kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

AM 9. März denken die Kopten an Papst Kyrillos, den Sechsten 9. März 2011

Filed under: Heilige der koptischen Kirche — Knecht Christi @ 15:06

Papst Kyrillos ist der Vorgänger seiner Heiligkeit Papst Schenuda. Er verließ unsere vergängliche Welt am 09. März 1971, aber bis jetzt lebt er in den Herzen der Kopten. Seit den 70igern werden viele Jungs nach ihm oder seinem Fürbitter, dem Heiligen Mina, benannt, sodass wir unendlich viele Minas und Kyrillos haben. Nach seinem Ableben verfassten die Mönche des Klosters, welches er aus dem Sparschwein der Kinder von Gamal Abd Elnasser kaufte (weil er seine Tochter von einem bösen Geist befreite), ein zweiteiliges Buch über sein Leben. (more…)

 

„Wir sind keine Ungläubigen“ 12. Februar 2011

Filed under: Heilige der koptischen Kirche,Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 23:43

Nach dem Anschlag von Alexandria erwachen die Kopten aus ihrer Trauer und beharren auf Ägypten als angestammter Heimat. Ein Besuch in einem der ältesten Klöster der Christenheit.

 

Diese Tür haben sie erst vor 90 Jahren einbauen lassen. Vater Diochorus sagt es lächelnd, die Zipfel seines Bartes flattern im Wind. »Lange schien es den Mönchen zu gefährlich, eine Tür zu haben. Immer wieder wurden sie von Beduinen überfallen.« Er deutet auf die mächtigen Mauern der Klosterfestung. »Hinter denen waren wir sicher, und wenn jemand hinaus- oder hineinwollte, dann wurde von dem Balkon dort oben ein Seil heruntergelassen.« Ganz offensichtlich beobachtet er gerne, wie die Besucher die Köpfe in den Nacken legen, zum Balkon hochschauen und staunen. Er weiß auch, dass die Blicke dann wieder zu ihm zurückwandern, ihn mustern, den Mönch in schwarzer Kutte und mit der bestickten Kapuze der koptischen Gottesmänner. Vater Diochorus trägt eine Spiegelbrille von Ray-Ban, schließlich sind Ägyptens Mönche Männer der Gegenwart.

 

Kloster des Heiligen Antonius Saafarana restauriert 30. Januar 2011

Filed under: Heilige der koptischen Kirche — Knecht Christi @ 04:54

Ältestes christliches Kloster aufwändig restauriert

 

In Saafarana (am roten Meer) befindet sich das wohl älteste christliche Kloster der Welt, welches im 4 Jahrhundert entstand und dem Heiligen Antonius geweiht ist. Es wurde eine Summe von 10,5 Millionen Euro aufgebracht, um acht Jahre lang dieses alte Bauwerk zu restaurieren und somit weiter erhalten zu können. Man will darstellen, wie Ägypten sich um seine Gedenkstätten kümmere, so Zahi Hawass. Hawass ist der leitende Archäologe des Projekts und Leiter der ägyptischen Altertumsbehörde. Das Sankt Antonius Kloster Saafarana kann mit Reisegruppen erreicht und besucht werden und ist immer noch ein aktiver Ort des Glaubens und Lebens.

 

Der Heilige Antonius erreichte ein Alter von 105 Jahren, als er im Jahre 356 nach Christus in Saafarana starb. Er führte ein zurückgezogenes Leben als Eremit in einer Höhle am Berg. Dort verbrachte er sein gesamtes Leben. Besucher empfing der Heilige nicht, auch wenn seine sich Anhänger am Fuß des Berges versammelten- er verbot ihnen den Aufenthalt. Eben dort, wo einst die Anhänger des Heiligen das Verweilen untersagt wurde, steht heute das Kloster, welches auf Ägyptisch Deir El-Kedis Antonius heißt.

 

Weniger als 10 Mönche lebten zugleich im Sankt Antonius Kloster Saafarana und unterhielten das Kloster für eine sehr lange Zeit, bis ab dem Jahre 1971 mehr junge Mönche in das alte Kloster zogen, welches im Zuge dessen erweitert wurde. Koptische Christen wünschen, im Sankt Antonius Kloster zu leben und somit bedurfte es immer mehr Raum. In der Abgeschiedenheit der Wüste suchen nun um die 80 Mönche innere Einkehr und die Nähe zu Gott. Über dem Grab des Heiligen Antonius wurde die Antoniuskirche errichtet und man kann an den Wänden der Kirche Malereien aus dem 13. bis 16. Jahrhundert sehen. (more…)

 

Die Heilige Verena 29. September 2010

Filed under: Heilige der koptischen Kirche — Knecht Christi @ 04:32

Von frommen Frauen jener Zeit ist uns durch Sage und Legende am ausführlichsten der Lebenslauf der Heiligen Einsiedlerin Verena bekannt geblieben.

Verena, eine Jungfrau von adeliger Abkunft, kam mit der Thebäischen Legion, welche von Kaiser Maximinian zum Kriegsdienste ausgehoben wurde, und deren Oberst Mauritius ihr Verwandter war, nach Mailand. Ihr Vormund, der ehrwürdige Greis Viktor, hatte die verlassene Waise bei einer angesehenen christlichen Familie untergebracht. Dort besuchte die fromme Jungfrau während der grausamen Christenverfolgungen voll des innigsten Mitleids die Gefangenen in ihren schauerlichen Gefängnissen, tröstete, ermutigte sie im Glauben an Christus und erquickte sie mit Speise und Trank. Bald aber erlaubte man dem Engel des Trostes nicht mehr, die Gefangenen zu besuchen. Der christliche Familienvater Maximus, bei dem Verena mehrere Jahre gewohnt hatte, wurde gefangen genommen, sie selbst als eine Fremde aus der Stadt vertrieben. Um sich eine stille Zufluchtsstätte zu suchen, überstieg sie die Alpen, kam in das Rhonetal, in die Gegend von Martinach (Martigny), und vernahm, daß hier die Thebäische Legion, mit ihr auch ihr geliebter Vormund Viktor, wegen ihres christlichen Glaubens von den heidnischen Soldaten des römischen Kaisers ermordet worden sei. Verena benetzte den blutgetränkten Boden mit ihren Tränen und pries die starkmütigen Märtyrer glücklich.

Von den Heiden vertrieben, zog Verena weiter über die Waadt nach Bern und kam an die Aare bei Solothurn. Hier verbarg sie sich in einer Felsenhöhle. Niemand wusste ihren Aufenthalt, außer einer christlichen Witwe, die sie von Zeit zu Zeit mit Speisen versah und dafür Handarbeiten entgegennahm, in denen Verena sehr geschickt war. (more…)

 

Unsere Heiligen sind keine Legende 26. Juli 2010

Filed under: Heilige der koptischen Kirche — Knecht Christi @ 05:32

Der Heilige Christophorus – Der Träger Christi


Zunächst einmal danke ich seiner Eminenz Kardinal Christoph Schönborn, dem Kardinal Österreichs, den ich sehr schätze, für seinen kurzen Artikel in dem Gratis-Blatt „Heute“ über den Heiligen Christophorus. Ein Wort aber hat mich dermaßen entsetzt, und zwar „Legende“!

Wir Christen sollen von der Welt nichts übernehmen, sondern der Welt geben, was sie nicht kennt und sehnsüchtig darauf wartet, etwas von uns zu bekommen. Wenn ich das in manchen Zeitungen lese, schüttele ich den Kopf und sage: „Verzeih ihnen, barmherziger Gott. Denn sie wissen nicht, was sie tun“! Wenn die Kirche diesen Begriff sogar verwendet, dann gibt sie zu, dass der ganze Glaube auf Legenden fußt. Was ich über die Heiligen drei Könige (Sterndeuter sind keine Legende) schrieb, wird bis jetzt gelesen, weil die Menschen sich von dem Gegenteil überzeugen möchten und eine Bestätigung suchen. Ich bekomme „Gänsehaut“, wenn ich im Radio oder Fernsehen höre und sehe, wie denselben Begriff verwendet wird, wenn es über die Geburt, Taufe, Kreuzigung und Auferstehung Jesu Christi gesprochen wird.

Unsere Heiligen sind ein Faktum und Realität. Ich war persönlich im Kloster des Heiligen Antonius am roten Meer und sah seine Klause, die er ganz oben ausgehöhlt hatte. Überall in Ägypten von Kairo bis Assyot kann man die Spuren mit eigenen Augen sehen, welche die Heilige Familie hinterlassen hatte, als sie dreieinhalb Jahre bei uns verbracht hatte. Heute erzähle ich etwas über den Heiligen Christophorus, den ich in meiner Kindheit kennenlernen durfte, als mein Vater mir ein silbernes Kreuz schenkte, auf einer dessen Seiten diesen Heiligen abgebildet war. Durch die Sonntagsschule in Alexandria erfuhr ich mehr über ihn. Er erinnert mich an den Heiligen Bischoy und den Heiligen Moses, den Schwarzen (beide finden Sie unter der Rubrik „Heilige der koptischen Kirche“). Der Heilige Bischoy durfte den Schöpfer und Heiland der Welt tragen, weil er sichdachte, sich über einen Greis erbarmt zu haben. (more…)

 

Der Wüstenkämpfer – der Heilige Bischoy 14. Juli 2010

Filed under: Heilige der koptischen Kirche — Knecht Christi @ 01:53

Am 08. des koptischen Monates Abib feiert die koptische Kirche den Gedenktag des Heiligen Bischoy. Dieser Heilige genießt in Ägypten eine besondere Berühmt- und Beliebtheit, weil der Herr, Jesus Christus, ihm etliche Male erschien. Daher sieht man ihn, wie er dem Herrn die Füße wusch oder ihn auf seinen Schultern trug. In Schi-Hats Wüste lebten Tausende von Mönchen und es gab Hunderte von Klöstern, bis die Araber im 8. Jahrhundert Ägypten eroberten und allmählich das Land islamisierten. Abertausende Kirchen und Klöster wurden dem Boden gleich gemacht oder in Moscheen verwandelt. Schi-Hat (Waage der Herzen) ist heute als Natrontal (Wadi Alnatron) bekannt und bietet uns Kopten nur vier Klöster (Kloster der Heiligen Jungfrau Maria, welches als Elbaramos bekannt ist – Kloster der Heiligen Jungfrau Maria und des Heiligen Johannes Kama, welches als Syrer-Kloster bekannt ist – Kloster des Heiligen Bischoy – Kloster des Heiligen Makarius). Wer mal das Kloster des Heiligen Bischoy besuchen wird, kann den Segen des bis jetzt unversehrten Leichnams des Heiligen Bischoy erhalten, der in einem zylinderförmigen Behälter verwahrt wird. Man sieht seine kleine Höhle, die man geduckt betreten muss, egal wie klein man ist. Dort lebte er und verbrachte die Zeit in Gebet und Fasten. Damit er nicht von der Schläfrigkeit überwältigt wurde, während er betete, band er sein Haar mit einem Seil, das er an der Decke befestigte.

Bevor ich Sie mit ein paar Zeilen über den Planeten der Wüste und vollkommenen Mann, den Christus liebte, wie er genannt wird, lasse, erzähle ich Ihnen etwas über den Leichnam des Heiligen Bischoy, der im Jahr 488 n. Chr. entschlief. Die Geschichte findet man leider nicht in der Biographie des Heiligen. Jedoch kennen sie viele Mönche und Laien. Ich hörte sie von meiner Großmutter, als ich ein kleiner Bengel war. Vor ein paar Minuten telefonierte ich mit einem Mönch, der sie mir bestätigte. Dasselbe tat ich mit etlichen Laien und Theologen. Alle kennen sie! Bis zur Zeit der Dynastie Mohamed Alis war es ein Brauch, dass die Menschen zum Kloster des Heiligen kamen, um seinen Segen zu erhalten. Der Sarkophag, in dem der Leichnam verwahrt war, hatte eine Öffnung an der rechten Seite, durch die er seine rechte Hand ausstreckte, um einen Gläubigen zu segnen. Eines Tages kam ein muslimischer Prinz ins Kloster und wie üblich verhöhnte er den christlichen Glauben. (more…)

 

Der Heilige Mose, der Schwarze 30. Juni 2010

Filed under: Heilige der koptischen Kirche — Knecht Christi @ 02:18

Hl. Mose, der Schwarze

Wenn der Monat Juni sich dem Ende zuneigt, erinnere ich mich an den Heiligen Mose, den Schwarzen, dem die koptische Kirche gedenkt. Damit unsere protestantischen Geschwister in Christus keinen Anstoß nehmen, sage ich vom Anfang an, dass wir nur den Herrn, Jesus Christus, verherrlichen und anbeten. Wir gedenken der Heiligen, um von ihren Taten und guten Eigenschaften zu lernen, was dazu führen sollte, dass wir etwas für unser geistiges Wachstum gewinnen. Dabei hält man sich an den biblischen Ratschlag, den Christus jedem von uns durch den Heiligen Paulus gibt: „Denkt an eure Vorsteher, die euch das Wort Gottes verkündet haben; schaut auf das Ende ihres Glaubens und ahmt ihren Glauben nach“ (Heb.13:7). Von jedem und jeder der Heiligen lernt man eine Tugend.

Wenn es sich um die Buße handelt, dann ist der Heilige Mose, der Schwarze, das beste Vorbild. Nicht umsonst nennt die koptische Kirche ihn „den Starken“. Seine Stärke sieht man nicht nur an der jähen Wende in seinem Leben, sondern an seiner Entschlossenheit. Wie kann ein Räuber, der jede erdenkliche Sünde beging, ein Mönch werden, der zum irdischen Engel wurde? Wie konnte er fasten und sich mit wenig Wasser und Brot begnügen, nachdem er ein ganzes Schaf und jede Menge Wein an einer einzigen Mahlzeit zu sich nahm?

Das ist die Buße, welche die Gnade Jesu Christi wirken lässt. Über die Buße sagte der Heilige Isaak, der Syrer: „Wer schätzt dich nicht, du Buße, außer dem Teufel, weil du ihn dauernd bekämpfst. Keinem Menschen, der dem Bösen zum Opfer fiel, bist du nicht zur Hilfe geeilt. Keinen Menschen, den der Teufel verschlang, und der nach dir schrie, hast du im Stich gelassen. Den Bauch des Satans hast du aufgeschlitzt, um ihn zu befreien. Der dich erbat, während er zwischen den Zähnen des Teufels war, hast du dem Widersacher die Zähne zerschlagen, um den Zerknirschten zu erretten. Du eilst  jedem zur Hilfe, den der Böse gefangen hielt, obwohl er sich von dir fernhielt, um ihn loszueisen. Keiner nahm dich als einen Verbündeten im Kampf, du teuere Buße, ohne dass du ihm seine Feinde zu Füßen gelegt hast“. Ich lasse Sie jetzt mit einem dünnen Hauch der Biographie des Heiligen Mose, des Schwarzen. Nehmen Sie sich ein Beispiel an ihm und handeln Sie schnell, bevor es zu spät wird. (more…)