallen zu haben, der die Region Abyei verlassen wollte. Dabei seien 22 Soldaten getötet worden. Durch diese „Aggression“ sei Abyei zum „Kriegsgebiet“ geworden, drohte ein Sprecher. UNMIS, die den Konvoi begleitete, bestätigte zwar den Angriff, aber weder die Zahl der Opfer, noch die Identität der Angreifer.

 

Nach Vermittlung durch die Vereinten Nationen hatten sich beide Seiten bereit erklärt, die zwischen Nord und Süd umstrittene Region Abyei bis zum Ende dieser Woche zu verlassen. Dort sollte dann eine gemeinsame Einheit für Ruhe und Ordnung sorgen. Die Eskalation in Abyei könnte auch Verhandlungen zwischen einer Delegation des UN-Sicherheitsrats und Regierungsvertretern in Khartum überschatten, die am Sonntag beginnen sollten.

 

Südsudan wird im Juli die Unabhängigkeit erklären: Der Südsudan wird sich am 9. Juli als eigenständiger Staat vom Norden abspalten. Die Entscheidung wurde im Januar in einem Referendum getroffen, das Teil eines Friedensabkommens aus dem Jahr 2005 ist. Darin wurde über den Status der ölreichen Region Abyei aber noch nicht entschieden. Beobachter befürchten, dass es bis zur offiziellen Unabhängigkeit im Südsudan zu weiteren Gewaltakten kommen könnte. {Quelle. www.tagesschau.de}

 

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