kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Wenn ich noch Menschen gefällig wäre … 19. November 2019

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 00:24

Wenn jemand euch ein Evangelium predigt, anders als ihr es empfangen habt, der sei verflucht. Predige ich denn jetzt Menschen oder Gott zuliebe? Oder suche ich Menschen gefällig zu sein? Wenn ich noch Menschen gefällig wäre, so wäre ich Christi Knecht nicht„.

(Galater 1:9,10)

 

 

 

 

 

In der von Martin Luther ausgelösten Reformation ging es darum, den christlichen Glauben auf seine Ursprünge zurückzuführen und allen Ballast, der nicht evangeliums gemäß ist, abzuwerfen.

 

 

 

 

 

Deshalb:

Allein die Schrift
Allein Jesus Christus
Allein aus Gnade
Allein durch den Glauben

 

 

 

 

Das waren, bzw. sind, die vier Kernsätze, die Martin Luther in den Vordergrund stellte und die bis heute das Fundament der evangelisch lutherischen Kirche sind bzw. sein sollten. Zu Zeiten Martin Luthers wurde Europa durch den Islam, in Gestalt des Osmanischen Reiches, bedroht. Martin Luther sah in den Türken, bzw. dem Islam, eine Geisel Gottes, mit der ein abtrünniges Christentum gestraft werden sollte. Luther riet den Christen, den Koran zu lesen, um über das Wesen und die Absichten des Islam informiert zu sein.

 

 

 

 

Nur dadurch, dass die Gefahr einer Eroberung durch den Islam, im Laufe der weiteren Geschichte, gebannt wurde, konnten sich in Europa, trotz der Katastrophe des Dreißigjährigen Krieges, neue Ideen und Erkenntnisse entfalten, wodurch Europa zu einer Geltung gelangte, an dem sich der Rest der Welt orientierte. Allerdings haben sich zwischenzeitlich die Machtverhältnisse weltweit verschoben, weshalb Europa nicht mehr die dominierenden Größe ist.

 

 

 

 

 

In ideaSpektrum, von Anfang November, wurde von scharfer Kritik wegen der „Kanzelrede“ einer Muslimin am Reformationstag, in der St. Viktor Kirche in Schwerte, berichtet. Es wurde als ein ausgemachter Skandal empfunden, wenn ausgerechnet am Reformationstag, statt die reformatorische Botschaft zu verkünden, eine Muslimin auftrete.

Da ich die Kanzelrede nicht selbst gehört habe und auch nicht weiß wer die Muslimin war und was konkret gesagt wurde, kann ich darüber nicht urteilen. Im Internet wird nur ganz allgemein darüber berichtet. Unter anderem las ich, dass ein Gläubiger, der zu Beginn der „Kanzelrede“, vernehmbar das „Vaterunser“ betete, aus der Kirche geworfen wurde.

 

 

 

 

Der Schwerter Stadtkirchenpfarrer sprach in ideaSpektrum von keinem Gottesdienst, sondern von einer Dialogveranstaltung, denn die Reformation habe gelehrt, dass wir im Gespräch sein müssen, um gesellschaftlich weiterzukommen. Die Muslimin stamme aus einer christlich-islamischen Familie und engagiere sich für den interreligiösen Dialog. Das ist ja alles schön und gut. Nur ist das eben sehr „grenzwertig“.

 

 

 

 

 

Die Kirche ist der Ort der Anbetung unseres trinitarischen Gottes und der Verkündung des Evangeliums von Jesus Christus. Die Kirche ist damit kein Ort um anderen Religionen, Weltanschauungen oder Parteien, Gelegenheit zur Selbstdarstellung zu geben.

Jörgen Bauer

 

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