kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Plan zur Auslöschung des Christentums im Nahen Osten 6. November 2013

Filed under: Christenverfolgung,Islamischer Terror — Knecht Christi @ 12:07

Zerstörte Kirche und Märtyrer in der syrisch-orthodoxen Stadt Sadad – Beten Sie bitte für etwa 40 syrische Christen, die von islamischen Terroristen verschleppt wurden –  Möge Christus sie heil und gesund zu ihren Familien zurückbringen.

 
 

Angesichts der Christenverfolgung in islamischen Ländern

wirft der Nahöstliche Kirchenrat dem Westen Versagen vor.

 

Die europäischen Staaten und die USA hätten in der Region nur ihr politisches und wirtschaftliches Eigeninteresse im Auge, sagte Michel Jalakh, der amtierende Generalsekretär des regionalen Kirchen-Verbandes dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Dienstag im südkoreanischen Busan. Der Libanese Jalakh sagte am Rande der Vollversammlung des Weltkirchenrates,  die rund 19 Millionen Christen im Nahen Osten lebten an der „Frontlinie“ zu militanten Islamisten. „Ich befürchte, dass die Extremisten einen Plan zur Auslöschung des Christentums im Nahen Osten verfolgen“, sagte Jalakh. Der Nahöstliche Kirchenrat umfasst 30 Kirchen in 16 Ländern. Die westlichen Regierungen wüssten überhaupt nicht, wie sie den bedrohten Christen helfen sollten, fuhr Jalakh fort. Es sei keine Unterstützung, wenn Europäer und Amerikaner einige verfolgte Christen aus dem Nahen Osten aufnähmen. Damit dienten sie den Zielen der islamistischen Fundamentalisten. Jalakh, ein maronitischer Christ, verlangte, die westlichen Regierungen sollten Druck auf die Regierungen im Nahen Osten ausüben.

 

Auch die westlichen Medien müssten intensiver über den Überlebenskampf der Christen in der Region berichten. Die andauernde Gewalt gegen Christen in Ägypten, Syrien und Irak sowie Übergriffe in anderen Ländern der Region hätten Hunderttausende Menschen in die Flucht getrieben. „Die Unterdrückung und die Flucht sind sehr traurig, für das Christentum und den Islam“, sagte Jalakh. Beide Gruppen lebten seit 1.300 Jahren zusammen. Allerdings machte er klar, dass die Christen schon seit den Anfängen ihrer Religion vor 2.000 Jahren im Nahen Osten zu Hause sind. Der Nahe Osten sei ein „Labor“ für das friedliche Miteinander gewesen. Doch die Fanatiker wollten dieses Labor jetzt zerstören. Der Generalsekretär sagte: „Die Christen sind unbewaffnet, auch deshalb sind sie ein schwacher Gegner für die Fanatiker“. {Quelle: aktuell.evangelisch.de}

 
 
 
 
 
 
 
 

Großmächte müssen Konfliktparteien an einen Tisch bringen

 

Syrischer Bischof spricht über das konstruktive Miteinander von Muslimen und Christen im Nahen Osten.

 
Latakia-München (kath.net/KIN): Elias Sleman ist der maronitisch-katholische Bischof von Latakia in Syrien. Diese Küstenregion ist das Ziel vieler Flüchtlinge aus den umkämpften syrischen Städten Damaskus, Aleppo und Homs. Im Interview mit dem weltweiten katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“ spricht der Geistliche über das konstruktive Miteinander von Muslimen und Christen im Nahen Osten.

 
Kirche in Not: Herr Bischof, zwei Jahre wütet schon in Syrien ein Bürgerkrieg, der viele Christen aus dem Land fliehen lässt. Werden überhaupt noch Christen an dieser Heimstätte ihres Glaubens bleiben können?
Bischof Elias Sleman:
Wir brauchen die Solidarität der westlichen Völker und Regierungen, um eine bleibende Präsenz der Christen in Syrien und im ganzen Nahen Osten zu garantieren. Wir dürfen nicht zulassen, dass es keine Christen mehr im Land gibt, denn die christliche Präsenz verhilft den Muslimen dazu, moderater zu sein. Das ist es, was Johannes Paul II. gemeint hat, als er über das Zusammenleben von Muslimen und Christen im Libanon sagte: „Es ist mehr als ein Land, es ist eine Botschaft.“ Jede Art von religiösem Fanatismus ist ein Verstoß gegen den grundlegenden Respekt gegenüber Gott und den Menschen. Die Christen im Westen ermöglichen das Zeugnis ihrer Glaubensbrüder in der muslimischen Welt durch ihr Gebet und ihre materielle Hilfe.

 
Kirche in Not: Wie würden Sie das Zusammenleben von syrischen Christen und Muslimen in der Vergangenheit beschreiben?

Sleman: Wir Christen leben mit den Muslimen in Syrien seit 1400 Jahren zusammen. Daher kann und werde ich nicht isoliert von Christen und Muslimen in dieser Region sprechen. Warum sollen wir auf einmal nicht mehr miteinander auskommen können, nur weil Dschihadisten und fundamentalistische Muslime nach Syrien kommen und darauf bestehen, dass dieses Zusammenleben nicht länger möglich ist? Wir Christen wollen im Land bleiben, und die moderaten Muslime wollen das auch. Wir sollten Länder nicht nach religiösen Zugehörigkeiten aufteilen. Das birgt ein großes Risiko in sich. Denn ein Land mit nur einer einzigen Religion wird leicht extremistisch und verursacht Krieg.

Kirche in Not: Es gibt Berichte, wonach Muslime in Syrien, dem Libanon und Jordanien ihren christlichen Nachbarn zu Hilfe gekommen sind. Können Sie solche Berichte bestätigen?

Sleman: Ja, und solches geschieht auch umgekehrt. Ich kenne zum Beispiel den Fall, dass mehrere sunnitische Flüchtlingsfamilien aus Aleppo in der Region Latakia Unterstützung von Ordensschwestern erfahren haben. Voller Erstaunen sagten die Sunniten: „Wir töten euch, und ihr gebt uns etwas zu essen. Wir werden euch das nicht vergessen.“ Das Christentum ist eine Religion der Offenheit.

Kirche in Not: Wie sieht Ihre Vision einer friedlichen Lösung des Bürgerkriegs in Syrien aus?

Sleman: Die Großmächte der Welt müssen die verschiedenen Konfliktparteien in Syrien ernsthaft unter Druck setzen und an einen Tisch bringen. Viele Medien vermitteln ein falsches Bild von der Lage in Syrien. Der Arabische Frühling wird oft als eine klar ausgerichtete Bewegung für Freiheit und Demokratie dargestellt. Gerade jetzt wäre es notwendig, darüber zu berichten, dass die moderaten Rebellen und die Islamisten angefangen haben, sich gegenseitig zu bekriegen. {Quelle: www.kath.net – Das Gespräch führte Joop Koopman (Kirche in Not)}

„Kirche in Not“ unterstützt die Kirche in Syrien und hilft den Flüchtlingen im Libanon und in Jordanien. Das Hilfswerk bittet dafür um Spenden. Online unter: www.spendenhut.de (Verwendungszweck: Syrienhilfe).

Oder:

Empfänger: KIRCHE IN NOT – Kontonummer: 215 20 02 – BLZ: 750 903 00 – LIGA Bank München

IBAN: DE63750903000002152002 – BIC: GENODEF1M05

 

5 Responses to “Plan zur Auslöschung des Christentums im Nahen Osten”

  1. Andreas Says:

    wie soll der westen regierungen unter druck setzen, wenn es keine nicht-islamischen „regierungen“ gibt ? – selbst der muslimbruder-gegner general sisi ist überzeugter moslem und hat die lage der kopten nur marginal verbessert. assad selbst hatte dem westen/israel jahrelang die stirn geboten, dabei auch die unterstützung der „arabischen“ christen erhalten und galt als der neue „held“ arabischen stolzes.
    die christen libanons u. „palästinas“ lehnen den westen/israel ebenso ab wie hamas u. co…
    die ägypter-auch kopten- waren ebenso anti-amerikanisch wie anti-israelisch eingestellt (gab ja schliesslich auch kriege), auch wenn sich das seit den anhaltenden unruhen geändert haben mag.
    – der hilfeschrei nach dem ansonsten verachteten, weil säkularen, zu liberalen u. „materialistischen“ westen, der überdies hochgradig amoralisch und runtergekommen sei – kommt nicht nur überraschend, sondern auch ein wenig „heuchlerisch“ daher?! die eigentliche „schutzmacht“ der orthodoxen welt ist bekanntlich seit dem untergang byzanz russland – man wende sich also vornehmlich an putin u. den patriarchen, hilfreich beiseite zu stehen. die evangelischen europas u. der usa sind den orientalischen christen (zu recht?) höchst suspekt, die katholiken alte erbfeinde, deren papstprimat/vatikan-regentschaft keine echte annäherung zulässt: – nun rächen sich die jahrhunderte lang gepflegten FEINBILDER u. theologischen RECHTHABEREIEN der christenheit untereinander – und gegenüber den juden?? mit den moslems haben sich also die östlichen christen 1300 jahre laut obigen aussagen gar nicht so schlecht verstanden – welche schlussfolgerungen soll man da ziehen?…

  2. e Says:

    welche schlussfolgerungen soll man da ziehen?…

    1. Die Muslime sind keine Einheit – so wie „die Christen“ ebenfalls keine Einheit sind und so wie sogar „die Juden“ ebenfalls keine Einheit mehr sind.

    Wenn man von Syrien spricht, dann ist Syrien geschichtlich gesehen , ein Ur-Christliches Land mit entsprechenden Ur-alten Kirchen – In den letzten Jahrzehnten – unter der Herrschaft der Assad-Familie – haben Juden und Christen und Muslime alle Freiheiten des Glaubens gehabt – Christen hatten wichtige Positionen in Staat und Gesellschaft – Ich erinnere dich an den christlichen Innenminister den die Kannibalen Husseins weggesprengt haben – ohne jegliche Anteilnahme der christlichen Kirchen …

    Also Aleviten und Christen sind wie Brüder !!!! Ob es dir jetzt passt oder nicht ! Es ist so !!! Ein Katholik konnte früher einen Evangelen nicht leiden …. Wie ist das heute?
    Assads Familie hat nicht die Sunniten oder Christen oder Juden oder Heiden verfolgt !!!! SONDERN AUSSCHLIE?LICH DIE MUSLIM – BRUDERSCHAFT !!!

    Sag mal, ist das wirklich so schwer zu begreifen ?????????? Ihr seid die Intelligentesten und kapiert die einfachsten Zusammenhänge nicht ????

    DIE MUSLIM-BRUDERSCHAFT WAR IN SYRIEN VERBOTEN ! MITGLIEDSER WURDEN UNTER ASSADS VATER MIT DEM TODE BEDROHT !
    Kapiert ihr das nicht ????????????? Deshalb soll jetzt die Familie Assad und alle Anhänger von Assad mit dem Tode bedroht werden !!!
    Kapiert ihr immer noch nicht ??? So blöööde kann man doch gar nicht sein , das man das nicht durchschaut ………..
    Und Hussein ist einer ihrer Anführer — zumindest das, hast du, lieber Andrea hier sehr gut herausgearbeitet ….

    2. „die ägypter-auch kopten- waren ebenso anti-amerikanisch wie anti-israelisch eingestellt“

    Hier müssen wir einfach differenzieren zwischen der Politik dieser Länder (USA-ISRAEL) und den Menschen … Kein Kopte hasst einen anderen Menschen !
    Kein Christ – kein wahrer Christ HASST- HASS IST HÖLLISCH – LIEBE IST HIMMLISCH – Wir sind KEINE KANNIBALEN !!!!!
    So,mit hassen Kopten weder JUDEN also Israelis noch Amerikaner – Sie mögen nur die Politik der Führer dieser Länder nicht !!!

    ( ICH KANN EINFACH NICHT VERSTEHEN – WIE ES MÖGLICH IST – DASS INTELLIGENTE MENSCHEN HIER NICHT DIFFERENZIEREN KÖNNEN )

    .. na ja … soll mal reichen …

    Liebe Grüße

    e

  3. Ibrahim Says:

    ZUR INFO! ÄGYPTEN! BETET FÜR ÄGYPTEN! DANKE! UND DIE CHRISTEN

    DORT!!!


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s