kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

So schaut es wirklich aus im Katastrophengebiet 15. August 2021

Filed under: Von hier und dort — Knecht Christi @ 12:53
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Der Bericht eines Helfers dieser Tage

 

 

 

 

 

Wie gewünscht, versuche ich dir einen kurzen Abriss aus den zwei Tagen meines Einsatz im Ahrtal zu geben:

 

 

 

Zwei evangelische Freikirchen unter der Leitung des Pastor Sascha Neudorf unterstützen die Menschen welche durch die Unwetter Katastrophen in Not gekommen sind. Die Hilfe sieht konkret so aus, dass freiwillige Helfer aus dem ganzen Bundesgebiet nach Rheinbach zur FEG kommen können und Aufträge zur Hilfe bekommen. Die Menschen in dem Katastrophengebiet bekommen dann ganz konkret Hilfe, indem Keller ausgepumpt werden, Schlamm aus den Häusern beseitigt werden, die Häuser mit Kärcher gereinigt werden, der Estrich und Putz heraus geschlagen wird und vieles, vieles mehr!

 

Natürlich versuchen die Helfer auch für die Menschen da zu sein und ein offenes Ohr für das gesehene Leid und das selbst erfahrene Leid zu haben.

Was hier durch diese Gemeinschaft bewegt wird, hat mich total fasziniert.

 

 

 

 

 

AfD im Gespräch: Die Flutkatastrophe und ihre Folgen

 

 

 

 

 

Durch diese wahnsinnige Unwetterkatastrophe, haben Menschen nicht nur ihr komplettes selbst aufgebautes Hab und Gut verloren, sondern viele auch ihr Leben. Was mich absolut schockiert hat ist die Tatsache, wie viele Menschen sich das Leben genommen, haben weil sie mit der wahnsinnigen Katastrophe nicht mehr klar gekommen sind. Genau dieser Punkt, hat mich bewegt weiter zu machen und einen Weg der Unterstützung zu finden.

 

Die offiziellen Hilfsorganisationen wie Bundeswehr, THW, Feuerwehr, DRK und viele weitere leisten einen wahnsinnigen Dienst vor Ort. Straßen werden notdürftig wiederhergestellt, Brücken aufgebaut, Wasserversorgung sichergestellt, Stromnetze gerettet und vieles, vieles mehr.

 

Dennoch muss ich sagen, dass sich der Eindruck aufgedrängt hat, dass es definitiv die Bauunternehmer und Landwirte sind welche einen elementaren Dienst in der Katastrophe im Ahrtal leisten. Ich möchte mir nicht mal ansatzweise vorstellen, wie es in diesem Katastrophengebiet aussehen würde, wenn es diese Helfer nicht geben würde.

 

 

 

Mir fällt es sehr schwer zu verstehen, warum seitens der Regierung nicht mehr getan wird. Es kann nicht sein, dass das alles sein soll was Deutschland an Bundeswehr zu bieten hat. Es kann nicht sein, dass das alles ist was das THW und die Feuerwehr im Land zu bieten hat. Versteht mich nicht falsch, die Organisationen leisten ehrenamtlich vor Ort unfassbares! Aber unsere Politik und Führung in Deutschland könnte bei weitem mehr Hilfskräfte ins Ahrtal senden, es gibt bestimmt mehr Kapazitäten in Deutschland.

 

Sehr erschreckend ist auch, dass die ersten Organisationen schon auf dem Rückzug sind. Seien es Private oder Offizielle. Mir wurde heute erst berichtet, dass ein großes THW-Lager zur Essensversorgung aufgelöst wurde. Eine weitere Organisation stellt Sonntag ihre Arbeit ein. Eine Ortschaft im Krisengebiet hat keinerlei offizielle Hilfe mehr vor Ort.  Die Katastrophe ist doch nicht mal vier Wochen alt und die ersten fahren wieder nach Hause… 

 

 

 

 

 

Die Menschen im Ahrtal brauchen kurzfristige und langfristige Hilfe und Unterstützung, so dass Ihnen der Mut nicht ausgeht weiter zu machen.

Vor allem darf man die Langfristigkeit nicht vergessen! Es wird Wochen und Monate, ja Jahren gehen, bis ein Leben im Ahrtal wieder möglich sein wird.

 

Am Dienstagabend, 10. August,  fahre ich für einige Tage wieder hoch, werde dir gerne berichten wie es vor Ort aussieht.

 

Falls jemand etwas an Spende mitgeben möchte, kann ich dies gerne mitnehmen. Jeder Euro kommt über die FEG direkt bei den Menschen an. Es steht keine teure Organisation dazwischen, das Geld kommt eins zu eins an.

 

 

 

(PS: – Die Opferzahlen dürften inzwischen bei 300 Toten liegen. Erschreckend ist auch, dass sich offensichtlich viel Menschen dort, die alles verloren haben, das Leben nehmen. Das Leid und das Gauen und die Verzweiflung sind grenzenlos. Möglicherweise haben schon ca. 100 Menschen Suizid begangen. 

 

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