kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Pfingsten 21. Mai 2018

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 14:09

 

 

 

 

A.  Die Schriften zu Pfingsten: 

aa) Die Beauftragung der Jünger: 20,19-23

Am Abend dieses ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden die Türen verschlossen hatten, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, dass sie den Herrn sahen.

 Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist!  Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert„.

 

 

  

ab) Letzte Anweisungen und Belehrungen des Auferstandenen:

Apg 1,4-8

Beim gemeinsamen Mahl gebot er ihnen: Geht nicht weg von Jerusalem, sondern wartet auf die Verheißung des Vaters, die ihr von mir vernommen habt. Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber werdet schon in wenigen Tagen mit dem Heiligen Geist getauft.  Als sie nun beisammen waren, fragten sie ihn: Herr, stellst du in dieser Zeit das Reich für Israel wieder her?

Er sagte zu ihnen: Euch steht es nicht zu, Zeiten und Fristen zu erfahren, die der Vater in seiner Macht festgesetzt hat. Aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch herabkommen wird; und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an die Grenzen der Erde„.

 

 

ac) Das Pfingstereignis

Als der Tag des Pfingstfestes gekommen war, waren alle zusammen am selben Ort. Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder.

Und alle wurden vom Heiligen Geist erfüllt und begannen, in anderen Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab. In Jerusalem aber wohnten Juden, fromme Männer aus allen Völkern unter dem Himmel. Als sich das Getöse erhob, strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden. Sie waren fassungslos vor Staunen und sagten: Seht! Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden?

Wieso kann sie jeder von uns in seiner Muttersprache hören: Parther, Meder und Elamiter, Bewohner von Mesopotamien, Judäa und Kappadokien, von Pontus und der Provinz Asien,  von Phrygien und Pamphylien, von Ägypten und dem Gebiet Libyens nach Kyrene hin, auch die Römer, die sich hier aufhalten, Juden und Proselyten, Kreter und Araber – wir hören sie in unseren Sprachen Gottes große Taten verkünden. Alle gerieten außer sich und waren ratlos. Die einen sagten zueinander: Was hat das zu bedeuten? Andere aber spotteten: Sie sind vom süßen Wein betrunken„.

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn wir nicht nur in den Schulen nachfragen würden, weshalb Christen das Pfingstfest feiern, so würden nicht nur viele Schüler nicht mehr um die Bedeutung von Pfingsten wissen. Dieses Fest, in dem sich der HEILIGE GEIST GOTTES auf die Jünger JESU herabsenkt, ist die letzte Vollendung des Christenglaubens und der Geburtstag der Kirche. Dieser GEIST ist eben nicht nur der versprochene Beistand, den JESUS SEINEN Jüngern vorausgesagt, ja versprochen hat, ER ist das Lebendige, das Antreibende, das im Inneren des Menschen keine Ruhe lässt, damit die Botschaft CHRISTI wirksam werde. Es ist der HEILIGE GEIST, der uns die Größe JESU CHRISTI und des VATERS erkennen lässt. Es ist der HEILIGE GEIST, der uns JESUS CHRISTUS, der IM und MIT dem VATER ist,  noch heute anbeten lässt. Leider ist dieses Fest auch für Christen nur wenig greifbar, obwohl es durchaus fassbar ist in dieser wunderbaren Weise. DER VATER und der SOHN als Fixpunkte des Glaubens, der VATER als Fixpunkt des Himmels, der SOHN, der das Himmlische als Fixpunkt erdet, der HEILIGE GEIST, der diese Fixpunkte im Glauben, in der Hoffnung und besonders in der Liebe lebendig macht lässt.

 

 

 

In den Schriften agiert GOTT, der VATER, als Gottesvorstellung in der Regel allein im Alten Testament, wobei dort in der Genesis  sofort zu Beginn in den ersten Worten des Schöpfungsberichts nicht von GOTT die Rede ist, sondern es wird differenzierend vom GEIST GOTTES gesprochen und damit schon eine Personalisierung des GEISTES GOTTES in menschlichen Worte ausgedrückt.

 

 

 

Das liest sich dann so: Im Anfang schuf GOTT Himmel und Erde: die Erde aber war wüst und leer, Finsternis lag über der Urflut, und GOTTES GEIST schwebte über den Wassern. Wenn „lediglich“ GOTTES GEIST über den Wassern schwebte, war es das vollkommene „ALLES“ GOTTES, was da schwebte? War der Träger des GEISTES,  GOTT selbst,  im Irgendwo des Universums des Dies- und Jenseits, als der SEINEN GEIST auf Reisen über die Urflut der Erde schickte.  Ist GOTT im Himmel (im heilvollen Alles) geblieben und sandte das Wichtigste SEINES Inneren, den HEILIGEN GEIST, die Schöpfung einzuleiten?

 

 

 

Das schönste Wort über den HEILIGEN GEIST – ohne IHN namentlich zu nennen –  schreibt Johannes im Prolog seines Evangeliums, in dem er genau auf die ersten Worte des AT zurückgreift: Im Anfang war das Wort, und das Wort war BEI GOTT, und das Wort war GOTT. Im Anfang war es BEI GOTT. Alles ist durch das Wort geworden und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist. In ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst…

 

 

 

Auch hier ein exzellenter hochgeistiger Schöpfungsbericht des Johannes, der den Schöpfungsakt auf den Punkt bringt. Im Anfang war bei Johannes nicht GOTT, sondern das WORT, welches BEI GOTT war, bevor das WORT mit GOTT gleichgestellt wird. Was ist ein Wort? Wort ist GEIST und dieser GEIST, den wir den HEILIGEN GEIST nennen, ist eben nicht nur BEIGOTT, sondern auch IN GOTT, ja GOTT selbst.

 

 

 

Wir erfahren, dass der HEILIGE GEIST im Menschen im WORT und in der TAT wirksam werden kann, wenn sich der Mensch für das HEILIGE entscheidet. Erst der heilige Gedanke, der aus GOTT kommt, dieser göttliche Gedanke wird gegenständlich  im GEIST und verselbständigt sich im Menschen und treibt nicht nur JESUS ans Kreuz und in die Auferstehung, sondern er treibt die Heiligen an, Heiliges zu tun, zu reden und zu wirken. Der HEILIGE GEIST tritt aus dem Inneren GOTTES heraus und manifestiert sich im Denken, im Handeln und Tun des Menschen, der sich wiederum auf IHN in seinem Denken, Handeln und Tun bezieht. Es ist ein bewusster Willensakt des Menschen, das HEILIGE, den HEILIGEN GEIST GOTTES anzunehmen und danach zu handeln.

 

 

 

Das WORT GOTTES fällt ja laut JESUS nicht nur auf fruchtbaren Boden, sondern auch auf steinigen und felsigen, wo es keine Frucht bringen kann. Will nichts anderes heißen, als dass es Sache des Menschen ist, dieses Wort zu hören, zu prüfen und anzunehmen. Dann bringt auch der Mensch reiche HEILIGE Frucht im Sinne des INNEREN GOTTES, des HEILIGEN GEISTES. JESUS war schon immer im VATER wie der HEILIGE GEIST auch. Der GEIST GOTTES hält nicht nur den Menschen in Bewegung, sondern auch GOTT selbst. DER HEILIGE GEIST ist die Liebe, die GOTT schöpfen und wirken lässt. ER ist die Bewegung, die GOTT im Überfluss alles Vollkommene tun lässt, der SEINEN SOHN, der in IHM war, sogar die Charaktereigenschaft der liebenden Demut in JESUS CHRISTUS bewirkte.

 

 

 

Wie wirkt sich der HEILIGE GEIST auf den Menschen im Alltag aus? Der GEIST GOTTES ist es, der den Menschen in die Kirche gehen lässt, der sie Gutes für JESUS tun lässt, der die 21 koptische Märtyrer den Namen JESU in ihrer Todesminute aussprechen lässt bis hin zur Geisteshaltung des Menschen, weder die Familie, Freunde und gute Menschen nicht als Selbstverständlichkeit zu betrachten sowie die Haltung, die Natur zu schützen und auch einen Grashalm oder ein Veilchen am Wegesrand als Schöpfung Gottes zu bestaunen.

 

 

 

Der HEILIGE GEIST drückt sich auf vielfältige Weise aus, 

–  z. B. in der Musik des „Miserere“ von Allegri. 

Hören wir die himmlische gregoriansche A-capella-Musik des 51. Psalms von Gregorio Allegri, einem Priester und Komponisten des 16. Jahrhunderts- So können wir uns die Musik der Engel vorstellen, wenn wir still werden und in Ruhe dieser herrlichen Musik lauschen. Eine innere Erholung der Seele.

 

 

 

 

 

 

 

–  z. B. im Lobpreis und im Dank, aber auch in der Bitte des Gebets, der Meditation und der inneren Sammlung auf GOTT hin. 

–  im Tun der JESUANISCHEN Seligpreisungen 

–  im Tun der täglichen Arbeit, wenn sie im Bewusstsein getan wird, dass sie für JESUS getan wird (Alles meinem GOTT zu Ehren in der Arbeit in der Ruh)

–  Geburt und das Leben, welche noch immer als Wunder des Lebens dankbar  angenommen werden sollte in JESUS CHRISTUS, 

–  den irdischen Tod als Bestandteil des Lebens anzunehmen und auf ein Wiedersehen mit JESUS CHRISTUS und den uns vorausgegangenen Lieben zu hoffen. 

–  im Dank für die Schöpfung und im inneren Staunen über die Werke GOTTES in der Natur

–  die so wichtige Fähigkeit zur Unterscheidung auch im politischen wie auch im christlichen Denken

–  im Mut, auch unbequeme Wahrheiten auszusprechen und gegen den Strom zu schwimmen, da, wo es notwendig ist, weil sich satanischer Ungeist breit machen will.

 

 

 

Wenn wir auf den DREIEIENEN GOTT hin leben, so ist dies der sicherste Weg in die himmlischen Gefilde. Der HEILIGE GEIST ist derjenige, der die innersten Gedanken in Glauben, Hoffnung, Liebe, Vernunft und Weisheit eines Menschen auf GOTT hin  ausrichten lässt,  diese Ausrichtung lebendig und lebensfroh auf das Licht und im Licht gestaltet, wenn dies jeder Mensch nur als Geschenk GOTTES erkennen und annehmen würde.  Danken wir dem vollkommenen DREIEINEN GOTT für SEINE LIEBE zu SEINER Schöpfung und zu uns Menschen, indem er uns mit der Sendung SEINES HEILIGEN GEISTES zu lebenden und lebendigen Menschen aufwertet, die der vollkommenen Liebe fähig sein dürfen und damit das Ebenbild GOTTES sein können, wenn sie es nur wollen.

 

 

Darum dürfen wir wie schon des Öfteren das alte Gebet der Kirche zum Lobpreis des HEILIGEN GEISTES  sprechen und singen: 

Komm, o Geist der Heiligkeit!
Aus des Himmels Herrlichkeit
Sende deines Lichtes Strahl!

Vater aller Armen du,
Aller Herzen Licht und Ruh’,
Komm mit deiner Gaben Zahl!

Tröster in Verlassenheit,
Labsal voll der Lieblichkeit,
Komm, du süßer Seelenfreund!

In Ermüdung schenke Ruh’,
In der Glut hauch Kühlung zu,
Tröste den, der trostlos weint.

O du Licht der Seligkeit,
Mach dir unser Herz bereit,
Dring in unsre Seelen ein!

Ohne Dein lebendig Wehn
Nichts im Menschen kann bestehn,
Nichts ohn’ Fehl und Makel sein.

Wasche, was beflecket ist,
Heile, was verwundet ist,
Tränke, was da dürre steht.

Beuge, was verhärtet ist,
Wärme, was erkaltet ist,
Lenke, was da irregeht.

Heil’ger Geist, wir bitten dich,
Gib uns allen gnädiglich
Deiner Gaben Siebenzahl.

Spende uns der Tugend Lohn,
Lass uns stehn an deinem Thron,
Uns erfreun im Himmelssaal.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bitten wir den HEILIGEN GEIST um das Geschenk SEINER 7 Gaben, damit er in Kirchenführern, in Politikführern und in jedem Menschen egal, welchen Glaubens sie sind oder nicht sind, damit er allen Menschen dieser Welt die Bedeutung JESU CHRISTI und SEINER Lehre und SEINEM Wirken nahebringt und in ihnen die Begeisterung für IHN, JESUS CHRISTUS, unseren HERRN, im HEILIGEN GEIST und dem VATER ins Herz legt. Amen!

 

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