kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Gewalt im Sudan, Tunesien, Libanon … 15. September 2012

Filed under: Islamischer Terror — Knecht Christi @ 17:15

Auch die ägyptische Hauptstadt Kairo wurde von Zusammenstößen zwischen...

Proteste gegen Mohammed-Video auch in Australien

 

Sydney (dpa): Die gewaltsamen Proteste gegen das Schmäh-Video über den Propheten Mohammed haben auch Australien erreicht. In Sydney setzte die Polizei Tränengas gegen mehrere Hundert demonstrierende Muslime ein, die vor das US-Konsulat ziehen wollten. Es habe auf beiden Seiten Verletzte gegeben, berichtete der Fernsehsender ABC. Einige Teilnehmer trugen schwarze Dschihad-Fahnen und Transparente mit der Aufschrift: «Enthauptet all jene, die den Propheten beleidigen.» Auch Parolen gegen Kopten seien zu hören gewesen. {Quelle: newsticker.sueddeutsche.de}.

 

Proteste auch in Iran: Die religiöse Führung des Landes verlangte von den USA,...

 

Proteste auch in Iran: Die religiöse Führung des Landes verlangte von den USA, die Macher des antiislamischen Schmähvideos zu bestrafen.

 

 

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Gewalt im Sudan, Tunesien, Libanon

 

Wütende Proteste fordern mehrere Menschenleben

 

 

Es war ein Tag des Zorns in vielen muslimischen Ländern:

Die Proteste gegen das Anti-Islam-Video aus den USA

schlugen wieder in Gewalt um.

In Tunesien und dem Sudan wurden US-Botschaften attackiert,

in beiden Fällen gab es mehrere Tote.

Auch im Libanon und in Ägypten starben Menschen.

 

Khartum/Berlin: Steine prasseln gegen die Wände der deutschen Botschaft in der sudanesischen Hauptstadt Khartum, als am Nachmittag Tausende aufgebrachte Demonstranten die deutsche Vertretung einkesseln. 5000 Menschen sollen es sein, die versuchen auf das Gelände zu kommen. Sie klettern über Mauern, werfen Fensterscheiben ein, zerstören Kameras und Möbel. Sie reißen das deutsche Emblem von der Wand, springen darauf rum. Dann legen sie Feuer in einem Lagerraum. Es ist blanke Wut, die sich da entlädt. Ein sudanesischer Journalist sagt fassungslos: „Die Leute sind wie wild geworden“. Erstmals hat die Welle der Zerstörung eine deutsche Botschaft getroffen. Schon seit Tagen greifen gewalttätige Demonstranten Einrichtungen der US-Amerikaner an – sie sind empört über ein in den USA produziertes Hass-Video, das den Propheten Mohammed als Mörder, Kinderschänder und Frauenheld verunglimpft. Nach den Freitagsgebeten eskaliert die Gewalt nun in Khartum. Nicht nur die deutsche Botschaft ist das Ziel des wütenden Mobs, auch die daneben liegende Einrichtung der Briten wird angegriffen. Über der sudanesischen Hauptstadt steigen Rauchwolken auf. Tausende Demonstranten ziehen später weiter zur US-Botschaft, die ebenfalls gestürmt wird. Nach Informationen des Nachrichtensenders al-Arabija wurde ein Demonstrant getötet, als Sicherheitskräfte mit Tränengas auf die Menschenmenge feuern. Die Nachrichtenagentur Reuters meldet unter Berufung auf das sudanesische Staatsradio, dass bei der Demonstration am Freitag mindestens drei Menschen ums Leben kamen.

 

 

 

 

Diese Gewalt muss enden

 

In Berlin tritt wenig später der sichtlich erschütterte Außenminister Guido Westerwelle vor die Kameras. Zum Glück seien die Botschaftsmitarbeiter nicht zu Schaden gekommen, alle seien in Sicherheit, sagt er. Dann stellt er – sowohl auf Deutsch, dann auch auf Englisch – klar: „Das Video ist unerträglich.“ Es sei jedoch keine Rechtfertigung für Gewalt, die Erstürmung von Botschaften und das Töten von Menschen. „Diese Gewalt muss enden“. Schnell wird deutlich: Die Attacke auf die deutsche Botschaft war gut vorbereitet – und sie richtete sich gezielt gegen Deutschland.

 

 

Gewalt nach Freitagsgebeten

 

Doch nicht nur der Sudan wird an diesem Freitag von schweren Krawallen erschüttert – aus Protest gegen den Anti-Islam-Film gehen in meist arabischen Ländern Zehntausende nach den Freitagsgebeten auf die Straße.

Immer wieder kommt es dabei zu gewalttätigen Auseinandersetzungen:

 

= Besonders angespannt ist die Lage in Tunesien. Dort zogen Tausende Demonstranten vor die US-Vertretung, über dem Gebäude stand schwarzer Rauch. Einige der Demonstranten kletterten über eine Mauer des schwer gesicherten Gebäudes und zündeten Bäume und Autos an. Sicherheitskräfte setzten Tränengas ein, um die Menschen zurückzudrängen. Es waren Schüsse zu hören, schweres Räumgerät kam zum Einsatz. Nach einem Bericht einer tunesischen Nachrichtenagentur soll es drei Tote gegeben haben, mehr als 20 Menschen wurden demnach verletzt. Zwei Tote sind inzwischen bestätigt. Erst nach einiger Zeit konnte die Polizei die wütende Menge wieder von dem Gelände drängen. Wie zuletzt bekannt wurde, setzten die Demonstranten zudem eine amerikanische Schule in Brand. Die Menge hinderte die Feuerwehr an den Löscharbeiten. Ein Mitarbeiter der Schule wurde am Bein verletzt.

 

= Nach den Ausschreitungen vor der deutschen Botschaft im Sudan waren viele Demonstranten zur US-Vertretung weitergezogen. Auch dort gelang es zahlreichen Männern, die Schutzmauer zu überwinden. Ein Großaufgebot der Polizei drängte die Eindringlinge jedoch zurück. Am frühen Abend meldete die Botschaft, dass das Gelände komplett geräumt sei. Mindestens ein Mensch kam bei dem Vorfall ums Leben.

 

= Mit scharfer Munition ging das Militär in Nigeria gegen wütende Demonstranten vor. Dabei blieb es jedoch offenbar bei Schüssen in die Luft, Meldungen über Verletzte liegen nicht vor. In der Stadt Jos waren Tausende aus Protest gegen den Film „Unschuld der Muslime“ auf die Straße gegangen.

 

= In der libanesischen Stadt Tripoli starb ein Demonstrant nach Zusammenstößen mit den Sicherheitskräften. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters wurde der Mann erschossen, als er mit anderen ein Regierungsgebäude stürmen wollte. Mehr als 25 Menschen wurden verletzt. Zuvor hatte die aufgebrachte Menge zwei amerikanische Schnellrestaurants verwüstet.

 

= In der jemenitischen Hauptstadt Sanaa eskalierte die Situation erneut, als Hunderte Demonstranten zur US-Botschaft marschieren wollten. Sicherheitskräfte gaben Warnschüsse ab und setzten Wasserwerfer ein, wie ein AFP-Korrespondent berichtete. Die Demonstranten versammelten sich etwa 500 Meter von der Botschaft entfernt. Sie forderten die Ausweisung des US-Gesandten und verbrannten die US-Flagge. Am Donnerstag waren vier Menschen bei Protesten vor der US-Botschaft in der jemenitischen Hauptstadt getötet worden.

 

= Auch die ägyptische Hauptstadt Kairo wurde am Freitagvormittag von Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten vor der US-Botschaft erschüttert. Die mächtige Muslimbruderschaft, der früher auch der jetzige Staatschef Mohammed Mursi angehörte, rief zu weiteren Protesten am Sonntag auf. Bei Zusammenstößen nahe der US-Vertretung ist ein Demonstrant getötet worden.

 

= In der Stadt Zinder in Niger haben Muslime aus Wut über die Schmähung des Propheten Mohammed eine christliche Schule im Osten des Landes angegriffen und eine Statue der Jungfrau Maria zerstört. Der Mob habe unter anderem die Eingangstür in Brand gesetzt, bis Sicherheitskräfte eingeschritten seien, berichtete ein vor Ort anwesender Reporter der Nachrichtenagentur AP. 80 Prozent der 16 Millionen Nigrer sind muslimisch.

 

= Die religiöse Führung Irans verlangte von den USA, die Macher des antiislamischen Schmähvideos zu bestrafen. „Wenn amerikanische Politiker es ehrlich meinen mit ihrer Behauptung, nichts mit diesem Film zu tun zu haben, dann müssen sie diejenigen bestrafen, die für dieses schwere, abstoßende Verbrechen verantwortlich sind“, forderte Ajatollah Ali Chamenei nach Berichten staatlicher Medien. „Die US-Regierung und die Zionisten sind die Hauptverdächtigen für dieses abscheuliche und im Rausch begangene Verbrechen, das die Herzen der Muslime weltweit gebrochen hat“, wurde Chamenei weiter zitiert. In Iran waren im Anschluss an die Freitagsgebete landesweit Proteste gegen die USA und Israel geplant.

 

Auch in Bahrain, Irak, Syrien, Israel, dem Westjordanland

und Afghanistan kam es zu kleineren Protesten.

 

Der Zorn wird wohl so schnell nicht abebben. In Kairo sendet die mächtige Muslimbruderschaft widersprüchliche Botschaften.

Auf Englisch in Richtung des internationalen Publikums twitterten sie: „Wir sind erleichtert, dass niemand aus der amerikanischen Botschaft von Kairo verletzt wurde, und hoffen, dass die amerikanisch-ägyptischen Beziehungen die Turbulenzen der Ereignisse vom Dienstag aushalten“.

Doch auf Arabisch rief die Muslimbruderschaft weiterhin zu Protesten auf.

{Quelle: www.spiegel.de – Von Horand Knaup und Christina Hebel – Mit Material von Reuters und dpa; Mitarbeit Jan Strozyk}

 

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