kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Moslems müssen sich mit Islams Tätergeschichte gestern und heute auseinandersetzen 24. Januar 2015

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 19:36

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Lassen wir Frau Kelek, eine kompetente Soziologin muslimischer Abstammung durch diesen Kommentar sprechen.

 

Dieser Kommentar spricht uns aus der Seele. Besonders die Sätze: „Die Muslime, ihre Gelehrten und Vorbeter können nicht länger leugnen, dass Terror etwas mit „ihrem Islam“ zu tun hat. Der vor einigen Wochen gestorbene tunesische Islamwissenschaftler Abdelwahab Meddeb schrieb: „Die Muslime müssen sich der Frage ‚Islam und Gewalt‘ stellen. Der Zusammenhang ist ein Faktum, in der Geschichte und in den Schriften. Wir haben es mit einem Propheten zu tun, der selber getötet und zum Töten aufgerufen hat“.

 

Und genau da, bei der Geburtsstunde des Islams muss die Diskussion um die Gestaltung des heutigen Islam nicht nur beginnen, sondern auch solange fortgeführt werden, bis selbst der letzte „Islamgelehrte“ erkennen muss, dass der Islam der Väter und Urväter den falschen Weg, den Weg der Gewalt und der Ausgrenzung gegangen ist. Diese Diskussion muss in Ergebnisse münden, nicht nur in Europa, sondern in der gesamten islamischen Welt,

damit das Töten, das Diskriminieren, das Herabsetzen, das Ausgrenzen, das Enführen, das Zerstören, das Vergewaltigen, das Zwangsverheiraten, das Zwangskonvertieren, das Terrorisieren, das Kirchen- und Moscheezerstören, das Frauenverkaufen, die Zeitehe, die Kinderehe und Co., das Mädchenbeschneiden, das Köpfen, das Köpfe-in-die-Kamera-halten, das Schrecken-in-die-Herzen-werfen und das Beleidigtsein

bei sachlicher Kritik und auch bei satirischer Kritik,  u. a.   endgültig der Vergangenheit angehört.

 

 

 

 

"How about a banana? Yummy!"

 

 

 

Muslime müssen ihre Vergangenheit bewältigen

 

Nach den Attentaten von Paris hat der Koordinierungsrat der Muslime erfreuliche Zeichen gesetzt. Sie können nur der Anfang sein. Die Muslime müssen sich mit der eigenen Geschichte auseinandersetzen.

 

Nach den Pariser Morden schien der Europa vereinende Gedanke der Liberté und Fraternité im Kugelhagel der Islamisten wiedergeboren worden zu sein. Aber wird diese Stimmung lange halten? Auch die vielen Reaktionen von muslimischer Seite waren und sind außergewöhnlich und bemerkenswert. Erstmals stellten sich konservative, liberale wie säkulare Muslime nicht nur gegen den Terror, sondern bekennen sich offen zu Europa, zu Presse- und Meinungsfreiheit.

Ungewöhnlich auch, dass die Bundeskanzlerin in ihrer Regierungserklärung die Muslime selbst aufforderte, offen und kritisch gegenüber der eigenen Religion zu sein. Sie sagte: „Der Islam gehört zu Deutschland“ – mit dem deutlichen Nachsatz, dass dies nur im Rahmen unserer Verfassung und mit der Aufforderung verbunden sein könne, sich mit Gewalt auseinanderzusetzen. Es scheint so, als sei die Zeit reif, dass Muslime einen Diskurs jenseits von Rechtfertigungsrhetorik über ihre Religion führen können.

Oft werden die Lebensläufe der Mörder als eine Mischung aus sozialem Prekariat, Dummheit und fehlgeleiteter Identitätssuche beschrieben. „Die guten Kinder“ hätten sich bei ihrem Weg auf die schiefe Bahn in Moscheen radikalisiert. Doch vertieft wird diese Erkenntnis nicht. Auch die muslimischen Organisationen trieb neben der Trauer um die Toten in erster Linie die Sorge um, dass sie persönlich und von ihnen betriebene Moscheen nur nicht in Verbindung zu dem Terrorismus geraten. Dem Koordinierungsrat der Muslime (KRM) mit seinem Vorsitzenden Aiman Mayzek ist es zu verdanken, dass die gesamte deutsche Politik sich bei einer Mahnwache vor der französischen Botschaft am Brandenburger Tor versammelte. Ein wichtiges und richtiges Zeichen.

 

 

Allmählich bewegen sich die Islamverbände

 

Demut und Trauer war aus seinen Worten zu hören. Es klang anders als die übliche Beteuerung, der Terror habe „nichts mit dem Islam zu tun“. Nun ist es an der Zeit, dass dieselben Funktionäre in ihren Verbänden und Moscheen dafür sorgen, den Gedanken der Freiheit und Verantwortung wirklich ernst zu nehmen und eine inhaltliche Auseinandersetzung über Islam und Gewalt zu beginnen.

Es reicht nicht, sich von Gewalt zu distanzieren, sondern man muss sich innerhalb der Umma den Ursachen und den Strukturen widmen, Texte und Traditionen überprüfen. Wie steht es um den Antisemitismus im Islam? Kann man die Gewaltfrage ehrlich mit dem Hinweis auf soziale Ungerechtigkeit beantworten? Müssen sich die Imame nicht fragen lassen, welche Weltsicht sie verbreiten?

Werden die vielen Tausend Kinder und Jugendlichen, die täglich islamisch betriebene Internate und Koranschulen besuchen, nun die Chance bekommen, die autoritativen Texte zu hinterfragen? Wird man ihnen beibringen, zu interpretieren und Vernunft und Glauben voneinander zu trennen? Oder werden sie weiter Allah und seinen Gesetzen dienen lernen?

 

 

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The Japanese have no sympathy for their fellow countrymen threatened with beheading by the Islamic State

 

 

 

 

 

Schäubles Scheitern

 

Welchen Weg werden also die Islamverbände gehen? Bisher haben die konservativen Vertreter das Bild des Islam in Deutschland geprägt. Nicht die Bundesregierung, sondern die Verbände, ihre Fürsprecher in Parteien, Stiftungen und staatlichen Institutionen haben eine Islampolitik betrieben, die ausschließlich auf politischen Einfluss gesetzt hat. Es ging immer nur um Anerkennung oder im Umkehrschluss um Beleidigtsein. Der Versuch vom damaligen Innenminister Wolfgang Schäuble, mit der Islamkonferenz Muslime aller Richtungen auf die Verfassung zu verpflichten und dem deutschen Islam damit eine Identität als säkulare Religion zu ermöglichen, ist gescheitert. Kritik wurde in Folge nur als Islamfeindlichkeit oder Islamophobie abgetan. Der Vorwurf des Rassismus gegen Islamkritiker sollte wie ein Gift wirken.

 

Dabei haben die Muslime wissenschaftlich, politisch, aber auch kulturell gerade hier im liberalen Europa die einzigartige Möglichkeit, ohne Gefahr und mit Unterstützung von Politik, Öffentlichkeit und Lehre den Islam zu sich selbst kommen zu lassen und für die Aufklärung zu öffnen. Der Islamgelehrte Mouhanad Korchide lehrt in Münster einen Islam der Barmherzigkeit, eine humane und säkulare Lesart des Islam. Die ist den konservativen Islamverbänden zu liberal und häretisch. Doch ein Sprichwort besagt: „Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ Alle Deutschen, nicht nur die Nazis, haben sich mit den Verbrechen des Nationalsozialismus auseinandersetzen müssen. Sie mussten sich erinnern und der Schuldfrage stellen, mussten lernen, zu trauern und anzunehmen, was in ihrem Namen geschehen war. Anders wird es auch für die Muslime nicht gehen. Sie müssen sich mit der Tätergeschichte des Islam auseinandersetzen, denn sie können nicht verleugnen, was gestern und heute im Namen ihrer Religion geschieht.

 

 

Die Methode der kritischen Geschichtsaufarbeitung und der Auseinandersetzung mit sakralen Texten wurde den christlichen Kirchen in der Aufklärung von Dissidenten und durch gesellschaftlichen Druck aufgenötigt. Auch die christlichen Kirchen mussten den Humanismus lernen. Dies muss auch in der islamischen Theologie und Praxis passieren. Die Muslime, ihre Gelehrten und Vorbeter können nicht länger leugnen, dass Terror etwas mit „ihrem Islam“ zu tun hat. Der vor einigen Wochen gestorbene tunesische Islamwissenschaftler Abdelwahab Meddeb schrieb: „Die Muslime müssen sich der Frage ‚Islam und Gewalt‘ stellen. Der Zusammenhang ist ein Faktum, in der Geschichte und in den Schriften. Wir haben es mit einem Propheten zu tun, der selber getötet und zum Töten aufgerufen hat“.

 

Wie der Diskurs gestaltet werden kann, liegt zunächst in den Händen der Muslime selbst. Wer die Wahrheit verleugnet, kann sich zwar weiter im Kreis von Anerkennung und Beleidigtsein um den eigenen Bauchnabel drehen, aber Anerkennung und Respekt sind jetzt in Europa nur noch dann zu haben, wenn die Muslime sich den eigenen theologischen wie praktischen Problemen stellen. Das bedeutet in der Konsequenz nicht nur, dass die Kritikfähigkeit Maßstab sein muss für weitere staatliche Anerkennung ihrer Organisation. Die organisierten Muslime wollen ihre religiösen Vorstellungen wie das Kopftuch, das Schächten, die Einführung von Feiertagen als religiöses Recht anerkannt sehen. Diese Diskussion ist so lange obsolet, wie sie sich nicht an den Fragen nach Säkularität, Gleichberechtigung und Selbstverantwortung orientiert.

 

Die Reaktion auf das Attentat war ein Schritt, sich der demokratischen Gesellschaft zu öffnen. Weitere müssen folgen. Das ist eine große Chance für die Islamverbände und alle, ihre Religion der Moderne zu öffnen.

{Quelle: http://www.welt.de/debatte/kommentare/article136653815/Muslime-muessen-ihre-Vergangenheit-bewaeltigen.html}

 

One Response to “Moslems müssen sich mit Islams Tätergeschichte gestern und heute auseinandersetzen”

  1. wolfsattacke Says:

    Der islam bzw. seine Anhänger sind nachweisbar sein seiner Erfindung durch den Kriegsmann mohammed wie sein Erfinder gewalttätig. Alles historisch belegbar, folgerichtig gibt es in Wirklichkeit keinen friedvollen islam. dort wo muslime sich hinziehen, gibt es früher oder später Gewalt, welche von ihnen ausgeht.


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