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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Namibische Aktivisten fordern 477 Milliarden 17. Juni 2021

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 23:51

So weckt man Begehrlichkeiten: Namibische Opferaktivisten und korrupte Politiker haben Heiko Maas‘ Angebot von 1,1 Milliarden Euro als »lächerlich wenig« bezeichnet und fordern nun stattdessen 477 Milliarden Euro von Deutschland.

 

 

 

 

Warum Reparationen historisch falsch sind und Namibien politisch nur schaden werden, erklärt

Prof. Bruce Gilley, Portland State University

 

 

 

 

 

Zwischen 1904 und 1908 erhoben sich im damaligen Deutsch-Südwestafrika zwei kleinere Stämme zum Aufstand gegen den deutschen Kolonialstaat. Als die Rebellionen endeten, war die Bevölkerung der Herero durch Krieg, Exil, Hunger, Krankheit, Durst oder Lagerhaft um 75% von 80.000 auf 20.000 dezimiert. Die Bevölkerung der Nama wurde um 50% von 20.000 auf 10.000 reduziert.

Am 28. Mai bezeichnete die Bundesregierung diese Ereignisse erstmals als „Völkermord“ und versprach den 300.000 Mitgliedern (etwa 12% der namibischen Bevölkerung) der „betroffenen Gemeinden“ Hilfe in Höhe von 1,1 Milliarden Euro – das entspricht 3.666 Euro pro Person, oder ca. ein halbes Jahreseinkommen pro Person.

Ist es denn nicht richtig, dass sich die Bundesregierung für das verursachte menschliche Leid entschuldigt und Wiedergutmachung leistet?

 

 

 

 

Nur, wenn die deutsche Reaktion auf den Aufstand nicht gerechtfertigt war und die Taktik völkermörderisch war. Doch beides ist nicht zutreffend. Deutschland entschuldigt sich also für eine unbeabsichtigte und unvorhersehbare Tragödie.

Aber wird diese Geldflut den Menschen in Namibia nicht helfen? Das ist zwar ein separates Thema, aber auch hier lautet die Antwort: Nein. Die Art von Gießkannen-Reparationen, mit denen die Deutschen Namibia überschütten werden, wird die dortige Wirtschaft verzerren, Innovation und Selbstverantwortung untergraben, und Anreize für politische Aktivisten in anderen ehemaligen Kolonien schaffen, ihre Zeit und Energie der Erpressung ehemaliger Kolonialherren anstatt produktiveren Beschäftigungen zu widmen.

 

 

 

 

 

 

Zu den historischen Fakten:

Das Gebiet des ehemaligen Deutsch-Südwestafrika war lange vor der Ankunft der Deutschen ein gefährliches Land – voller Viehdiebe, Sklaventreiber und Krieg. Vor allem die Herero und Nama, die beide erst eine Generation vor den Deutschen einwanderten, hatten ständig gewaltsame und kriegerische Auseinandersetzungen wegen Weideland und Vieh. An einem einzigen Tag, am 23. August 1850, massakrierten die Nama ein Fünftel der Herero-Bevölkerung an einem Ort, der heute immer noch als „Mordkuppe“ bekannt ist.

Im Jahr 1886 wurden deutsche Soldaten Zeugen einer grausamen Schlacht zwischen Herero und Nama, nachdem die Nama versucht hatten, einen von Herero beanspruchten Brunnen in der Siedlung Osona zu erobern (ironischerweise heute Standort eines Berufsbildungszentrums der Namibia Water Corporation). Sobald die Schlacht beendet war, rückten die Deutschen an, um den überlebenden Verwundeten zu helfen.

Als die deutschen Siedler begannen, selbst Weideland zu suchen, waren die Herero allzugerne bereit, ihnen ihr Land zu verkaufen, und waren bereitwillige Partner der deutschen Siedler bei der Modernisierung der Landwirtschaft und, als Rohstoffe entdeckt wurden, beim Bau der Eisenbahn.

 

 

 

 

Den Nama fiel es weniger leicht, ihre Viehdieb- und Kriegerkultur aufzugeben. Schließlich streckte ihr Anführer Hendrik Witbooi 1894 die Waffen und erhielt ein deutsches Beamtengehalt. 1896/97 radierte eine Rinderpest-Epidemie die Hälfte der Rinderherden der Herero aus. Offizielle Hilfsmaßnahmen wurden von der deutschen Verwaltung ergriffen. Weit mehr als die späteren Ereignisse war diese Epidemie der Schlüsselmoment, der „die Totenglocke einer unabhängigen Herero-Gesellschaft“ läutete, wie der führende Herero-Experte Jan-Bart Gewald feststellte.

Zunächst schien die deutsche Kolonialherrschaft den Übergang der Einheimischen in die Moderne zu erleichtern. Herero-Führer Samuel Maherero, an einer deutschen Missionsschule ausgebildet und von deutschen Truppen an die Macht verholfen, handelte für sein Volk bessere Bedingungen für Landkonzessionen und Arbeitslöhne aus. Die gleiche vermittelnde Rolle spielte der Nama-Anführer Hendrik Witbooi, der seinem Volk das Christentum nahebrachte und sich selbst als eine Art Messias inszenierte.

Der deutsche Gouverneur von 1898, Theodor Leutwein, arbeitete sowohl mit Maherero als auch mit Witbooi zusammen, um den Landraub durch Siedler einzudämmen und die Einheimischen zu schützen. Die Probleme begannen, als um die Jahrhundertwende die Lebensmittel knapp wurden drohte.

 

 

 

 

 

Die deutschen Siedler ersuchten Berlin, schnellere Landnahme und mehr Ackerbau möglich zu machen. In den Jahren 1903-4 hob Berlin Leutweins Obergrenzen für den Landerwerb auf, die Zahl der Siedler wuchs auf 14.000.

Samuel Maherero war zu diesem Zeitpunkt Alkoholiker geworden, und so traten seine Stellvertreter auf den Plan, boten Herero-Land zum Verkauf an und füllten ihre eigenen Taschen. Dies erregte Neid und Unmut, und Maherero versammelte das Volk, um die Deutschen als Ursprung ihres Elends darzustellen.

Ende 1903 bemühten sich die deutschen Streitkräfte im Süden der Kolonie, die Ordnung wiederherzustellen. Da  erhoben sich die Rebellen, griffen Bauernhöfe und Missionarsstationen an und sabotierten Telegraphenkabel und Eisenbahnlinien. Zu den großen Massakern der Herero im Januar 1904 gehörten die mutwillige Zerstörung nicht nur deutscher Siedler, sondern auch überlebenswichtiger Landwirtschaft und Infrastruktur. Es waren keine Verteidigungskriege, sondern Vernichtungskriege.

 

 

 

 

 

Die deutsche Antwort darauf war angemessen robust und durchsetzungsfähig.

Um die Rebellion zu bekämpfen, schickte Berlin einen kriegserprobten Außenseiter, General Lothar von Trotha, der zuvor den blutigen Boxeraufstand in China bekämpft hatte. Kaiser Wilhelm II. entsandte von Trotha gegen den Rat seines Reichskanzlers, seines Kriegsministers und des Leiters der Kolonialabteilung im Auswärtigen Amt. Von Trotha befahl den Herero, die Kolonie in Richtung des benachbarten britischen Betschuanaland (heute Botswana) zu verlassen, wo sie seit 1896 willkommen gehießen wurden.

Der Nama-Anführer Witbooi wäre vielleicht friedlich geblieben, wenn ihm nicht ein afrikanischer Wanderprediger eingeredet hätte, dass die Niederlage der Herero ein Zeichen Gottes war, dass er unbesiegbar sei. Witbooi verblutete an einer Schusswunde. Die Nama ergaben sich 1907 unter Androhung eines ähnlichen Befehls.

 

 

 

 

Trothas Gewaltanwendung stand in keinem Verhältnis zur Bedrohung durch die Herero, war aber weder in Absicht noch in der Methode völkermörderisch.

In einem ausführlichen Werk aus dem Jahr 2018 argumentiert der Politikwissenschaftler Klaus Bachmann, dass der Kampf der deutschen Kolonialbehörden um die Wiederherstellung der Ordnung in Deutsch-Südwestafrika niemals der Definition des Völkermords genüge. Bachmann gibt der „irreführenden akademischen Agenda“ zeitgenössischer Akademiker die Schuld, die die Vergangenheit instrumentalisierten, um das heutige Deutschland anzugreifen. In den Überfällen, Deportationen und Verhaftungen, die nach der formellen Einstellung der Kampfhandlungen erfolgten, sah er jedoch einen klaren Völkerrechtsverstoß.

Von Trotha wurde gerügt, abberufen und seine Politik beendet. Wie Susanne Kuss der Universität Bern schlussfolgerte, entstanden seine Befehle „völlig unabhängig von irgendeiner bewussten Entscheidung für oder gegen eine Strategie des rassisch motivierten Völkermords“. Von Trotha, schrieb sie, „wollte keine Situation herbeiführen, in der die Herero durch negative äußere Einwirkungen einem langsamen Tod ausgesetzt sein würden.“ Seine Absicht war vielmehr, die Herero des Landes zu vertreiben und die Nama zu besiegen, die sich ergeben durften. Zu den Voraussetzungen für einen Völkermord zählen sowohl der Vorsatz wie die bewusste Entscheidung, eine bestimmte Volksgruppe auszulöschen, die in diesem Fall beide nicht gegeben waren.

 

 

 

 

Der Konflikt mit den Herero und Nama war für alle Parteien eine Tragödie. Er war einmalig, ungewollt und unvereinbar mit der restlichen deutschen Kolonialpolitik. Es war weder ein systematischer noch ein vorhersehbarer Aspekt des sonst ausgesprochen erfolgreichen und bis heute in den betroffenen Ländern beliebten deutschen Kolonialismus.

Als der Anführer der Herero Samuel Maharero 1923 starb, hielten die Herero ein deutsches Militärbegräbnis für ihn ab und gaben sich durch und durch als deutsche Reichsbürger. Offenbar hatten sie ihre politisch korrekten Marschbefehle von deutschen linksradikalen Akademikern nicht erhalten, die ihnen erklärten, sie sollten den deutschen Kolonialismus im Bausch und Bogen verurteilen und sich zu ewigen Opfern von Trothas erklären.

Erst als die Zeitzeugengeneration verstorben war, die von der „Gutmenschen-Enkelgeneration“ ersetzt wurde, gaben beide Gruppen ihren letzten Rest Eigenverantwortung auf und beschlossen stattdessen, vor US-Gerichten und auf deutschen Akademikerkonferenzen radikaler weißer Professoren Wiedergutmachung zu fordern. Auf diese Weise sollte sich die Geschichte der Herero und Nama fortan auf immer und ewig um den weißen Mann und seine Suche nach vermeintlicher moralischer Überlegenheit mittels Schuldkult drehen.

Warum sollte uns das aber interessieren? Wenn progressive und „woke“ Deutsche sich als moralische Bessermenschen durch das Anprangern angeblicher weißer Schuld und ritueller Bußhandlungen inszenieren wollen, wer sollte ihnen dies verbieten?

Es ist eine Frage der Einstellung. Die Tatsache, dass diese Art der moralischen Selbstverherrlichung den Namibiern schadet, von deutscher Wohltätigkeit abhängig macht, und ihr Gefühl der psychologischen Abhängigkeit als rituelles Opfer des weißen Mannes verstärkt, mag Einigen zu denken geben.

 

 

 

 

Für die Meisten sind diese Probleme jedoch weit weg. Da ist es doch leichter, in einem Café in Friedrichshain zu sitzen, selbstgedrehte Zigaretten zu rauchen und sich über die Sünden der deutschen Kolonialzeit zu echauffieren.

Aber erstens ist die historische Wahrheit wichtig, weil wir eine Lüge nicht leben können. Die deutsche Entschuldigung für angebliche Kolonialverbrechen beruht bestenfalls auf einer Verzerrung, schlimmstenfalls auf einer Lüge. Und es ist schlicht falsch, eine Lüge zu leben.

Und zweitens macht es Deutschland zu einem schlechten entwicklungspolitischen Vorbild, indem es selbstverliebte „Bewältigungspolitik“ vor effektive Hilfe stellt.

Wenn Deutschland dieser organisierten Erpressungsmafia angeblicher Kolonialismus-Opfer im Bunde mit radikalen anti-deutschen Akademikern nicht Nein sagen kann, was ist dann erst mit Frankreich, Portugal, Großbritannien und den Niederlanden, und ihre viel längeren und größeren Kolonialreichen?

Video: Gilley: Warum die deutsche Entschuldigung an Namibien ein Fehler ist (auf Deutsch)

 

 

 

 

 

 

Kommentar von „Kopten ohne Grenzen

 

 

 

 

Ein Artikel, der durch Fakten glänzt und die Schuldkultbeteuerung von Außenminister Maas im Grunde vernichtet.

Der gepflegte Schuldkult Deutschlands lässt Perversionen zu, die niemand für möglich gehalten hätte. In einer aufgeheizten Zeit von BLM und Rassismusdebatte ist das elitäre-Hypermoral-Deutschland nur zu gern bereit, für das Elend der gesamten Welt die Schuld zu übernehmen. Womöglich werden die ukrainischen Hungertoten Stalins auch Deutschland angelastet. Da sollte Herr Maas doch auch die Schuld übernehmen oder Chinas Hungertoten ab 1958  schreien förmlich nach der Schuld Deutschlands oder für die für die Opfer der Eroberung Mittel- und Südamerikas sollte doch auch Deutschland die Verantwortung tragen, also im Grunde doch für alles, was in aller Welt schief lief und läuft. Da werden sich doch ein paar Deutsche in diesen Ländern finden lassen, deren Verhalten zu diesen Missständen geführt haben. Notfalls mus relotioniert werden, damit die deutsche Regierung ihren Schuldkultimage vor aller Welt pflegen kann.

Die Anerkennung der Schuld Deutschlands in Namibia ist ein weiterer Freibrief für alle, die Forderungsgelüste gegenüber Deutschland haben könnten.

 

 

 

 

 

Was ist das für eine psychologische Fehlhaltung der Regierenden in diesem Lande, sich für jede Art von Schuld, egal ob berechtigt oder wie im Falle Namibia eben nicht berechtigt, in den Staub zu werfen. Natürlich werden dann auch in Namibia Begehrlichkeiten geweckt, die die Abhängigkeit von Europa, speziell von Deutschland, dann nur noch verfestigen. Warum nicht gleich 20 Billiarden? Die Kuh kann solange gemolken werden, bis sie schlachtreif ist. Und das macht unseren Politikern nichts aus, denn sie wollen ja den Great Reset und die Abschaffung aller Nationalstaaten. Deutschland ist hier wieder die Nr. 1 des politischen Mitläufertums der Finanzeliten der Welt. Anders kann dieses Verhalten nicht mehr erklärt werden.

Diese pervertierte Schuldkultrolle Deutschlands ist beispiellos und gleichzeitig selbstzerstörerisch.

Welcher Staat hat sich je mit seiner eigenen Schuld vergangener Jahrhunderte so außergewöhnlich intensiv auseinandergesetzt wie Deutschland, obwohl viele Staaten, viele Stämme in Afrika und Asien, in Lateinamerika und sonstwo und viele Religionen dies tun müssten. Achja, das Christentum hat dies gemacht, was auch rechtens war. Denn die Schuld des Christentums war, auf JESU Botschaft im Falle der kath. Kirchengeschichte eben nicht gehört zu haben und dem entgegengesetzt gehandelt zu haben. Ja, und die Einigkeit lässt weiter auf sich warten.

 

 

 

 

 

 

Zur Klarstellung: Es hat noch nie jemandem geschadet, sich mit seiner Schuld ernsthaft auseinandergesetzt zu haben, wenn dann die Erkenntnis reift, aus Fehlern zu lernen. Das gilt insbesondere für Individuen für jede einzelne menschliche Seele. Das ist übrigens urchristlich. Das Christentum zeichnet sich jedoch nur für die einzelne individuelle Seele verantwortlich, nicht für politisches Schuldkultsuchtverhalten von Staaten.

Niemand aus der jetzigen Generation sollte dafür büßen müssen, für die Sünden der Vorfahren sühnen zu müssen. In diesem Fall war die Schuld Deutschlands nicht einmal gegeben. Aber heutige Hypermoralisten, die auf dem Sofa ihre unrichtige Meinung gebildet haben,  muten ihrer Bevölkerung zu, Geld für nicht vorhandene Schuld ausgeben zu müssen. Wer überprüft eigentlich den Staat und seine Politiker und deren Finanzverwaltung für solche Ausgaben? 

Der Drang deutscher Regierungen, der Welt ihr heuchlerisches Bessersein, ihre perfide Hypermoral vor Augen zu führen, nervt gewaltig und schadet dem Ansehen dieses Landes. Für dieses zur Pseudokultur erhobene Schuld-auf-sich-nehmen-Sucht-Verhalten muss es doch ein Krankheitsbild aus der Psychologie geben.

Vielleicht ist uns da die Leserschaft behilflich. Unser Dank gilt dem Autor für diesen faktenbasierten Artikel.

 

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