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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Seenotrettung – Die Moral geht nach Hause 17. Juli 2019

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 23:04

Die Stadt Paris möchte Carola Rackete eine Ehrenmedaille verleihen.

 

 

 

Nachdem Frankreich die Flüchtlinge der Sea Watch 3 erst nicht aufnehmen wollte. Doch das Treiben der deutschen Kapitänin hat mit der eigentlichen Seenotrettung wenig zu tun.

 

 

 

Rainer Paris, Jg. 1948, war bis 2013 Professor für Soziologie an der Hochschule Magdeburg-Stendal. Er veröffentlichte zahlreiche Aufsätze in Fach- und Kulturzeitschriften, unter anderem im „Merkur“ und zuletzt die Bücher: „Der Wille des Einen ist das Tun des Anderen. Aufsätze zur Machttheorie“ (Weilerswist 2015) und „Ein Ball. Kleine Schriften zur Soziologie“ (Heidelberg 2016).

 

 

 

 

Vorweg: Jeder Schiffseigner oder Kapitän hat das Recht, mit seinem Schiff im Mittelmeer zu kreuzen und in internationalen Gewässern Flüchtlinge und Migranten aufzunehmen. Er ist sogar dazu „verpflichtet, allen Personen, selbst feindlichen, die auf See in Lebensgefahr angetroffen werden, Beistand zu leisten, soweit er dazu ohne ernste Gefahr für sein Schiff und für dessen Besatzung und Reisende imstande ist.“

So lautet die Seerechtskonvention von 1911, so weit die formale Rechtslage. Sie trifft zweifellos zu, wenn auf hoher See Flüchtlinge und Migranten in einem hochseeuntauglichen Schlauchboot angetroffen werden und von einem Rettungsschiff an Bord genommen werden. Dies zu unterlassen, brächte sie in unmittelbare Lebensgefahr.

Doch wie kam die Situation überhaupt zustande?

 

 

 

Im Umgang mit dem Begriff „Seenot“ herrscht heute eine heillose Verwirrung. Der Normalfall ist eine Situation, in der ein Schiff im Sturm, aufgrund eines Maschinenschadens oder einer Havarie so stark beschädigt ist, dass es zu sinken droht; daraufhin werden über Funk die Küstenwache oder der Seenotrettungskreuzer alarmiert, die sofort auslaufen, um die Schiffbrüchigen zu retten.

Seenot ist mithin etwas, in das man „gerät“, nicht etwas, in das man sich willentlich begibt. Der Sturm ist ein Ereignis, das über einen hereinbricht, er ist alles andere als beabsichtigt oder ein kalkuliertes Risiko. Diese Art Seenot – und das ist die übliche Wortbedeutung – bringt den anderen unverschuldet in Lebensgefahr, aus der er gerettet werden muss.

 

 

 

 

 

 

Keine klassische Seenotrettung

 

Von dieser Situation ist das, was sich heute im Mittelmeer abspielt, grundverschieden. Gewiss lässt die unmittelbare Situation keine Wahl, trotzdem zeigen die Handlungsketten, die diese Lage erst herbeigeführt haben, ein anderes Bild. Die Flüchtlinge sind vor Krieg und Verfolgung geflohen, die Wirtschaftsmigranten sind aufgebrochen, um für sich und ihre Familie ein neues Leben in Europa zu beginnen. Sie haben sich für die Fluchtroute über Libyen entschieden, und es ist kaum glaubhaft, dass sie über die Gefahren für Leib und Leben nicht informiert waren, die sie dort erwarteten.

Sie haben es trotzdem gewagt. Der Wunsch, um jeden Preis nach Europa zu gelangen, war stärker. Die gleiche Risikokalkulation gilt für das Besteigen der untüchtigen Schlauchboote. Sie bringen sich bewusst in Lebensgefahr, haben aber die Hoffnung, von einen NGO-Rettungsschiff aufgenommen zu werden. Oft ist diese Hoffnung begründet, in anderen Fällen jedoch nicht. Sie haben sich in Gefahr gebracht und kamen darin leider um. Wer das als hartherzig oder zynisch verurteilt, sollte bessere Erklärungen beibringen.

 

 

 

 

 

Für die NGOs stellt sich die Situation freilich anders dar. Das unmittelbare An-Bord-Nehmen ist sicherlich Rettung. Doch was danach geschieht, das Kurs-Nehmen auf einen südeuropäischen Hafen ist moralisch-humanitäres Schleppen: Weiterleiten der Flüchtlinge und Migranten zu ihrem Ziel Europa. Es handelt sich tatsächlich um eine unausgesprochene Kooperation von kriminellen und humanen Schleppern, was den Transport angeht. Sicher sind die Motive und Beweggründe bei den Aktivisten der NGOs völlig anders: kein Entgelt, gleichzeitig jedoch moralische Selbstüberhöhung und großer Beifall in der Community.

 

 

 

Trotzdem ist das Bestreben irreführend, das ganze Unternehmen nur als Rettung aus Seenot darzustellen. Dies zeigt sich auch daran, dass hier vom üblichen Verfahren der Rettung auf See grundsätzlich abgewichen wird. Wären es wirklich Schiffbrüchige, so müssten sie sofort in den nächsten sicheren Hafen gebracht werden. Und „sicher“ heißt hier: fester Boden unter den Füßen, medizinische Betreuung, Versorgung mit Essen und warmer Kleidung. Es kann nicht heißen: geschützt vor politischer Verfolgung und krimineller Repression, zumindest nicht im Deutungsrahmen der Seenotrettung.

 

 

 

 

 

Moralische Überlegenheit

 

Tatsächlich herrscht hier ein heilloses Durcheinander der Begründungen – alle mit dem Ziel, die Aktionen moralisch zu überhöhen und die Sachverhalte zu vernebeln. So begründete die Mannschaft der „Alan Kurdi“ ihren Entschluss, sofort wieder die Rettungszone vor Libyen anzusteuern, unter anderem damit, dass das anhaltend ruhige Wetter den Schlauchbooten gute Bedingungen für eine Abfahrt biete (FAZ vom 9. Juli 2019). Man muss sich die verquere Logik dieser Argumentation einmal vor Augen führen: Normalerweise ist ein Sturm die Ursache dafür, dass Menschen in Seenot geraten. In diesem Fall wären ein Sturm und eine hohe Brandung gerade die Ursache dafür, Menschen davon abzuhalten, sich in Seenot zu begeben.

 

 

 

 

Gewiss, es gibt starke moralische Gründe, die Geretteten nicht nach Libyen zurückzubringen. Nur muss man für die damit verbundene Rechtsbrüche und Gesetzesübertretungen auch die Konsequenzen tragen – wobei das Risiko einer längeren Inhaftierung bei der Übermacht einer moralisierend-skandalisierenden Öffentlichkeit denkbar gering ist. Überhaupt dürften  die weitreichenden gesellschaftlichen Folgen die Retter kaum interessieren. Für deren Bewältigung sind andere zuständig, die Ausführung und Umsetzung seiner Anliegen delegiert der Protest stets an andere. Die Moral geht nach Hause und kostet dort ihren situativen Triumph aus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kommentar von „Kopten ohne Grenzen

 

 

Ein hervorragender Artikel, der die gesamte Faktenlage in Sachen Seenotrettung aufbröselt und treffend auf den Punkt bringt. Wichtig ist in polit-korrekten Zeiten hier wieder einmal zu unterscheiden zwischen der Verantwortungsethik, die sich an realistischen Fakten einer Notlage orientiert und sachbezogene Hilfe leistet und damit gegen keinerlei Gesetze verstößt und der politisch-moralisch selbst überhöhenden Gesinnungsethik, die ihr Handeln nach dem ideologisch Gewünschten ausrichtet und die Humanität den ideologischen Zwecken letztilch unterwirft und diese damit missbraucht zur eigenen Imagesteigerung.

 

 

 

 

Ja, es stimmt: Menschen wie Frau Rackete bilden sich ein, „Retter“ zu sein, handeln gemäß ihrer eigenen politisch-moralisch-ethischen Vorstellungen und geben die Verantwortung dann ganz schnell ab, wenn sie das gewünschte ideologisch aufgebauschte Ziel, nämlich einen  italienischen Hafen – und sonst natürlich keinen anderen, nur um Herrn Salvini vorzuführen – erreicht haben. Ihr Ziel ist letztlich nicht die Rettung von Menschen (denn sonst hätte sie ja den „nächsten“ Hafen in Nordafrika anlaufen müssen), sondern sie ist Marionette des Globalen Migrationspaktes und willige Erfüllungsgehilfin der Globalisten.

Mit ihren strategisch erzeugten, aber durchaus für die Migranten hochgefährlichen Überfahrten (noch immer gibt es Ertrinkende!), hält sie und ihresgleichen mit ihrer Tätigkeit die Hoffnung der Afrikaner aufrecht, die gefährliche Meer-Route ins gelobte Sozialhilfeparadies Europa, im Speziellen Deutschland,  aufrechtzuerhalten. Im Gegenteil: Sie und ihresgleichen  reihen sich wie die Globalisten durch ihr Verhalten in die Reihe der Totengräber auf dem Mittelmeer ein.

 

 

 

 

Sie lädt die Menschen an der italienischen Küste, und zwar bitte exklusiv ausschließlich an der italienischen Küste, aus und übergibt sie in die Verantwortung anderer, die sich jetzt um diese Menschen zu sorgen haben, und zwar ungewollt zu sorgen haben, was für diese Menschenseelen und die Seelen der „Geretteten“ nicht gerade förderlich ist. Sie merken, dass sie unerwünscht sind. Aber das ist Menschen wie Frau Rackete egal. Schließlich hat sie einen politisch korrekten Auftrag zu erfüllen.

Ob sie dabei letztlich ihr Kapitänspatent nur missbraucht, um ihre Gesinnungsethik durchsetzen zu können, ist ihr und ihresgleichen völlig egal. Mit echter Rettung aus Sturm, starkem Wellengang und anderem hat dies nichts zu tun. Mit ihrem Handeln provoziert sie und löst viel Hass und Frust bei den Menschen in Italien aus und übertritt so ganz nebenbei und selbstherrlich italienische Gesetze, in dem Wissen, dass sie „human“ gehandelt hat und ist sich wohl offensichtlich bewusst, dass sie auf der Welle der noch immer mehrheitlich politkorrekten Sympathieträger aus Westeuropa schwimmt, so dass sie letztlich kein Risiko einer Bestrafung trägt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie sie tickt, lässt sie ganz öffentlich verlauten:

 https://www.welt.de/politik/article196851111/Migration-Carola-Rackete-fordert-Aufnahme-aller-Fluechtlinge-aus-Libyen.html

 

 

 

Angenommen, alle Menschen aus diesen Lagern würden im Sinne dieser Dame nach Europa verbracht, wären sie sofort wieder voll. Und da ist sie wieder, die völlig unzulässig vermengte Begrifflichkeit zwischen Flüchtlingen und Wirtschaftsmigranten. Diese Menschen, vorwiegend Kerle natürlich, sind nicht einmal Armutsmigranten. 

Denn wer in Libyen ankommt, hat bereits gezahlt. Wer sich die Bootsfahrt über das Mittelmeer leisten kann, ist in Afrika nicht arm, sondern gehört zur Mittelschicht. Frau Rackete bedient sich jedoch immer der Begrifflichkeit „Flüchtling“, um von den wahren Intentionen dieser Menschen, nämlich einfach in Europa ein besseres Leben zu haben, teilweise auf Kosten anderer, abzulenken. Selbst das ist bereits Täuschung.

 

 

 

 

Die Überschrift des Artikels ist zugleich auch das Schlusswort dieses Kommentars: 

Seenotrettung – Die Moral geht nach Hause

 

2 Responses to “Seenotrettung – Die Moral geht nach Hause”

  1. Klabatermann Says:

    Meiner Meinung nach mach Frau Rakete dies für Geld.
    Nicht Geld von NGO.
    Nein. Von der Lügenpresse und Zeilenhuren.

  2. L.Bagusch Says:

    Der Tim Kellner ist auf jedenfall ein aufrechter Mann der Lügen und Tatsachenverdrehungen der Leidmedien, Politdarstellern und den evangelischen wie katholischen Kircheführern Widerstand angesagt hat !
    Denn alle vier Institutionen belügen und verarschen die deutschen Menschen die hier in der BRiD leben.
    Für mich seit ihr Ortodoxen der wahren Christen !
    🙂


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