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„Türkische Armee und Islamisten raus aus Afrin“! 27. Juni 2018

Filed under: Islamische Schandtaten — Knecht Christi @ 11:25

100 Tage unter türkischer Besatzung

 

 

 

 

„Türkische Armee und Islamisten raus aus Afrin“!

 

Menschenrechtsreport dokumentiert völkerrechtswidrige Besetzung – Willkür und Gewalt in Kurdenregion dauern an.

 

 

 

 

 

Kurdendelegation übergibt GfbV-Report an Vize-Bundestagspräsident Thomas Oppermann (12 Uhr) und Mahnwache am Dienstag, den 26. Juni 2018, von 11 bis 13 Uhr vor dem Brandenburger Tor, Pariser Platz, 10117 Berlin

 

 

 

 

100 Tage nach Einmarsch der türkischen Armee in der nordsyrischen Kurdenregion Afrin leidet die Zivilbevölkerung noch immer unter der Willkür und Gewalt türkischer Soldaten und mit ihr verbündeter radikaler Islamisten. Mit einer Mahnwache vor dem Brandenburger Tor und der Übergabe eines Menschenrechtsreports über die völkerrechtswidrige Besetzung der Kurdenregion an den Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages, Thomas Oppermann (SPD), erinnert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am kommenden Dienstag in Berlin an das Schicksal der Menschen in Afrin. Oppermann hat zugesagt, die GfbV und kurdische Delegierte aus Afrin um 12 Uhr in seinem Büro zu empfangen. Unter den Kurden ist auch Salaheddin Haj Rachid, Führungsmitglied der kurdischen demokratischen Partei in Syrien (Yekiti-Al wahda).

 

 

 

 

„Nahezu täglich werden Kurden in Afrin vom türkischen Militär oder syrischen Islamisten erschossen. Für die Zivilbevölkerung ist die türkisch-islamistische Besatzung zum Alptraum geworden“, berichtet der GfbV-Nahostreferent Kamal Sido, dessen Angehörige noch immer in Afrin leben. „Bis heute sind die Raubzüge der Eroberer nicht abgerissen. Den kurdischen Bauern werden Getreide, Olivenöl, Fahrzeuge, Gemüse, Obst, Haustiere und alles, was sie noch haben, weggenommen“.

Nach GfbV-Angaben wurden mindestens 300 Zivilisten durch den Angriff der türkischen Armee auf Afrin getötet. Seit Eroberung der Kurdenregion hat das türkische Militär mindestens 3.000 Kurden verschleppt. Es gibt Schätzungen, dass sogar bis zu 7.000 Kurden verschwunden sind. Viele Gefangene wurden gefoltert. Einige verloren so ihr Leben. So soll Ahmad Sheikho aus der Ortschaft Shaykh al Hadid (Shiye) westlich von Afrin nach seiner Haftentlassung am 11. Juni an den Folgen von Folter gestorben sein.

 

 

 

 

Die türkische Armee und ihre Verbündeten hatten Afrin jahrelang von der Außenwelt abgeschnitten und bedroht, bevor sie die Region am 20. Januar 2018 mit Kampfflugzeugen, schwerer Artillerie, Panzern und Raketenwerfern angriffen. Dabei wurden auch Leopard-2-Panzer und andere Rüstungsgüter aus Deutschland eingesetzt. Nach 57 Tagen schwerer Kämpfe mit den nur leicht bewaffneten kurdischen Verteidigern fiel Afrin am 20. März 2018.

 

 

 

Der GfbV-Report „Nordsyrien:

Der völkerrechtswidrige Angriffskrieg der Türkei gegen Afrin“ kann per E-Mail an k.sido@gfbv.de angefordert oder auf www.gfbv.de heruntergeladen werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einstellung von Deutschtürken

Zwei Drittel für Erdogan

 

Zwei von drei Deutschtürken sind für Erdogan, melden Medien.

Diese Zahl bezieht sich allerdings nur auf jene mit Wahlrecht in der Türkei, die zudem abgestimmt haben.

Umfragen kommen zu differenzierten Resultaten.

 

 

 

„Zwei Drittel der Deutschtürken für Erdogan“: So oder ähnlich berichten derzeit viele Medien. Dabei lohnt sich ein genauerer Blick auf die Zahlen. Denn in Deutschland leben dem jüngsten Migrationsbericht zufolge insgesamt 2,8 Millionen Menschen, die entweder einen türkischen Pass haben oder deren Familien zumindest von dort stammen. 1,3 Millionen haben demnach eine „eigene Migrationserfahrung“, 1,5 Millionen sind in Deutschland geboren.

 

 

 

Von diesen mehr als 2,8 Millionen Menschen waren 1,4 Millionen berechtigt, ihre Stimme bei der Türkei-Wahl abzugeben. Nach vorläufigen Angaben nahmen knapp 50 Prozent dieses Recht wahr. Und von diesen etwa 700.000 Personen haben demnach etwa 65 Prozent für Erdogan gestimmt. Das wären weniger als 500.000 Deutschtürken.

Die Aussage, zwei von drei Deutschtürken seien für Erdogan, kann also irreführend sein, wenn man dies auf alle bezieht – und nicht nur auf jene Wahlberechtigten, die auch tatsächlich abgestimmt haben. Klar ist aber auch: Die Zustimmung für Erdogan ist in dieser Gruppe deutlich höher als unter den Bürgern in der Türkei, die gewählt haben.

 

 

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