kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Laila (1) erfror im Arm ihres Vaters 20. Februar 2020

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 23:50

„Er trug ihren toten Körper und merkte es nicht“

Auf der Flucht vor dem Syrien-Krieg

 

 

 

 

Dieses Foto zeigt ein grausames Schicksal des Syrien-Krieges. Wir schauen in die Augen der kleinen einjährigen Laila. Ihr Vater hat sie durch Schnee und Wind aus einem Zelt in einem Flüchtlingslager zu einem Krankenhaus in Afrin gebracht. Doch Laila ist bereits tot. Sie starb auf seinem Arm. Eine Stunde, bevor er in der Klinik ankam. Er hatte es gar nicht gemerkt.

Das schreibt der syrische Arzt Housam Adnan in einem bewegenden und anklagenden Facebook-Post. Die Geschichte von Laila und ihrem Vater, sie zeigt die ganze Traurigkeit und Unmenschlichkeit dieses Krieges. Laila und ihr Vater, sie waren auf der Flucht, geflohen vor dem Regime von Diktator Assad.

 

 

 

 

 

Syrischer Arzt schreibt bewegenden Facebook-Post

Der Arzt Adnan schreibt:

„Heute kam dieses Kind am frühen Morgen in unser Krankenhaus.

Ihr Vater brachte sie aus einem Zelt, das mehrere Kilometer von unserer Klinik entfernt steht.

Sie litt an einer Erkältung. Er nahm alles aus dem Zelt mit, mit dem er sie warmhalten konnte.

Er tat alles, um ihr kleines Herz zu erwärmen.

Er trug sie eng an sich und weinte.

Er lief seit fünf Uhr morgens durch Schnee und Wind.

Er lief durch den Schutt.

Er stolperte manchmal. Um sie gegen den Wind zu schützen, drehte er seinen Rücken in den Wind. Er lief durch die zugefrorenen Gräben.

Er lief in abgetragenen Schuhen.

Seine Gliedmaßen froren, aber sein Herz umarmte sie immer wieder.

Er lief zwei Stunden lang, bis er bei uns ankam.

Unter Widerstand trennten wir die beiden voneinander. Wir sahen das Engelsgesicht des Kindes. Sie lächelte, ohne Regung.

Wir hörten ihren Herzschlag ab.

 

 

 

 

Sie war tot.

Schon seit einer Stunde.

Er trug ihren Körper durch die Straßen und hatte es nicht bemerkt.

Und wir sitzen hier neben unseren Heizungen, unter den Dächern unserer Häuser.

Ihr, ihr Leute dieser Welt.

Ihr Menschen dieser Erde.

Ihr alle habt sie getötet.“

Bei Minusgraden hatte ihr Vater sich auf den Weg gemacht, als Laila im kargen Lager nahe Aleppo immer kranker geworden war. Es ist die Geschichte eines toten Kindes, stellvertretend für die 2,5 Millionen Kinder, die vor den Gräueltaten in Syrien auf der Flucht sind. Und die zum Spielball der geopolitischen Machtinteressen auf der Welt geworden sind.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kommentar  von „Kopten ohne Grenzen

 

 

 

 

Ein sehr manipulativer Text des Arztes, der jegliche Schuld am Tod dieses Mädchens den Menschen der ganzen Welt aufoktroyieren will. 

Ist es christlich, einen Kommentar so zu beginnen?

Ja! Es stimmt: Dieses Bild kann für das Schicksal nicht nur dieses 1-jährigen Mädchen stehen, sondern für das Todesschicksal aller Menschen, die Opfer von Kriegen und anderen Katastrophen wurden, ja sogar in den Jahrhunderten und Jahrtausenden seit Beginn der Existenz der Menschheit.

 

 

 

 

Ist es von diesem Arzt richtig, solch einen Text zu verfassen?

Ob dieses Foto der Realität entspringt, kann nicht gesagt werden. Bilder können auch lügen wie im Fall des ertrunkenen Jungen Alan Kurdi 2015, dessen Leichenfoto bewusst für die Flüchtlingsproblematik gestellt war, um die Willkommenskultur anzuheizen und um Schuldgefühle zu erwecken. Die dürftigen Fakten, die wir aus diesem Artikel entnehmen dürfen, sind folgende: Der syrische Vater war auf der Flucht vor Assad und hielt sich in einem Flüchtllingslager in der Nähe von Afrin auf. Afrin liegt im Nordwesten von Syrien.

Wer sind die Menschen, die vor Assad auf der Flucht sind?

Es waren und sind Menschen, die sich in islamistischer Weise gegen Assad al Rebellen betätigt haben. Es könnte so gewesen sein, aber es muss nicht so gewesen sein. Alles nur Spekulationen.

 

 

 

 

 

In Syrien ist nun seit 9 Jahren Krieg. Warum beschuldigt dieser Arzt alle Menschen auf der Erde, denen es besser geht, wie dieser Familie? Warum beschuldigt er nicht speziell diejenigen, die für diesen Krieg verantwortlich sind, nämlich die Stellvertreterkriegstreiber wie den US-Präsidenten Obama, Saudi Arabien, Erdogan und die anderen westlichen Länder, die nicht genug bekommen können, den Nahen Osten zu destabilisieren, um damit den Globalisten in die Hände zu spielen!? Warum beschuldigt er nicht den IS und die anderen islamischen Terrororganisationen, die u. a. auch aus Iran gesponsert werden oder Russland und andere Länder, die ebenfalls, sei es aus machtpolitischen oder machtreligiösen Gründen an diesem Krieg beteiligt waren und sind.

 

 

 

 

 

So wenig, wie dieser Vater möglicherweise dafür kann, dass er Flüchtling im eigenen Land geworden ist, können Menschen in aller Welt etwas dafür, dass seine Tochter gestorben ist,  wenn die Politik aus West und Ost aus Islamland und Co. zu den Kriegstreibern gehören. Schuld sind auch diejenigen, die Waffenlieferungen in diese Länder getätigt haben.

Die Frage darf auch in diesem Zusammenhang erlaubt sein, warum dieser Vater nicht innerhalb Syriens in andere Orte, in denen Frieden herrscht, geflohen ist. Wollten ihn seine Landsleute etwa nicht, weil er zu den Rebellen gegen Assad gehörte? Es ist doch erstaunlich, warum sich Syrer noch heute in syrischen Flüchtlingslagern aufhalten, wenn weite Teile Syriens schon befriedet sind. Warum wird akutell Herr Erdogan nicht von diesem Arzt aufs Korn genommen.

 

 

 

 

Soll dieses Bild wieder die Bereitschaft erhöhen, weitere Flüchtlinge aus Syrien aufzunehmen? Warum bitte sagt dieser Arzt nicht, dass auch die Länder besondere Schuld auf sich geladen haben, die selbst ihre islamischen Glaubensgeschwister als Flüchtlinge nicht aufgenommen haben.

Bevor das alles nicht geklärt ist, darf es nicht sein, dass Kinderleichenfotos dazu benutzt werden, jedem Menschen dieser Erde in die Schuldpflicht zu nehmen. Auch das ist wahrlich keine christliche Lebenseinstellung. Die Schuld immer bei anderen zu suchen, ist die denkbar schlechteste Methode, um Schuldgefühle zu erzeugen.

 

 

 

 

Dieser Arzt wil jetzt 8 Milliarden Menschen in Schuldhaftung nehmen?

Ein doch letztlich sehr unchristliches Verhalten. Er sollte Ross und Reiter nennen. Dann hätte dieser Arzt und der von ihm geschilderte Fall und deren Menschen unsere ganze Anteilnahme.

 

 

 

Selbstverständlich beten wir für alle echten Flüchtlinge und für alle trauernden Eltern in Lagern, egal, wo auf der Welt. Es kann kein christliches Denken sein, die Flüchtlingssituationen klein zu reden.  Aber es muss auch christliches Denken sein, dass die Schuld nicht jedem Menschen auf der Erde hier übertragen werden kann, vor allem dann nicht, wenn die meisten Menschen für den Tod dieses Mädchens eben nicht die Schuld tragen. Inwieweit der Vater dieses Mädchens möglicherweise selbst Schuld trägt, müsste einem weiteren Faktencheck unterzogen werden.

 

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