kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

30 Mil. Euro verpulvert: „Allah in Ehrenfeld“! 10. Juli 2012

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 15:41

Blick nach Köln – Ab ins Fegefeuer

 

 

Der ARD-DokumentarfilmAllah in Ehrenfeld

beschreibt den Dauerstreit um die Kölner Moschee.

 

Köln habe den Dom und auch eine schöne Synagoge, sagt die junge Türkin Afife im Jahr 2007. Jetzt wünsche sie sich, „dass es auch mal was zum Bewundern gibt von der islamischen Seite“. Fünf Jahre und etliche hitzige Debatten später ist Afifes Wunsch wahr geworden, die Kölner Zentralmoschee steht vor der Fertigstellung. Die ARD bringt dazu am Dienstagabend die Dokumentation „Allah in Ehrenfeld“. Sie ist zweifellos mehr als ein imposantes Bauwerk aus Beton und Glas, mit 55 Meter hohen Minaretten und einer teilweise transparenten Kuppel, die einen Blick in den Himmel ermöglicht – und von außen hinein. Das weithin sichtbare Gotteshaus nahe der Innenstadt soll der ganze Stolz der Muslime wenigstens in Nordrhein-Westfalen werden, aber auch ein Symbol für einen offenen Islam, für gelungene Integration.

 

Mehr als 30 Millionen Euro wird der Bau am Ende kosten. Bauherrin ist die Türkisch-Islamische Union (Ditib), die als gemäßigt gilt, aber der türkischen Religionsbehörde untersteht. 2013 soll die vom Kölner Kirchenbau-Architekten Paul Böhm entworfene Moschee eröffnet werden. Neben den Bewunderern gab es freilich von Anfang an auch erbitterte Gegner, von Islam-Kritiker Ralph Giordano über alteingesessene Anwohner im Stadtviertel Ehrenfeld bis hin zu den Rechtsextremen der im Kölner Rat vertretenen Splittergruppe Pro Köln. Grimme-Preisträgerin Birgit Schulz („Die Anwälte“) hat die Auseinandersetzungen seit 2007 begleitet und beginnt ihren knapp 90-minütigen Dokumentarfilm mit einem Bekenntnis aus dem Off. „Ich finde es richtig, dass auf dem heruntergekommenen Gelände ein würdiges Gebetshausgebaut werden soll“, sagt sie, während die Kamera durch das schäbige Fabrikgebäude streift, in dem die Muslime Ehrenfelds bislang beteten. Die türkischen Männer hätten sie ausnahmslos gastfreundlich empfangen, „ohne das befürchtete Macho-Gehabe“. Nun fühle sie sich in ihren Vorurteilen ertappt und überraschender Weise „geborgen in dieser Welt, die mir vorkommt, als sei sie gar nicht in Deutschland“.

 

Ein solcher Mitteilungsdrang als Ich-Erzählerin ist eine zwiespältige Sache. Muss man das wirklich wissen? Der Autorin scheint diese Rolle selbst nicht ganz geheuer zu sein, denn sie geht mit diesem Stilmittel sehr sparsam um und vertraut der Aussagekraft ihrer Bilder. Und der Ausdruckskraft ihrer Protagonisten. „Nicht die Moschee, der Islam ist das Problem“, sagt Ralph Giordano. Dass sich dieses Gefühl ungeachtet einer anderen Mehrheitsmeinung in der Politik Ventile sucht, hat auch der Streit um die Kölner Moschee bewiesen. Birgit Schulz versteht es, den Aufprall der Gegensätze, Ansichten und Aggressionen unaufgeregt, weitgehend unkommentiert und zu allen Seiten hin offen abzubilden. Mal abgesehen von der Pro-Köln-Fraktion, die die Autorin ebenso zutreffend wie klar „nationalistisch gesinnte Rassisten“ nennt. Der Film schildert die wesentlichen Ereignisse, bis hin zum Krach zwischen Architekt Böhm und den Bauherren von der Ditib. Zugleich konzentriert sich Schulz auf einige Protagonisten, schwebt mit dem begeisterten Böhm in luftiger Höhe über der Baustelle, begleitet Kritiker Giordano beim Besuch der Übergangs-Moschee, hört der vom Rechtfertigungsdruck genervten Ditib-Sprecherin Ayshe Aydin zu, würdigt die Hartnäckigkeit des Moschee-Befürworters Josef Wirges, des Bezirksbürgermeisters und SPD-Politikers. „Unsere Moschee“, schmettert der impulsive Wirges bei der Grundsteinlegung ins Mikrofon. Er stammt aus dem Viertel, in dem ihn nun mancher für einen Vaterlandsverräter hält, der – so ist das im katholischen Köln – ins Fegefeuer gehört. Aber die kölschen Türken jubeln. {Quelle: www.tagesspiegel.de – von Thomas Gehringer}

 

 „Allah in Ehrenfeld“, 22 Uhr 45, ARD

 

 

5 Responses to “30 Mil. Euro verpulvert: „Allah in Ehrenfeld“!”

  1. Carsten Says:

    Islam-Reaktoren abschalten sofort!!!

    Die Staatsratsvorsitzende ist doch gegen solche Meiler, wo bleibt der Aufruf von Mutti Ferkel!!!

  2. Bernhardine Says:


    Diese senkrecht gespaltene KKW-, äh Moscheekuppel, wie eine riesige Greifhand, ist mir unheimlich:

    Mich erinnert die Moscheekuppel an so einen Greifer:

    Habe ich zuviel Fantasie?

    Oder so?

  3. carma Says:

    grotesk – da wird eine „avangardistische“ moschee hingeklotzt, um unter modernem gewand die archaischste „religion“ der welt zu verkünden – mit diesem blendwerk, das eher an ein futuristisches kunstmuseum denken lässt, will man wohl auch das geschmäcklerische bildungsbürgertum beeindrucken…

  4. Johannes Says:

    Immerhin ist der Architekt dieses Atommeilers ein Deutscher.

    Abschalten – das wäre das Beste!

  5. Johannes Says:

    „Das weithin sichtbare Gotteshaus …“ Oft liest man, dass Moscheen „Gotteshäuser“ seien. Dem ist zu widersprechen: Allah ist kein Gott, sondern ein Götze“! Die Moschee ist das Haus der „Niederwerfung“ vor Allah, so die wörtliche Übersetzung.

    Eine Moschee ist auch nicht wirklich ein „Gebetshaus“, denn Muslime kennen ein persönliches Gebet zu ihrem Götzen nicht!. „Beten“ ist für sie vor allem das rituelle Rezitieren von auswendig gelernten Suren, die vielfach wiederholt und von bestimmten Körperhaltungen begleitet werden. So ist nicht einmal das „Gebet“ eine freiwillige Hingabe an (den) „Gott“ des Islam (=Unterwerfung). Im Islam ist alles Zwang!

    Die Baukosten sind mit 30 Millionen Euro angegeben. Davon hat die DITIB vermutlich mit saudischer Hilfe die Hälfte aufgebracht, die übrigen 15 Mio€ wurden je zur Hälfte aus Steuergeldern des Landes NRW und der EU bezahlt, also vor allem von unseren Steuergeldern. Die EU-Leute verteilen ohne jede Legitimation, denn das Volk hat sie nicht gewählt!

    Hoffentlich revanchieren sich die „Glaubensgeschwister“, so der Ratsvorsitzende Schneider immer wieder, und geben auch ein paar Groschen dazu, wenn die erste Kirche in Saudi-Arabien gebaut wird. Es muss ja nicht gleich so ein Monstrum wie die Moschee in Köln sein – aber vielleicht ein ganz, ganz kleines Dorfkirchlein in Er Riad!?


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