kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Frühere IS-Geisel: „Gebet ist stärkste Waffe“! 6. Oktober 2019

Filed under: Christenverfolgung,Islamischer Terror,Werte für Jugend — Knecht Christi @ 13:43

Indischer Salesianerpriester im „Kathpress“-Interview

über 18-monatige Gefangenschaft im Jemen.

 

 

 

 

„Ich bin ein Zeichen dafür, dass Gott existiert und Gebete erhört“

Vergebung auch gegenüber Terroristen als Vorbedingung für Frieden.

 

 

 

 

 

Wien, 3.10.2019 (KAP): 557 Tage Geiselhaft in der Hand islamistischer Terroristen im Bürgerkriegsland Jemen und trotzdem weder Alpträume noch Depression: Davon berichtet der katholische Priester Tom Uzhunnalil, der sich derzeit anlässlich des „Außerordentlichen Monats der Weltmission“ in Österreich aufhält. Seine eindrucksvollen Schilderungen will er als Zeugnis für die Macht von Gebet und Vergebung verstanden wissen. „Ich empfinde keinen Groll für meine Entführer und habe ihnen vergeben. Das Gebet ist die stärkste Waffe, Vergebung die stärkste Medizin“, erklärte der aus Indien stammende Salesianerpater am Donnerstag im Interview mit „Kathpress“.

 

 

 

Die Morgenstunden des 16. März 2016 brachten einen Einschnitt im Leben von P. Uzhunnalil. Der in einem Altersheim der Mutter-Teresa-Schwestern in Aden tätige Geistliche war nach der täglichen Morgenmesse mit Anbetung gerade bei einer Segnung in der Kapelle, als bewaffnete Islamisten das Gelände stürmten und 16 Mitarbeiter – davon außer den vier katholischen Ordensfrauen alle Muslime – erschossen. P. Uzhunnalil war nicht als Priester erkenntlich und wurde von den Angreifern gefragt, ob er Muslim sei. Nach seiner Antwort „Ich bin Christ“ glaubte er, nun sei er an der Reihe. Er wurde jedoch gefesselt und mit verbundenen Augen in einen Kofferraum verfrachtet und zu einem Haus in der Stadt Aden gebracht.

 

 

 

Dies war der Beginn der eineinhalbjährigen Gefangenschaft von P. Uzhunnalil an insgesamt drei verschiedenen Orten, jeweils in verschlossenen Zimmern. „Ich hatte weiter die Augen verbunden und wurde bewacht, verstand das im Haus vernehmbare Arabisch jedoch nicht. Meine Entführer verhörten mich zwar anfangs und drehten mehrere Videos mit mir. Niemals aber schlugen oder folterten sie mich, sondern sorgten vielmehr darum, dass es mir an nichts fehle: Ich bekam Essen – sogar im Ramadan – und, als ich erkrankte, Paracetamol, obwohl dies zu Kriegszeiten schwer erhältlich war“, berichtete der Priester im Interview. Einzig das von ihm als Diabetiker benötigten Insulin gab es im Jemen nicht – weshalb er in Summe um fast 30 Kilogramm abmagerte.

 

 

 

 

 

 

 

 

Gebete, die erhört wurden

 

Die Geiselhaft sei für ihn eine „Vertiefung des Glaubens an Gott“ gewesen, gab der indische Salesianermissionar rückblickend an. Er habe ein intensives Gebetsleben gepflegt, „mit den Angelus-Gebeten, der Betrachtung des Rosenkranzes und des Kreuzwegs, dem Barmherzigkeits-Rosenkranz sowie täglich einer Messe, die ich in Ermangelung von Brot und Wein immer nur geistlich feierte“. Sein Schlaf sei stets gut gewesen.

„Wenn ich aufwachte, dankte ich Gott. Ich bat ihn darum, dass man mich so bald wie möglich freilassen möge, zugleich aber auch um die Gnade, den Auftrag, den er mir zu gedacht hatte, gut zu erfüllen“, sagte Uzhunnalil. Sorgen oder Todesangst seien bei ihm nie aufgekommen.

 

 

 

 

Vieles habe ihm bestätigt, dass die Gebete gehört wurden, allen voran die Tatsache seines Überlebens und der guten Behandlung durch die Entführer, betonte der Salesianerpater. Allerdings habe ihn anfangs die vor seinen Augen geschehene Ermordung der Schwestern beunruhigt. „Mein größtes Gebetsanliegen war, dass sie bei Gott seien. Eines Tages drängte mich etwas, Gott um Regen zu bitten als Bestätigung dafür. Am Abend ging ein heftiges Gewitter mit Starkregen über Aden nieder.“ Papst Franziskus hatte die vier Ordensfrauen als Märtyrerinnen bezeichnet. Sie hätten ein „heiligmäßiges Leben“ gehabt und seien gut vorbereitet gestorben – „das kann ich als Beichtvater bestätigen“, erklärte Uzhunnalil.
Niemand als Feind sehen.

 

 

 

 

Doch auch die Entführer, die der Priester als Mitglieder der Al-Kaida oder des IS wähnte, kamen in seinen Gebeten vor. „Schon vor dem Angriff auf unser Zentrum haben wir mit den Schwestern täglich außer für das Kriegsende auch für die Fundamentalisten gebetet, dass sie im Herzen umkehren mögen und Gott ihnen barmherzig sei. In den Schreckmomenten selbst und an allen Tagen meiner Gefangenschaft behielt ich das bei. Jesus hat gesagt: ‚Vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.‘ Wir sollen das genauso halten“, erklärte der Ordensmann. Christen hätten auch den Terroristen zu vergeben. „Alle Menschen sind von vornherein gut. Manche verführt ihre schwierige Lage und Unterdrückung zu Radikalismus und extremen Reaktionen. Wir dürfen sie nicht als Feinde sehen oder mit gleichen Waffen bekämpfen, auch wenn wir ihre Auffassung nicht teilen.“

 

 

 

Pater Toms Gefangenschaft endete am 12. September 2017 im Oman, wobei ihm die Hintergründe sowohl der Entführung als auch der Freilassung nicht bekannt sind. Als seinen nunmehrigen Auftrag sehe er, den vielen Menschen weltweit zu danken, die in den 18 Monaten für ihn gebetet hatten, betonte er. „Christen auf allen Kontinenten, aber auch Muslime und Hindus haben für mich gebetet. Dass ich hier bin und lebe, ist die Frucht des Gebetes. Gott existiert, und er erhört die Gebete und beantwortet sie immer.“ In Zukunft hoffe er, wieder in den Jemen zurückkehren zu können: Die Mutter-Teresa-Schwestern hätten in ihren drei verbleibenden Standorten im Land – der von Aden wurde mit dem Terrorangriff 2016 ausgelöscht – weiterhin keinen Priester.

 

 

 

 

 

 

Weitere Österreich-Stationen

P. Tom Uzhunnalil hat in den vergangenen Tagen Linz, Kremsmünster und Wien besucht und berichtet auch noch am Freitag bei einem Kongress von Missio Österreich im „Studio44“ am Rennweg von seinen Erlebnissen. Am Sonntag steht um 9 Uhr ein Gottesdienst in der Salesianerpfarre Wien-Stadlau auf dem Programm. Am Dienstag, 8. Oktober, wird Uzhunnalil um 19.30 Uhr in der Erlöserkirche Lustenau gemeinsam mit dem Feldkircher Diözesanbischof Benno Elbs feiern und anschließend einen Vortrag halten. Schlusspunkt seines Österreich-Aufenthalts ist schließlich am Donnerstag, 10. Oktober, ein um 18 Uhr beginnender Vortrag bei Missio Salzburg am Kapitelplatz 2.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kommentar von „Kopten ohne  Grenzen

 

 

Dieser Pater sieht sich als Zeichen dafür, dass Gebete von GOTT erhört werden. Als der Autor dieses Kommentars diesen Artikel las, löste es in ihm zwiespältige Gefühle aus. Die Gebete der Schwestern und des Priesters sowie der Gemeinde wurden jedenfalls nicht erhört, denn diese Schwestern wurden von den IS-Kämpfern oder sonstigen radikalen Islamisten erschossen. Die gute Behandlung während der 1 1/2 Jahre andauernden Haft und die Verschonung des Priesters, als er bekannte, dass er Christ sei, ist jedenfalls erstaunlich.

Warum wurde er nicht im Gegensatz zu den Schwestern erschossen?

Weil er nicht als Priester erkenntlich war zu dem Zeitpunkt? Man mag darüber spekulieren. Fest steht jedoch, dass das Gebet um Befreiung  aus langer Haft durch intensives Gebet erhört wurde. Auch dass er keine Traumata von der Haft und aus dem Miterleben der grausamen Mordtat zurückbehalten hat, ist schon erstaunlich. Wenn GOTT heilt, heilt er ganz.

 

 

 

 

Was will uns dieser Priester mitteilen und mit auf den Weg geben?

Er will, dass wir für Terroristen, die nicht vor Mord an Glaubensgeschwistern und auch an Muslimen der anderen Konfession zurückschrecken, beten, weil sie nach christlichem Verständnis nicht wissen, was sie tun. Denn nach islamischem Verständnis hat Allah getötet und wenn es dem Islam dient, ist kein Verbrechen gegen Leib und Leben der Ungläubigen eine Sünde. Auch dieser Pater drückt sich davor, den Islam als geistigen Urheber dieser Terroristenmentalität zu bezeichnen. Er wird dies nicht dürfen, damit seine Glaubensgeschwister in islamischen Ländern nicht in Gefahr gebracht werden.

 

 

Aber wie lange noch wird sich die Welt davor drücken, die dunkle Seite des Islams endlich der Kritik zu unterziehen, die dringend geboten erscheint. Da sind insbesondere Muslime gefragt, die ihre eigene Religion in ihrer aggressiven Ausführung endlich so stark hinterfragen und kritisieren, dass ein Umdenken in den Rechtsschulen stattfinden kann. Denn es muss stattfinden, wollen die Menschen auf Erden in Frieden leben können.

 

 

 

 

Diese Terroristen als Menschen, als gläubige Muslime sind tatsächlich durch ihre Religion völlig fehlgeleitet und darum kann und darf Pater Tom Uzhunnalil genau das, nämlich, dass sie nicht wissen, was sie tun,  auch sagen.  Es mag schwerfallen, für Terroristen jeglicher Couleur zu beten, aber es scheint das einzige christliche Zeichen im Geiste CHRISTI zu sein, welches in der Lage zu sein scheint, die Gewaltspirale, die der Islam in seiner dunklen Seite lehrt, durchbrechen zu können. Gebet gegen Terrorismus.

Worte gegen Taten?

Zwille gegen Maschinengewehr?

Schleuder gegen Bomben? David gegen Goliath?

Es mag den Anschein haben. Aber das Gebet ist eine große Waffe, wenn sie intensiv und vor allem dauerhaft, nicht nachlassend gebraucht wird von Vielen.

 

Darauf sollten wir vertrauen. GOTTES Ratschlüsse sind eh nicht für Menschen erklärbar. Die 4 ermordeten Schwestern sind Märtyrerinnen. Es müssen wohl noch viele christliche Märtyrer ihr Leben lassen, bevor sich der Islam von innen heraus reinigen kann. Die Reinigung von innen heraus kann nur durch Gebet erreicht werden. Wie soll Erkenntnis die Seelen erreichen, wenn nicht durch GOTTES GEIST selbst.

 

 

 

 

Evangelium nach Matthäus (43-48)

Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen.

Damit ihr Kinder eures Vaters im Himmel werdet; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten? Tun das nicht auch die Zöllner? Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr damit Besonderes? Tun das nicht auch die Heiden? Seid also vollkommen, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist„!

 

 

 

 

Diese Weisung des HERRN dürfen wir nicht überlesen, überhören und als undurchführbar ansehen. ER, unser HERR JESUS CHRISTUS,  will es offenbar so! Pater Tom Uzhunnalil wird genau diese Stelle des Matthäus-Evangeliums vor Augen gehabt haben und noch haben, wenn er zum intensiven Gebet für Terroristen aufruft.

 

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