kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Ägypten: „Ich habe Mitleid mit den Tätern“! 31. Dezember 2020

Filed under: Islamischer Terror,Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 14:14

Die Moslems in Minya wüten durch die Straßen wie üblich und zerstören alles, was den Kopten gehört: ein wiederholtes Szenario und egal, war an der Macht ist, werden die muslimischen Verbrecher nicht zur Rechenschaft gezogen.

 

 

 

 

 

 

Überlebender eines Anschlags auf koptische Christen erinnert sich

 

 

 

 

München-Wien (kath.net/KIN): In der Silvesternacht vor zehn Jahren wurde das Leben des damals 20-jährigen koptisch-orthodoxen Christen Kiro Khalil „auf den Kopf gestellt“, wie er selbst sagt. Der Ausdruck gibt das Grauen kaum wieder, dass der junge Mann durchgemacht hat: Er hat ein Attentat überlebt, das gezielt gegen Christen gerichtet war. Drei seiner engsten Angehörigen starben. 

Auch wenn sich die Sicherheitslage in Ägypten mittlerweile etwas gebessert hat: Khalil hat auch nach dem Anschlag Diskriminierung bis hin zu Todesdrohungen erlebt. „Es war zu viel, dass ein Christ den Mund aufgemacht hat“, erklärt er, der sich seit jenem traumatischen Erlebnis für verfolgte Christen einsetzt. Khalil musste seine Heimat verlassen und fand Zuflucht in Deutschland – und auch ein neues Lebensglück: Vor Kurzem hat er geheiratet.

 

 

 

Florian Ripka, Geschäftsführer von „Kirche in Not“ Deutschland, sprach mit Khalil über die Kraft zur Versöhnung, Feindesliebe und einen Glauben, der auch in der Verfolgung standhält.

 

 

 

Herr Khalil, Sie haben einen Anschlag auf eine Kirche überlebt. Wann war das und was ist passiert?

Ich habe meine engsten Familienangehörigen bei einem Attentat auf die Kirche St. Markus und St. Petrus (Al-Qidissine-Kirche) in meiner Heimatstadt Alexandria verloren. Das war in der Silvesternacht 2010 auf 2011. Wir waren in der Kirche, um Gott für das zu Ende gehende Jahr zu danken. Als wir nach Mitternacht nach draußen gingen, explodierte eine Autobombe gegenüber der Kirche. 24 Menschen starben, mehrere hundert wurden verletzt. Unter der Getöteten waren meine Mutter, meine Schwester und eine Tante. Meine andere Schwester Marina wurde sehr schwer verletzt. Sie musste 33-mal operiert werden.

 

 

 

Sie haben ihre engsten Angehörigen verloren. Wie gehen Sie um mit der Trauer und auch der Wut auf die Attentäter?

Ich habe schon von Kindheit an Hass und Ausgrenzung erfahren, weil ich Christ bin. In der Schule wurde ich sehr oft beschimpft, allein schon wegen meines Namens Kiro, der ein traditioneller christlicher Name ist. Mein Mutter hat uns Kinder gelehrt, unsere Mitmenschen dennoch zu lieben, was auch immer sie uns angetan haben. „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“: Dieses Gebot Jesu hat meine Mutter in uns eingepflanzt. Das hat mir nach dem Attentat sehr geholfen, mit der Trauer umzugehen.

 

 

 

Letztlich war Ihr Glaube der Grund, warum Sie und Ihre Familie von diesem Anschlag getroffen wurden. Haben Sie an Gott gezweifelt?

Überhaupt nicht. Bei dem Silvestergottesdienst waren 4000 Menschen in der Kirche. Davon wurden drei meiner Angehörigen als Märtyrer ausgewählt. Auch wenn es ungewöhnlich klingt: Ich sehe das als eine besondere Gabe, statt in Verzweiflung zu fallen oder zu fragen: „War Gott ungerecht, weil er so etwas zugelassen hat?“

 

 

Die Täter und Hintermänner des Anschlags konnten nicht ermittelt werden. Was denken Sie über die Attentäter?

Ich habe Mitleid mit den Tätern. Die Extremisten leben unter einem starken Druck. Sie müssen nach ihrer Vorstellung Gewalt gegen Andersgläubige verüben, um Gott zu gefallen. Diese Menschen haben Blut an ihren Händen. Wie kann ein Mensch mit solch einer Schuld leben? Ich stelle mir vor, dass sie genauso unter den Folgen dieses Anschlags leiden wie ich.

 

 

 

Sie leben heute in Deutschland. Fühlen Sie sich hier frei, Ihren Glauben zu leben oder welche Herausforderungen für Gläubige sehen sie hier?

In Deutschland gibt es viele Freiheiten. Die sind oft ganz selbstverständlich. Ich habe manchmal den Eindruck: Der Glaube schläft mit der Zeit ein. Oft wächst die Kirche gerade dort, wo es Verfolgung gibt. In Ägypten sterben Christen, damit sie ihren Glauben leben können. Hier in Deutschland werden Kirchen geschlossen oder in Museen umgewandelt. Das finde ich traurig. 

 

 

 

Kommentar von „Kopten ohne Grenzen

 

 

 

– Ein solches Zeugnis für CHRISTUS, für GOTT, von einem Menschen, der durch eine Hasstat nächste Angehörige verloren hat,

– ein solches Zeugnis von einem Mann, der in der Märtyrerkirche Ägyptens aufgewachsen ist,

– ein solches Zeugnis von einem Mann, der bereits als Kind den direkten Hass auf Christen von seiner Umgebung konkret erleben musste,

ist wahrlich außerordentlich für uns westliche Wohlfühlchristen. Wir sind es gewohnt, ungehasst den Gottesdienst besuchen zu dürfen. Wir sind es gewohnt, unseren Glauben hinterfragen zu dürfen. Ja, wir sind es sogar gewohnt, kein Glaubenswissen anzusammeln und wir sind es gewohnt, den Glauben als etwas Marginales im Leben zu begreifen, weil wir gewohnt sind, dass wir auch auf dem breiten Weg zu JESUS finden können, obwohl ER dies in den Evangelien ausdrücklich verneint hat.

 

 

 

Wir Christen im Westen können es uns noch leisten, selbst GOTT und seine Gebote infrage zu stellen und unser Wunschdenken GOTT aufzuzwingen, als wenn ER in Glaubensfragen ledigklich eine Statistenrolle einnehmen würde. Ja, selbst die Kirche in ihrer wohl sich selbst eingeredeten Selbstherrlichkeit rennt dem Zeitgeist hinterher, nicht nur in der Frauenpriesterfrage. Die Vergottung des menschlichen Willens durch eine Theologie, die weder Engel noch Heilige, Wunder JESU, ja selbst die historische Auferstehung JESU leichtfertig infrage zu stellen bereit ist, ist Sünde wider den HEILIGEN GEIST.

 

 

 

 

https://kath.net/news/73897

https://kath.net/news/73899

https://kath.net/news/73909

 

 

 

Das Christentum für lau, das Christentum zum Nulltarif ist offensichtlich das Ergebnis eines Christentums, dessen Wurzeln im Westen immer mehr abgeschnitten wurden und werden. Wer beschäftigt sich mit Frauenpriestertum, mit Zölibatsabschaffung oder mit anderen letztlich unwichtigen Dingen? Nur Christen, die letztlich kein Glaubensgerüst haben und es gewohn sind, ihren eigenen Willen, GOTT aufzuoktroyieren, ob es diesem passt oder nicht. Mit solchen Nebensächlichkeiten würde sich kein Christ beschäftigen, wenn dieser in einem Status der Verfolgung und der Diskriminierung leben müsste. Keiner! Dort geht es um die nackte Existenz, ja, auch um die Verteidigung des Glaubens durch den persönlichen Glauben und die persönliche Vergebungsliebe.

 

 

 

Die Mutter des Interviewten hat ihren Sohn auf den richtigen Weg geschickt. Die Christen in den verfolgten Kirchen sind glaubensgestählt. Sie fragen nicht, warum Gott das Leid zugelassen hat, sondern sie wissen, dass JESUS genau dieses Märyrertum von seinen Nachfolgern im Evangelium eingefordert hat.

Wir feierten gerade das Fest des Hl. Stefanus. Er zeichnete sich dadurch aus, dass er im Tod seinen Verfolgern und Henkern, eben wie JESUS am Kreuz, verziehen hat. Diese Liebe, deren Ursprung nicht aus uns selbst, sondern nur aus der Kraft der Liebe GOTTES entspringen kann, ist es, die Menschen zu solchen Vergebungsbekenntnissen befähigen.

 

 

 

Würde ein solches Zeugnis auch von Wohlfühlchristen abgegeben können, die eben nicht durch die Verfolgung im Glauben gestählt worden sind, die die pure Nächstenliebe mit der Gottesliebe verwechseln und meinen, dass nur die Liebe zu allen und zu allem,  modern sei und die Liebe den DREIEINIGEN GOTT in seiner Vollendung ersetzen kann? Kann ein Christ ohne das innere Glaubensgerüst in dem Bewusstsein, nur aus sich selbst heraus der Liebe nachzufolgen, GOTTES Zeuge sein? Wohl kaum!

Die Nächstenliebe kann nur und ausschließlich für das Seelenheil im Sinne JESU wirksam sein, wenn das Bewusstsein nie vergisst, dass diese Liebe direkt aus dem Innersten GOTTES, des VATERS, nämlich von JESUS CHRISTUS im HEILIGEN GEIST stammt und der Liebende sich immer bewust machen sollte, jegliche Liebestat, jegliche Arbeit und jegliches Tun und Denken, welches sündenlos sein sollte,  um SEINETWILLEN, ja ausschließlich um JESU Willen zu tun bereit ist.

 

 

 

Wir danken Herrn Kiro Khalil für SEIN persönliche Zeugnis, welches alle Christen hier im Westen aufrütteln und aufmerken lassen sollte.

Bitten wir für die verfolgten Glaubensgeschwister rund um diesen Erdenball um Kraft, die widrigen Umstände ihres Lebens auszuhalten und durchzustehen und siegreich die Krone des Himmels davon zu tragen. Bitten wir aber auch für die Kirchen hier, dass sie ihr Wohlfühlchristentum der Lauheit immer mehr erkennen und endlich bereit und willens sind, den Glauben an den DREIEINEN GOTT in dem Mittelpunkt der Verkündigung zu stellen. Dann ergibt sich die Liebe zu JESUS wie von selbst.

Dann wird erkannt, dass kein anderer Weg für Chisiten möglich ist, denn nur JESUS ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Wer IHM vertraut, IHN bliebend bekennt, muss um sein Seelenheil nie,  zu keinem Zeitpunkt, fürchten.

 

 

 

 

Wir, die wir noch nicht verfolgt werden können noch befreit von persönlichen Leiderfahrungen noch für die Täter beten. Das Herz und der Verstand sagen JA zum Gebet für die Christen- und Menschenverfolger. Sie sind letztlich selbst Opfer von Indoktrination, die sich aus atheistischen und geistschädlichen, weil menschen- und gottesverachtenden Ideologien und den dunklen Seiten von Religionen speisen. Wer jeden Tag den Hass auf Andersdenkende und Andersglaubende eingetrichtet bekommt, nimmt den Hass mit der Muttermilch auf.

 

 

 

 

Darum kann und darf unsere Kritik sich immer nur gegen Ideologien und gegen dunkle, weil menschenverachtende Seiten von Religionen richten, nie jedoch gegen Menschen selbst. Wie heißt es doch so gut aus der Seelsorge: Die Sünde hassen, den Sünder lieben.

 

 

 

 

Was Gott hasst, wird in folgender Bibelstelle deutlich:

 

„Sechs [Dinge] sind es, die dem Herrn verhasst sind und sieben sind seiner Seele ein Gräuel:
Stolze Augen, falsche Zunge und Hände, die unschuldiges Blut vergiessen; ein Herz, das heillose Anschläge schmiedet,
Füsse, die eilig dem Bösen nachlaufen; wer Lügen vorbringt als falscher Zeuge und wer freien Lauf lässt dem Zank unter Brüdern“
(Spr. 6,16-19).

 

 

 

 

GOTT verbindet diese Sünden zunächst nur marginal mit dem Sünder. Diese Bibelstellen lassen erahnen, wie sehr GOTT die Sünde hasst. Aber er liebt die Sünder, also letztlich jeden von uns, denn wir alle sind Sünder., wenn wir zu ihm umkehren.  Wegen ihnen, also wegen uns allen damals wie heute hat ER SEIN Erlösungswerk durch SEINEN SOHN JESUS begonnen und vollendet. Auch wenn der Satz „die Sünde hassen, den Sünder lieben“ so nicht in der Bibel aufgeführt ist, so macht er doch aus seelsorgerischer Sicht deutlich, dass es dem Christen hilft, die begangene Sünde von der Seele des Sünders zu trennen. Denn nur GOTT vermag das richtige Urteil über die Seele des Sünders zu sprechen.

 

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