kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

(K)Eine Lebensschutzerklärung der Deutschen Bischofskonferenz? 29. Juni 2021

Filed under: Stopp Abtreibung — Knecht Christi @ 23:39

Die deutsche Bischofskonferenz veröffentlicht in letzter Minute eine Stellungnahme zur Abstimmung im EU-Parlament über Abtreibung und sorgt mit einigen Passagen für Kopfschütteln bei Katholiken.

 

 

 

 

Bonn-Brüssel (kath.net): Die deutsche Bischofskonferenz hat heute in letzter Minute eine Stellungnahme zur Abstimmung im Europäischen Parlament am 24. Juni 2021 zu einem Bericht „zu der Lage im Hinblick auf die sexuelle und reproduktive Gesundheit und die damit verbundenen Rechte in der EU im Zusammenhang mit der Gesundheit von Frauen (2020/2215(INI))“ – dem sogenannten „Matić-Bericht“. Dazu hat der Vorsitzende der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen der Deutschen Bischofskonferenz und Vizepräsident der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Union (COMECE), Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck (Essen) heute eine Stellungnahmen mit merkwürdigen Passagen veröffentlicht:

So heißt es am Beginn: „Wir halten das Anliegen, die Gesundheit und die Rechte von Frauen zu schützen, welches auch dem Resolutionsentwurf zugrunde liegt, für wichtig. Der Matić-Bericht enthält jedoch eine Reihe von Aspekten, die uns Sorgen bereiten.“ Dann wird darauf verwiesen, dass die Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Union (COMECE) dazu am 17. Juni 2021 bereits eine Stellungnahme veröffentlicht hat.

 

 

 

 

Weiters heißt es: „Im Zentrum unserer Sorge steht der Schutz der unantastbaren, unveräußerlichen und gleichen personalen Würde aller Menschen. Das umfasst den Schutz von Frauen vor Ausbeutung, Unterdrückung und Gewalt sowie die Verteidigung ihrer körperlichen und seelischen Unversehrtheit, ihrer Würde und ihrer Rechte. Es umfasst darüber hinaus den Schutz des ungeborenen Lebens, denn auch dem ungeborenen Kind kommen von Anfang an Menschenwürde, ein Recht auf Leben und ein eigenständiger Schutzanspruch zu. Das Recht auf Leben ist dabei dasjenige unter den Menschenrechten, ohne das die anderen Rechte nicht zur Entfaltung kommen können. Daher halten wir es für problematisch, dass der vorliegende Resolutionsentwurf die Rechte des ungeborenen Kindes nicht berücksichtigt.“

Für besonderes Kopfschütteln bei Katholiken sorgt dann diese abschließende Passage: „Als Kirche bleiben wir dabei: Die Würde allen Lebens, auch und insbesondere ungeborener Kinder, ist unantastbar. Wir verwahren uns jedoch gegen jeden Versuch, von Populisten und Extremisten vereinnahmt zu werden, die mit ihren Parolen zum Lebensschutz eigennützig nur vermeintlich christliche Positionen vertreten, die sie in anderen Kontexten nur zu gerne ignorieren.

 

 

 

 

Kommentar von „Kopten ohne Grenzen

 

 

 

Ein Zusatz sei der Vollständigkeit aber hinzugefügt, der auf der Seite der DBK abgedruckt ist. https://www.dbk.de/presse/aktuelles/meldung/bischof-overbeck-zum-sogenannten-matic-bericht

Hintergrund

Bereits am 18. Juni 2021 hat der Leiter des Katholischen Büros Berlin, Prälat Dr. Karl Jüsten, die Haltung der katholischen Kirche und das Dokument der COMECE in einem Brief an die Abgeordneten des Europäischen Parlaments geschickt. Darin schreibt Prälat Jüsten: „Im Hinblick auf einen umfassenden Lebensschutz, für den wir eintreten, halten wir es für sehr problematisch, dass der Matić-Bericht das Lebensrecht des ungeborenen Kindes unberücksichtigt lässt und sogar den Eindruck erweckt, dass der Schwangerschaftsabbruch ein Menschenrecht und eine ganz normale bzw. wesentliche Gesundheitsdienstleistung sei. Ebenfalls sehr problematisch ist, dass der Resolutionsentwurf die Existenz des Rechts, die Beteiligung an Schwangerschaftsabbrüchen aus Gewissensgründen zu verweigern, verneint. Der Resolutionsentwurf wird der Tragik und Komplexität der Situationen, in denen Mütter die Abtreibung ihres ungeborenen Kindes als einzigen Ausweg empfinden, nicht gerecht.“

Dieser Zusatz, der am 18. Juni an die EU gesandt worden ist, ist eindeutiger als die Stellungnahme, die sich wieder von politischen Abgrenzungsspielen vereinnahmen lässt.

 

 

 

Als Christen sagen wir es klar und deutlich: Der Resolutionsentwurf der EU, der hier leider durch die DBK zwar klar, aber doch zu vorsichtig und zu sehr auf das eigene Image unter Ausgrenzung anderer bedacht kritisier wird,  ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, sollte er  wie entworfen,  zum Gesetz werden. Die Stellungnahme spricht von „problematisch“, sie spricht von Abgrenzung vom Populismus und Extremismus in Zusammenhang mit denen, die den Lebensschutz absolut stellen. Den Bischöfen sei vorgehalten: GOTT hat den Lebensschutz mit seinem Gebot: „Du sollst nicht töten/morden“ absolut gesetzt.

Und wenn die AfD, aus welchen Gründen auch immer, selbst aus den Gründen der Rechtsstaatlichkeit,  den Lebensschutz des Ungeborenem dem der Mutter in etwa gleichsetzt, so tut sie recht. Wenn die Kirche nicht mit der AfD zu sprechen bereit ist, tut sie Unrecht. Selbst wenn z. B. ein islamistischer Terrorist sagen würde, das Abtreibung Mord sei, so hätte er damit Recht in diesem Punkt, so verwerflich auch seine Einstellung zu anderen Themen wäre.  Die katholische Kirche, die zwar noch immer klar für den Lebensschutz des ungeborenen Lebens eintritt auch mit dieser Stellungnahme, macht jedenfalls leider nicht den Eindruck, als sei es ihr mit dem Lebensschutz ernst, denn diese Stellungnahme ist für die Hardliner der Abtreibung letztlich eine wachsweiche Verbalkerze, die nicht in der Lage sein wird, die Entscheidung auch nur eines Abtreibungshardliners zu ändern.

 

 

 

Es ist von den deutschen Kirchen ohnehin sehr problematisch, um nicht zu schreiben,  feige und rückgratlos,  mit Parteien zu reden, zusammen zu arbeiten und sich zum Sprachrohr derer zu machen, die eine atheistisch-lilnks-grüne Agenda vertreten, die den christlichen Werten in vielen Bereichen, vor allem im Bereich des Lebensrechts diametral widerspricht wie jetzt z. B. die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare, die in einigen Gemeinden praktiziert wird im Rahmen des „synodalen Weges“. So wird die christliche Wertvorstellung durchlöchert, aufgeweicht und wie Knetgummi anbiedernd nach dem derzeitigen politischen Zeitgeist ausgerichtet, untergeordnet.

Uns sind Menschen und Gruppen lieber, die aus welchen Gründen auch immer, die Würde des Menschen durch diesen Resolutionsentwurf gefährdet sehen, Klartext dagegen sprechen als Stellungnahmen, die sich schon wieder nach da und dorthin abgrenzend, einfach nur wachsweich nach außen hin verstanden werden. Das alles ist nicht „problematisch“. Das alles ist ein satanischer Angriff auf die Würde des Menschenlebens in seiner Grundexistenz. 

Da war uns ein Kardinal von Galen im 2. Weltkrieg lieber, der trotz widrigster Umstände Klartext gegen die Behindertenmorde und Menschenexperimente durch die Ärzte der nationalSOZIALISTISCHEN Machthaber geäußert hat. Diese Stellungnahme hat durch solche im Grunde elenden Abgenzungs-Zusätze und durch diese Attribute wie „problematisch“  ihre Ernsthaftigkeit der Botschaft in der Sache eingebüßt und ist wieder einmal gegenüber den Hardlinern dieser Mörderresolution letztlich in der Art und Weise, wie sie formuliert worden ist, eingeknickt nach dem Motto:

Wasch mich, aber mach mich nicht nass!

 

 

 

 

Der gottlosen EU werden solche Stellungnahmen eher Hilfe statt Stopzeichen sein, an diesem gottlos-mörderischen Entwurf festzuhalten. Gegen diese Politk wäre in ganz Europa noch in den 70er Jahren Millionen von Menschen auf die Straße gegangen. Bei der Glaubensverdunstung ist hiermit leider nicht mehr zu rechnen. Satan scheint zurzeit Oberwasser zu haben.

Die Kirche traut sich nicht einmal mehr, in ihrer Stellungnahme auf GOTT, den Schöpfer und seinem 5. Gebot hinzuweisen. Genau diese Hinweise, die Hinweise auf die beiden biblischen schwangeren Frauen Elisabeth und Maria, die sich begegneten und einen Teil des „Ave Maria“ bildeten, haben dringend gefehlt. JESUS war der Sohn GOTTES vor der irdischen Zeit und als irdischer Mensch von Beginn an im Mutterleib Mariens.  Diese Stellungnahme ohne diese Hinwweise auf biblische Geschehnisse wirkt stumpf, fahl und eben wie von einer anderen NGO, die ihre Lebensschutzforderung aus anderen Gründen formuliert. Chance vertan.  

Jeder Einzelne, der Altparteien, der im EU-Parlament für diese Resolution eintritt, sollte seine Exkommunikation entgegensehen müsssen. Das wäre die Sprache, die noch überhaupt verstanen wird. Wer für diese Resoution ist, kann sich mit gutem Gewissen nicht mehr Christ nennen.

 

 

 

 

Wikiipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Exkommunikation

Exkommunikation (lat. excommunicatio, zu Präfix ex- „aus“, außerhalb; commūnis hier KommunionEucharistie) ist im weiteren Sinne der zeitlich begrenzte oder auch permanente Ausschluss aus einer Kirche oder einer Glaubensgemeinschaft oder von bestimmten Aktivitäten in einer solchen Gemeinschaft. Sie wird als Beugestrafe angewandt, das heißt bis zur Beendigung bzw. Wiedergutmachung des Fehlverhaltens.

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s