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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Russische Christen gegen Aufführung von „Jesus Christ Superstar“ 30. September 2012

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 18:20

Musiktheater in Rostow-am-Don stoppt Kartenverkauf für Rock-Oper

 

Eine Gruppe russisch-orthodoxer Christen hat ein Verbot weiterer Aufführungen der Rock-Oper „Jesus Christ Superstar“ im Musiktheater der Stadt Rostow-am-Don beantragt. Die russischen Medien berichteten am Samstag, das Musiktheater habe den Vorverkauf von Tickets für Aufführungen der Rock-Oper aus den 1970er Jahren ausgesetzt. Zunächst solle abgewartet werden, was das Gericht am Montag entscheide. Vier Aufführungen gingen bereits über die Bühne, die nächste ist für den 18. Oktober geplant. {Quelle: www.welt.de}

 

 

Orthodoxe Christen in Russland fordern Verbot

 

Gericht entscheidet über Jesus Christ Superstar

 

 

Russisch-orthodoxen  Christen ist das Musical „Jesus  Christ Superstar“ ein Dorn im Auge.

Sie fordern ein Verbot der Aufführungen im  Musiktheater der Stadt Rostow-am-Don.

Am Montag entscheiden die Richter.

 

Die russischen Medien berichteten am Samstag, das  Musiktheater habe den Vorverkauf von Tickets für Aufführungen der  Rock-Oper aus den 1970er Jahren ausgesetzt. Zunächst solle  abgewartet werden, was das Gericht am Montag entscheide. Vier  Aufführungen gingen bereits über die Bühne,  die nächste ist für  den 18. Oktober geplant. Die Darstellung von Christus in der Rock-Oper entspreche nicht  „dem christlichen Standpunkt“, heißt es in einem Schreiben der 18  Kläger an die Staatsanwaltschaft. Eine Bühnen-Aufführung des  Stückes bedürfe der Zustimmung des Patriarchats der  russisch-orthodoxen Kirche. Am Montag beginnt das Berufungsverfahren um die Verurteilung von  drei Musikerinnen der russischen Punkband Pussy Riot. Die drei  Frauen hatten bei einem sogenannten Punkgebet im Februar in einer  Moskauer Kathedrale die Muttergottes aufgefordert, den damaligen  Regierungschef und heutigen Präsidenten Wladimir Putin zu  vertreiben. Sie waren im August wegen „Rowdytums“ und „Anstiftung  zu religiösem Hass“ zu jeweils zwei Jahren Lagerhaft verurteilt  worden. {Quelle. www.rp-online.de}

 

 

 

Verzweifelter Spinner oder Gottes Sohn?

 

Auf der Thuner Seebühne wird die Rockoper „Jesus Christ Superstar“ gespielt.

Marc Jost hat die Aufführung gesehen.

Sein Kommentar, zuerst im Thuner Tagblatt publiziert:

 

Wie stellen sich eigentlich fromme Christen zum Musical auf der Thuner Seebühne? Diese Frage hörte ich in den vergangenen Wochen immer wieder und auch von etlichen Journalisten. So hat diese Zeitung vor einigen Tagen getitelt: „Im Jerusalem des Berner Oberlands“ und darüber berichtet, wie sich so genannt evangelikale Christen zum Inhalt von „Jesus Christ Superstar“ stellen. Meine Antwort war vor der Premiere kurz gefasst die: Inhaltlich kritisch, grundsätzlich sehe ich es aber als Chance, dass Jesus zum Thema wird. Am vergangenen Samstag durfte ich auf Einladung dieser Zeitung die Premiere mit meiner Frau besuchen. Und… ich wurde positiv überrascht! Die Regisseurin Helga Wolf setzte in die Tat um, was sie im Interview am Tag der Premiere ankündigte: „Wir wollen die Religion nicht verunglimpfen; vielmehr zeigen wir das Verständnis davon im heutigen Kontext.“ Das ist ihr gelungen. Viele Szenen setzen aktualisiert biblische Begebenheiten um und tragen damit Wichtiges zur religiösen Bildung bei; was heute nötiger denn je ist. Da ist zum Beispiel die eindrückliche Szene, wie Jesus mit der ganzen Not dieser Welt konfrontiert wird: mit Krankheiten, Gewalt, Unterdrückung, Menschenhandel und Korruption. Und die Menschen setzen ihre Hoffnung auf Jesus, suchen ihre Hilfe und ihr Heil bei ihm.

 

 Einzug in Jerusalem – mit Maria Magdalena

Einzug in Jerusalem – mit Maria Magdalena

 

Bei aller Nähe zu den biblischen Überlieferungen kommt aber gerade anschliessend doch die Handschrift von Texter Tim Rice zum Vorschein, der in Jesus den überforderten Menschen zeichnen will. So etwa, wenn Jesus in dieser Bedrängnis aller Nöte zu den bedürftigen Menschen sagt: „Heilt euch doch selber!“ – Aus den historischen Quellen lesen wir jedoch: „Jesus aber heilte sie alle.“ Dabei wird deutlich: Die Frage „Wer ist Jesus?“ kann nur in zwei Richtungen beantwortet werden. Entweder ist er der Verzweifelte, der an den Ansprüchen der Menschen und an sich selber letztlich zerbricht, oder er ist tatsächlich jener, der er behauptete zu sein: Gottes Sohn, der Retter aller Menschen. Die Frage wird in der Umsetzung am Thunersee fast durchwegs offen gelassen. Überstrapaziert wird die Frage dort, wo sich Jesus seiner Identität selber nicht mehr sicher ist. Das ist nicht stimmig. Denn ans Kreuz geschlagen wurde Jesus gerade wegen seines Selbstverständnisses. Die Tatsache, dass er sich für Gottes Sohn und den Retter der Menschheit hielt, brachte den Mob dazu: „Gotteslästerung“ und „Kreuzige ihn!“ zu rufen; nachdem sie den Superstar zuerst mit Hosanna in Jerusalem willkommen geheissen hatten.

 

Das Musical endet nicht – wie man meinen könnte – mit dem Tod und den letzten Worten Jesu am Kreuz. Nach einem Donnergrollen erhebt sich langsam und gleichmässig ein grosses leuchtendes Kreuz über dem Thunersee und blendet das Publikum lange und intensiv. So als ob die Regisseurin zeigen möchte: Sein Tod war nicht das Ende dieses Mannes. Doch die Frage bleibt stehen, wie sie auch im hervorragenden Programmheft vom englischen Philosophen C.S. Lewis zitiert wird: War dieser Mann bloss ein verzweifelter Spinner, der nicht hätte sterben müssen, wenn er nur vernünftig geworden wäre? Oder war er tatsächlich Gottes Sohn, der mit dem Kreuzestod alles Trennende zwischen Mensch und Gott aus dem Weg geräumt hat? Diese Frage beantwortet das Musical nicht, sondern muss von jedem Besucher selber beantwortet werden.

{Quelle: www.livenet.ch – Autor: Marc Jost – Bilder: Thunerseespiele – Marc Jost ist Pfarrer im Evangelischen Gemeinschaftswerk EGW, Grossrat und Präsident der Evangelischen Allianz Region Thun. Vorstellungen auf der Thuner Seebühne bis 29. August (Mittwoch-Samstag)  –  Bilder vom Musical  –  Livenet-Artikel zur Thuner Inszenierung }

 

7 Responses to “Russische Christen gegen Aufführung von „Jesus Christ Superstar“”

  1. jedem das seine……
    ……… die geister die du riefst….
    Darf man in Europa auch Jesus Christus mit Karikaturen beleidigen? (TR)

    Zitat…
    Antwort: Rechtlich gesehen, Ja. Etwas anderes ist die moralische Beurteilung einer solchen Beleidigung. Jesus Christus wird in Europa immer wieder mit Karikaturen beleidigt. Alle historische Erfahrung zeigt uns, dass ein besonderer strafrechtlicher Schutz von Religion stets missbraucht wurde und im Übrigen mit der Freiheit der Meinungsäußerung und der Freiheit der Wissenschaft nicht zu vereinen ist. Ich stimme folgenden Ausführungen von Prof. Muhammad Kalisch von der Universität Münster zu:

    „Ein strafrechtlicher Schutz von Religion und religiösen Gefühlen ist schon deswegen unsinnig und abzulehnen, weil sich der Tatbestand niemals genau definieren lässt und damit automatisch immer in die Nähe von Willkür gelangt. Willkür aber ist für einen rechtsstaatlichen Juristen das schärfste Unwerturteil überhaupt. Diese Undefinierbarkeit des Tatbestandes ist die Folge der Tatsache, dass jeder Mensch eine unterschiedliche Wahrnehmung davon hat, wann er sich in seinen religiösen Gefühlen beleidigt fühlt. Bei religiösen und philosophischen Auffassungen kommt nun noch das Problem hinzu, dass das, was für den einen blanker Unsinn ist, für den anderen eine unumstößliche Wahrheit darstellen kann…

    Wer den Papst für einen Verbrecher oder Muhammad für einen Mörder hält, der muss dies auch sagen dürfen. Wer eine Gesellschaft will, die Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit anerkennt, der muss damit leben, dass es Menschen gibt, die seine weltanschaulichen Auffassungen nicht teilen und Dinge für Unsinn halten, die er selbst als Wahrheiten betrachtet. Wer dabei aufrichtig ist, der wird versuchen, die Gefühle anderer Menschen so wenig wie möglich zu verletzen. Ganz vermeiden wird man es kaum können, wenn man Dinge für falsch und unsinnig hält, die anderen Menschen heilig sind.

    http://aam.s1205.t3isp.de/chronologie-der-fragen/alle-fragen/frage-127-darf-man-in-europa-auch-jesus-christus-mit-karikaturen-beleidigen.html

  2. Ibrahaim Says:

    RICHTIG DIE RUSSEN! JEDEN MIST MUSS MAN SICH VON DER MINDERHEIT DER ATHEISTEN UND RELIGIONSLOSEN GEFALLEN LASSEN!

    BELEIDUGUNGEN SIND DOCH AN DER TAGESORDNUNG! BEI UNS SOWISO!

    RUSSLAND WEITER SO! ICH HOFFE DAS NOCH MEHR LÄNDER MIT ORTHODOXER BEVÖLKERUNG

    DEM BEISPIEL VOLGEN! IN ÄTHIOPIEN EINEM LAND IN DEM 60 % CHRISTEN SIND DIE MEISTEN

    ORTHODOXE SIND VIELE SEHR VIELE BELEIDIGUNGEN UND SCHMÄHUNGEN UNSERES CHRISTLICHEN

    GLAUBENS VERBOTEN! GOTT SEI DANK!

    ICH HOFFE DAS DIESER GEIST SICH WEITER VERBREITET AUCH BEI UNS IN EUROPA!

  3. Ibrahaim Says:

    WENN MAN RELIGION BELEIDIGT ERREICHT MAN AUCH NICHTS NUR HASS VON DER ANDEREN SEITE!

    WENN MAN RELIGIONEN VERBIETET ODER BESCHIMPFT WERDEN DIE GLÄUBIGEN ANHÄNGER NOCH

    GLÄUBIGER UND STEHEN NOCH FESTER ZU IHREM GLAUBEN!

    • Augustinus Says:

      Macht Euch locker liebe Freunde! Dieses Musical rückt Aufführung für Aufführung uneren Herrn Jesus Christus in den Mittelpunkt, und dies in in einer sich wandelnden Zeit. Man muss ja inhaltlich nicht daccord sein, aber unser Herr und Gott rückt dadurch wieder näher an die Seelen der Gottlosen! Immerhin ein Anfang!


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