kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Eklatantes Beispiel für die Lügen- und Manipulationspresse und Politik 7. April 2015

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 15:09

Wie Spiegel-Online und Linkspartei den Amnesty-Bericht zur Todesstrafe manipulieren

 

Einmal im Jahr findet Amnesty International eine besondere Aufmerksamkeit: Die Organisation veröffentlicht ihre Statistik zu Hinrichtungen weltweit – de facto ein Weltranking der grausamen Staaten. Schon im Zahlenwerk von AI gibt es reichlich problematische Stellen. Dazu später. Was Journalisten und Politiker daraus machen, denen Statistik ohnehin nur als Füllmaterial für das längst fertige eigene Raster dient,  fällt dann allerdings nicht mehr unter die Rubrik des schiefen Bildes. Sondern unter Manipulation. Nach dem am 1. April veröffentlichen AI-Bericht stieg die Zahl der bekanntgewordenen Hinrichtungen 2014 im vergleich zum Vorjahr um 28% . An insgesamt 2 466 Menschen vollstreckten Staaten ein Todesurteil.

 

 

 

Hier beginnt schon die erste Verzerrung: China, die weltweit führende Hinrichtungsnation, hält die Zahlen ihrer Exekutionen geheim. Nach vorsichtigen Schätzungen von Menschenrechtsorganisationen befördern chinesische Gerichte mehr Menschen pro Jahr zu Tode als alle anderen Staaten zusammen. Nordkorea gibt ebenfalls nie Hinrichtungszahlen bekannt. Hinter den beiden diskreten Staaten an der Spitze folgt Iran mit mindestens 289 Hinrichtungen, Saudi-Arabien mit 90 und Irak mit wenigstens 61. Auf das Ländertrio entfallen 72% aller bekannten Exekutionen. Als einziger europäischer Staat verurteilt Weißrußland Deliquenten zu Tode.

 

Die Todesstrafe, so sollte man annehmen, kann selbst bei schlechtestem Willen niemand als vorwiegend westliches Problem wahrnehmen. Spiegel Online schafft allerdings das fast Menschenunmögliche: Die Plattform macht ihren Bericht über die AI-Statistik mit dem Foto einer Todeszelle in Lucasville, Ohio, auf, und suggeriert damit: Die USA rangieren unter den Strick- und-Kugel-Staaten ganz oben. Dabei liegen sie mit 35 Exekutionen gerade im unteren Mittelfeld –  ganz abgesehen davon, dass Amerika keine Regimefeinde, Schwule und religiöse Abweichler zu Tode befördert.

 

 

 

 

Annette Groth, Gazaflottillenleichtmatrosin a. D. und „menschenrechtspolitische Sprecherin“ der Linksfraktion im Bundestag, weiß selbstredend genau so gut, wo das Hauptproblem liegt: „Der Bericht ist ein bedeutender Beitrag zur Aufdeckung dieser inhumanen und menschenrechtswidrigen Form der Bestrafung. Die Bundesregierung muss endlich klare Worte gegenüber Staaten finden, die weiterhin die Todesstrafe anwenden. ..Jüngstes Beispiel ist Utah, das beschlossen hat, wieder Erschießungskommandos zur Vollstreckung der Todesstrafe aufzustellen“.

 

Nun gibt es noch einen zweiten Teil der Verzerrung und Verdrehung, gegen den der erste wie eine trockene Pflichtübung wirkt. Amnesty führt unter „Palästinensische Gebiete“ immerhin „mehr als zwei“ Exekutionen für 2014 auf. Mit dem vagen Territorialbegriff meint die Organisation, wie sie selbst erklärt, den Gaza-Streifen. Hier stutzt nun jeder, der sich in der Region etwas auskennt.

Nur zwei?

 

 

 

 

Im August 2014 meldete Martin Lejeune, ein deutscher Hamas-Agitator, der früher unter der ungeschützten Berufsbezeichnung „Journalist“ auch für die taz und den Deutschlandfunk Meinungen platzierte, eine Sammelhinrichtung von 18 sogenannten Kollaborateuren durch die Hamas im Gaza-Streifen. Die Urteile, so Lejeune, hätten Militärgerichte nach geltendem Recht gefällt. Er lobte ausdrücklich die Tötung von Palästinensern, die in diesem Fall ja nicht durch Israel erfolgte: „Um das soziale Miteinander, das Gemeinwesen und den gesellschaftlichen Zusammenhang nicht zu gefährden, haben die Behörden weder die Namen der Kollaborateure genannt noch die Fotos der Täter verbreitet. Die betroffenen Familien wurden diskret informiert und die Kinder der 18 werden wie die Kinder von Märtyrern behandelt, also finanziell und sozial versorgt. Das alles ist sehr sozial abgelaufen“.

 

 

 

 

 

Und weiter:

Alle Menschen im Gazastreifen sind sich darin einig, dass man etwas gegen Kollaborateure tun muss, weil die Kollaborateure wirklich eine Gefahr darstellen für die Sicherheit der Menschen„.

http://www.ruhrbarone.de/exekution-durch-hamas-sehr-sozial-abgelaufen/87641

 

Tatsächlich finden sich die 18 Exekutionen auch im AI-Bericht – nur gut versteckt unter „extralegale Hinrichtungen“. Nun existiert in Hamastan ohnehin kein Rechtssystem mit Strafverteidigung und Überprüfungsinstanz. Auch auf Nachfrage kann die deutsche Sektion von Amnesty nicht definieren, worin sich für sie extralegale von rechtsförmigen Todesurteilen unterscheiden. Aber immerhin verzeichnet AI für den Gazastreifen im Jahr 2014 insgesamt 40 Hinrichtungen von Verrätern an der Hamas-Sache (22 weitere im Mai 2014). Das heißt: Der Hamas-Zwergstaat mit seinen 1,8 Millionen Einwohnern rangiert bei Hinrichtungen in Wirklichkeit nicht nur vor der USA. Gemessen an der Bevölkerungszahl müsst er eigentlich ganz an der Spitze der Exekutionsstatistik liegen.

 

 

 

In Groths Erklärung findet sich dazu selbstverständlich kein Wort, obwohl sich kaum eine Linksparteipolitikerin so oft zum Nahen Osten äußert wie sie. Beispielsweise sorgt sie sich in einer aktuellen Erklärung auf ihrer Website um jene Quadratkilometer, die für gute Deutsche das Zentrum der Welt bilden: „In zwei Jahren werden wir ein trauriges Jubiläum begehen: die Westbank, Ostjerusalem und der Gazastreifen werden dann seit 50 Jahren besetzt sein – genau wie auch die syrischen Golanhöhen und die Shebaa-Farmen“.

 

 

In Wirklichkeit ist der Gazastreifen schon seit dem 12. September 2005 besatzungs- und judenfrei. Von sogenannten Fakten lässt sich Groth – darin ganz klassische Genossin – allerdings nicht verwirren. Damit sagt sie: Egal wie viele normale und Sonderexekutionen im Gazastreifen stattfinden mögen, es kann sich nur um die Schuld Israels handeln, das immer noch über Gaza Stadt und Umgebung herrscht, während so etwas wie eine Hamas-Regierung gar nicht existiert.

 

 

 

Niemand würde von Stimmungsmachern wie Groth und Lejeune irgendein unverdrehtes Wort erwarten; beide tun schließlich auch gar nicht so, als wären sie an Aufklärung interessiert.

 

 

 

 

Bei Spiegel Online liegt der Fall etwas anders. Dessen neuer Chef hatte erst kürzlich in einem Manifest versichert, seine Medium wolle gründlicher und journalistischer werden. Nicht wenige halten SpOn tatsächlich für ein Nachrichtenportal. Eigentlich müsste es auch für Spiegel-Leute eine reizvolle Aufgabe darstellen, die angeblich „extralegalen Hinrichtungen“ in Gaza aus der Tiefe des AI-Berichtes zu zerren und den Hamas-Staat in seine verdiente Position des führenden Exekutionsstaates zu befördern. SpOn unterlässt nicht nur diese naheliegende Recherche und pimpt seinen Artikel stattdessen mit dem erwartbaren Agitpropfoto auf. Das Medium tut noch mehr. Seinen Lesern bietet Spiegel Online eine „interaktive Karte“ der weltweiten Hinrichtungsstaaten an. Mit einem Klick auf das jeweilige Land erfährt man die Zahl der Exekutionen im Jahr 2014. Der Gazastreifen erscheint allerdings überhaupt nicht auf dem Spiegel-Atlas – noch nicht einmal mit den mindestens zwei Hinrichtungen, die auch Amnesty International für den Hamas-Staat als regulär anerkennt. Bei SpOn verwandelt sich das Terrorreich in einen Staat, der das Leben seiner Bürger schont. Um die Manipulation zu krönen, schreibt SpOn unter seine Karte: „Quelle: Amnesty International“.

 

 

 

Sollte jemand demnächst statt des abgeschafften Henri-Nannen-Preises die dringend nötigen Karl-Eduard-von-Schnitzler-Medaille stiften: Augsteins Meinungsfabrik hätte sie zwar nicht redlich verdient. Aber doppelt und dreifach.

{Quelle: http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/wie_spiegel_online_und_linkspartei_den_amnesty_bericht_zur_todesstrafe_mani}

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kommentar von „Kopten ohne Grenzen

 

Der Autor, dem zu danken ist, entlarvt sowohl die Linke als auch die Lügenpresse an diesem Beispiel der Statistik der von Ländern durchgeführten Hinrichtungen anlässlich von zuvor durchgeführten Prozessen, an deren Ende die Todesstrafe steht, als das was sie sind: Große Manipulatioren, den Fakten völlig egal sind und die nur ein Ziel verfolgen: Die Regierung der Hamas und den Gazastreifen als ein humanes dem Volk kein Leides zufügenden Etwas dazustellen. Hier soll nicht auf das Für- und Wider der Todesstrafe eingegangen werden.

 

 

Wenn Journalismus nicht einmal solche Fakten, die AI jährlich veröffentlicht, benutzt, um die richtigen Schlüsse zu ziehen, dann wäre es besser, wenn dieser Journalismus nicht existierte. Lügen und Manipulationen geschehen in der Politik schon reichlich, da braucht es keine Presse, die die Stimmungsmache immer nur in eine dazu noch politisch gewollte Richtung lenkt. Wer Hamas aus der Serie der Exekutionsstaaten herausnimmt, der hat kein Gewissen in einer Zeit, in der der Nahe Osten droht, wie ein Hexenkessel auseinanderzufliegen. Wer im Urkonflikt des Nahen Osten lügt und verschweigt, handelt verantwortungslos.

 

 

Für Hamas einen journalistischen Persilschein auszustellen, ist ein journalistischer  Gau.

 

 

Wir wollen hier nicht die USA in Schutz nehmen. Aber die Zahl der Hinrichtungen in den USA erfolgt in der Regel nach ausführlichen und rechtsstaatlichen Prozessen, die unseren ähneln. Und Todesstrafen in den USA wegen Homosexualität oder wegen Muslim- oder Christseins gibt es auch nicht. Religiöse Gründe, jemanden hinzurichten gibt es aber sehr wohl in islamischen Ländern. Dass ein Teil der politischen linken Kaste nunmehr Utah, welches nach schlechten Erfahrungen mit der Giftspritze, nach der klassischen Erschießung als Hinrichtungsart ruft, dazu als politischen Aufhänger benutzt, Stimmung gegen die USA zu machen (dafür gäbe es genügend andere Gründe), ist angesichts der Hinrichtungen in anderen Staaten, auch in islamischen Staaten,  mehr als kläglich. In dem ach so menschenrechtsfeindlichen Russland wurde 1996 die letzte Hinrichtung durchgeführt, obwohl es die Todesstrafe dort offiziell noch gibt, nach  http://de.wikipedia.org/wiki/Todesstrafe

 

 

In diesem Artikel werden in China Tausende von Hinrichtungen vermutet.

 

 

 

Und da die Hamas mit den Abbas nunmehr eine Koalition eingegangen ist, gehören diese Hinrichtungen von „Kollaborateuren“ auch in die Statistik der Palästinensischen Autonomiebehörde eingeschrieben. Wer Koalitionen mit Hamas eingeht, hat auch die Verantwortung für deren Schandtaten zu übernehmen.

 

Die mediale Vermittlung wengistens von Restwahrheiten sollten Journalisten sich  bewahren. Jouranlisten haben nicht die Aufgabe mit manipulativen Artikeln Stimmung zu machen, die die Politik umtreibt oder umgekehrt, sondern sie hätten die Aufgabe objektiv und wahrheitsgetreu über Sachvorgänge zu berichten unabhängig davon, ob sie der Meinung der Redaktion passt oder nicht. Aber davon sind unsere Blätter wohl meilenweit entfernt.

Wenn Israel Unrecht begeht, sollte dies genauso zu Sprache kommen wie eben auch das Unrecht, das Hamas begeht. Wenn da ein mediales Ungleichgewicht journalistisch befördert wird, so ist dieser Journalismus nichts wert, im Gegenteil: Er ist der Wahrheit abträglich und damit abzulehnen.

 

2 Responses to “Eklatantes Beispiel für die Lügen- und Manipulationspresse und Politik”

    • ich Says:

      Müssen manche hier jeden einzelnen Kack übernehmen(Die Möglichkeit der Fernsteuerung von Flugzeugen ist bei den Flugzeugen nicht eingebaut weil sie gehackt werden könnte)?
      Nur seriöse Kritik bringt etwas sonnst wird man unglaubwürdig auch wenn man bei so vielen Sachen doch recht hat.

      Viel mehr ist die Frage warum nicht von der Übertritt des Copiloten zum Islam nicht öffentlich erwähnt wird?!


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