kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Den Ausschlag gab Apostel Paulus 1. August 2012

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 15:15

Warum sind Juden beschnitten, Christen aber nicht?

 

Die Frage ist 2000 Jahre alt.

 

In der Apostelgeschichte findet sich die Antwort

 

 

Die Bibel lässt keinen Zweifel: Jesus Christus war beschnitten. „Nach acht Tagen wurde das Kind beschnitten und es wurde ihm der Name Jesus gegeben“, berichtet der Evangelist Lukas in Kapitel 2, Vers 21. Die Gläubigen fanden daran nie etwas Ungewöhnliches. Alle Juden waren beschnitten, also auch Jesus. In einigen christlichen Kirchen wird sogar bis heute am 1. Januar das Fest der Beschneidung des Herrn gefeiert. Dennoch bleibt die Frage: Wenn der Religionsgründer beschnitten war, warum dann nicht auch seine Anhänger? Im Gegensatz zu Juden und Muslimen ist der orientalische Brauch bei Christen nicht üblich. Aber warum? Die Antwort findet sich in der Apostelgeschichte, wiederum protokolliert vom Evangelisten Lukas. Er schildert in Kapitel 15, wie die Frage nach der Beschneidungspflicht die frühe Christenheit spaltete und Unfrieden in die Gemeinden brachte – und dies nur wenige Jahre nachdem Tod des Messias am Kreuz vor knapp 2000 Jahren.
 

Die Ursachen des Konflikts wurzelten tief. Auf der einen Seite stand die Urgemeinde in Jerusalem. Ihre Mitglieder hatten Jesus persönlich gekannt und ihn bis zum Tod begleitet. Wie Jesus selbst waren sie durchweg fromme Juden, der Brauch des Beschneidens war für sie eine Selbstverständlichkeit. Für sie war der Nazarener keineswegs gekommen, um die Gesetze des Moses aufzuheben, sondern um sie mit Leben zu erfüllen. Anders der Apostel Paulus, ein griechisch gebildeter Jude aus dem fernen Tarsus, der erst später dazu stieß und Jesus nie kennengelernt hatte. Er ahnte beizeiten, dass die neue Lehre bei den Juden auf taube Ohren stoßen würde. Deshalb konzentrierte er sich darauf, die Lehre Jesuzu den Heiden zu tragen, wie es in der Bibel heißt. Gemeint war das große römische Reich mit seiner bunten Vielfalt von Religionen, Glaubensvorstellungen und Kulten. Im hellenistisch geprägten Osten des Reichs glaubten die Menschen mehr oder weniger inbrünstig an die olympische Götterwelt der Griechen. Paulus machte es sich zur Lebensaufgabe, sie davon zu überzeugen, dass es nur einen Gott gebe.

 

Und er zahlte einen Preis dafür. Viele Griechen nahmen die neue Religion zögernd an – aber vom jüdischen Brauch der Beschneidung wollten sie nichts wissen. Die konservativen Glaubensbrüder in Palästina vernahmen es mit Empörung: Ein unbeschnittener Mann galt für sie als unrein und konnte damit auch kein Christ sein. Und einige kamen von Judäa herab und lehrten die Brüder: Wenn ihr nicht beschnitten worden seid nach der Weise Moses, so könnt ihr nicht gerettet werden“, heißt es in der Apostelgeschichte. Paulus ging dazwischen. Nach langem Streit und „viel Wortwechsel“, wie es in der Schrift heißt, einigte man sich darauf, in Jerusalem eine Versammlung abzuhalten und dort eine verbindliche Entscheidung zu treffen. Sie fand um das Jahr 45 n. Chr. statt und ging als das erste Konzil in die Kirchengeschichte ein. Trotz erheblichen Widerstands setzte sich in der Runde Paulus‘ Sichtweise durch: Die Beschneidungspflicht fiel. Auch der Apostel Petrus, mit dem er gelegentlich offen über Kreuz lag, schlug sich auf Paulus‘ Seite. Er warnte, die Beschneidungspflicht sei ein zu schweres „Joch“ für Nicht-Juden, und fand die von allen gutgeheißene Sprachregelung: Durch die Gnade des Herrn Jesus würden Beschnittene und Unbeschnittene in derselben Weise gerettet. Damit war die Diskussion beendet, das Thema ein für alle Mal vom Tisch. Die Folgen dieser bahnbrechenden Entscheidung reichen bis heute – die deutsche Debatte zeigt es.

 

 

Die biblische Darstellung gilt auch aus der Sicht von Historikern als weitgehend glaubwürdig:

Nur weniges, was vor 2000 Jahren geschah,

ist derart genau dokumentiert.

Paulus selbst wandte sich in seinen Briefen noch mehrfach gegen die Beschneidung,

um seine Sichtweise durchzusetzen.

Nach christlicher Überlieferung fand er später in Rom unter Kaiser Nero

den Märtyrertod durch das Schwert.

{Quelle: www.suedkurier.de}

 

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