kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Entwöhnung des Volkes von den Sakramenten 16. Mai 2020

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 23:55

Er wird noch weiter zurück gehen, denn die Botschaft der Kirche in der Coronakrise war ganz und gar eindeutig:

Es geht ohne Sonntagsmesse!

 

 

 

 

 

Linz (kath.net): Keine Messen in Magdeburg, eigentlich gar keine öffentlichen Gottesdienste, soll es weiterhin geben. Keine Eucharistiefeier in Würzburg, zudem kritische bischöfliche Stimmen zur Fixierung auf die Eucharistie aus Erfurt, Hildesheim, Mainz und von anderen Orten. Es entsteht der Eindruck, als hätten sich Teile des Episkopats entschlossen, das Volk von den Sakramenten zu entwöhnen. Antisakramentale Impulse aus der akademischen Theologie scheinen sich hier zu manifestieren.

Nachvollziehbar ist die Kritik an der Würdigkeit einer Eucharistiefeier unter verschärften Hygienebedingungen allemal. Da gilt es ernsthaft zu fragen, was nötig ist und was die Würde der Liturgie unnötig beeinträchtigt. Kommunionspendung mit pinzettenähnlichen Zangen ist vielerorts zum Glück wieder eingestellt worden. Bei Einweghandschuhen ist die Frage der Purifikation immer noch ungeklärt. Zahlreiche Experimente, die von der Glosse zum Ordo Corona am vergangenen Montag gar nicht erfasst wurden, machten vergangene Woche die Runde. Ein Ende ist noch nicht abzusehen.

 

 

 

 

 

Eine Messe der mitgebrachten Brötchen erwies sich dann doch – schon vor der Durchführung – als nicht zu Ende gedacht. Ein Kommunionbrett, das an einen Schnapsmeter erinnert, ging jüngst durch die Presse. Die Phantasie des Kolumnisten reichte einfach nicht aus, den Ordo Corona in seiner ganzen Fülle zu erfassen. Wo der Bischof von Magdeburg Recht hat, ist ihm zuzustimmen. Auf diese Weise wird nicht würdig Eucharistie gefeiert. Ist Streichung dann die einzig mögliche Folge?

Denn so muss sich der Episkopat den Vorwurf gefallen lassen, bestenfalls Krokodilstränen zu weinen. Das Kirchenrecht bestimmt, das der Bischof, nicht der Ministerpräsident und nicht der Landrat, in einem Bistum die Liturgie zu regeln hat. Der Übergriffigkeit des Staates ist ein Ende zu setzen. Bischöfe sollten sich ihrer Vollmachten erinnern und den Mut fassen, wo es nötig ist, der Staatsmacht offen zu widerstehen.

 

 

 

Ein gewöhnlicher Gläubiger rechnet es dem Bischof vor, wie gering die Gefahr der Infektion bei der Feier der Heiligen Messe im Bistum Magdeburg ist. Hier ist nicht der Ort zu entscheiden, ob er recht hat oder nicht.

(https://kathleben.de/nie-wieder-oeffentliche-gottesdienste-wortmeldung-eines-laien)

 

 

 

 

 

Zudem ist kein Bischof gezwungen der Wortmeldung eines einzelnen oder der Diktion des Staates sofort zu folgen, doch es wäre an ihm, zu prüfen und den Sachverstand aus den eigenen Reihen abzufragen, um zu einer validen eigenen Entscheidung zu kommen. Man kann nur spekulieren, was der Grund ist dies nicht zu tun. Was für Magdeburg gilt, gilt auch für andere Regionen in Deutschland.

Nicht spekulieren muss man jedoch über die Konsequenzen. Schon wird an einigen Orten gemeldet, dass der Messbesuch nach den Lockerungen sehr gering ist. Er wird noch weiter zurück gehen, denn die Botschaft der Kirche in der Coronakrise war ganz und gar eindeutig: Es geht ohne Sonntagsmesse. Es geht ohne Osterbeichte. Es geht ohne Osterkommunion. Dass eine Coronamesse kein erhebendes Erlebnis ist, braucht wohl nicht eigens erwähnt werden.

 

 

 

 

 

Ausgefallen sind Firmungen und Erstkommunionen. Unklar ist noch, wie viele davon nachgeholt werden und ob die Menschen dazu überhaupt bereit sind. Im Herbst haben die Verwandten vielleicht gar keine Zeit zu einer Feier zu kommen. Wozu dann noch er Kram in der Kirche und aus dem Kommunionkleid ist das Kind längst rausgewachsen. Weil es auch ohne geht, tut man dem jüngeren Geschwisterkind „den Kram“ später womöglich gar nicht erst an. Wieviele der Jugendliche sich durch die Firmvorbereitung geschleppt haben und jetzt nicht gefirmt wurden, werden im Herbst noch bereit sein zu kommen?

Dann ist vielleicht die Schule vorbei und die Ausbildung hat begonnen. Die Kirche hat sich erledigt. Bei aller Kritik an der erkennbar unfruchtbaren Praxis von Erstkommunion- und Firmkatechese hat der komplette Ausfall der Sakramente noch mal eine ganz andere Qualität. Die Sakramentalität des kirchlichen Handelns wird hier komplett unterwandert.

 

 

 

 

Nicht nur sakramental aber auch durchaus bedeutend ist die in Coronazeiten fast erloschene Begleitung am Lebensende. Verunmöglichung von Krankensalbung, die es auch in kirchlichen Altersheimen gegeben hat in Verbindung mit an einigen Orten deutlich grenzwertige Bestattungen ohne Requiem, sind eine posthume Demütigung von ihr Leben lang glaubenstreuen Verstorbenen. Die hinterbliebenen Angehörigen werden es der Kirche zu danken wissen.

Löbliche Ausnahmen, wo sich Priester bis an die Grenzen ihrer Möglichkeiten und darüber hinaus bemüht haben, seien hier ausdrücklich ausgenommen.

 

 

 

 

 

In der Summe kann man davon ausgehen, dass die kirchlichen Coronamaßnahmen exakt den in den vergangenen Jahren eingeschlagenen Weg der Kirche in die vollkommene gesellschaftliche Irrelevanz nun mit erhöhter Geschwindigkeit fortsetzen. Daher kann nun erwartet werden, dass zu dem konjunkturbedingten Kirchensteuerrückgang jetzt auch eine bis dato ausgebliebene kirchensteuerwirksame Kirchenaustrittswelle des Bürgertums dieser Krise folgen wird. Am Ende vermag man sich doch selber nur völlig ratlos zu fragen: Wer braucht eigentlich eine Kirche, die in der Krise verschwunden ist?

 

 

 

 

 

 

 

 

Kommentar von „Kopten ohne Grenzen

 

 

 

 

 

Der Kommentator hat völlig recht. Das devote Abnicken der Kirchenleitungen, die staatlichen Coronaauflagen betreffend, ist im Grunde nur der letzte konsequente Akt des schon seit Jahren eingeschlagenen Weges der Kirchen in der allgemeinen Glaubensverdunstung. Mit diesem Abnicken haben sich die Kirchen vorerst überflüssig gemacht. Es geht auch ohne. Es geht ohne Sakramente, es geht ohne Gebet, es geht ohne Kirche, es geht ohne Beerdigungsfeier, es geht ohne Sterbebegleitung, es geht ohne Altenbesuche, es geht ohne jede sozialen Kontakte. Die Gläubigen werden merken, dass eine virtueller Gottesdienst ja auch geht und den gibt es ja schon in vielen TV-Programmen. Warum dann erst sich beschwerlich auf den Weg machen zur Kirche am Sonntag?

 

 

 

 

 

Das Leben geht auch ohne Kirchenbesuch seinen Gang. Ja, es wird Gläubige geben, die nach der Reaktion der Kirchen auch ohne GOTT, ohne den VATER, den HEILIGEN GEIST und JESUS CHRISTUS und damit ohne Sakramentenempfang ihr Leben gestalten können und sie fühlen sich nicht einmal schlecht dabei. Für sie begann die Abnabelung von dem Kirchenbesuch, von der Kirche selbst bis hin zur Abnabelung dem Glauben gegenüber mit Beginn der Coronamaßnahmen.

 

 

 

 

 

 

Für die Kirchen kann dieser Einschnitt heilsam sein, wenn die rechte Erkenntnis daraus folgen würde. Wurde nicht auch vor der Coronakrise schon jahrelang der Glaube in so mancher Predigt in Frage gestellt? Was in der Bibel hat JESUS wörtlich so gesagt?

Kann man den Worten JESU der Bibel noch so glauben und vertrauen, wie es dort geschrieben steht? Können die Wunder JESU Tatsachenberichte sein oder sind sie nur Metaphern? Ist das eucharistische Brot nur eine Gedächtnispille oder der gegenwärtige echte Leib CHRISTI auf dem Altar? Gibt es die Hölle, wenn GOTT doch ein GOTT der Liebe sein muss? Hat GOTT überhaupt noch etwas zu sagen oder bestimmen Theologen der historisch-kritischen Methodik, was Gott sein darf und was nicht? Ist es nicht egal, welchen Glauben der Mensch hat? Er kommt doch immer in den Himmel, oder? 

 

 

 

 

 

 

Diese schwere Verunsicherung im Glauben hat schon schweren Schaden in den Seelen der Menschen bereits vor der Coronakrise angerichtet, vielleicht einen Schaden, der wegen der Gleichgütligkeit nicht einmal bemerkt wurde, so wie der Glaube Stück für Stück sukzessive verdunstete. 

Die Kirchen haben den Glauben, was Glaubensinhalte anbelangt,  an den DREIEINEN GOTT leider jahrzehntelang zu stiefmütterlich behandelt. War es für die Gläubigen z.B. im katholischen Bereich Sünde,  wenn sie nicht in den sonntäglichen Gottesdienst  gingen,  so konnten sie sich nun in der Coronakrise bequem zurücklehnen. Viele gingen aus guter Tradition, jedoch ohne echten festen Glauben zur Kirche. So kampflos wie die Kirchenleiter – allen voran Kardinal Marx und Bischof Bedford-Strohm, die ohnehin ihr Kreuz-Bekenntnis eher lasch handhabten auf dem Tempelberg – die sonntägliche Messen und Gottesdienste  brav ohne Murren aufgaben, sucht seinesgleichen.

 

 

 

 

 

Anstatt die Gottesdienstzahlen in den Gemeinden zu verdoppeln, um die sicher notwendigen Hygiene- und Abstandsregelvorschriften des Staates sicherstellen zu können, weil die Gläubigen sich hätten besser verteilen können auf eine größere Anzahl von Gottesdiensten, stellte man lieber den Liturgiebetrieb ganz ein. Es ist ja auch leichter.  Es ist wahrlich nicht zu hoffen, aber diese Leichtfertigkeit, diese Marginalisierung der Aufgabe der Sonntagsgottesdienste könnte sich rächen. Wenn der Kirche die Gottesdienste offenbar nicht so wichtig sind, kann ja auch jeder Gläubige auf diese Sonntagsgottesdienste verzichten.

 

 

 

 

 

 

Der letzte Absatz des Bezugsartikel hat besondere Brisanz und leider auch brutale Realität. Darum noch einmal:

In der Summe kann man davon ausgehen, dass die kirchlichen Coronamaßnahmen exakt den in den vergangenen Jahren eingeschlagenen Weg der Kirche in die vollkommene gesellschaftliche Irrelevanz nun mit erhöhter Geschwindigkeit fortsetzen. Daher kann nun erwartet werden, dass zu dem konjunkturbedingten Kirchensteuerrückgang jetzt auch eine bis dato ausgebliebene kirchensteuerwirksame Kirchenaustrittswelle des Bürgertums dieser Krise folgen wird. Am Ende vermag man sich doch selber nur völlig ratlos zu fragen: Wer braucht eigentlich eine Kirche, die in der Krise verschwunden ist?

Ende des Artikelausschnitts.

 

 

 

 

 

Bitten wir inständig um den Beistand des HEILGEN GEISTES, bitten wir um eine fundierte Glaubensunterweisung in den Kirchen, bitten wir um das Bewusstsein, dass es „ewiglebensnotwendig“ ist, JESUS CHRISTUS auch in den Gottesdiensten in tiefem Glauben, Vertrauen und SEHNSUCHT begleiten und IHN als Zeichen unserer Liebe in der hl. Eucharistie selbst empfangen zu dürfen.

Mit der fast wortlosen Trockenheit und Selbstverständlichkeit, mit der die Kirchenleitungen ohne jeden Widerstand die Gottesdienste in der Coronakrise eingestellt haben, haben sie letztlich ihr Desinteresse bekundet und sich unhinterfragt den staatlichen Vorgaben unterworfen und letztlich damit dann auch ihre eigene Existenzberechtigung in Frage gestellt. Das wäre wohl einem Kardinal von Galen nicht passiert.

Da kann sich dann jeder fragen: Wozu braucht es die Kirchen?

 

 

 

 

 

 

An dieser Stelle möge an den heiligen Pater Damian de Veuster aus Belgien gedacht werden:

https://de.wikipedia.org/wiki/Damian_de_Veuster

Leben

Damian de Veuster (1888)

 

 

 

 

 

Jef de Veuster wurde als siebtes Kind einer Bauernfamilie geboren. Nach Abschluss der Volksschule arbeitete er vier Jahre auf dem elterlichen Hof und wurde dann von seinem Vater auf eine Handelsschule geschickt. Er sehnte sich aber nach einem Leben in der kirchlichen Mission. Daher trat er 1860 in das belgische Mutterhaus der Kongregation von den Heiligsten Herzen Jesu und Mariens und der ewigen Anbetung des Allerheiligsten Altarsakramentes in Löwen ein und erhielt den Ordensnamen Damian. 1863 wurde er in die Mission auf die Sandwich-Inseln (den heutigen US-Bundesstaat Hawaii) entsandt. Dort empfing er schon zwei Monate später die Priesterweihe in der Kathedrale von Honolulu und wurde zunächst auf die Insel Hawaiʻi, nach Puna und Kohala, gesandt.

 

 

 

 

 

Pater Damian war für seine gute Konstitution bekannt und erbaute eine Reihe von Kapellen mit eigenen Händen. Auf eigene Bitte hin ließ er sich 1873 auf die Insel Molokaʻi bringen, wo in einem schwer zugänglichen und durch hohe Klippen eingefassten Gebiet (Kalawao) etwa 600 Leprakranke von der Gesellschaft ausgestoßen und ohne jede medizinische Betreuung lebten. Durch sein Wirken unter den Kranken erlangte Pater Damian große Bekanntheit und Verehrung als „Apostel der Leprakranken“.

Schließlich infizierte er sich mit der damals tödlichen Krankheit. 1885 wurde sie von Eduard Arning diagnostiziert, vier Jahre später starb Pater Damian. Seine sterblichen Überreste wurden 1936 auf der Mercator nach Belgien überführt und in der Krypta der Klosterkirche St. Antonius am Pater-Damiaansplein in Löwen beigesetzt, die heute zu einer Stätte der Verehrung geworden ist. Das Pater Damiaancentrum, ein Dokumentations- und Begegnungszentrum, befindet sich ebenda (Sint-Antoniusberg 5).

 

 

 

 

 

 

Am 4. Juni 1995 wurde Pater Damian von Papst Johannes Paul II. selig- und am 11. Oktober 2009 von Benedikt XVI. im Petersdom heiliggesprochen.

Pater Damian ist der Schutzpatron der Leprakranken. Dieses Patronat wurde in den 1980ern von Aids-Selbsthilfeeinrichtungen inoffiziell übernommen, da Infizierte und Erkrankte teilweise ebenso wie Aussätzige behandelt wurden. Mehrere Damien Centers und Damien Ministries weltweit widmen sich der Betreuung HIV-positiver und an Aids erkrankter Menschen. In der episkopalen Kirche St. Thomas the Apostle in Hollywood ist ihm die einzige dem Andenken an den Folgen von Aids verstorbenen Menschen gewidmete Kapelle geweiht.

Ende des Artikelausschnitts.

 

 

 

 

 

Ja, das war ein heiligmäßiges Leben auch in Zeiten von Seuchen wie damals der Lepra. Auf seine Fürsprache hin möge uns heutigen Gläubigen die Wichtigkeit des starken und festen Glaubens an unseren HERRN JESUS CHRISTUS in der Einheit mit dem HEILIGEN GEIST und dem VATER, der bis zur Selbstaufgabe reichen sollte, wieder neu bewusst werden.

Nach der heutigen laschen Theologie wäre dieser Eifer der Heiligkeit nicht nötig gewesen, denn er wäre ja auch so in den Himmel gekommen. Wie gefährlich dieser neue Einfluss irriger Theologie heute ist, mag an diesem Beispiel mehr als deutlich werden.

 

One Response to “Entwöhnung des Volkes von den Sakramenten”

  1. Ich muss jetzt schon oft ohne Kirche und allein mit dem Glauben zurecht kommen. Auch schon vor Corona. Deshalb ist Pilgern eine alternative. Die Kirche lässt mich oft im Stich und allein da sitzen. Jesus hat mich nie verlassen er ist immer für uns da. Jesus ist der Weg.


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