kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Für mehrere Konvertiten aus dem Islam ist die Taufe brisant 7. April 2015

Filed under: Konvertiten — Knecht Christi @ 00:09

In der Vorbereitung auf die Taufe feierten die Katechumenen auch einen Gottesdienst im Wiener Stephansdom. - © Franz Josef Rupprecht

Katholische Erwachsenentaufen finden traditionell in der Osternacht statt.

Nicht einmal meine Eltern wissen es

 

 

 

Fast 16.000 Menschen sind im vergangenen Jahr aus der Katholischen Kirche ausgetreten.

Es gibt aber auch den umgekehrten Weg:

Rund 40 Frauen und 50 Männer wollen frisch in die Kirche eintreten.

Sie werden direkt in der Osternacht oder in den folgenden Wochen bis Pfingsten getauft.

Und manche von ihnen riskieren dafür sogar ihr Leben.

 

 

Ein Jahr lang haben sich die rund 90 künftigen Christen auf die Erwachsenentaufe (Katechumenat) vorbereitet und auch einen Gottesdienst gemeinsam mit Erzbischof Christoph Schönborn im Stephansdom gefeiert. Die Katechumenen stammen aus 24 Ländern, von China bis Mali.

Das Gros bilden 35 Österreicher, 28 Iraner, 10 Afghanen und 6 Deutsche, das Durchschnittsalter beträgt heuer etwa 30 Jahre.

 

 

 

 

Die Motive sind so verschieden wie die Taufwerber und die Gesellschaften, aus denen sie kommen. So erzählt ein 70-jähriger Österreicher, dass er in einem „glaubensfernen, aber nicht glaubensfeindlichen“ Elternhaus aufgewachsen ist und irgendwann erst auf musikalischer Ebene (Bach-, Händel-, Haydn-Vertonungen) und dann auch Bibellektüre zum Glauben gefunden hat. Eine schwere Glaubenskrise überwand er dann durch das Studium der theoretischen Physik und ist seither der Meinung, „dass ich einen schlüssigen Gottesbeweis aus der Thermodynamik heraus führen kann“. Zur Taufe kam es allerdings bisher nicht, „auch bei meiner katholischen Heirat fehlte mir der Mut, den Pfarrer auch gleich um die Taufe zu bitten“. Jetzt wird er doch noch getauft.

 

 

 

Einem 20-Jährigen wiederum wollten seine Eltern die Entscheidung selbst überlassen. Dass er sich nun taufen lässt, erklärt er mit einer überstandenen Depression: „Als ich vor meinem innerlichen Abgrund stand, hat mich Gott festgehalten“.

Dramatisch ist auch die Geschichte eines 30-jährigen Iraners, der so wie mehrere andere Taufwerber vom Islam zum Christentum konvertiert und deshalb im Gespräch mit der „Wiener Zeitung“ anonym bleiben will. Denn sollte seine Familie von der Apostasie (Abfall vom Islam) erfahren, würde er wohl verstoßen werden. Und sollten gar die Religionswächter davon Wind bekommen, hätte es womöglich nicht nur für ihn selbst im Falle einer Rückkehr furchtbare Konsequenzen, sondern auch für seine Angehörigen. Im Iran wird Apostasie mit lebenslanger Haft oder gar mit dem Tod bestraft.

 

 

 

 

Fahnenflucht mit Studentenvisum

 

Und so ist er vor zwei Jahren offiziell mit einem Studentenvisum nach Österreich gekommen, wo er um Asyl angesucht hat. Nur: Für das Studium ist ihm das Geld ausgegangen, und arbeiten darf er hier nicht, solange sein Asylverfahren nicht positiv abgeschlossen ist. Dabei könnte er mit seinen Kenntnissen vermutlich jederzeit in der IT-Branche Fuß fassen. Denn in seiner Heimat hat er immerhin die Zensurbehörden ausgetrickst, indem er eine eigene Software geschrieben hat, mit der er im Internet nach verbotenen und deshalb blockierten Stichworten zum Christentum suchen konnte. „Zum ersten Mal bin ich vor etwa zehn Jahren mit dem Christentum in Berührung gekommen“, erzählt er. Damals hatte er einen Freund, der Christ war und dessen Ansichten interessant waren. „Vor allem habe ich einen Widerspruch zu dem festgestellt, was ich im Religionsunterricht über das Christentum gelernt hatte.“ Als er dann in seiner sehr islamisch geprägten Heimatstadt eine Kirche besuchen wollte, um sich mehr zu informieren, wurde ihm dringend davon abgeraten: „Man sagte mir, das könnte gefährlich für mich werden“.

 

 

 

 

Dafür fiel ihm irgendwann das Barnabas-Evangelium in die Hände, ein apokryphes Evangelium (mutmaßlich aus dem 14. bis 16. Jahrhundert), das auch viel islamisches Gedankengut enthält und deshalb umstritten ist. Das musste auch der junge Iraner feststellen: „Ich bin nicht schlau daraus geworden. Deshalb habe ich mich ins Internet gehackt, um Antworten auf meine Fragen zu finden. Wirklich gefunden habe ich sie aber erst hier in Österreich, als ich eine richtige Bibel in die Hände bekam. Da ist mir dann auch aufgefallen, dass das Barnabas-Evangelium bloß eine reine Bestätigung des Koran ist.“ 2012 stand jedenfalls für ihn fest, dass er Christ werden wollte. Deshalb sparte er Geld für das Studentenvisum und den Flug nach Österreich. Denn dass er im Iran nicht konvertieren konnte, war klar.

Mit seiner Familie telefoniert er hin und wieder. „Die Taufe habe ich aber nie erwähnt, sondern alle im Glauben gelassen, dass ich nur zum Studium hier bin. Ich habe einmal versucht, mit meiner Mutter über das Thema Konvertierung zu sprechen, da hat sie geglaubt, ich mache einen schlechten Scherz und das Gespräch abgebrochen.“ Auch in Österreich hat er nur Kontakt zu Christen und meidet jegliche Iraner und allgemein Muslime, aus Angst, dass irgendetwas durchsickern könnte.

 

 

 

 

 

„Wir wissen, was euer Sohn getan hat, passt lieber gut auf“

 

Dass er gut daran tut, zeigt das Beispiel eines anderen Iraners, der ebenfalls flüchtete, vor einem Jahr in Wien getauft wurde und demnächst kirchlich heiratet. Seine Eltern im Iran wissen, dass er konvertiert ist, erzählt der 27-Jährige. „Eines Tages standen mehrere Männer vor ihrer Tür und sagten: ‚Wir wissen, was euer Sohn getan hat, passt lieber gut auf.‘“ Und auch in Österreich hatte er Scherereien. „Ich habe versucht, meine Taufe auch hier geheim zu halten. Aber irgendwie hat mein muslimischer Chef es erfahren und mich deswegen gekündigt, natürlich offiziell unter einem anderen Vorwand. Aber er hat mir zu verstehen gegeben, dass er Bescheid weiß“.

{Quelle: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wien/stadtleben/744494_Nicht-einmal-meine-Eltern-wissen-es.html}

 

One Response to “Für mehrere Konvertiten aus dem Islam ist die Taufe brisant”

  1. ich Says:

    Es ist sehr traulich wenn die die den Islamaussteiger nicht allein in Islamländern sondern auch bei uns soviel erleiden müssen seitens der Islamisten. Ein VERBRECHEN. Ein Trost ist dass Gott ihnen beisteht und sie ihrerseits die Leiden welche sie für Jesus erleiden noch mit gutem vergolten Kriegen.
    Was aber keine Entschuldigung werden soll dass es so ist!!!


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s