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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Angeschossener Bischof: „Sie waren nicht hier, um mich zu töten“ 8. Mai 2021

Filed under: Kirche — Knecht Christi @ 12:51

Spekulationen über ethnische Spannungen als möglichen Hintergrund des Angriffs auf den ernannten Bischof der Diözese Rumbek im Südsudan.

 

 

 

 

 

Rom/Juba (kath.net/KAP): Nach dem Schuss-Attentat auf den designierten katholischen Bischof von Rumbek im Südsudan gibt es Spekulationen über ethnische Spannungen als möglichen Hintergrund des Angriffs. Er habe versucht, mit den Angreifern zu sprechen, diese aber hätten die Waffe gezogen, ihm ins Bein geschossen und seien geflohen, schilderte Bischof Christian Carlassare (43) in einem ersten Interview dem lokalen Radiosender „Eye Radio“. „Sie waren nicht hier, um mich zu berauben oder zu töten, denn sie hätten mich leicht töten können“, zeigte sich der aus Italien stammende Comboni-Missionar überzeugt.

Er verspüre keinen Groll, sagte der ernannte Bischof nach Angaben des vatikanischen Missionspressediensts „Fides“ (Dienstag) in dem Radiointerview: „Ich weiß, dass die Menschen hier im Allgemeinen mehr leiden als ich jetzt. Rumbek hat mehr verdient. Deshalb vergebe ich von ganzem Herzen, wer auch immer diese Tat begangen hat.“

Zwei Angreifer waren in der Nacht auf Montag in die Schlafräume des Bischofs eingebrochen und hatten mehrere Schüsse auf den Geistlichen abgefeuert. Carlassare wurde zunächst in einem Spital in Rumbek behandelt und dann nach Juba ausgeflogen. Dem Generalrat der Comboni-Missionare zufolge geht es ihm „den Umständen entsprechend gut“.

 

 

 

 

 

„Fides“ zitierte einen Mitbruder aus dem Umfeld Carlassares, wonach die Tat möglicherweise ein Einschüchterungsversuch gewesen sei und die Bewaffneten den Missionar dazu bringen wollen, Rumbek noch vor der zuletzt für 23. Mai angesetzten Bischofsweihe wieder zu verlassen. „Wir sind davon überzeugt, dass es Gruppen gibt, die keinen ausländischen Bischof wollen, sondern einen Dinka, die mehrheitlich ethnische Gruppe in der Region“. Weit verbreitetes Stammesdenken in den südlichen Regionen des Südsudan führe dazu, dass man einen ausländischen Bischof als Bedrohung ansehe, so die anonyme Quelle.

Der aus Italien stammende und seit 2005 im Südsudan tätige Comboni-Missionar Carlassare war am 8. März von Papst Franziskus zum Bischof von Rumbek ernannt worden. Der Bischofssitz war zuletzt seit Juli 2011 vakant. Damals starb Ortsbischof Cesare Mazzolari nur eine Woche nach der Unabhängigkeit des Landes vom Sudan.

„Es ist wirklich zu früh, um zu verstehen, was oder wer genau hinter dem Angriff steckt. Ich bin sicher, dass die Behörden ihr Möglichstes tun werden, um die Fakten aufzuklären“, sagte derweil Enzo Pisani, Koordinator des italienischen medizinischen Hilfswerks „Medici con l’Africa – CUAMM“ in Rumbek, in dessen Krankenhaus der verwundete Bischof nach dem Angriff erstversorgt wurde. Angesichts der Umstände des Angriffs sprach auch Pisani von einem möglichen Einschüchterungsversuch „durch die lokale Mafia“.

 

 

 

 

 

Im Südsudan bewege auch christliche Gläubige das Thema der ethnischen Unterschiede stark, verwies Pisani auf den Streit rund um die Ende 2019 erfolgte Ernennung von Stephen Ameyu Martin Mulla zum neuen Erzbischof von Südsudans Hauptstadt Juba. Auch hier sahen etliche Beobachter ethische Motive, es kam zu monatelange Protesten. Mit der Amtseinführung des neuen Erzbischofs habe man lange warten müssen, so Pisani.

In Rumbek allerdings hätten die Menschen den ernannten Bischof Carlassare bei seiner Ankunft am 15. April mit einem großen Volksfest begrüßt, obwohl er kein einheimischer Priester ist, fügte Pisani hinzu. Nach der langen Wartezeit auf einen neuen Bischof und auch wegen der Erinnerung an den beliebten Amtsvorgänger Mazzolari sei die Freude unter den Gläubigen groß gewesen.

 

 

 

 

 

Kommentar von „Kopten ohne Grenzen

 

 

 

 

 

Dieses Verbrechen an einenm Bischofsanwärter und der diese Tat berichtende Bezugstext zeigt doch eines ganz klar auf:

Selbst unter Christen scheint Rassismus vorzuherrschen, wenn von monatelangen Protesten gegen einen ethisch nicht genehmen Bischof protestiert wurde. Was ist denn das Stammesdenken nicht nur im Sudan anderes als eine Form des Rassismus? Wer dies liest, kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass dieser Rassismus nicht zwischen schwarz und weiß verläuft, sondern sogar zwischen dem einen Stamm und dem anderen Stamm, ja selbst zwischen Einheimischen und Ausländern, selbst wenn dies ein Bischofskanditat ist.

Wo also bleibt der Aufschrei unserer Medien über diesen Vorfall? Wo bleiben die medial erzieherischen Maßnahmen gegen den Rassismus in Afrika. Wo bleiben BLM, Antifa und andere linksgestrickte Geister, die diese Form des Rassismus anprangern?

 

 

 

 

 

Es scheint sie nicht zu geben. Rassismus durch Weiße ist erst einmal grundsätzlich böse, Rassismus durch die übrigen Menschen ist jedenfalls nicht erwähnens- und anprangerungswert. Wieder diese moralische heuchlerische Zweigleisigkeit der Medien und der Kulturschaffenden linker Ausrichtung.

Ebenso gehört es letztlich zum Rassismus, wenn Frauen als minderwertig behandelt werden und die Menschen unterteilt werden in gute Gläubige und schlechte Ungläubige. Diese Art von Religionsrassismus muss an den Pranger gestellt und von innen und außen inhaltlich bekämpft werden.

Wir sagen, dass jede Form des gelebten und bewusst geäußerten Rassismus Sünde und gottabgewandt ist, so z. B. Du Ungläubiger Du Christ, Du Jude aus dem Munde von Beleidigern, bei dem diese Begriffe die Menschen gewollt ausgrenzt.  Der DREIEINE GOTT hat alle Menschen erschaffen. Wir alle sind SEINE Kinder. Dies zu akzeptieren, ist christliches Gebot. Eine politisch korrekte Überspitzung des Rassismusbegriffs, wie dies in den hiesigen Medien praktiziert wird, so z. B. die Abschaffung der „Zigeunerschnitzel“ usw. ist vom Bösen. Die Umschreibung von Kinderbüchern in politisch korrekte Sprache ist eine Pervertierung des Kampfes gegen den Rassismus.

 

 

 

 

Jeder Mensch verbindet mit einem „Zigeunerschnitzel“ oder einem „Negerkuss“ etwas positives. Diese Begriffe werden nicht als Beleidigung eingesetzt, sondern werden als etwas Gut Empfundenes geäußert. Darum ist Vernichtung dieser Sprachelemente schlecht, weil sie gedanklich gut besetzt sind.

Beten wir für die Gesundung des angeschossenen Opfers und um Kraft, die schwierige Heilungszeit mit JESUS zu begleiten.

 

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