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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Aramäisch, die Sprache Jesu 31. Januar 2013

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 17:58

Wissenschaftler bemühen sich um Bewahrung der kaum noch gesprochenen aramäischen Sprache, die auch Jesus benutzte

 

 

Britische Wissenschaftler versuchen, die aramäische Sprache am Leben zu erhalten, in der Jesus gesprochen hat und die mit dem Hebräischen und dem Arabischen verwandt ist.

 

Geoffrey Khan, Linguistikprofessor an der Universität Cambridge, hat damit begonnen, Sprachaufzeichnungen in dieser antiken Sprache zu erstellen, die vor 3.000 Jahren verbreitet war, bevor sie praktisch verschwand. Prof. Khan entschied sich zu diesem Versuch, nachdem er mit einem Juden aus Arbil im Nordirak gesprochen hatte. »Dieses Gespräch hat auf mich einen überwältigenden Eindruck gemacht«, erklärte er gegenüber der Internetseite Smithsonian.com. »Aramäisch als lebendige Sprache aus dem Munde einer lebenden Person zu hören, war einfach ein unglaublich anregendes Erlebnis«. Durch die Aufzeichnung der Gespräche einiger noch lebender aramäischer Muttersprachler hofft der Sprachwissenschaftler die 3.000 Jahre alte Sprache vor dem Aussterben zu bewahren. Aramäisch sprechende Menschen finden sich in verschiedenen Regionen der Welt – vom amerikanischen Kontinent bis zum Irak.

 

In den vergangenen 20 Jahren hat Prof. Khan verschiedene grundlegende Bücher über bis dahin wenig dokumentierte Dialekte verfasst, die in Barwar, Karakosch, Arbil, Sulaimaniyya und Halabdscha im Irak sowie in Urmi und Sanandadsch im Iran gesprochen werden. Darüber hinaus ist er damit befasst, im Internet eine Datenbank von Audioaufzeichnungen und Texten einzurichten, die einen direkten wörtlichen Vergleich zwischen zahlreichen aramäischen Dialekten ermöglicht, berichtete Smithsonian.com weiter. Aramäisch gehört zur semitischen Sprachfamilie. In dieser Sprache sind ein erheblicher Teil der Bücher Daniel und Esra der Bibel ebenso wie Schlüsseltexte des Talmud, einem der bedeutendsten Schriftwerke des rabbinischen Judentums, verfasst. Auch Teile der am Toten Meer gefundenen Schriftrollen sind in Aramäisch geschrieben. Diese Sprache wurde in Israel in der Zeit zwischen 539 v. Chr. bis etwa 70 n. Chr. gesprochen. Nach Auffassung vieler Sprachwissenschaftler hat auch Jesus diese Sprache benutzt {Quelle: info.kopp-verlag.de}

 

 

 

 

 

 

 

 

Aramäisch – die Sprache Jesu wird wiederbelebt

 

Obwohl Jeschua (Jesus) wie viele andere Juden seiner Zeit hebräisch wie auch griechisch sprach, war im Land Israel vor 2000 Jahren das Aramäische die Umgangssprache. Es handelt sich dabei um eine alte syrische Sprache, die auch schon Abrahams Familie gesprochen haben mag. Es war die Sprache, die Jeschua am häufigsten benutzte. Aber anders als das Hebräische, welches als Iwrit seine moderne Wiedergeburt erlebte, bleibt Aramäisch eine tote Sprache. Aramäisch ist die offizielle Sprache der Liturgie in der maronitischen und in der syrisch-orthodoxen Kirche. Viele jüdische Gebete sind original aramäisch geblieben, jedoch nicht viele verstehen die Worte auch, die sie rezitieren. Es besteht ein wachsendes Interesse daran, Aramäisch als eine lebendige Sprache im Heiligen Land wiedereinzuführen. Diese Bewegung beginnt bei den maronitischen Christen, die in der Region Galiläa leben. Kürzlich erwirkte die staatlich geführte Schule des arabischen galiläischen Dorfes Jish beim israelischen Bildungsministerium, Aramäisch als offiziellen, obgleich freiwilligen Kurs einzuführen. Ungefähr 80 Kinder des Dorfes studieren und benutzen jetzt aktiv die Sprache, von der viele fürchteten, sie werde im Heiligen Land komplett aussterben. {Quelle: www.israelheute.com}

 

 

 

 

 

 

Sprache des Herrn

 

 

Aramäisch, das schon Jesus Christus gesprochen hatte,

ist vom Aussterben bedroht.

 

Das französische Touristen-Ehepaar, vergangene Woche zu Besuch im Kloster der Heiligen Takla im syrischen Antilibanon-Gebirge, vernahm geheimnisvolle Laute. „Ahla bon chun bi-blotah“, „Seid willkommen in unserer Stadt“, begrüßte sie der Souvenirhändler Ibrahim Bachil. Doch die Fremden, des Arabischen durchaus mächtig, konnten nicht verstehen, was der alte Kaufmann mit dem goldenen Kreuz auf der Brust ihnen zugerufen hatte. Der Händler Bachil begrüßte die Touristen auf Aramäisch – eine sterbende Sprache von großer biblischer Vergangenheit: Aramäisch sprach vor fast 2000 Jahren schon Jesus Christus. Im schwer zugänglichen christlichen Gebirgsstädtchen Maalula und in den benachbarten Moslemdörfern Bachaa und Dschubadin 50 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Damaskus benutzen noch knapp 14 000 Menschen dieses Idiom, das zwischen dem achten vorchristlichen Jahrhundert und dem vierten Jahrhundert unserer Zeitrechnung die Verkehrssprache des Vorderen Orients gewesen war.

 

Das mit dem Hebräischen und Phönikischen verwandte Aramäisch war seinerzeit so verbreitet, daß auch Teile der Bücher Esra und Daniel des Alten Testaments in dieser Sprache überliefert wurden. Im 1750 Meter hoch gelegenen Maalula und in den beiden Nachbarorten konnte sich die archaische Lingua franca des alten Orients vor allem deswegen bis heute behaupten, weil die Gebirgstäler lange Zeit von der Außenwelt abgeschnitten waren und nicht einmal das Arabische, das die antike Sprachinsel wie ein Meer umgibt, auf das Aramäische nachhaltig einwirkte. „Wir sprechen noch genauso wie unsere Vorfahren vor 2000 Jahren“, brüstet sich George Hanna, Lehrer an der staatlichen Volksschule in Maalula. Besonders stolz ist die winzige aramäische Minderheit der Arabischen Republik Syrien vor allem darauf, daß ihr ortseigener Dialekt mit großer Wahrscheinlichkeit identisch ist mit jenem „Samaritanisch“ genannten Aramäisch, das Jesus und die meisten seiner Jünger gesprochen haben.

 

Die bereits seit Jahrhunderten nicht mehr schriftlich fixierte Sprache könnte in wenigen Jahren aussterben, befürchtet Erzbischof Francois Abu Much, 70, griechisch-katholischer „apostolischer Vikar“ in Damaskus. Der aus Maalula stammende Kirchenmann weiß, daß durch den – in den letzten Jahren staatlich geförderten – Tourismus und die Abwanderung der Jugendlichen in die Hauptstadt sein Idiom unaufhaltsam durch Arabisch „überwuchert“ wird. „Wenn nichts geschieht, stirbt unsere Sprache aus wie das Irische in Irland – nur noch abrupter.“ Schulpflicht und der obligatorische Dienst in der Armee tun ein übriges, um das Verschwinden der aramäischen Sprache in Syrien zu beschleunigen. Ibrahim Kubba, Chemieprofessor an der Universität Damaskus, beklagt, daß Kinder und Heranwachsende – wenn überhaupt – nur noch im engeren Familienkreis aramäisch sprechen: „Und dann auch noch immer mehr durchsetzt mit Arabismen – nur die Alten können es noch richtig.“

 

Der Sprachverfall vollzieht sich schnell. Schon werden die Gottesdienste in den fünf Kirchen Maalulas und im Nonnenkloster am Kalamun-Berg auf Arabisch abgehalten. Nur das Vaterunser betet der Priester mit den Einheimischen in der angestammten Mundart. Linguisten aus Deutschland, Italien und den USA haben viel Mühe daran gegeben, die „Sprache des Herrn“, wie die Äbtissin des Sankt-Takla-Klosters das gefährdete Maalula-Aramäisch nennt, auf Tonband festzuhalten und wissenschaftlich auszuwerten. Erzbischof Abu Much will noch in diesem Sommer dreimonatige Sprachkurse in der gebirgigen Aramäerzuflucht abhalten. „Fast alle 700 Maalula-Familien, die in der Damaszener Diaspora leben, haben zugesagt, ihre Kinder hinzuschicken und an Wochenenden selbst teilzunehmen“, frohlockte der Gottesmann. Denn: „Das aramäische Volk muß aramäisch sprechen“, lautet die einfache Devise des selbsternannten Sprachretters.

 

Am fehlenden Geld sollte das Vorhaben nicht scheitern: Die geschäftstüchtigen Maalula-Kaufleute haben die Finanzierung der auf den Sommer anberaumten Sprach-Wiederbelebung zugesichert. Clevere Tourismus-Experten planen bereits Billig-Hotels auf stadtnahen Gebirgshängen, um auch Nicht-Aramäer zu einem mehrwöchigen Sommerstudium in das gesunde, kühle Gebirgsklima zu locken. 15 freiwillige Sprachlehrer meldeten sich bereits. Sie wohnen und arbeiten in Maalula. Projektleiter Erzbischof Abu Much glaubt, daß der langfristige Erfolg des Rettungsunternehmens noch größere Anstrengungen erfordert: „Wir müssen nicht nur aramäisch sprechen, sondern es auch schreiben lernen.“ Welches Alphabet in Frage kommt, weiß er zwar noch nicht, er hofft auf die Hilfe aus dem Westen: „Die deutschen Wissenschaftler sollten mit uns zusammenarbeiten, und sie wissen sicher am besten, wie wir die Sprache des Herrn schreiben sollten.“

Das wird den Gelehrten nicht allzu leichtfallen, denn Jesus Christus, so glauben viele Historiker, konnte gar nicht schreiben.

{Quelle: www.spiegel.de}

 

4 Responses to “Aramäisch, die Sprache Jesu”

  1. Monika Brucksch Says:

    Die reine aramäische Sprache muss weiter gelehrt werden, um Übersetzungsfehler in von Jesus gelehrter Wahrheit auszuschließen!

  2. krüger manfred Says:

    ich finde es toll das man sich bemüht jesus sprache-aramäisch zu erhalten und es weiter an die nächste generation weiter gibt.schade das ich nicht die sprache kann.bin seit jahren aus der kirche augetreten weil die kirchen falsche lehren verbreiten und nicht die wahrheit über jeschuas-lehre sprechen.

  3. Katrin Aprim Says:

    Ich kann Aramäisch sprechen. Ich fand die Sprache eigentlich langweilig, aber als ich das hier gelesen habe, wusste ich wie toll diese Sprache doch ist.

  4. Hr. Wobmann Says:

    Ich gehe davon aus, dass Jesus sehr gebildet war und mehrere Sprachen beherrschte:
    Seine Muttersprache dürfte Aramäisch gewesen sein.
    Daneben sprach er aber auch Hebräisch, sonst hätte er nicht im Alter von 12 Jahren mit den Priestern in Jerusalem die Schriften diskutieren können.
    Da Jesus einen Teil seiner Kindheit in Ägypten (Alexandria) verbracht hatte, dürfte er auch Koptisch und evtl. Alt-Griechisch gesprochen haben.
    Da er ja auch mit römischen Besatzern (Pontius Pilatus) sprach, dürfte er sich auch mit Lateinisch ausgekannt haben.
    Diese Sprachen musste er sicher gekannt und daher auch gesprochen und sogar geschrieben haben.

    Daneben könnte er aber auch noch Assyrisch, Chaldäisch und Persisch beherrscht haben, da viele Leute aus diesen Regionen sich in Palästina aufgehalten haben.

    Und wenn die Aussage, dass sich Jesus sogar in Indien aufgehalten hätte, stimmen würde, dann hätte er sogar auch Sanskrit verstanden.
    Das heisst, dass Jesus mindestens 5 Sprachen beherrschte, eventuell sogar aber Kenntnisse von insgesamt 9 Sprachen hatte.


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