kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Woelkis wirklich wichtige Wahrheiten wecken auf 22. September 2020

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 18:22

cid:part1.A1A1E8D6.9F655EDB@t-online.de

„Die Kirche habe sich nicht zurückgezogen, sie habe die Menschen nicht allein gelassen, so Bischof Bätzing wie ein trotziger Schuljunge. Ja, wo lebt der Mann denn“!

 

 

 

 

 

Kommentar von Peter Hahne

 

 

 

 

Berlin (kath.net): Woelkis wolkenreiche Flüchtlings-Einlassungen, gepaart mit Huldigungen der „Wir-schaffen-das“-Politik der Heiligen Angela, waren es diesmal nicht. Nein, es schien der Theologe, der Hirte, der Seelsorger durch, nicht der Hobby-Politiker. Und damit wurde der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki wieder der „Alte“, der im Namen des Evangeliums seine Stimme erhebt, auch wenn es nicht zeitgemäß und modisch erscheint.

Auf einer der Regionalkonferenzen zum „Synodalen Weg“ stellte er vergangenen Freitag die Modethemen Zölibat und Frauenpriestertum ohne Nennung dahin, wo sie hingehören: Irrweg, Holzweg, Umweg. Abweg. Es gibt Wichtigeres! Nicht die Protestantisierung (und damit Marginalisierung) der katholischen Kirche war plötzlich das erwünschte Thema. Nein, die FAZ konnte sogar titeln: „Unverhoffte Grundsatzdebatte.“

 

 

 

 

Und die Süddeutsche sah Woelkis Intervention sogar als Kirche „Unter dem Brennglas“. Dabei sagte er nur, was die Basis denkt und Bischöfe gerne verschweigen oder verharmlosen: „Die Themen Krankheit, Leiden und Tod sind durch die Corona-Pandemie in den Mittelpunkt gerückt worden, aber die Kirche hat keine Antwort darauf gegeben.“ Sie hat also dort geschwiegen, wo ihr eigentlicher Markenkern ist: „Wer, wenn nicht wir, könnte Antworten geben?!“ Deutlicher kann man die Pleite, das eigene Versagen nicht eingestehen.

Eine schallende Ohrfeige. Ich selber hatte mich vor gefühlt einem halben Jahrhundert unter Protest der Kirchen dafür eingesetzt: „Öffnet zu Ostern die Kirchen!“ Selbst der explizit linke Ex- Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung (SZ), Heribert Prantl, hatte mehrfach beklagt, die Kirche würde „gerade in diesen Zeiten abtauchen“, sie hätte dramatisch „an Autorität verloren.“ Ja, es gab vor Wochen sogar den SZ-Titel (!) vom „Schweigen der Kirchen“

 

 

 

 

 

Doch auch jetzt, nach Woelkis Intervention, fast nur Abwehr in der klerikalen Parallelwelt. Die Kirche habe sich nicht zurückgezogen, sie habe die Menschen nicht allein gelassen, so Bischof Bätzing wie ein trotziger Schuljunge. Ja, wo lebt der Mann denn! Die ehemalige Thüringer Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht, evangelische Pfarrerin, hatte es im Mai auf den Punkt gebracht: „Die Kirchen haben Hunderttausende Alte, Einsame, Sterbende allein gelassen.“ Die tief katholisch geprägte Südtiroler Tageszeitung „Dolomiten“ titelte vor ein paar Tagen: „Einsam und verzweifelt — wie eingesperrt“ – und meinte die Senioren, die Kranken, die Alleinstehenden.

Und was hat Bischof Bätzing im Angebot, sozusagen als Antwort auf die Nachfrage seines Mitbruders Woelki? Man faßt es kaum: im Blick auf die Corona-Krise ergebe sich in erster Linie, „dass sich die Kirche angesichts wachsender sozialer Ungerechtigkeit verstärkt um das Thema Gerechtigkeit kümmern muß.“ Man lasse sich das bitte auf der Zunge zergehen! Hauptthema ist also die soziale (!) Gerechtigkeit. Ja, wozu in aller Welt brauchen wir dafür Kirchen(-steuern)?! Krankenkasse, Gewerkschaft oder Linkspartei könne das doch auch. Aber Jesus Christus den Einsamen, Kranken und Sterbenden verkünden, das können eben nur Christen. Klar, die Basis hatte viele gute Ideen als Kontrapunkt zum verheerenden Schweigen der Oberhirten.

 

 

 

 

Die forderten übrigens zu Ostern lieber eine Reichensteuer oder „taten sich dicke“ in Solidarität mit der EKD wegen deren Rettungsschiff im Mittelmeer (in Wahrheit eine Unterstützung des Geschäftsmodells „Schlepperbande“). Wo war Jesus in den Schlagzeilen der Medien?! Wo?! Viele engagierte Christen, die nicht auf Macht- und Strukturdebatten fixiert sind, sondern dem Herzschlag des Evangeliums folgen, haben ihr Bestes versucht. Aber ein bisschen Internet, ein bisschen Seelsorge-Telefon, ein bisschen Singen unter den Balkonen der Altenheime — das ist zu wenig für einsame Menschen, die eine segnende, tröstende, ja streichelnde Hand brauchen.

Eine Ordensschwester der Benediktinerabtei Sankt Hildegardis (Rüdesheim) hat es vorgemacht: Sie hat sich freiwillig in ein Krankenhaus einsperren lassen: „Ich habe noch nie so viel geistliches Bedürfnis erlebt wie in diesen Tagen.“ Ich selber hatte zu Ostern die Kirchen aufgefordert, zumindest den Status von Notfallseelsorgern zu erkämpfen, die wie Ärzte und Pflegepersonal als erstes getestet werden und dann Zugang zu Altenheimen und Kliniken bekommen. Nein, die Kirchenleitungen haben es sich geradezu hingebungsvoll gefallen lassen, dass Bau- und Getränkemärkte in Merkels und Söders Panikprogramm einen höheren Stellenwert erhielten als Organisationen, deren „Geschäft“ es ist, Trost zu spenden.

 

 

 

 

Es ist Kardinal Woelki zu danken, dieses vom erwünschten „Synodalen Weg“ völlig abweichende Thema letzten Freitag spektakulär zur Sprache gebracht zu haben. Nicht Macht, sondern Möglichkeit zählt. Nicht Abweg, sondern Auftrag. Wie nötig und richtig das war, zeigen die Schlagzeilen der (säkularen!) Medien an diesem Wochenende. Denn es ist wohl wahr: kaum jemand kennt einen echten Corona-Toten, aber jeder hat in seiner Umgebung Menschen, die an gebrochenem Herzen gestorben sind oder einsam eingesperrt dahinsiechen. Die Amtskirchen haben ihre letzte Chance versäumt, die Massenaustritte zu stoppen. Die Jahresbilanz wird es zeigen. Und die Bilanz vor dem Ewigen Richter.

 

 

 

 

 

 

 

Kommentar von „Kopten ohne Grenzen

 

 

 

 

Was ist diesem mehr als zutreffenden Kommentar des Autors Hahne noch hinzuzufügen?

Ja, Herr Kardinal Woelki, der durch sein Flüchtlingsaltarboot in Köln der politischen Agenda der Globalisierungsregierung seinen klerikalen Segen erteilt hatte, hat dieses Mal endlich die Kurve bekommen und als einer der wenigen Kardinäle seiner Kirche in Deutschland letztlich zu Recht Tatenlosigkeit vorgeworfen. Auch wenn die anderen Klerikalen protestierten, so hat jeder Katholik und jede Katholikin mitbekommen, dass die Kirchen es waren, die die Lock-down-Maßnahmen des Staates mehr als 100 Prozent in ihren Reihen zu erfüllen bis hin zur Abschaffung von Gottesdiensten, in denen ohnehin kaum noch Gläubige anzutreffen sind. Abstände und hygienische Gegebenheiten hätten die Kirchen durchführen können und müssen und hätten so die Gottesdienste stattfinden lassen können.

 

 

 

 

 

Der Rest der Kleriker verrennt sich noch immer in der Propagierung sozialer Maßnahmen im Sinne der Gerechtigkeit im Auftrag der Regierung als christlichen Teil des Lebens. Ist das wirklich die Aufgabe von Kirche? Was hat JESUS CHRISTUS gelehrt? GOTTES- und Nächstenliebe. Christliche Nächstenliebe, die durch einzelne Christen und Christinnen individuell praktiziert werden,  kann nur aus der Liebesbeziehung des Menschen zu GOTT ihre Wurzeln finden.

Sozialarbeit kann jeder, vor allem bezahlte. Das können Organisationen, die mit Glauben nichts zu tun haben, aber auch im Auftrag der Kirchen unterwegs sind wie Caritas und Diakonisches Werk.  Nett und freundlich sein kann auch jeder. Aber die Menschen spüren zu lassen, dass sie im Auftrag und in Liebe zu JESUS CHRISTUS in Sachen Nächstenliebe auf gleicher Augenhöhe mit dem zu Helfenden unterwegs sind, ist das A & O des Christentums.  Bezahlte oder entlohnte Nächstenliebe kannte JESUS nicht und hat seine Liebe uns Menschen durch Tod und Auferstehung umsonst geschenkt durch Hingabe seines Lebens. ER wurde nicht vom VATER bezahlt. Der Samariter, der dem unter die Räuber Gefallenen half, tat dies auf eigene Kosten und mit seinem kostenlosen Einsatz für das Leben des Opfers.

 

 

 

 

 

Verkündigung des Evangeliums, Spendung der Sakramente und die Aufforderung an die Gläubigen, ihren Glauben zum DREIEINEN GOTT zu stärken und daraus Nächstenliebe erwachsen zu lassen, die immmer mit und im Dienst am anderen zum Ausdruck kommen muss, muss Aufgabe von Kirche sein.  Ja, Christen, ob Kleriker oder einfache Gläubige ohne ausgewiesenes Kirchenamt sollen und wollen Zeugen JESU sein. Aus diesem Glaubensrahmen heraus erwächst die Nächstenliebe von allein.

Der im Artikel genannten Personen wie der Ordensschwester, Kardinal Woelki und der ehemaligen Pastorin Lieberknecht ist zu danken, dass sie der Organisation der Amtskirchen den Pleitespiegel vorgehalten haben. Ja, die Kirchen haben die Menschen allein gelassen, sowohl in der Seelsorge als auch in der Sakramentensprendung und letztlich sogar in der Verkündigung, indem sie leichtfertig sämtliche Gottesdienste selbst zu Ostern abgesagt hatten. Hätte man die „Schlagzahl“ der Gottesdienste verdoppelt, hätten unter Einhaltung sämtlicher Hygiene- und Abstandsregeln Gottesdienste stattfinden können. Nicht einmal der Versuch wurde gestartet.

 

 

 

 

 

Wie werden zurzeit die Gottesdienste durchgeführt? Der Organist singt alle Gottesdienstlieder vor. Die Kommunion wird keimfrei gespendet. Das hätte die ganze Zeit über geschehen können. Aber niemand aus den Kirchen hat auch nur den Versuch unternommen, dem Staat  die Sonntags- und Werktagsgottesdienste abzutrotzen.

Es gibt auch alte Menschen ohne Vorerkrankungen. Man hätte die Teilnahme am Sonntagsgottesdienst freistellen sollen. Die Vorerkrankten wären zuhause geblieben. Die anderen hätten die Gottesdienste mitfeiern können. Durch diese schweigende Zustimmung haben sich die Kirchen noch mehr ein Stück weit überflüssig und entbehrlich gemacht.  Dem mündigen Bürger ist zuzutrauen und zuzumuten, dass er selbst entscheiden können sollte, in solchen Zeiten einen Gottesdienst besuchen zu dürfen oder nicht.

Die Stimmen werden ohnehin immer lauter, dass die Coronakrise nur als Vorwand gedient haben könnte, wichtige Entscheidungen in Richtung Globalismus durchzudrücken.

 

 

 

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