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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Millionen Mädchen werden wegen „falschen Geschlechts“ abgetrieben 13. Juni 2021

Filed under: Stopp Abtreibung — Knecht Christi @ 21:00

IMABE: Wo bestimmten Personengruppen das Lebensrecht entzogen wird, entstehen gefährliche Machtgefälle.

 

 

 

 

 

Wien (kath.net/Kirchliches IMABE-Institut): Indikation „Mädchen“, Therapie „Abtreibung“: In Indien und China führt die selektive Abtreibung von Mädchen zu massiven demographischen und sozioökonomischen Problemen. Laut dem State of the World Population 2020 der UNO fehlten im Jahr 2020 in China 72 Millionen Frauen, in Indien knapp 46 Millionen und weltweit 140 Millionen Frauen aufgrund vorgeburtlicher oder späterer Kindestötung.

Alleine zwischen 1987 und 2016 sollen in Indien bis zu 22 Millionen Mädchen wegen ihres „falschen“ Geschlechts abgetrieben worden sein. Das geht aus einer aktuellen in The Global Lancet Health (2021: 9, ISSUE 6, e813-e821 DOI: https://doi.org/10.1016/S2214-109X(21)00094-2) publizierten Studie hervor. Die Autoren warnen vor dramatischen demographischen Auswirkungen in den kommenden Jahrzehnten, sollte es zu keiner Reduktion der geschlechtsbedingten Abtreibungen kommen.

 

 

 

 

 

Laut Prognose einer internationalen Demographie-Forschergruppe unter österreichischer Beteiligung (vgl. PLoS ONE (15(8): e0236673. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0236673) werden in Indien wegen gezielter Abtreibungen von Mädchen zwischen 2017 und 2030 knapp sieben Millionen weniger weibliche Babys geboren werden. Indien liegt mit 1,3-Milliarden-Einwohner als Nummer zwei nach China. Der Überschuss an heiratsfähigen Männern ist bereits jetzt ein destabilisierender Faktor für die beiden bevölkerungsreichsten Länder der Welt. Gewalt an Frauen und geopolitischer Nationalismus steigen (vgl. Chatham House, 2.4.2021).

„Es ist wichtig, dass Gesetze weltweit die diskriminierende Praxis der geschlechtsselektiven Abtreibung verbieten“, betont die Wiener Ethikerin Susanne Kummer (IMABE). Indirekt werden diese Bemühungen laut Kummer aber derzeit konterkariert. „Es stellt sich die Frage, wie wir erreichen können, dass Frauen und Ungeborene effektiv geholfen und ein kulturelles lebensbejahendes Umdenken eingeleitet wird, gleichzeitig aber eine Anerkennung von ‚Abtreibung als Menschenrecht‘ propagiert wird“, gibt die Ethikerin zu bedenken.

 

 

 

 

Wenn ein Schwangerschaftsabbruch rechtlich gesehen nur unter bestimmten Bedingungen straffrei ist, dann deshalb, weil vor dem Recht alle Menschen gleiche Würde und Schutz genießen. Das ist die Grundlage der Demokratie. „Wo immer eine Personengruppe sich herausnimmt, einer anderen Personengruppe das Grundrecht auf Leben abzusprechen, kommen wir als Gesellschaft in eine gefährliche Schieflage“, so die Ethikerin.

Auch China kämpft seit Jahren mit einem eklatanten Frauenmangel. Ein normales Geschlechterverhältnis liegt laut WHO im Schnitt bei 105 (zwischen 103 und 106 Buben) zu 100 Mädchen. In Indien liegt sie bei 111,6, in China bei 111,9. Aus Kostengründen bekommen viele Chinesen immer noch nur ein Kind – und dann einen Buben –, obwohl die staatliche Ein-Kind-Politik 2016 aufgehoben wurde. In der Volksrepublik bleiben jährlich rund 1,2 Millionen Männer auf dem Heiratsmarkt übrig.

In Europa ist der sog. Genderzid ebenfalls ein Problem. In der Schweiz hat 2018 der Bundesrat im Rahmen der Novellierung des Bundesgesetz über genetische Untersuchungen beim Menschen (GUMG) verboten, das Geschlecht vor der 12. SSW mitzuteilen bzw. im Falle der Gefahr von Abtreibung nur wegen des Geschlechts (vgl. Bioethik aktuell, 9.10.2017). In Norwegen, Schweden und Großbritannien gibt es bei Einwanderern aus asiatischen Kulturkreisen vor allem beim zweiten oder dritten Kind eine erkennbar bubenlastige Geburtenquote, was als typisches Indiz für eine vorgeburtliche Geschlechtsauswahl gilt.

 

 

 

 

 

 

In den Balkanstaaten ist die Tötung von ungeborenen Mädchen ebenfalls signifikant hoch: Im Kosovo werden 110,7 Buben pro 100 Mädchen geboren, in Albanien sind es 108,9, in Mazedonien 110,4 und in Montenegro 108,8. Das berichtete der Demograph Christophe Z. Guilmoto, Direktor des Forschungsinstitut für Bevölkerung und Entwicklung kürzlich in Paris (vgl. UNFPA, 12.3.2021 Konferenz Gender biased Sex Selection). „In Ländern von Albanien bis China gibt es in der Gesellschaft eine sehr starke Präferenz für Söhne. Wer nur eine kleine Familie haben will oder darf, muss wählen und entscheiden. Und wenn die Technologie zur Verfügung steht, werden sich viele für eine Selektion entscheiden, wenn das erste oder zweite Kind nicht ein Junge war“, so der Demographie-Forscher.

Der Genderzid macht Frauen aller Altersgruppen zu Opfern: von Mädchen, die nicht leben dürfen, bis hin zu Frauen und Müttern, die indirekt unter den Folgen der Geschlechterungleichheit leiden, betont Ethikerin Kummer. „Wo ungeborenen Kindern generell das Lebensrecht entzogen wird, entstehen gefährliche Machtgefälle, dass Demokratie und Menschenrechte in ihren Fundamenten aushöhlt“. Kummer bezieht sich dabei kritisch auf den aktuellen Matic-Report (21-05-2021 A9-0169/2021). Unter Federführung des kroatischen Sozialisten Pdreag Fred Matic soll darin in der EU Abtreibung zum Menschenrecht erklärt und die Gewissensfreiheit von Ärzten untergraben werden. Am 23. Juni 2021 soll im Plenum des EU-Parlaments über den Matic-Report abgestimmt werden.

 

 

 

 

 

Kommentar von „Kopten ohne Grenzen

 

 

 

 

Nun, das sind Folgen von Gesetzen, die die freie Abtreibung erlauben. In patriarchalischen Ländern gelten Mädchen nicht viel. Sie werden geschlechtsspezifisch abgetrieben. Dass dies langfristig zu gesellschaftlichen und kriminologischen Problemen führt, ist dem einzelnen Paar, welches kein Mädchen haben will, weil es für die Heirat zu teuer ist, einfach nur egal. Da ist der Geldbeutel von entscheidender Bedeutung. Und das wiederum hat wohl vielfach traditionelle Gründe. Und diese Traditionen gehören hinterfragt und letztlich auch auf den Müllhaufen der Geschichte. Leider zeigt dieses Verhalten aber auch, welch ein geringer Wert für viele Menschen das menschliche Leben hat.

Und die Mädchen, die dann „leben“ dürfen, werden dann noch vielfach in Rollen hineingepresst, die ein lebenswertes Leben erschweren. Von Beginn an bis zum Ende des Lebens sollte das göttliche Lebensschutzprinzip gelten. Menschen wollen es anders. Die verschärfte Situation des Überhanges an Männern deutet dann wieder auf Krieg hin. Leider war dies bislang immer so in der Geschichte der Menschheit.

Es sollte endlich einmal auch bis in die hintersten Winkel der Erde Verhütungsmethoden bekannt gemacht und finanziert werden. Aber auch der Geschlechtstrieb insbesonder bei Männern sollte endlich einmal zu den Trieben gehören, die den geistigen Fähigkeiten des Menschen gemäß kontrollierbar sein sollten. Das hieße eben auch neben der Verhütung Verzicht im Sexualleben. Abtreibung ist und bleibt immer Mord. Darum kann das Christentum einer Abtreibung nie zustimmen, will es GOTTES Wort des „Nicht-Töten/Morden-sollens“  des 5. Gebotes widerspricht.

Was China mit seiner Ein- Kind-Politik angerichtet hat, wird jetzt offenbar. Selbst in einem atheistischen Staat gilt menschliches Leben wohl nicht viel und noch weniger gilt weibliches menschliches Leben. Eine traurige Bilanz der Unmenschlichkeit seitens der Regierung, aber auch seitens der Bevölkerung.

Die Bestrebungen der links-atheistischen Abtreibungslobby wird dieses Problem noch weiter verschärfen. Die EU ist in dieser Frage wohl gegen das ungeborene Leben unterwegs.  Wie geistig und geistlich ausgehöhlt und leer diese Forderung ist, wird deutlich, wenn gefordert wird, dass Abtreibung bis zur Geburt möglich sein sollte. Pro-Leben-Demonstrationen und Geburtenkontrolle in Asien und Afrika sind kein Widerspruch. Es müssen nur die richtigen Antworten gegeben werden und für die Rahmenbedingungen hat jede Regierung (z. B. Finanzierung von Verhütungsmitteln auch für die Ärmsten der Armen) im eigenen Land selbst zu sorgen.

Hier Traditionen, in denen die Brauteltern aufgezwungen werden, sich zu überschulden oder einfach nur Jungen den Mädchen vorziehen auf der einen Seite und Geburtendschihad auf der anderen Seite, der damit seinen Eroberungsfeldzug des Islams in der Welt vorantreiben will, sind einfach nur menschenunwürdig und auf das Schärfste zu verurteilen.

Das wäre doch einmal auch ein Betätigungsfeld für links-atheistische Feministinnen. Doch da hört man jedoch kaum etwas.

 

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