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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Erzbischof Schick, die Tötung eines Terrorchefs und das 5. Gebot 15. Januar 2020

Filed under: Islamischer Terror — Knecht Christi @ 13:37

Bildergebnis für Umgang mit #Terror

Bamberger Erzbischof behauptet im Zusammenhang mit der Tötung eines Terroristenchefs, dass der Katechismus jedes Töten ablehne.

 

 

 

 

Dafür gibt es auf Twitter heftigen Kontra von Alexander Kissler und auch vom deutsch-israelischen Buchautor Ahmad Mansour

 

 

 

 

 

Bamberg (kath.net): „Beim Umgang mit #Terror entstehen häufig schwierige Fragen, moralische Dilemma, auf die es kaum klare Antworten geben kann. Eine kindische Betrachtung dieses Bischofs ist, mit aller Sympathie zum #Pazifismus, grundlegend falsch, historisch naiv & absolut realitätsfern. #Solimani“ Mit so deutlichen Worten hat am der deutsch-israelische Psychologe und Buchautor am Wochenende Ahmad Mansour merkwürdige Aussagen des deutschen Erzbischof Ludwig Schick auf Twitter kommentiert.

Schick hatte die Tötung des Chefs der Elitetruppe Al-Kuds-Brigaden, der für zahlreiche Terroranschläge verantwortlich war, zum Thema gemacht und behauptet, dass der Katechismus der Katholischen Kirche (KKK) jedes Töten ablehne, weil nur Gott über Leben und Tod entscheiden dürfe. „Darüberhinaus reißt das gezielte Töten von Menschen meist andere Menschen mit in den Tod, die Folgen sind auch weitere Menschenopfer, was die Tötung von Soleimani zeigt“, meinte Schick.

 

 

 

 

 

Kontra bekam Schick auch von Alexander Kissler, dem bekannten katholischen Journalisten und Ressortleiter Salon beim Magazin Cicero. „Es bleibt für meine laienhafte Auffassung unerklärlich, woher Herr @BischofSchick seine Überzeugung nimmt, das Leben etwa eines Massenmörders wiege für die Kirche mehr als das Leid seiner (bisherigen und) künftigen Opfer.

Georg Elser war dann ein schlechter Christ?

Heikle Sache“, schreibt Kissler auf Twitter.

 

 

 

 

Doch was sagt der Katechismus wirklich zu den Thesen von Schick?

Fakt ist, dass die Kirche nie ein absolutes Tötungsverbot ausgesprochen hat. „Man darf niemals einen unschuldigen Menschen direkt töten“, lautet eine sehr bekannte These der katholischen Moraltheologie zu diesem Thema. Im Katechismus selbst ist beispielsweise Selbstverteidung klar erlaubt: „Die Liebe zu sich selbst bleibt ein Grundprinzip der Sittenlehre. Somit darf man sein eigenes Recht auf das Leben geltend machen. Wer sein Leben verteidigt, macht sich keines Mordes schuldig, selbst wenn er gezwungen ist, seinem Angreifer einen tödlichen Schlag zu versetzen.“ (2264) oder „Die Notwehr kann für den, der für das Leben anderer oder für das Wohl seiner Familie oder de Gemeinwesens verantwortlich ist, nicht nur ein Recht, sondern eine schwerwiegende Verpflichtung sein.“ (2265)

 

 

 

 

 

Auch wurde von der katholischen Kirche der Tyrannenmord durchaus unter gewissen Voraussetzungen als legitim eingestuft. Im Katechismus heißt es dazu: „Bewaffneter Widerstand gegen Unterdrückung durch die staatliche Gewalt ist nur dann berechtigt, wenn gleichzeitig die folgenden Bedingungen erfüllt sind: (1) daß nach sicherem Wissen Grundrechte schwerwiegend und andauernd verletzt werden; (2) daß alle anderen Hilfsmittel erschöpft sind; (3) daß dadurch nicht noch schlimmere Unordnung entsteht; (4) daß begründete Aussicht auf Erfolg besteht und (5) daß vernünftigerweise keine besseren Lösungen abzusehen sind.“ (2243)

 

 

 

 

Der Moraltheologe Josef Spindelböck schrieb dazu vor einigen Jahren in einem Beitrag für die Tageszeitung „Die Presse“: „Wendet man diese Kriterien auf die Situation des Stauffenberg-Attentats auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 an, so kann man der Auffassung sein, daß die gewaltsame und unter Umständen sogar tödliche Ausschaltung des Diktators als Akt der Notwehr im Namen und Auftrag des Gemeinwohls berechtigt gewesen wäre.“

Im konkreten Fall der Tötung des iranischen Generals Soleimani, der auch als maßgeblicher Drahtzieher von Terrorakten gilt, erklärte Spindelböck am Montag gegenüber kath.net: „Hier wäre der richtige Weg gemäß den Prinzipien des Natur- und Völkerrechts gewesen, ihn nach den Grundsätzen der Rechtsstaatlichkeit abzuurteilen und ihn nicht einfach durch eine Tötung im Namen der USA zu „beseitigen“. Es wäre auf jeden Fall nötig, um den Anschein der Parteilichkeit zu vermeiden, dabei internationale Instanzen der Strafgerichtsbarkeit miteinzubeziehen.“

 

 

 

 

Und schließlich findet man ein absolutes Tötungsverbot nicht einmal in der Bibel selbst. Denn die richtige Übersetzung vom 5. Gebot heißt „Du sollst nicht morden!“ und nicht (!) „Du sollst nicht töten.

Zur Dokumentation: Originaltweet des Bamberger Erzbischofs Schick vom 11.1.2020/Screenshot

https://twitter.com/KatholikenNet/status/1216059895897903111?ref_src=twsrc%5Etfw%7Ctwcamp%5Etweetembed%7Ctwterm%5E1216059895897903111&ref_url=http%3A%2F%2Fkath.net%2Fnews%2F70337

 

https://twitter.com/AhmadMansour__/status/1216421071953502209?ref_src=twsrc%5Etfw%7Ctwcamp%5Etweetembed%7Ctwterm%5E1216421071953502209&ref_url=http%3A%2F%2Fkath.net%2Fnews%2F70337

 

 

 

 

 

 

Kommentar von „Kopten ohne Grenzen

 

 

 

 

 

Vorausgeschickt: Das 5. Gebot GOTTES ist u. E. zunächst einmal ein sehr wichtige und lebenswichtige Generalvorschrift, ohne die Chaos und Anarchie entstehen würde. Kain war der  erste Mörder des Alten Testaments und passt so gar nicht in das Schema des Notwehr-Getöteten und des Tyrannenmordes. Ja, es gibt Situationen, die auch im Lichte des 5. Gebotes nicht ganz eindeutig zu interpretieren sind. Es gibt Situationen, in denen die vorsätzliche Tötung, z. B. beim Tyrannenmord legitim sein kann.

Das 5. Gebot ist jedenfalls dann anzuwenden, wenn es um die Schutzlosesten in dieser Gesellschaft geht, nämlich die Ungeborenen und selbst da ist z. B. die Tötung des Ungeborenen, wenn aus medizinischen Gründen das Leben der Mutter, die schon mehrere Kinder oder auch keines hat,  auf dem Spiel steht, wahrlich nicht eindeutig zu beantworten. Es wird immer Grenzsituationen geben, die jeder mit seinem Gewissen vereinbaren können muss.

 

 

 

 

 

 

 

Herr Erzbischof Schick, der ansonsten sehr geschätzt wird, hat hier wohl eine irrige Meinung, da der kath. Katechismus wohl differenziert anderes lehrt, wie sich aus dem Bezugsartikel ergibt. Wichtig zu bemerken ist, dass der Erzbischof wohl das ausspricht, was viele Christen als absolut denken. Der Autor des Artikels lotet dagegen sehr gut aus, unter welchen Umständen eine Tötung eines Menschen gerechtfertigt sein kann, nämlich im Falle der Notwehr und im Falle der Tötung eines Tyrannen, wenn eben bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.

Wie recht der Katechismus hat, zeigen die Morde an Saddam Hussein aus Irak und Gaddafi aus Libyen. Bis heute sind in Folge der Tötung dieser Diktatoren, die weiß GOTT keine Unschuldslämmer waren, das Chaos und die Anarchie ausgebrochen und im Falle Libyens auch noch zusätzlich die Mittelmeertoten, die es mit Gaddafi nicht gegeben hätte, weil er wie üblich Erpressungsgeld von Italien und der EU erhalten hat.

 

 

 

 

 

Wie äußerte sich Gaddafi noch im Jahre 2011?

https://www.heise.de/tp/features/Ihr-werdet-von-einer-Immigrationswelle-aus-Afrika-ueberschwemmt-werden-3371456.html

 

 

 

 

„Ihr sollt mich recht verstehen. Wenn ihr mich bedrängt und destabilisieren wollt, werdet ihr Verwirrung stiften, Bin Laden in die Hände spielen und bewaffnete Rebellenhaufen begünstigen. Folgendes wird sich ereignen. Ihr werdet von einer Immigrationswelle aus Afrika überschwemmt werden, die von Libyen aus nach Europa überschwappt. Es wird niemand mehr da sein, um sie aufzuhalten.“

Diese Worte äußerte der libysche Diktator Muaamar al-Gaddafi, in einem Interview mit dem französischen Journal du Dimanche im Februar 2011. Als er diese Worte tätigte, konnte Gaddafi nicht ahnen, dass Osama bin Laden am 2. Mai 2011 von einer amerikanischen Sondereinheit auf pakistanischem Boden erschossen würde. Noch weniger war er sich wohl bewusst, dass er selbst im Oktober des gleichen Jahres als Flüchtling im eigenen Land ein grausames Ende finden würde.

Ende des verlinkten Artikelausschnitts.

 

 

 

 

Gehen wir die einzelnen Gründe des Katechismus eimal durch und stellen sie in Bezug zur Realität:

Im Katechismus heißt es zum  gerechtfertigten Tyrannenmord: 

(1) daß nach sicherem Wissen Grundrechte schwerwiegend und andauernd verletzt werden;   (trifft bei Suleimani zu, aber eben auch bei Hussein und Gaddafi.)

(2) daß alle anderen Hilfsmittel erschöpft sind; (trifft auch auf die drei Getöteten zu.)

(3) daß dadurch nicht noch schlimmere Unordnung entsteht;  (trifft nicht auf Suleimani zu, wohl aber auf Hussein und Gaddafi. Der Abschuss des Passagierflugzeuges in Richtung Ukraine war der Unfähigkeit des iranischen Militärs geschuldet.)

(4) daß begründete Aussicht auf Erfolg besteht und  (Suleimani war ein Militärterrorist und der Erfolg ist die Schwächung der Hisbollah und des schittischen Terrors. Wer den Tod von Hussein und Gaddafi als Erfolg verkauften will, sollte sich die Anarchie im Irak und in Libyen anschauen), 

(5) daß vernünftigerweise keine besseren Lösungen abzusehen sind.“ (2243) (Terroristen und Terroristen im Militärgewand sind leider nicht durch Mission oder durch gutes Zureden von ihren Taten abzubringen. Die verstehen leider nur eine Sprache, nämlich die, die sie selbst sprechen, die Ausübung von Gewalt.)

 

 

 

 

 

An dieser Stelle beten wir für alle Opfer, die sowohl in der Vertanwortung dieser drei Tyrannen standen als auch für die, die durch die Tötung  dieser drei ums Leben gekommen sind. Die Opfer sind es, die die Taten dieser Tyrannen und Terroristen zu erleiden hatten. Nun haben im Irak und in Libyen andere Tyrannen deren Platz eingenommen und sorgen für Unruhe, Anarchie, Mord und Totschlag. Diejenigen, die Gaddafi und Hussein getötet haben, sind ebenfalls Täter, die die gesamte Flüchtlingskrise zu verantworten haben, welche – nämlich insbesondere Frauen und Kinder – dadurch ebenfalls zu Opfern wurden und noch immer sind.

Auch sie sind Mörder, die bewusst die Anarchie in den jeweiligen Ländern billigend in Kauf genommen haben auss politisch-perfiden Globalisierungsgründen und für Menschenexperimente, die jetzt in Europa ausgebadet werden müssen. Auch sie sind Massenmörder. Viele jungen Männer haben sich auf den Weg nach Europa gemacht und werden diesen Kontinent auf Dauer islamisieren und damit destabilisieren.

 

 

 

 

 

Der DREIEINIGE GOTT möge der Welt gnädig sein. Aber offensichtlich müssen diese Drangsale kommen. Doch wehe denen, die diese Drangsale ausgelöst haben mit Bomben und Intrigen, mit Lügen und Gewalt.

 

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