kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Ignatius Joseph III. Younan,„Hab keine Angst, du kleine Herde“ 18. April 2020

Filed under: Christenverfolgung,Islamischer Terror — Knecht Christi @ 00:09

Fürchte dich nicht

Die Christen des Nahen Ostens fühlen sich vom Westen verlassen und tief verraten, warnt der syrisch-katholische Patriarch Ignatius Joseph III. Younan im Interview mit der JUNGEN FREIHEIT.

 

 

 

 

 

 

Obwohl sie das Erbe von jahrtausendealten Kulturen weitertragen und die ersten Missionare dieses Glaubens waren, fürchten sie, daß ihr Überleben für den Westen nicht mehr wichtig ist.

 

 

 

 

 

 

Eminenz, die Zahl der Christen in Nahost nimmt zusehends ab. Welche Gründe gibt es dafür?

Ignatius Joseph III. Younan: Es gibt verschiedene Gründe. Alles begann mit der islamischen Invasion im siebten Jahrzent, als die Eroberer den Plan hatten, eine absolute Version des Islams durchzusetzen. Sie verstand den Islam als die Erfüllung der christlichen sowie der jüdischen Offenbarung. Das führte zur direkten oder indirekten Verfolgung der Christen und zu konsequenten Massenkonvertierungen. Leider existieren heute solche Verständnisse des Islams immer noch und sind demnach erster Grund für die Verringerung der Zahl der Christen in den vergangenen zwanzig Jahren.

 

 

 

 

 

 

 

Denken Sie dabei an den islamistischen Terror?

Younan: Ich spreche vor allem von dem sogenannten islamischen Radikalismus, der politisch in der Ideologie des Wahabismus und der Muslimbrüder Ausdruck findet. Es handelt sich um theokratische Weltanschaungen, welche die Grundlage für einige Terrorgruppen wie den IS oder al-Qaida bereitgestellt haben, die uns als „Ungläubige“ vernichten wollen. Diese Ideologien überleben eventuelle Vernichtungen der Terrorgruppen und bereiten uns Christen auch heute große und ständige Sorgen für die Zukunft. Wir fürchten, in einer Gesellschaft zu leben, in der die Mehrheit der Bevölkerung die Trennung zwischen Staat und Glauben nicht akzeptiert und bereit ist, die Nicht-Muslime zu diskriminieren.

 

 

 

 

 

 

Fühlen sich die Christen vom Westen unterstützt?

Younan: Die Christen des Nahen Ostens fühlen sich vom Westen verlassen und tief verraten. Obwohl wir das Erbe von jahrtausendealten Kulturen weitertragen und die ersten Missionare dieses Glaubens waren, merken wir daß unser Überleben für den Westen nicht wichtig ist. Viele Christen fragen sich, wieso der Westen so vorsichtig jede Art Minderheit schützt und gleichzeitig die verwundbarste Minderheit des Nahen Ostens, die in kurzer Zeit sogar verschwinden könnte, vergißt.

 

 

 

 

 

 

„Der Westen ist gegenüber dem Terror sehr zweideutig“

 

 

 

Was sind die Gründe für diese Ignoranz?

Younan: Wir sind eine Minderheit, oft wirtschaftlich uninteressant und sind für die internationale Sicherheit keine Bedrohung. Der Westen unterstützt lieber Staaten, die wirtschaftlich interessant sind, auch wenn diese die oben genannten Ideologien verfolgen.

 

 

 

 

 

Wie bewerten Sie die Positionierung des Westens gegenüber dem Terror?

Younan: Der Westen ist gegenüber dem Terror sehr zweideutig. Das ist wahrscheinlich der sogenannten „politischen Korrektheit“ zuzuschreiben, welche von vielen Politikern, Medien und Nichtregierungsorganisationen benutzt wird. Auf der einen Seite verweigern oder scheuen sich die Politiker davor, zu sagen, daß 90 Prozent des globalen Terrors dem radikalen Islam zuzuordnen ist. Auf der anderen Seite unterstreichen sie aber auch, daß die westliche Bevölkerung immer älter wird. Es scheint also, daß die Entvölkerung des Nahen Ostens im Endeffekt für eure Gesellschaften positiv, für uns aber katasprophal ist.

 

 

 

 

 

 

Was meinen Sie damit?

Younan: Es wird mehr und mehr deutlich, daß die Massenauswanderung der Jugend zu einer Verarmung der Ursprungsländer führt. Dabei zogen die Massenauswanderungswellen, die wir erlebten und erleben, furchtbare Tragödien nach sich: der Verlust der Heimat sowie die soziale und religiöse Entwurzelung sind nur einige der schlimmen Konsequenzen einer nicht geplanten Migration. Die Konsequenzen davon werden sowohl die Ursprungsländer als auch die Bestimmungsländer zu spüren bekommen. So kann, so darf es nicht weitergehen.

 

 

 

 

 

Deutschland und andere Staaten der Europäischen Union propagieren das Instrument der „Hilfe vor Ort“. Was könnte der Westen weiter tun,  um die Jugend von Migrationsgedanken abzuhalten?

Younan: Die Hilfe vor Ort braucht vor allem ein gemeinsames Vorgehen der Europäischen Union. Es muß sichergestellt werden, daß die Unterstützung auch diejenigen vor Ort erreicht, die wirklich in Not sind. Auch ist es wichtig, Menschen zu finden, die überhaupt die Fähigkeit besitzen, die Unterstützung in nachhaltige Wirtschaftsprojekte zu transformieren. Mein Rat an die Europäische Union ist folgender: Identifizieren Sie klar und deutlich die Ursachen der Migration. Unterscheiden Sie strikt zwischen den Kriegsflüchtlingen und den Wirtschaftsmigranten. Dann können Sie klar feststellen, was wo gebraucht wird. Unterstützen Sie dann die Länder des Nahen Osten, die es schaffen, eine zivile Regierung zu etablieren, die niemanden wegen des Glaubens diskriminiert.

Wirtschaftssanktionen haben furchtbare Konsequenzen

Der Westen will, daß sich sein Thema „Menschenrechte und Demokratie“ auch in Nahost etabliert. Was denken Sie daüber?

Younan: Es ist klar und deutlich, daß die politischen Systeme in den Ländern mit einer muslimischen Mehrheit sehr wenig mit den sogenannten „westlichen Demokratien“ gemein haben. Bis heute gab es kaum eine Wahl in einem muslimischen Land, in der nicht die Religion eine wichtige Rolle spielte. Auf der anderen Seite aber werden Staaten kritisiert, ja heftigst angegriffen, die das Zusammenleben von verschiedenen Religionen ermöglichen.

 

 

 

 

 

 

Sprechen Sie von Syrien?

Younan: Auch. Und ich spreche von den Wirtschaftssanktionen, die heute furchtbare Konsequenzen für die syrische Bevölkerung haben. Die Sanktionen richten sich gegen einen Staat, der die Minderheiten und die Glaubensfreiheit verteidigt. Die syrische Jugend möchte studieren und arbeiten. Aufgrund dieser Sanktionen ist dies nicht möglich. Unser Ziel ist, ihnen Hoffnung zu geben, auch wenn es zu dieser Zeit sehr schwierig ist.

 

 

 

 

Sie haben sich sehr kritisch gegenüber der Masseneinwanderung nach Europa geäußert. Wie bewerten Sie die Haltung der Katholischen Kirche?

Younan: Wir Christen folgen der Lehre des heiligen Jesus, der uns gelehrt hat, den Fremden willkommen zu heißen. Die Christen des Nahen Ostens haben in diesen schwierigen Jahren viel Unterstützung von unseren europäischen Brüdern bekommen, dafür sind wir sehr dankbar. Um diese schwierigen Zeiten zu bewältigen, bitten wir sie darum, unsere Jugend zu unterstützen. Viele Jugendliche sind heute entwurzelt und orientierungslos. Wir wollen ihnen helfen, stark im Glauben und in der Hoffnung zu bleiben und die eigene Heimat nicht zu vergessen. Wir wollen sie immer an die Worte des Herren erinnern: „Hab keine Angst, du kleine Herde“.

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Ignatius Joseph III. Younan, geb. 1944, ist syrisch-katholischer Patriarch von Antiochia und Oberhaupt der mit Rom unierten syrisch-katholischen Kirche. Er hat seinen Sitz in Beirut, besucht jedoch regelmäßig Syrien. Seinen Antrittsbesuch absolvierte er 2009 bei Papst Benedikt XVI. Ignatius Joseph III. Younan beherrscht neben Arabisch auch die aramäische, türkische, englische, französische, italienische, lateinische und deutsche Sprache.

 

 

 

 

 

 

 

32 Bibelverse über die Angst - LUT & NeÜ - DailyVerses.net

 

Kommentar von „Kopten ohne Grenzen

 

 

 

 

 

Ignatious Josefph III. Younan spricht das aus, was notwendig und leider auch wahr ist. Dafür unseren ausdrücklichen Dank! Außer demokratisches und Menschenrechtsgerede kommt nichts Entscheidendes vom Westen, was die Christen im Nahen Osten betrifft. Im Gegenteil: Die militärischen Operationen, die leider auch vom Westen ausgingen (Irakkrieg), haben die ganze Region über Gebühr destabilisiert, und zwar nicht ohne Grund. Sie wollten Chaos und aus diesem Chaos heraus Flüchtlingsbewegungen erzeugen, um den Globalen Migrationspakt durchsetzen zu können. Nun ist wahrlich nicht allein der Westen schuld. Saudi Arabien, Iran, Türkei und andere islamische IS- und Terrorbanden taten ihr Übriges. Stellvertreterkriege in Syrien der Westmächte, Republikanische und demokratische Kriegstreiber ÄVOR Trump im Weißen Haus, und IS-Kämpfer sowie die unselige Rolle der Türkei, die den IS staatlich durch Ölkäufe u. a. unterstützt haben, haben viele Menschenleben auf dem Gewissen.

 

 

 

 

 

 

Und das Land, in dem sich die muslimischen Heiligtümer des Islams befinden, hat nichts besseres zu tun, als mit westlichen und anderen gekauften Waffen Krieg gegen Jemen zu führen, ein Glaubenskrieg zwischen Schiiten und Sunniten. Dieses Land schottet sich trotz immensen Reichtums gegenüber Flüchtlingen, also gegen die eigenen Glaubensgeschwister ab, möchte aber lieber in Europa den Bau von Moscheen finanzieren. Da brauchen wir nur 1 und 1 zusammenzuzählen und wir wissen, dass der Islam seine politische Religionsvariante, die sich gegen Demokratie und Menschenrechte richtet, in Europa weiter ausbauen will, weil unsere EU-Politiker das EIndringen des Islams seit Jahrzehnten nicht nur tolerierten, sondern auch unter Mithilfe der Kirchen förderten.

 

 

 

 

 

Nun erhebt diese mutige Mann seine Stimme und wirft dem Westen genau das vor, was Tatsache ist und entlarvt damit dessen heuchlerischen,  lügenerischen Fake-News-Sprüche von Menschenrechten und Demokratie, die sie für den Islam einschließlich seiner Radikalität angewandt sehen wollen, nicht aber für Christen, vor allem nicht für die im Nahen Osten. Diese Christen sind dem Westen völlig egal, weil sie keine Wirtschaftsmacht darstellen. Die wurden wie auch andere Volksgruppen wie heiße Kartoffeln fallengelassen, denn deren Schutz bringt ja nur Kosten und keinen wirtschaftlichen Nutzen, dafür aber Vertreibung, Vergewaltigung, Mord und Flucht. 

Der Westen ist so feige wie die Bundesregierung und die EU und die UNO und unterscheiden noch heute nicht einmal  zwischen echten Flüchtlingen und einfachen Wirtschaftsmigranten. Das allein ist eine große Täuschung und Lüge.

 

 

 

 

 

Leider müssen wir dem syrisch-katholischen Patriarch im letzten Absatz widersprechen. Die europäischen Kirchen haben zwar Hilfe geleistet – dafür bedankt sich auch der Partriarch artig -,  treiben jedoch mit ihre Förderung des Islams in Europa das gleiche schmutzige Spiel wie der politische Westen des linken Spektrums insgesamt. Leider spielt da auch Papst Franziskus eine unrühmliche Rolle. Auch er unterscheidet nicht zwischen Flüchtlingen und Wirtschaftsmigranten. Auch er setzt sich für den Globalen Migrationspakt ein ohne mit seinen Schäfchen daürber zu sprechen und ohne mit den Gläubigen der Welt Rücksprache zu nehmen, ähnlich wie dies auch die Politik der EU und Deutschlands tun. Es scheint schon fast die Regel zu sein, die zu belastenden Bevölkerungen der Welt nicht zu fragen. Da werden einfach Tatsachen geschaffen. Das geht jedoch auf Kosten des Zusammenhalts, der Kulturidentität und des Sozialstaats.

 

 

 

 

 

 

Im Übrigen verschweigen die deutschen Amtskirchen die Gefahr, die der Islam für Europa bringt und machen sich zu zwiespältigen Helfern der Ausweitung derer, die das Christentum verfolgen und geringschätzen und deren Radikale, dieses verachten. Sie sind leider die Gehilfen beim staatlich geförderten Programm der Christentumstzerstörung. Das 2. Vatikanische Konzil hat es leider ermöglicht, in völlig irriger Annahme, die Gottesbilder des DREIEINEN GOTTES mit dem des Allah ansatzweise, wenn auch nicht vollständig, in Verbindung zu bringen. Das war der größte Fehler dieses Konzils.

 

 

 

 

 

Nur Gemeinsamkeiten zwischen Christentum und Islam hervorzuheben entspricht nicht der faktischen Wahrheit. Die sollte es schon sein dürfen: Denn JESUS sage von sich: „Ich bin der Weg (Weg ins Himmelreich), die Wahrheit (SEINEN Worten und Werken kann jeder Mensch zu 100 % vertrauen und glauben) und das Leben (durch SEINEN Liebestod am Kreuz und seine Auferstehung ist JESUS als der SOHN GOTTES als Osterlamm der Garant des ewigen Lebens).

Die tiefgreifenden Unterschiede künstlich unter der Decke zu halten und zu verschweigen, dient weder der Wahrheit und der Liebe, dem Weg zu GOTT und erst recht nicht dem ewigen Leben im Paradies.

 

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