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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Türkische Angriffe im Nordirak bedrängen Christen 16. Mai 2021

Filed under: Christenverfolgung,Islamischer Terror — Knecht Christi @ 16:07

Militäroperation in der Autonomen Region Kurdistan zwingt Christen zur Flucht

 

 

 

 

Bagdad (kath.net/KAP) Das türkische Militär wird beschuldigt im Zuge ihrer jüngsten Angriffe im Nordirak christliche Dorfbewohner verdrängt und die prekäre Sicherheitslage verschärft zu haben. Schon 2019 mussten Dorfbewohner wegen einer türkischen offensive gegen PKK-Kämpfer aus ihren Häusern fliehen, nun soll das türkische Militär seine Angriffe in der nördlichen Region Dahuk – Teil der Autonomen Region Kurdistan – auch auf christliche Dörfer ausgeweitet haben, berichtet der asiatische Pressedienst Ucanews am Freitag.

Der Beschuss habe Häuser und Felder in Flammen gesetzt, „die Christen mussten wieder ihren Häusern fliehen“, sagte der irakisch christliche Priester Emanuel Youkhana. Die Zahl der Betroffenen sei noch unklar, so der assyrische Priester und Leiter des „Christian Aid“-Programms im Nordirak. Viele Dorfbewohner sollen Nachkommen jener Christen sein, die dem Völkermord an den Armeniern in der Türkei von 1915 entkommen sind.

 

 

 

Ähnliches berichtete auch der chaldäisch-katholische Priester Samir Yousef. So seien Gebiete der Diözese Amadiyah im Nordirak „im großen Ausmaß bombardiert worden. Familien mussten ihre Häuser zu verlassen, um den Angriffen zu entkommen“. Die Hoffnung liege nun auf der irakischen Regierung und den Verhandlungen mit der Türkei.

Laut Beobachtern will das türkische Militär auf irakischem Boden eigene Stützpunkte errichten, um gezielte Operationen gegen die PKK starten zu können. Die Arbeiterpartei Kurdistans (kurdisch: Partiya Karkeren Kurdistane; PKK) wird vonseiten der USA, der Europäischen Union und der Türkei als terroristische Organisation eingestuft.

Vor großen Herausforderungen stünden aktuell aber auch Christen aus der Ninive-Ebene, meinte Pater Youkhana. Diese wurden 2014 von Islamisten vertrieben und „hoffen in ihre Heimat zurückkehren zu können“. Die Kirche unterstützt gemeinsam mit anderen Hilfsorganisationen den Wiederaufbau von Gemeinden, Schulen und Geschäften, die zuvor von Terroristen zerstört wurden. Laut „Christian Aid“ sollen rund 45 Prozent der ursprünglichen christlichen Gemeinden in die Ninive-Ebene zurückgekehrt sein. Dem jüngsten Bericht der katholischen Gruppe zufolge lebten dort 2014 102.000 Christen, aktuell ist ihre Zahl auf 36.000 Personen gesunken.

 

 

 

 

Kommentar von „Kopten ohne Grenzen

 

 

https://koptisch.wordpress.com/2020/09/26/religioese-minderheiten-nicht-allein-lassen/#more-85587

 

 

In Ergänzung des Berichtes unseres Blogs:

In der ehemals christlichen Türkei wohnen jetzt ca. 0,1 % Christen. Wo sind die vielen Christen hin? Sie werden wohl nicht ohne Grund das Land verlassen haben. Darum war die Umwandlung der Hagia Sophia in eine Moschee auch für Erdogan eine leichte Übung. Er kann sich seiner Position mehr als sicher sein. Niemand in der feigen EU oder in der NATO würde es wagen, die Türkei aus dem Verbund der NATO auszuschließen und eine dauerhafte Nichteintrittsentscheidung in die EU auszusprechen. Wie immer und zu jeder Zeit: Mangelndes Rückgrat.

Wir kennen das türkische Vorgehen gegen deren Feinde. Zypern ist das beste Beispiel. Viele Christen flohen aus Nordzypern, als die Türkei dieses Land 1974 besetzte, übrigens bis heute. Die EU tut nichts.

 

 

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Zypernkonflikt

Dort heißt es :

Durch die türkische Invasion wurden insgesamt 37 % der Gesamtfläche Zyperns besetzt – ein Gebiet, auf dem bis zum Jahre 1974 ca. 70 % des Bruttosozialproduktes Zyperns erwirtschaftet worden waren. Im Ergebnis wurde die noch heute durch die UNFICYP und die unter britischer Hoheit stehende Souveräne Militärbasis Dekelia (Vereinigtes Königreich) kontrollierte Grüne Linie etabliert, welche von der türkischen Seite als Atilla-Linie bezeichnet wird. Sie erstreckt sich von Erenköy/Kokkina in der Bucht von Morfou über das seit 1964 geteilte Nikosia bis nach Famagusta.[9][10][11] Im Dezember 1974 erlangte die Republik Zypern mit ihrer alten Regierung ihre volle Souveränität zurück. Die Türkei jedoch weigerte sich, ihre Besatzungstruppen abzuziehen und das besetzte Territorium zu räumen.

Völkerrechtlich wird spätestens der zweite Teil der Operation Atilla als unrechtmäßig angesehen,[6][12] da er keine Rechtfertigung in Artikel IV des Garantievertrages von 1959 findet (the right to take action with the sole aim of re-establishing the state of affairs created by the present Treaty).[13]

Im Mai 2014 wurde die Türkei durch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte dazu verurteilt, Zypern 90 Millionen Euro Schmerzensgeld und Entschädigung für die Folgen der türkischen Militärintervention zu zahlen. Während der türkischen Invasion verschwanden etwa 1500 Zyperngriechen und 162.000[14] Menschen wurden zwangsweise umgesiedelt. Außerdem kam es in Folge zu Enteignungen von Zyperngriechen, die nach der Teilung im Norden der Insel geblieben waren.[15][16][17] In den türkisch besetzten Gebieten wurden mehr als 550 griechisch-orthodoxe Kirchen geplündert, teilweise auch zerstört oder als Moscheen, Militärdepots und Viehställe verwendet.[18]

Ende des Wiki-Artikelausschnitts.

 

 

 

Nach diesem Artikel befindet sich die Türkei noch immer unrechtmäßig in Nordzypern.

Nur wenn Russland die Krim besetzt, die schon seit jeher zu Russland gehörte, gibt es Wirtschaftssanktionen. Wo bleiben diese gegen die Türkei? Die EU ist und bleibt ein mit zweierlei Maß messender Moloch, der nichts auf die Reihe bekommt.

 

Über 500 Kirchen wurden zerstört oder dem Verfall anheimgegeben in Nordzypern. 

https://www.evangelisch.de/inhalte/94997/05-06-2014/die-letzten-christen-von-karpasha

 

 

Christliche Minderheiten unter kommunistischen und islamischen Herrschaften waren noch immer Themen, mit denen sich die westliche Wohlfühlkirchen möglichst wenig auseinandersetzen wollten. Heile-Welt und Stuhlkreise beherrschen die sozialen Strukturen der Kirchen. Kaum jemand macht sich für die Verfolgten und diskriminierten Minderheiten stark, nicht einmal für die in Nordzypern, selbst, wenn es sich um Glaubensgeschwister handelt. Ein Armutszeugnis.

Ja, die Hagia Sophia ist in eine Moschee umgewandelt worden. Was jedoch ist mit den vielen Kirchen auf Nordzypern, die zum Teil auch unwiederbringlich verloren sind, weil islamischer Herrschaftsanspruch und religiöse Intoleranz der westlichen Welt ihr Denken aufzwingt und diese westliche Welt nichts besseres zu tun hat, Islamfeindlichkeit auch noch anzuprangern, während der Islam dabei ist, christliche Minderheiten immer weiter in die Existenzzange zu nehmen.

Vergessen wir nicht die Minderheiten auch in Nordzypern, mitten in Europa. Täter: Türkei und deren Staatsreligion.

 

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