kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Kirche zerstört, Gläubige unter falscher Anklage verhaftet! 27. Oktober 2019

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 16:33

Das ursprüngliche Erscheinungsbild der True Jesus Church in Caidu Stadt

Die True Jesus-Kirche in der Großgemeinde Caidu vor ihrer Zerstörung.

 

 

 

 

Nachdem sich Mitglieder der True Jesus-Kirche in Henan geweigert hatten, ihre Andachtsstätte durch den Staat umfunktionieren zu lassen, kamen ungefähr 1000 Regierungsangestellte und zerstörten das Gebäude.

 

 

 

 

In der Großgemeinde Caidu im Kreis Shangcai im Zuständigkeitsbereich der Stadt Zhumadian in der Zentralprovinz Henan nahmen am Morgen des 22. Juni über 200 Gläubige an einem Gottesdienst in der True Jesus-Kirche teil, als ungefähr 60 Beamte in das Gebäude stürmten. Unmittelbar davor war die Stromzufuhr der Kirche abgeschnitten worden und ein paar der Beamten waren über die Kirchhofmauer geklettert, um das Schloss des Eingangstore zu knacken und den Rest der Gruppe einzulassen.

Der Leiter des Büros für Religiöse Angelegenheiten, der für die Razzia verantwortlich war, erklärte, dass die Kirche sich des „illegalen Spendensammelns“ schuldig gemacht habe und es sich daher um ein „illegales Gebäude“ handle. Er wies den Verantwortlichen an, die Kirche zu räumen, denn diese sollte zu einem Pflegeheim umfunktioniert werden. Die Gemeinde weigerte sich jedoch, dieser Anweisung Folge zu leisten.

 

 

 

 

Nach der Razzia überwachte die Polizei häufig die Gottesdienste vom Eingang der Kirche aus undfertigte Aufnahmen an.. Was die Gläubigen nicht ahnten war, dass die Regierung eine geheime Razziaplante.

Am 26. Juli versammelten sich um 3:00 Uhr morgens circa 1000 Angestellte unterschiedlicher Kreisbehörden in einer nahegelegenen Schule und machten sich dazu bereit, die Kirche zu zerstören. Quellen, die bei dieser Versammlung anwesend waren, berichteten, dass die Polizeibeamten angewiesen wurden, alle Gläubigen aus der Kirche zu vertreiben, unabhängig davon, wie viele sich dortbefinden würden. Um zu verhindern, dass Informationen nach außen dringen, dürfe keiner in der Kirche Fotos machen oder telefonieren.

 

 

 

 

Die wahre Jesuskirche wurde in Ruinen verwandelt

Die True Jesus-Kirche wurde in einen Trümmerhaufen verwandelt.

 

 

 

 

Sobald alle Anweisungen erteilt worden waren, begab sich die 1000 Mann starke Gruppe zur Kirche. Alle Zufahrten zur Kirche wurden abgesperrt, die Beamten stürmten in das Gebäude und begannen damit, die Gläubigen, welche die Kirche bewachten, nach draußen zu zerren. Zwei ältere Gläubige wurden dabei verletzt. Eine von ihnen musste ins Krankenhaus gebracht werden, weil ihr Blutdruck durch den Stressstark erhöht war.

 

 

 

 

Nachdem sie die Kirche gründlich durchsucht hatten, nahmen die Polizisten ein Klavier und vier Klimaanlagegeräte mit, ließen jedoch andere Wertgegenstände wie einen Computer, einen Kühlschrank und den Besitz der Gläubigen im Gebäude.

Unmittelbar danach begannen acht Bagger die Kirche zu zerstören, die über 10 Millionen Renminbi (ungefähr 1 400 000 Euro) wert war. Drei Tage später war die Kirche dem Erdboden gleichgemacht. Die Trümmer wurden schnell fortgeschafft und frischer Rasen und Baumschösslinge wurden auf dem Kirchengrund gesät und gepflanzt, sodass nichts mehr daran erinnerte, dass dort einst eine Kirche gestanden hatte.

 

 

 

Die Behörden verfolgten die Gemeindemitglieder sogar noch nach der Zerstörung der Kirche. Einer der Gläubigen berichtete, dass der Leiter des Büros für Religiöse Angelegenheiten nach der ersten Razzia am 22. Juni einige Stunden lang in der Kirche geblieben sei und mit den Gemeindemitgliedern gesprochen hätte, die versucht hätten, ihn von den Plänen zur Umfunktionierung der Kirche abzubringen.

Im August wurden acht Kirchenverantwortliche und 13 Gemeindemitglieder wegen „unrechtmäßiger Freiheitsberaubung“ des Leiters angeklagt und festgenommen. Drei Gläubige flohen aus der Gegend, um einer Festnahme zu entgehen.

 

 

 

Ein Kirchenmitarbeiter verglich den Vorfall mit dem Vorgehen während des Tiananmen-Massakers 1989. „Die KPCh beschuldigte die Studenten der Unruhestiftung und ging mit Panzern gegen sie vor, wobei viele ums Leben kamen. Die Kommunistische Partei wird vor nichts zurückschrecken, um ihre Ziele zu erreichen“, meinte der Gläubige.

 

 

 

 

Friedhof, auf dem sich Katholiken versammelten

Der Friedhof, auf dem sich katholische Gläubige zur Messe versammelten.

 

 

 

 

Wie chinesische Christen im Angesicht der Verfolgung Gott verehren!

 

 

 

Sogar Schweine- und Schafställe oder Friedhöfe können zu Treffpunkten für Gläubige werden – solange sie dadurch den Fragen und Untersuchungen durch den Staat aus dem Wege gehen können.

 

 

 

 

Die chinesischen Behörden scheuen keine Mühen, um Menschen aufgrund ihres religiösen Glaubens zu verfolgen und gehen weiterhin energisch gegen „inoffizielle“ und staatlich anerkannte Kirchen vor. Viele Treffpunkte sind geschlossen, mit Gewalt zerstört oder für Regierungszwecke umfunktioniert worden.

Um ihre Versammlungen fortsetzen zu können ohne entdeckt zu werden, müssen die Gläubigen kreativ sein und jeden möglichen Weg, ihren Glauben zu praktizieren, in Betracht ziehen. Für sie sind widrige Umgebungen und lange Wege schon lange keine echten Probleme mehr – solange sie einen Ort finden, an dem sie sich in Frieden versammeln können.

 

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