kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Der Startschuss muss kein lauter Knall sein 30. Juni 2020

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 23:15

Synodaler Weg – Wikipedia

„Große Mehrheit der Bischöfe steht hinter ‚Synodaler Weg‘ – Aber Voderholzer: „eine Minderheit von Bischöfen ist von der Sorge erfüllt, dass die wahren Probleme nicht angegangen werden!

 

 

 

 

 

 

Gastbeitrag von Hubert Gindert/Forum Deutscher Katholiken

 

 

 

 

 

Bonn (kath.net/Forum Deutscher Katholiken) Der seit Jahrzehnten andauernde beklagenswerte Zustand der deutschen Ortskirche hat nicht seine Ursache in zu wenig Geld, sondern dass sie zu viel davon hatte. Die „Entweltlichung“, die Benedikt XVI. in Freiburg mit dem Wort angemahnt hatte: Eine „von materiellen und politischen Lasten und Privilegien befreite Kirche, kann sich besser und auf wahrhaft christliche Weise der ganzen Welt zuwenden“ fand nicht statt. Jetzt geschieht, was Benedikt in Freiburg auch gesagt hat, dass „die Geschichte der Kirche durch Epochen der Säkularisierung zu Hilfe kam, die zu ihrer Läuterung und inneren Reform wesentlich beigetragen haben“.

 

 

 

 

 

Ein bekannter Kirchenhistoriker hat einmal geäußert: Die Säkularisierung musste kommen, weil in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts mehr Reichsfürsten als loyale Mitarbeiter des Papstes waren. Wie immer bei „Entweltlichung“ mussten in der Säkularisation auch gute Bischöfe und vitale katholische Klöster die Folgen mittragen, weil ungetreue Verwalter von sich aus nicht bereit waren, die Verhältnisse in Ordnung zu bringen. Antiklerikale Politiker, wie Mongelas u. co. die Situation in ihrem Sinne geregelt haben.

Ein jüngeres Beispiel für vertane Entweltlichung ist der Weltbildverlag, der einmal im Eigentum und in der Verantwortung deutscher Bistümer stand. Der Weltbildverlag hat einen Teil seines Umsatzes mit Pornographie und Satanismus erwirtschaftet. Die verantwortlichen Bischöfe wurden durch umfangreiche Dokumentationen auf den Übelstand hingewiesen. Geändert wurde nichts, bis der finanzielle Crash das Problem löste. Der massive Kirchensteuereinbruch wird überfällige Reformen erzwingen.

Was soll mit dem weniger Geld geschehen?

 

 

 

 

 

Guido Horst (Vatikan, 6-7/2020, S.3) zitiert den Pastoraltheologen Andreas Wollbold. Dieser sprach sich dafür aus „lebendige Zentren der Kirche zu stärken“. Einzelne glaubensstarke Gemeinschaften sollten in „schöpferischer Destruktion“ mit der verbleibenden Kirchensteuer gefördert werden. Horst meint „die Bischöfe sollten sich ein Herz fassen und in die Hot Spots des Glaubens investieren. Der „Synodale Weg“, der nur in einer großen Frustration enden kann, ist das mit Sicherheit nicht. Nur: die große Mehrheit der Bischöfe steht hinter diesem „Synodalen Weg“. Der Versuch, von Woelki und Voderholzer ihn zu einem Hot Spot umzuwandeln, wurde auf der Versammlung der Bischöfe am 15. September 2019 abgeschmettert. Voderholzer gab damals zu Protokoll „dass es zumindest eine Minderheit von Bischöfen gibt, die von der Sorge erfüllt ist, dass die wahren Probleme nicht angegangen werden“…

 

 

 

 

 

Horst meint „die überwiegende Mehrzahl der Priester wäre bereit, mit missionarischem Geist einen Aufbruch in die Neuevangelisierung mitzutragen“. Weiter auch viele Laien stünden bereit, die Priester dabei zu unterstützen. Beides ist nicht so sicher. Aber die Reformer in der Kirche waren nie die große Zahl. Es waren meist Einzelpersonen, die die ersten Schritte vielfach allein aber mit dem heiligen Geist gegangen sind. Der Startschuss muss kein lauter Knall sein.

Der Anfang einer Neuevangelisierung könnte nach Bischof Voderholzer auch so aussehen, dass reformwillige Gläubige die Möglichkeiten eines kirchlich gelebten Glaubens kennenlernen. Voderholzer meint, die Katholiken sollten die Auskunftsfähigkeit über den Glauben stärken, sprachfähig und sprachwillig werden nach dem Wort „seit bereit Rede und Antwort zu geben über den Grund eurer Hoffnung“ (vgl. 1 Petrus 3 15). Ein weiterer Schritt wäre die Selbstvergewisserung im Glauben:

 

 

• Wo zeigt sich der Glaube in meinem Leben?

• Was würde mir ohne Gott und Kirche fehlen?

• Warum ist mir die heilige Messe am Sonntag wichtig?

• Wer hat mich eigentlich zum Glauben geführt?

• Wer hat mir Jesus nahe gebracht?

• Welches Glaubenszeugnis hat mich so beeindruckt, dass ich ohne es nicht sein möchte?

 (zitiert nach: kath.net, 10.03.2020)

 

 

 

 

Marx und Sternberg hoffen auf offenen Dialog zu Kirchenreformen ...

 

 

 

 

 

 

Kommentar von „Kopten ohne Grenzen

Der Autor dieses Kommentars (67 Jahre alt und Katholik)  versucht eine Antwort auf diese Fragen:

 

• Wo zeigt sich der Glaube in meinem Leben?

Der Glaube zeigt sich mir in der praktischen Nächstenliebe, darin, dass auch im Gebet nicht das eigene Ich im Vordergrund steht, sondern fast immer der oder die Anderen einen wichtigen, ja, sogar den wichtigsten Platz einnehmen. Wer betet, sollte – nur meine Meinung – immer das Ganze im Auge behalten, weil wir nie als Einzelwesen existieren können, sondern immer in einer Gemeinschaft aufwachsen. Der Glaube zeigte sich bei meinen Eltern, die mir nicht nur den Glauben näherbrachten, sondern auch die tätige Nächstenliebe im unentgeltlichen Tun vorbildhaft vorlebten. Das Beten für andere, insbesondere auch für die, die ich nicht auf der Nummer 1 als Sympathieträger erlebe, bereitet geistig auf die Feindesliebe vor. Ob ich allerdings als Märtyrer für JESUS sterben könnte, weiß ich einfach nicht. Diesen Gedanken verdränge ich eher.

Aber es ist so, dass sich jeder Glaubende in seinem Innersten, in seiner Seele, fragen muss, wie dieser seinen Glauben so stärken kann, dass er auch das Martyrertum für JESUS aushalten kann.

 

 

 

 

 

• Was würde mir ohne Gott und Kirche fehlen?

Die Qualität des eigenen Glaubenslebens würde massiv abnehmen. Jede Heilige Messe gibt mir Inspiration zum Weitermachen im Lebensalltag. Jede Heilige Messe, die ja die Vergegenwärtigung des  unblutigen Kreuzesopfers CHRISTI auf dem Altar zum inhalt hat, würde wegfallen und mich allein zurücklassen. Eine Messfeier am TV-Bildschirm ist lediglich ein hilfloser und kaum messbarer Ersatz. Aber auch jedes Wegkreuz gibt mir Anlass zur Freude und zum kurzen Gebet.

• Warum ist mir die heilige Messe am Sonntag wichtig?

Wenn der „Sabbath“ geheiligt, der Name GOTTES, des EINEN, in drei Personen verehrt werden soll und die GOTTESanbetung praktisch realisiert werden soll, so ist dies am besten möglich durch die Mitfeier der Heiligen Messe. Diese ist für mich das innerlichste aller Gebete, welches mir die Chance gibt, mich mit unserem HERRN JESUS CHRISTUS geistig wie körperlich zu verbinden.

 

 

 

 

 

• Wer hat mich eigentlich zum Glauben geführt?

Der Glaube zeigte sich mir zuerst bei meinen Eltern, den diese mir glaubwürdig vermittelt hatten; dann war da noch damals die Christenlehre der kath. Kirche neben dem schulischen Religionsunterricht. Letzterer hat mir wenig gebracht.  Meine Eltern waren kirchlich gebunden und gingen jeden Sonntag, teilweise auch alltags zur Heiiligen Messe und waren beide Rosenkranzbeter. Sie machten nicht den Fehler und zwangen mir die Sonntagspflicht des Kirchgangs auf, sondern nahmen mich von kleinauf in den Gottesdienst mit. Das war so selbstverständlich, dass über den Sinn des Kirchenbesuchs nicht gesprochen wurde.

 

 

 

 

 

• Wer hat mir Jesus nahe gebracht?

Meine Eltern, die kath. Kirche, die damals noch Glaubenswissen vermittelte und ja, der Koran. Mein mir anerzogener Glaube und die Phase, in die ich eintrat, als ich den Glauben als junger Mensch kritisch hinterfragte und mich mit dem Islam beschäftigte, zeigten mit JESUS als wahren Retter. Als ich den Koran las, wurde mir klar, dass JESUS für mich der wahre SOHN GOTTES wurde. Je mehr ich in diesem Buch des Islams las, der den Hass auf Nichtmuslime zum Gesetz erhob und sogar als Mittel zum Eintritt in das islamische Paradies beschrieben wurde und meine Mitglaubensgeschwister, egal, welcher christlichen Konfession sie angehören, diskriminierte und verfolgte, zum Teil auch heute noch,  umso mehr schreckte mich die Person Mohammeds und seines Gottes ab.

Ich lernte durch den Koran JESUS mehr zu lieben und Mohammed und seine religiöse Lehre als Hasslehre zu erkennen und abzulehnen. Die Muslime selbst waren für mich die Opfer Mohammeds und seines Gottes, die ebenso wie ich halt in ihrem Glauben aufwuchsen und diese die ersten Opfer dieses islamischen Irrglaubens waren. Wäre ich Jesus in der Bibel, vor allem in den Evangelien und dem Anfang der Apostelgeschichte nicht begegnet, wäre ich heute Atheist.

 

 

 

 

 

Allerdings war auch der Inhalt des christenfeindlichen Korans für mich persönlich christenglaubensfördernd. Der Koran hat mir gezeigt, welche Perle das Christentum in JESUS CHRISTUS und den biblischen Heiligen hat. Welche Religion hat das zu bieten?! Einen GOTT ohne JESUS und SEINEM GEIST im VATER wäre für mich kein GOTT. Und nur so kann ich mir den vollkommenen GOTT, den DREIEIENEN GOTT vorstellen und nicht nur vorstellen. Ich erhielt das Geschenk der Verbindung mit JESUS selbst in der hl. Kommunion.

 

 

 

 

• Welches Glaubenszeugnis hat mich so beeindruckt, dass ich ohne es nicht sein möchte?

 Ich bin nie einem echten Heiligen bzw. dem, was Christen sich unter einem „Heiligen“ vorstellen,  begegnet. Ich kann mich an eine alte Frau erinnern, die jeden Tag zur Kirche ging. Von meinen Eltern hörte ich, dass sie mehr als bescheiden und in ihrem hohen Alter noch Besuchsdienste bei Kranken durchführte immer mit kleinen Geschenken in der Hand und andere Taten der Nächstenliebe tat. Sie betete täglich den Rosenkranz. Diese Frau hat mir imponiert. Sie gehörte für mich zu den Alltagsheiligen, von denen wohl niemand weiß und spricht, aber doch da sind. Ich kann nicht sagen, wie sich sich gegenüber anderen verhielt. Aber sie war bei allen beliebt, auch bei ihrer Familie, so dass ich davon ausgehe, dass sie zu den Heiligen zählte und zählt.

 

 

 

 

So, das waren meine – natürlich nur ansatzweisen und wohl kaum ausreichenden – Antworten auf die Fragen des Autors des Bezugsartikels.

Ich bin strikt gegen eine weitere Säkularisierung der Amtskirchen, weil damit die Eigenschaft des Salzes, welches nach JESUS CHRISTUS Christen sein sollen, schal wird. Die Kirchen haben heute, weil sie sich der Säkularisierung freiwillig unter staatlichen linken Humanismuseinfluss gestellt haben, ihre eigene Marginalität eingeleitet und den Ast freiwillig abgesägt, auf welchem sie sitzen. Die Menschen werden schon genug indoktriniert mit links-atheistischem Humanismus und fragen sich, was es für einen Sinn hat, den Bezug zur Kirche aufrechtzuerhalten, denn ein guter Mensch kann ja auch außerhalb der Kirche wachsen und gedeihen.

 

 

 

 

 

Wer in seiner Außenwirkung JESUS wie einen Caritasmitarbeiter oder Diakoniemitarbeiter beschreibt, ohne die überdimensionale spirituelle Wirkung JESU zu betonen und diesen JESUS nur als ein religiöses Angebot unter vielen in einer religösen Einheitssuppe ver“marktet“, hat schon verloren.

Ja, Glaubenswissen ist wichtig. Glaubensinhalte sind wichtig. Die Verkündung dieser Inhalte mit basistheologischem Hintergrundwissen für die einfachen Gläubigen zu unterfüttern, ist meines Erachtens wichtig. Die Strategie der Kirchenführung, dass jeder Glaube Wahrheiten beinhaltet ist zum Scheitern verurteilt. Wer JESUS nicht mit der Ausschließlichkeit verkündet, den JESUS als Weg, Wahrheit und Leben in der Bibel zeigt und damit CHRISTUS der sicherste aller Wege zum himmlischen Jenseits auch ist, hat JESUS schon verraten. Das sollten sich die Kirchenlenker deutlich vor Augen führen. Judas war nicht allein. Judasse, die JESUS verraten haben, gibt es auch heute, vielleicht auch in der Kirche.

 

 

 

 

 

Auch wenn JESUS als dem Sohn GOTTES nicht geglaubt wird und jemand Andersgläubiger jedoch mit Respekt und in Liebe seine Gebete in anderen Religionen verrichtet und nicht die Anders- und Ungläubigen als minderwertige Menschen von oben herab oder hassvoll ansieht, so kann es die Gnade GOTTES einrichten, dass auch diese geretttet werden,weil sie doch letztlich im konkludenten tun CHRISTI Gebote zum Teil einhalten, auch wenn sie dies nichti n SEINEM Namen tun. Wir sind nicht diejenigen, die auf Erden richten sollten, weil wir nicht wisssen, wie GOTT richten wird. Wir dürfen für diese Menschen auch hoffen.

Beten wir für alle Menschen, dass sie zu JESUS, unserem Erlöser finden und sich ihm in Liebe anvertrauen.

Ja, je mehr Menschen diesen lauten Glaubensknall in ihrem Inneren verspüren, umso größer kann die JESUS-Gemeinde in den und auch außerhalb der Kirchen werden.

 

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