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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

„Ostern“ – besser das Auferstehungsfest 21. April 2019

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 12:31

GEDANKEN ZUM AUFERSTEHUNGSFEST

 

 

 

 

Das von GOTT gegebene Gebot lautet: „Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligst. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. Aber am siebten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines GOTTES. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt.

Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage.

Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn“ (2.Mose 20). Die Kirche wollte es in Abgrenzung zur ihrer jüdischen Wurzel anders, so dass unter Kaiser Konstantin der Sonntag zum Ruhetag wurde. Die Begründung war, dass der HERR JESUS an diesem Tage auferstanden sei  – gemäß der SCHRIFT nach drei (!) Tagen.

 

 

 

 

 

Tatsächlich dürfte ER mit Blick auf den jährlichen „Großen Sabbat“,  dem Fest des Gedenkens an die Verschonung der Erstgeborenen und an den Auszug aus Ägypten, in jenem Jahr bereits am Mittwoch, dem 14. Tag des sechsten Monats Abib nach dem alten kanaanäischen Kalender – heute der erste Monat Nisan entsprechend dem nach-exilischen religiösen Kalender, dem „Rüsttag“ gekreuzigt worden sein.

Der 15. Abib/Nisan war und ist ein Großer Sabbat, ein „hoher Festtag“ (Joh 19,31), der  auf jeden Tag der Woche fallen konnte. Gemäß 5. Mose 21, 23 handelte Joseph von Arimathäa und beeilte sich am späten Mittwochnachmittag, um den Leichnam JESU zu beerdigen. In jener Woche gab es also zwei verschiedene Sabbate.

 

 

 

 

 

 

 

 

In 4. Mose 28, 16 + 17 heißt es: „Aber am  vierzehnten Tag des ersten Monats ist das PASSAH des HERRN. Und am  fünfzehnten Tage desselben Monats ist Festfeier.“

Das Passahlamm, das in jedem Jahr am 14. Tag des damals ersten Monats Nisan geschlachtet wurde, ist ein Sinnbild für JESUS CHRISTUS, das LAMM GOTTES, das die Sünden der Welt hinwegnimmt. JESUS CHRISTUS ist unser Passah, für uns geopfert an unserer statt (1. Kor 5,7).

 

 

JESUS wurde am gleichen Tag getötet, an dem in jedem Jahr das Passah geschlachtet worden wurde. Dieser Tag des Pessach war der „Rüsttag“ vor dem Festtag, vor dem jährlichen Großen Sabbat, der am 15. Nisan begangen wird.

 

An welchem Tag war also die Auferstehung?

 

 

Als die zweifelnden Pharisäer von JESUS ein Zeichen, eine übernatürliche Bestätigung, einen Beweis dafür forderten, dass ER der MESSIAS sei, antwortete ER ihnen: „Ein böses und abtrünniges Geschlecht fordert ein Zeichen, aber es wird ihm kein Zeichen gegeben werden, es sei denn das Zeichen des Propheten Jona. Denn wie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches war, so wird der Menschensohn drei Tage und drei Nächte im Schoß der Erde sein“ (Mt 12, 39 + 40).

 

 

Diese Aussage ist deshalb von großer Bedeutung, weil der HERR ausdrücklich auf diesen einzigen Beweis hinweist, dass ER wirklich der MESSIAS ist – nämlich drei Tage und drei Nächte im Grab zu sein. Die übrigen Zeichen und Wunder während seiner Wanderschaft durch Galiläa, Samaria und Judäa bewiesen IHN zwar auch als den MESSIAS, aber einige zweifelten, selbst im Kreis der Jünger, so der „ungläubige“ Thomas.

Drei Tage und drei Nächte machten damals wie heute 72 Stunden aus. Damit scheiden alle Argumente der Kritiker damals wie heute aus, die auf „Vorstellung“ und „Überlieferung“ verweisen. Sie wurden schon damals vom HERRN zurechtgewiesen: „… (Ihr) hebt so GOTTES WORT auf durch eure Satzungen, die ihr überliefert habt …“( Mk 7,13).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

JESUS starb um die neunte Stunde, d.h. gegen 15 Uhr (u.a. Mk 15, 34ff). Bevor der Tag zu Ende ging, noch vor Sonnenuntergang, musste der Leichnam nach jüdischer Sitte beerdigt sein. So wurde ER in das Grab des angesehenen Ratsherrn Josef von Arimathäa gelegt, der Pilatus um die Abnahme vom Kreuz gebeten hatte.

Da die Auferstehung gemäß dem WORT drei Tage später geschehen musste, fand sie also am späten Nachmittag des wöchentlichen Sabbats kurz vor Sonnenuntergang statt.

 

 

Wäre der HERR JESUS zu irgendeiner anderen Tageszeit auferstanden, hätte Er nicht den Beweis erbracht, der MESSIAS, der SOHN des lebendigen GOTTES zu sein. Damit sind auch alle Berechnungen kluger Theologen hinfällig, die den Karfreitag als Kreuzigungs- und Sterbetag des HERRN festlegten. Die Auferstehung erfolgte an einem Sabbat!

 

 

Am ersten Tag der Woche Yom Rishon (also am frühen Sonntagmorgen), als es dämmerte, kamen Maria Magdalena und die anderen früh zum Grab. Als sie dort eintrafen, war es offen und JESUS war bereits auferstanden! Er wurde schon am späten Nachmittag des vorhergehenden wöchentlichen Sabbattages, vor Sonnenuntergang zur gleichen Tageszeit Seines Todes und der folgenden Grablegung auferweckt. Damit entfällt auch alles Nachrechnen hinsichtlich der drei Tage: es sind gemäß der SCHRIFT drei volle 24-Stunden-Tage zwischen Seinem Tod und Seiner Auferstehung! Der Sabbat endete bei Sonnenuntergang. Die Auferstehung erfolgte also spät am selben Tage, kurz bevor der erste Tag der Woche (Yom Rishon) am Samstagabend nach Sonnenuntergang begann. Es kann sich also nicht um eine Sonntagsauferstehung handeln, da die Auferstehung bereits am Sabbat erfolgt war.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anmerkung:

Abib (auch Aviv), der „Ährenmonat“ ist gemäß dem Pentateuch der sechste Monat des alten kanaanitischen Kalenders. Ihm entspricht derNisan, der erste Monat nach dem „religiösen“ Kalender. Er dauert immer 30 Tage. Nach dem gregorianischen Kalender beginnt der Abib Mitte März, wenn die erste Ernte eingefahren wird und der erste Frühlingsneumond bezeugt wird.

 

Im Alten Testament ist die Bezeichnung „Abib“ in Exodus 34, 18 entscheidend als der Monat des Auszugs aus Ägypten und damit Beginn einer neuen Zeitrechnung aufgeführt:

„Du sollst das Fest der Ungesäuerten Brote halten. Im Monat Abib sollst du zur festgesetzten Zeit sieben Tage lang ungesäuertes Brot essen, wie ich es dir geboten habe. Denn im Monat Abib bist du aus Ägypten ausgezogen.“

 

– Ex 34,18 EU

Am 10. Abib werden die Lämmer für Pessach besorgt, am 14., also am Vollmond, werden sie geschlachtet. In den Abib fällt immer das Pessach- oder Pascha-Fest und damit das christliche Ostern. In der nach-exilischen Literatur (vgl. Neh 2,1 EU) wird der Monat bei seinem hebräischen Namen Nisan genannt.

 

One Response to “„Ostern“ – besser das Auferstehungsfest”

  1. Johannes Says:

    IST ABER CHRISTUS NICHT AUFERSTANDEN, SO IST UNSRE PREDIGT VERGEBLICH, SO IST AUCH EUER GLAUBE VERGEBLICH.
    NUN ABER IST CHRISTUS AUFERSTANDEN VON DEN TOTEN …
    DENN DA DURCH EINEN MENSCHEN DER TOD GEKOMMEN IST, SO KOMMT AUCH DURCH EINEN MENSCHEN DIE AUFERSTHUNG DER TOTEN.
    DENN WIE SIE IN ADAM ALLE STERBEN, SO WERDEN SIE IN CHRISTUS ALLE LEBENDIG GEMACHT WERDEN. (Der Apostel Paulus in seinem 1. Brief an die Korinther Kap. 15, 14ff)

    Das jährliche Osterfest hat seinen Ursprung im jüdischen Passafest, das zur Erinnerung an den Auszug und die Befreiung des jüdischen Volkes aus der Sklaverei in Ägypten am 14. Nisan gefeiert wird. Dieser Tag war und ist ein „Großer Sabbat“ und konnte auf jeden Tag in der Woche fallen. Er unterschied sich deshalb vom 7. Wochentag, dem wöchentlichen Sabbat, der nach dem Gebot des HERRN ein Ruhetag sein soll. Entsprechend dem Mondjahr und der biblischen Zählweise beginnt der Sabbat am Freitagabend und endet am Samstagabend.

    Was den Festinhalt betrifft, war mit dem Osterfest eine neue Sinngebung des urchristlichen Passa verbunden: dieses Fest galt dem Gedächtnis der Auferstehung Jesu. Da es wegen der verschiedenen Praxis von Passafeier und dem heidenchristlichen Osterfest zu Streitigkeiten kam, sollte seit der Zeit von Sixtus I. in Rom die Verbindung mit dem Judentum gelöst und ein rein heidenchristliches Fest gefeiert werden. Der jüngere Name „Ostern“ (ahd. ostara, mhd. ostern) geht auf geht auf das germanische „Austro“ zurück. Die behauptete Ableitung dieses Namens von einer angelsächsischen Göttin des Frühlings (Eostre) ist nicht sicher; möglicherweise ist das altgermanische Austro von aust = ost abzuleiten. In der russisch-orthodoxen Kirche heißt Osterfest: wahrhaftige Auferstehung. Nach langen und heftigen Auseinandersetzungen wurde schließlich erst 325 durch das Konzil von Nicäa der Termin festgelegt: der erste Sonntag, der dem Frühlingsvollmond folgt (zwischen 22. März und 25. April). Auf diesem Konzil wurde auch festgelegt, dass der Sonntag als vermeintlicher Auferstehungstag von Jesu den Sabbat als Ruhetag ablösen sollte – entgegen dem Gebot des HERRN, der den 7. Tag, den Sabbat, zum Ruhetag bestimmte. (RGG, 1960, Spalte 1735ff).


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