kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Die Crux mit den öffentlichen Kreuzen 18. Juni 2012

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 19:29

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Eher geht ein Kamel durchs Nadelöhr, als dass sich die CVP Kreuze in Schulen und auf Gipfeln verbieten lässt.

 

Ob auch der Ständerat

das christliche Abendland retten will,

zeigt sich am Montag.

 

Am Montag wartet ein «Kulturkampf light» auf die Ständeräte. Es geht um die Frage, ob die Verfassung christliche Symbole im öffentlichen Raum schützen soll – also Kreuze auf Berggipfeln oder Kruzifixe in Schulzimmern. Die Forderung stammt von CVP-Vizepräsidentin Ida Glanzmann. Sie will damit die religionskritischen Freidenker, die immer wieder juristisch gegen die Kreuze vorgehen, ein für alle Mal in die Schranken weisen. Der Nationalrat hat Glanzmanns parlamentarische Initiative in der Frühlingssession gutgeheissen. Ziehen die Ständeräte nach, wird die staatspolitische Kommission des Nationalrates eine entsprechende Vorlage ausarbeiten. Am Ende könnte es zu einer Volksabstimmung über die Verfassungsänderung kommen. Wie gut ihre Chancen im Ständerat stehen, kann Nationalrätin Glanzmann nicht abschätzen, wie sie im Gespräch mit 20 Minuten Online sagt. Dass die Verfassungsänderung aber dringend nötig sei, beweise ein aktuelles Beispiel aus Uri. Bald soll ein neues Kreuz auf dem Gipfel des Bristen installiert werden. Neben Umweltschützern haben auch die Freidenker schon Bedenken geäussert. Dieser Widerstand ärgert Glanzmann: «Wir leben in einem christlichen Land. Zu dieser Tradition und Kultur dürfen und sollen wir auch im öffentlichen Raum stehen.» Es müsse zwar nicht in jedem Schulzimmer ein Kreuz hängen, sagt die Luzernerin. «Aber wenn ein Lehrer den Wunsch verspürt, ein Zeichen für das Christentum zu setzen, solle er das machen können – ohne Angst vor Einsprachen».

 

 

CVP und SVP gegen den Rest

 

Glanzmanns Parteikollege, der Bündner Ständerat Stefan Engler, bezweifelt, dass die CVP im Ständerat eine Mehrheit zusammenkriegen wird. SVP-Mann Peter Föhn hingegen sieht gute Chancen. Der Ständerat aus dem Schwyzer Muotatal bezeichnet sich selber als gläubigen Christen. Jeder Mensch müsse sich an den Beistand von oben halten können, um das Leben zu meistern. «Es tut mir auch als Patriot weh, wenn Kreuze aus der Schule oder von den Gipfeln entfernt werden. Wir dürfen uns den Teppich der Kultur nicht unter den Füssen wegziehen lassen.» Er glaubt, dass Muslime hinter dem Versuch stecken, die christlichen Symbole zurückzudrängen. «Doch wenn ich in ein islamisches Land reise, störe ich mich nicht an den islamischen Zeichen, ich passe mich an die dortige Kultur an». Englers CVP und Föhns SVP verfügen zusammen über 19 der 46 Sitze im Ständerat. Somit brauchen sie noch fünf Stimmen aus anderen Parteien. Von der SP werden sie diese nicht bekommen: Im Nationalrat hatte sie Glanzmanns Vorstoss – mit Ausnahme des Solothurners Philipp Hadorn – geschlossen abgelehnt. Entsprechend der Parteilinie sieht die Basler Ständerätin Anita Fetz überhaupt keinen Grund, einen «ewiggestrigen und unnötigen» Passus in die Verfassung zu schreiben. «Den meisten Leuten ist heute klar, dass Religion Privatsache ist. Nur noch eine Minderheit ist in den Kirchen aktiv». Noch unentschlossen ist hingegen die Grünliberale Verena Diener, wie Föhn eine gläubige Christin. «Wir gehören zum Abendland und damit zur christlichen Kultur», sagt die Zürcherin. Beim Wandern in ländlichen Gebiete freue sie sich über die sichtbare Präsenz des Glaubens, etwa in der Form von Pilgerkapellen. Andererseits hält Diener den Religionsfrieden und die Religionsfreiheit hoch: «Ich muss noch abwägen, ob diesen Grundsätzen mit einem Ja oder einem Nein besser gedient ist».

 

 

Freidenker sehen eine «Bankrotterklärung»

 

Für Reta Caspar ist die Antwort auf diese Frage klar: Ein Erfolg der Initiative wäre ein grosser Rückschritt, sagt die Geschäftsführerin der Freidenker. Es gebe landeskirchlich-christliche Kreise, die jetzt noch ein paar Pflöcke einschlagen wollten, bevor sie gänzlich in der Bedeutungslosigkeit verschwunden seien. Die Religion spiele für die Mehrheit der Leute im Alltag keine Rolle mehr, die Säkularisierung der Gesellschaft schreite unaufhaltsam voran. Caspar fragt: «Wie viele Leute feiern denn die Feiertage noch wirklich religiös»?  Kreuze in Klassenzimmern kommen für die Freidenker nicht in Frage, weil die Schule ein öffentlicher Raum ist und die Kinder von Staats wegen verpflichtet sind, in die Schule zu gehen. Caspar hofft, dass der Ständerat seinem Namen als «Chambre de réflexion» gerecht werde und sich vernünftig zeige. «Es ist ja eigentlich eine Bankrotterklärung der Vertreter einer so genannten christlichen Leitkultur, wenn sie etwas in die Verfassung reindrücken wollen, was gar nicht mehr in der Alltagskultur verankert ist.»
 

 

Ausgewählte Leser-Kommentare

 

Die Landesfahne ist vermutlich vom Kanton Schwyz abgeleitet oder inspiriert. Die Fahne der Schwyzer war ursprünglich ein leeres, rotes Tuch. Das war ein kaiserliches Privileg aus dem 13. Jh. als Zeichen der Reichsunmittelbarkeit. Die Herkunft des kleinen weissen Kreuzes ist nicht gesichert. Überliefert ist ein päpstliches Privileg dazu an die Schwyzer aus dem 15. Jh. Es könnte auch sein, dass die Schwyzer schon vorher aus Eigeninitiative die Kreuzsymbolik in die Fahne eingefügt haben. Eine christliche Bedeutung ist nicht erwiesen, aber naheliegend. – M. Megglinger

{Quelle: www.20min.ch – von S. Hehli} 

 

3 Responses to “Die Crux mit den öffentlichen Kreuzen”

  1. Bernhardine Says:

    Freidenker? Sind diese frei vom Denken?

  2. Bernhardine Says:

    Jeder, der keine Kreuze in öffentlichen Räumen möchte, soll an christlichen Feiertagen zur Arbeit gehen und auf Weihnachtsgeld verzichten.
    Wenn schon, dann konsequent!

    • Bernhardine Sagt:
      18. Juni 2012 at 22:20

      Jeder, der keine Kreuze in öffentlichen Räumen möchte, soll an christlichen Feiertagen zur Arbeit gehen und auf Weihnachtsgeld verzichten.

      liebe
      Bernhardin e—leider kann man so:keine Verloren Schaafe zurückholen,—-
      was sagt schon die Bibel…..


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