kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Kommentar: „Hetze gegen Islamkritiker: Merkelschreiber fürs Merkelland“! 16. Juli 2013

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 18:23

Braucht noch jemand einen Beweis dafür, wie bieder und bedeutungslos deutsche Literaten derzeit sind?

 

 

 

 

Hier ist er:

Der deutsch-ägyptische Publizist Hamed Abdel-Samad

muss um sein Leben fürchten,

weil er den Islam kritisiert hat.

Und hierzulande herrscht Schweigen.

 

In München fürchtet ein Mann ermordet zu werden, seit vier Wochen schon. Sein Name ist Hamed Abdel-Samad, und sein Verbrechen war, als Publizist und Autor eine eigene Meinung zu haben. Kümmert das eigentlich einen der deutschen Staatsstipendiendenker? Oder wie ist diese Ruhe zu erklären? Dieses Schweigen, das ein Skandal ist? Es geht hier nicht um das alte Lamentieren über die unpolitischen Schriftsteller oder um die Frage danach, wo der kritische Intellektuelle seine ewige Sommerfrische verbringt – es geht, so sind die Zeiten, längst um etwas anderes. Es geht um die grundlegende Entscheidung, wer wir sein wollen und welche Rolle die Literatur dabei spielt. Das klingt existentiell, und das ist es auch. Das Problem ist ja, dass es in der deutschen Literatur meist nur dann existentiell wird, wenn es etwa um die Buchpreisbindung geht. Da herrscht dann gleich das Pathos, da gibt es dann auf einmal Alarm, da ist dann gleich das „Weltwunder“ der literarischen Kultur in Deutschland in Gefahr, so stand es in der „FAZ“.

 

 

Betriebsausflüge an den Wörthersee

 

Aber was ist denn dieses Weltwunder? Oder anders gefragt, zu was sind all die „Buchverlage, Buchhandlungen, Literaturfestivals, Literaturhäuser, Bibliotheken, Literaturpreise, Buchbeilagen und täglichen Buchbesprechungen in Zeitungen, Zeitschriften und Rundfunkredaktionen“ gut – wenn dabei das Wesen der Literatur vernachlässigt wird: überleben. Denn deshalb schreibt man doch. Weil man muss, weil man nicht anders kann, weil man sonst den ganzen Irrsinn, die ganze Anpasserei, die ganzen Lügen, die ganze Feigheit und Faulheit nicht ertragen würde. Dieses tiefe Uneinssein mit dem, was einen umgibt, aus dem der Zweifel erwächst, das Leiden und der Hass, am Ende aber auch das Mitgefühl und die Menschlichkeit, das ist ja der Trick der Literatur, dass sie im Idealfall Einsamkeit verwandelt in Gemeinsamkeit, manche nennen es sogar Engagement im Angesicht von Not und Ungerechtigkeit. Aber damit braucht man den allermeisten deutschen Schriftstellern gar nicht zu kommen. Die machen ihre Betriebsausflüge an den Wörthersee, die üben sich in Autosuggestion und Simulationsliteratur, die würden sich wohl wirklich am liebsten zum Weltkulturerbe erklären, wie das neulich schon das deutsche Theater für sich gefordert hat, und würden es sich dann herrlich bequem machen in der eigenen Musealität. Um sich herum all die Kulissen, die sie zwischen sich und die Welt schieben und die sie Literatur nennen.

 

 

 

Die Welt ist ein Chaos

 

Weg mit all dem, kann man nur sagen, wenn man sieht, wie fett und träge, wie kalt und herzlos, wie leer und dumm sie geworden sind mit all dem „Weltwunder“-Kram, mit diesem Denken, dass ihr deutsches Literatursystem natürlich nicht nur das beste ist, das sich Menschen je ausgedacht haben, der BMW unter den Literaturen sozusagen, sondern im Grunde das einzig mögliche – „alternativlos“, so nennt die Kanzlerin gern die Wirklichkeit und so nennen auch die dieses System, die es eigentlich besser wissen. Denn was produzieren sie, im weltbesten Literatursystem: sehr viel Reinhard-Jirgl-Geheimnistuerei für 800 Leser, sehr viel Germanistenlangeweile, die in „Schichten“ kommt oder in „Ebenen“ wie eine Torte oder wie eine Murmelbahn, sehr viele Bücher, die einen mit ihrer Mittelmäßigkeit imprägnieren gegen das Leiden in der Welt und damit nichts anderes sind als Merkelliteratur fürs Merkelland, systemerhaltend um jeden Preis.

 

Unangenehm ist es dann nur, wenn mal jemand kommt, für den es um etwas anderes geht, zum Beispiel um alles. Für den eine Meinung nichts ist, was man trägt und ablegt wie einen Sommerhut. Für den Wahrheit überlebensnotwendig ist. Für den die Welt ein Ort ist, um den man kämpfen muss. Und weil seine Meinung, seine Wahrheit zufällig den Islam betraf und dessen Wahrheit, wurde Hamed Abdel-Samad zum „Ungläubigen“ erklärt und von einem ägyptischen Prediger, einem politischen Verbündeten des Muslimbruders Mursi, mit einer Fatwa belegt. Erinnert sich noch jemand an Salman Rushdie? Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Rushdie und Abdel-Samad? Hat Rushdie den Rummel und die Unterstützung nur bekommen, weil er Erster war? Weil er in England war? Weil so eine Fatwa damals neu und sexy war und heute, denkt man sich, sollte man sich gegen eine Fatwa doch langsam mal impfen können, so wie gegen Masern? Die Welt ist ein Chaos, ein Irrwitz, eine Zumutung, und sie muss jeden Tag neu erobert werden, neu zivilisiert, beschrieben, bestaunt – wenn Literatur dazu nichts beiträgt, hilft auch die Buchpreisbindung nichts, dann wird sie untergehen. {Quelle: www.spiegel.de – Eine Kolumne von Georg Diez}

 

 

 

 

 

Kommentar von „Kopten ohne Grenzen

 

 

Ach, der Spiegel,

dessen Autoren gern alles in die rechte Ecke stellen,

was nicht der PC entspricht,

der Spiegel, der gehörigen Anteil daran hatte,

die PC in die Gehirnrinde seiner Leser mit einzupflegen

und zwar nachhaltig und bitte alternativlos.

 

Herrn Diez kommt das Verdienst zu , endlich einmal wenigstens ein Auge aus der Suppe der PC auf die Realität geworfen zu haben. Er kritisiert zu Recht das Schweigen im Blätterwalde der deutschen (wir erweitern der europäischen) Medien im Falle Abdel Samad, ja die laute Interessenlosigkeit und die Feigheit dieser Zeitung-, Zeitschriftenmacher und -innen, der Journalisten von Kolumnen, Essays und anderen Stilmitteln des Journalismus im Dienste der politkorrekten Regierungen. Er geht auch mit seiner Kritik wenigstens in die richtige Richtung, nämlich es geht ihm um die Bequemlichkeit, das Appeasement und die Feigheit der Literaten, die sich selbstgefällig um Literaturpreise auf Kosten der Wahrheit drängeln; ein wahrlich richtiger Ansatz.

 

Nun ist Herr Abdel Samad ein Mann, der Mut hat, der die inneren Verhältnisse sowohl Ägpytens und damit zwangsläufig auch das Innere des Isalms kennt. Herr Abdel Samad ist ein bekannter Islamkritiker. Er muss erst mit einer Tötungsfatwa wie Herr Rushdie belegt werden, um wir sagen jetzt einmal „wenigstens“ vom Spiegel nicht in die rechte Ecke gestellt  zu werden, sondern ernst genommen zu werden. Der Autor macht somit ganz vorsichtig die Islamkritik an einer Person fest, die mit der Islamkeule des vorsätzlichen Mordes nunmehr permanent bedroht wird. Wir in diesen Breiten haben diesen Zustand in früherer Zeit „vogelfrei“ genannt. Eine Fatwa ist nichts anderes als eine Verhängung einer religiöse Mordacht (Mordächtung) über eine Person, wenn sie als Deliquent eine todeswürdige strafbare Handlung begangen hatte. Er wurde früher in diesen Breiten dann nicht begraben und seine Leiche wurde dann den Wölfen und den „Vögeln“ feilgeboten. So wird der Ausdruck „Vogelfrei“ in Wiki erklärt.

 

 

 

 

Nun hat Herr Abdel Samad es gewagt, sowohl hier als auch in Ägypten den Islam zu kritisieren. Das war und ist sein „Verbrechen“, den einige Islamgeleeeerte sofort mit dem Todesurteil belegen dürfen, also  sich selbstgefällig das Recht herausnehmen, bevollmächtigt vom Gott des Islam, selbst Gott über Leben und Tod spielen zu dürfen. Da fragen wir uns: Haben Autoren wie Herr Diez sich einmal inhaltlich überhaupt mit ernst zu nehmenden, weil sachlich argumentierenden Islamkritikern auseinandergesetzt? Herr Dietz beschäftigt sich hier nur anhand des Opfers lediglich mit einem Ausfluss islamischer Praktiken, nicht jedoch inhaltlich mit der Islamkritik selbst. Trotzdem ist ihm zu danken, dass er sich überhaupt in die Gefilde der Islamkritik am äußersten Rande beschäftigt, sich die Freiheit des Wortes nimmt, wenigstens diesen Umstand zu kritisieren. Mehr ist wohl im Spiegel zurzeit nicht möglich, um dort veröffentlicht zu werden. Aber  sich getraut zu haben, aus dem Spiegelteamsystem überhaupt mit einem Auge die Welt der Islamkritik angekratzt zu haben, dafür gebührt ihm Dank. Er belegt damit recht deutlich, dass im System Islam doch wohl nicht alles so rosarot  und harmonisch zugeht, wie die übrigen Medienvertreter bis zur Selbstverleugnung verlauten lassen.

 

Wir fragen den Spiegel, wann er sich denn einmal traut, sich aus der Deckung herauszubegeben und den Islam da zu kritisieren, wo er zutiefst kritisierbar ist. Beim Christentum, werte Damen und Herren, hat es doch auch geklappt und klappt es doch auch heute noch vorzüglich. Hier nehmen wir einmal das spiegelsche Feigenblatt, den Herrn Mattusek aus der Kritik heraus.  Oder ist der Islam bereits zu kritikimmun unter Artenschutz gestellt, dass Sie sich nicht trauen, weil der Islam anders reagiert als das Christentum heute, zum Beispiel mit tödlichen Fatwen, die Sie ernst nehmen müssen? Es wäre an der Zeit, dass Journalisten  ihre ureigensten Aufgaben auch im Hinblick auf den Islam wahrnehmen würden und sich mit Inhalten der Islamkritik auseinandersetzen würden.

 

Danke Herr Diez,

dass Sie wenigstens hier ein Fensterchen aufgemacht haben.

 

 

3 Responses to “Kommentar: „Hetze gegen Islamkritiker: Merkelschreiber fürs Merkelland“!”

  1. Andres Says:

    als regelmässiger leser des spiegels kann ich nicht bestätigen, dass er vor islamfreundlichen reportagen gestrotzt hätte. sicher gab es nie eine fundamentalkritik des mohamedismus wie hier oder anderen darin spezialisierten blogs, sympathien für islamische belange aber auch nicht. welches magazin ist da schon bereit, sich soweit aus dem fenster zu lehnen, dass es den geballten zorn der isllamischen welt auf sich zöge? die unvereinbarkeit islamischer doktrin mit westlichen „wertesystemen“ ist allgemein hinlänglich bekannt – wie damit umzugehen wäre, ohne auf unverantwortliche weise den volkshass zu schüren, bleibt freilich eine kaum zu lösende fragestellung. in dieser zwickmühle befinden sich sowohl regierungen wie offizielle medien und selbst die christlichen kirchen, ganz besonders auch die christlichen minderheiten in islamischen ländern. wer will da schon öl ins feuer giessen und einen flächenbrand auslösen?
    vielleicht erleben wir ja noch eine implusion dieses religiösen irr-sinns – die zeit schien nie reifer dafür?!..

  2. Bernhardine Says:

    DER LINKE

    Ob Islam- oder Sowjetverbrechen,
    der Linke rechnet bis zum Erbrechen.
    Der Linke schreibt und stellt glasklar:
    der Kommunist war niemals ein Barbar.

    Der Kommunist stets Frieden bringt,
    der Linke das rote Liedchen singt.
    Drum tut er uns tagtäglich beteuern,
    den Kommunismus muß kaum erneuern.

    Nur etwas mehr Lenin müßte sein,
    auch etwas mehr Stalin wäre fein.
    Der Linke ist sich ganz gewiß,
    Kommunismus stets das Beste ist.

    Auch Islam sei nicht ganz schlecht
    mit dem blutigen Schächtefest.
    Und die Moral von dieser Geschicht:
    böse immer der Christenmann ist.


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