kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Türkin gegen und Chinesin für ihr Baby 31. Juli 2012

Filed under: Stopp Abtreibung — Knecht Christi @ 19:38

Strafe zahlen oder das Kind wird getötet

 

 

Erzwungene Abtreibungen zur Durchsetzung der Ein-Kind-Politik sind in China verboten. Doch immer wieder werden Fälle publik, in denen Frauen gezwungen werden, ihre ungeborenen Kinder abzutreiben.

 

 

 

Die Grausamkeiten der Ein-Kind-Politik

 

Ein Bild, vom verzweifelten Vater im Internet hochgeladen, erschüttert ganz China: Eine junge Mutter im Krankenhausbett, neben ihr ein sieben Monate alter blutverschmierter toter Fötus. Beamte hatten sie in ein Provinzkrankenhaus gebracht, wo Ärzte ihr gegen ihren Willen Spritzen setzten, damit sie das lebensfähige Baby tot gebiert. Ein Szenario so grausam wie alltäglich in China. Zwangsabtreibung – ein Tabuthema, per Gesetz verboten und dennoch häufig praktiziert. Feng Jianmei hatte die von den örtlichen Behörden geforderte Strafe von 40.000 Yuan (5.021 Euro) für den Verstoß gegen die chinesische Ein-Kind-Politik nicht aufbringen können. Daraufhin sei sie festgenommen, mit verbundenen Augen zu einem Mietshaus gefahren und dort drei Tage lang gefangen gehalten worden, berichtete ihr Ehemann Deng Jiyuan in chinesischen Medien. Nach drei Tagen hätten fünf Männer zwangsweise Gift in den Fötus injiziert. Mit 1,3 Milliarden Menschen ist China das bevölkerungsreichste Land der Welt. Um das Bevölkerungswachstum einzudämmen, gilt seit den späten 70er Jahren die sogenannte Ein-Kind-Politik. In Städten lebende Paare dürfen nur ein Kind bekommen, Paare auf dem Land dürfen ein zweites Kind bekommen, wenn das erste ein Mädchen ist. Verstoßen sie gegen die Regel, müssen sie offiziell nur hohe Strafen zahlen.

 

 

400 Millionen Geburten „verhindert“

 

Die Nationale Familienplanungsbehörde spricht davon, dass seit Einführung der Ein-Kind-Politik 400 Millionen Geburten „verhindert worden“ seien. Vor allem auf dem Land versuchen die lokalen Behörden, ihre Vorgaben mit Zwangsabtreibungen durchzusetzen. Abtreibungen sind in China nach dem sechsten Monat generell verboten – was die Lokalgrößen allerdings oft nicht hindert. Das Foto des abgetriebenen Fötus von Feng Jianmei rüttelte jetzt viele Chinesen auf. „Eine Schande für ein zivilisiertes Land“, schrieb ein Internetnutzer. Ein anderer fragte: Warum kann das große China nicht eine weitere Person aufnehmen„? Die Chinesen beginnen zunehmend gegen die staatliche Bevormundung und ihre brutalen Methoden aufzubegehren. Das Internet und Fälle wie der von Feng Jianmei wirken als Katalysator.

 

China vergreist

 

Was der Bevölkerung auch nicht entgeht: China bekommt in Sachen Ein-Kind-Politik zwischenzeitlich die andere Seite der Medaille zu spüren: Die Bevölkerung vergreist, es fehlt an Nachwuchskräften auf dem Arbeitsmarkt, die Versorgung der Rentner wird schwierig. Die Probleme, wie sie aus europäischen Ländern bekannt sind. Auf den öffentlichen Druck hin wurden im Fall Feng Jianmei zwei verantwortliche Beamte entlassen und fünf weitere verwarnt. „Dieses Verhalten verstößt schwerwiegend gegen die Politik der Nationalen Bevölkerungs- und Familienplanungskommission“, schrieb die Familienplanungsbehörde der Provinz in einer Erklärung. Schweigen für 9.000 Euro: Gleichzeitig wurde das Paar aber massiv bedrängt und als „Verräter“ beschimpft – allgemein wurde dies als Versuch der Behörden gewertet, weitere Veröffentlichungen zu dem Fall zu verhindern. Und zwischenzeitlich musste sich die Familie verpflichten, „den Fall auf sich beruhen zu lassen“ – gegen 70.000 Yuan (rund 9.000 Euro) Entschädigung. Auch im Ausland trieb das Bild von Feng Jianmei und ihrem toten Kind vielen die Tränen in die Augen. Tränen der Wut. Tränen der Machtlosigkeit. Die EU will das Thema Zwangsabtreibung jetzt zumindest auf die offizielle Agenda des Menschenrechtsdialogs mit China setzen. Erzwungene Abtreibung und Sterilisierung im Zusammenhang mit der Ein-Kind-Politik des Landes seien inakzeptabel, ließ sich das Europaparlament vernehmen. {Quelle: www.heute.de}

 

 

 

Versuchte Abtreibung im 5. Monat

 

Türkin in Istanbul verhaftet

 

Auf Grund eines anonymen Hinweises

konnte am vergangenen Sonntag eine junge Frau verhaftet werden.

Ihr Vergehen:

Sie wollte ihre Schwangerschaft in einer Klinik

im Istanbuler Distrikt Eyüp

im fünften Monat abbrechen lassen.

 

Die Frau, die in der türkischen Presse nur S.E. genannt wird, stammt eigentlich aus der Ägäis-Stadt Izmir und war für den Abbruch eigens nach Istanbul gereist. Nach ihrer Festnahme durch die Polizei kam sie jedoch wieder auf freien Fuß. Gegenüber den Beamten gestand sie, eine Abtreibung trotz der fortgeschrittenen Schwangerschaft gewollt zu haben. Der Arzt, den sie dafür konsultiert hatte, bestreitet nun jedoch Gerüchte, dass er den Eingriff habe vornehmen wollen. Ein Verwandter, der die Frau nach Istanbul begleitet hatte, musste ebenfalls aussagen. Seit 1983 ist in der Türkei eine Abtreibung bis zur zehnten Schwangerschaftswoche legal möglich. Wird diese Frist überschritten, droht eine Haftstrafe von bis zu drei Jahren (dies war Teil der Gesetzesnovellierung in diesem Sommer – mehr hier). Seit Abtreibung in der Türkei legalisiert wurde, ist die Rate der Abbrüche kontinuierlich gesunken (zunächst gab es in diesem Jahr sogar Pläne, die Frist auf die vierte Schwangerschaftswoche herunterzusetzen, was einem defacto Abtreibungsverbot gleichgekommen wäre – mehr hier). Und dass, obwohl sich immer mehr Türkinnen und Türken dazu entscheiden, weniger Kinder zu bekommen. Mit 14.8 Abtreibungen pro 1000 Frauen lag die Türkei im Jahr 2008 noch immer weit hinter den Zahlen in Europa mit 28 bzw. 27 Abtreibungen pro 1000 Frauen. {Quelle: www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de}

 

2 Responses to “Türkin gegen und Chinesin für ihr Baby”

  1. Johannes Says:

    Die Ermordung von Kindern im Mutterleib, in Deutschland verharmlosend als „Abtreibung“ bezeichnet – die gemäß Verfassungsgericht zwar ungesetzlich, aber straffrei ist – ist eine schwere Schuld, die unser Volk auf sich lädt. Viele Probleme, so das der immensen Zuwanderung von Arabern und Türken, die unsere freiheitlich-demokratische Gesellschaftsordnung zerstören werden, sind die Folge.

    Wann endlich werden sich die Kirchen und die Politiker der „C“-Parteien endlich besinnen und sich gegen dieses himmelschreiende Unrecht wenden?

  2. Wirklich schlimm und schrecklich!!! Ich lese eure Seite sehr oft! Eine sehr wichtige Seite und Stimme im Internet! Danke!


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