kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Ostern 29. April 2018

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 13:46

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Alle Evangelien berichten über das leere Grab und die Auferstehung!

 

 

 

„Aber am ersten Tag der Woche sehr früh kamen sie zum Grab und trugen bei sich die wohlriechenden Öle, die sie bereitet hatten. Sie fanden aber den Stein weggewälzt von dem Grab und gingen hinein und fanden den Leib des Herrn Jesus nicht. Und als sie darüber bekümmert waren, siehe, da traten zu ihnen zwei Männer mit glänzenden Kleidern. Sie aber erschraken und neigten ihr Angesicht zur Erde. Da sprachen die zu ihnen: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden. Gedenkt daran, wie er euch gesagt hat, als er noch in Galiläa war: Der Menschensohn muss überantwortet werden in die Hände der Sünder und gekreuzigt werden und am dritten Tage auferstehen. Und sie gedachten an seine Worte. 

Und sie gingen wieder weg vom Grab und verkündigten das alles den elf Jüngern und den andern allen. Es waren aber Maria von Magdala und Johanna und Maria, des Jakobus Mutter, und die andern mit ihnen; die sagten das den Aposteln. Und es erschienen ihnen diese Worte, als wär’s Geschwätz, und sie glaubten ihnen nicht. Petrus aber stand auf und lief zum Grab und bückte sich hinein und sah nur die Leinentücher und ging davon und wunderte sich über das, was geschehen war“.

Lukas 24, 1-12 

 

 

 

 

 

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Alle Evangelien berichten über das leere Grab und die Auferstehung. Aber in Details unterscheiden sie sich. Lesen und vergleichen Sie hier die Auferstehungsgeschichten der vier Evangelien nach Matthäus, Markus, Lukas und Johannes.

 

 

 

 

 

 

Matthäus: Die Botschaft des Engels am leeren Grab

Nach dem Sabbat kamen in der Morgendämmerung des ersten Tages der Woche Maria aus Magdala und die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen. Plötzlich entstand ein gewaltiges Erdbeben; denn ein Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat an das Grab, wälzte den Stein weg und setzte sich darauf.

 

 

Seine Gestalt leuchtete wie ein Blitz, und sein Gewand war weiß wie Schnee. Die Wächter begannen vor Angst zu zittern und fielen wie tot zu Boden.
Der Engel aber sagte zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten. Er ist nicht hier; denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht euch die Stelle an, wo er lag.

 

 

 

Dann geht schnell zu seinen Jüngern und sagt ihnen: Er ist von den Toten auferstanden. Er geht euch voraus nach Galiläa, dort werdet ihr ihn sehen. Ich habe es euch gesagt. Sogleich verließen sie das Grab und eilten voll Furcht und großer Freude zu seinen Jüngern, um ihnen die Botschaft zu verkünden.

Plötzlich kam ihnen Jesus entgegen und sagte: Seid gegrüßt! Sie gingen auf ihn zu, warfen sich vor ihm nieder und umfassten seine Füße. Da sagte Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht und sagt meinen Brüdern, sie sollen nach Galiläa gehen, und dort werden sie mich sehen.“

 

 

 

 

 

Markus: Die Botschaft des Engels im leeren Grab

Als der Sabbat vorüber war, kauften Maria aus Magdala, Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um damit zum Grab zu gehen und Jesus zu salben. Am ersten Tag der Woche kamen sie in aller Frühe zum Grab, als eben die Sonne aufging. Sie sagten zueinander: Wer könnte uns den Stein vom Eingang des Grabes wegwälzen? Doch als sie hinblickten, sahen sie, dass der Stein schon weggewälzt war; er war sehr groß.

 

 

Sie gingen in das Grab hinein und sahen auf der rechten Seite einen jungen Mann sitzen, der mit einem weißen Gewand bekleidet war; da erschraken sie sehr. Er aber sagte zu ihnen: Erschreckt nicht! Ihr sucht Jesus von Nazaret, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden; er ist nicht hier. Seht, da ist die Stelle, wo man ihn hingelegt hatte. Nun aber geht und sagt seinen Jüngern, vor allem Petrus: Er geht euch voraus nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen, wie er es euch gesagt hat. Da verließen sie das Grab und flohen; denn Schrecken und Entsetzen hatte sie gepackt. Und sie sagten niemand etwas davon; denn sie fürchteten sich.

 

 

 

 

 

 

Lukas: Die Botschaft der Engel im leeren Grab

Am ersten Tag der Woche gingen die Frauen mit den wohlriechenden Salben, die sie zubereitet hatten, in aller Frühe zum Grab. Da sahen sie, dass der Stein vom Grab weggewälzt war; sie gingen hinein, aber den Leichnam Jesu, des Herrn, fanden sie nicht.
Während sie ratlos dastanden, traten zwei Männer in leuchtenden Gewändern zu ihnen. Die Frauen erschraken und blickten zu Boden. Die Männer aber sagten zu ihnen: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden. Erinnert euch an das, was er euch gesagt hat, als er noch in Galiläa war: Der Menschensohn muss den Sündern ausgeliefert und gekreuzigt werden und am dritten Tag auferstehen.

 

 

 

Da erinnerten sie sich an seine Worte. Und sie kehrten vom Grab in die Stadt zurück und berichteten alles den Elf und den anderen Jüngern. Es waren Maria Magdalene, Johanna und Maria, die Mutter des Jakobus; auch die übrigen Frauen, die bei ihnen waren, erzählten es den Aposteln. Doch die Apostel hielten das alles für Geschwätz und glaubten ihnen nicht. Petrus aber stand auf und lief zum Grab. Er beugte sich vor, sah aber nur die Leinenbinden (dort liegen). Dann ging er nach Hause, voll Verwunderung über das, was geschehen war.

 

 

 

 

 

 

Johannes: Die Entdeckung des leeren Grabes

Am ersten Tag der Woche kam Maria von Magdala frühmorgens, als es noch dunkel war, zum Grab und sah, dass der Stein vom Grab weggenommen war. Da lief sie schnell zu Simon Petrus und dem Jünger, den Jesus liebte, und sagte zu ihnen: Man hat den Herrn aus dem Grab weggenommen, und wir wissen nicht, wohin man ihn gelegt hat.

 

Da gingen Petrus und der andere Jünger hinaus und kamen zum Grab; sie liefen beide zusammen dorthin, aber weil der andere Jünger schneller war als Petrus, kam er als Erster ans Grab. Er beugte sich vor und sah die Leinenbinden liegen, ging aber nicht hinein.

Da kam auch Simon Petrus, der ihm gefolgt war, und ging in das Grab hinein. Er sah die Leinenbinden liegen und das Schweißtuch, das auf dem Kopf Jesu gelegen hatte; es lag aber nicht bei den Leinenbinden, sondern zusammengebunden daneben an einer besonderen Stelle. Da ging auch der andere Jünger, der zuerst an das Grab gekommen war, hinein; er sah und glaubte. Denn sie wussten noch nicht aus der Schrift, dass er von den Toten auferstehen musste. Dann kehrten die Jünger wieder nach Hause zurück.

 

 

 

 

 

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Ostern ist das älteste gemeinsame Fest der Christenheit.

Am Hochfest Ostern feiert die Christenheit die Auferstehung Jesu Christi von den Toten nach seiner Kreuzigung. Seine Auferstehung ist ein Wunder und ein Geheimnis.

Der Auferstandene begegnete vielen Menschen. Unmittelbar nach seiner Auferstehung zeigte er sich Maria von Magdala und anderen Frauen, dann den beiden Jüngern, die nach Emmaus unterwegs waren, den Aposteln in Jerusalem und am galiläischen Meer. Apostel Paulus berichtet von mehr als fünfhundert Brüdern, die Jesus Christus nach seiner Auferstehung gesehen hatten.

Die Auferstehung Jesu Christi zeigt die Macht Gottes über das Böse und den Tod. Durch Christi Auferstehung hat der Gläubige eine berechtigte Hoffnung auf die eigene Auferstehung und ewiges Leben.

 

 

 

 

Jesus ist unser Gott

Die Auferstehung Jesu ist Ursprung der Freude für alle Christen. Die Auferstehung hat das Gottesbild nachhaltig verändert: Aus der jüdischen Vorstellung des Gottes im Himmel als Richter, dessen Gesetze man nie ganz erfüllen können wird, ist der christliche Glaube an den Gott der Liebe, der Gnade und Gerechtigkeit gewachsen.

Wir haben einen Gott, der uns liebt, der uns versteht, der mit uns teilt. Wir haben einen Gott, der den Sünder liebt und ihm ganz nahe ist. Das ist unsere Osterfreude.
Aus dieser Erkenntnis heiligt die Christenheit nicht mehr den Sabbat, sondern den ersten Tag der Woche, den Tag, an dem Christus auferstanden ist. Heute ist das für uns der Sonntag, und wir bekennen Jesu Auferstehung durch den Besuch der Gottesdienste.

 

 

 

 

 

 

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Nichts kann von Gott trennen

Durch die Auferstehung hat sich der Glaube der Menschen an Jesus Christus verändert. Ihr Glaube basierte zuvor auf den Wundern und Zeichen Jesu, die sie gesehen hatten. Der Glaube der Jünger basierte nach Ostern auf der Auferstehung und dieser Glaube hat Ihnen die Kraft gegeben. Sie fassten neuen Mut, denn sie erkannten, dass selbst der Tod sie nicht von Jesus trennen konnte.
Basierte unser Glaube nur auf Zeichen und Wundern, wäre er schwach und würde kaum den ersten großen Sturm überstehen. Wer das Evangelium lebt, hat nicht unbedingt ein einfacheres Leben. Doch die Gewissheit, dass Jesus uns liebt, uns helfen will und niemand dies verhindern kann, schafft Mut für alle Herausforderungen des Lebens.

 

 

 

 

 

Weil er Gott ist, kann er die Sünden vergeben

Aus der Gewissheit der Auferstehung Jesu, erkannten die Jünger zudem die Bedeutung der Sündenvergebung, die Jesu mehrfach ausgesprochen hatte. Allerdings hatte er sie an die Bedingung geknüpft, auch dem Nächsten zu vergeben.
Die Kraft zur Vergebung aufzuwenden lohne sich. Weil Jesus auferstanden ist, ist er Sohn Gottes. Weil er Sohn Gottes ist, kann er die Sünde tilgen. Und weil er sie wahrhaftig tilgen kann, lohnt es sich, dem Nächsten zu vergeben.

 

 

 

 

Auf ewig bei Gott leben

Die Auferstehung ist Versprechen und Grundlage zu unserer eigenen Auferstehung. Die jüdische Hoffnung bestand darin, auf ewig in Frieden im Bereich der Toten zu ruhen. Christus hat durch seine Worte und Auferstehung eine neue Dimension geschaffen.

 

Dass Christus auferstanden ist, verkündeten die Jünger in damaliger Zeit. Auch wir sind aufgerufen, die Auferstehung Christi zu verkünden, indem wir bezeugen, dass er in uns lebt.

 

 

 

 

Wir danken dir, Herr Jesu Christ, dass du vom Tod erstanden bist!

1) Wir danken dir, Herr Jesu Christ,
dass du vom Tod erstanden bist
und hast dem Tod zerstört sein Macht
und uns zum Leben wiederbracht.
Halleluja.

 

2) Wir bitten dich durch deine Gnad:
nimm von uns unsre Missetat
und hilf uns durch die Güte dein,
dass wir dein treuen Diener sein.
Halleluja.

 

3) Gott Vater in dem höchsten Thron
samt seinem eingebornen Sohn,
dem Heilgen Geist in gleicher Weis
in Ewigkeit sei Lob und Preis!
Halleluja.

 

9 Responses to “Ostern”

  1. wolfsattacke Says:

    Ja, so ist es geschehen und das Besondere an Christi Auferstehung ist, daß sein Körper ebenfalls die Grabstätte verlasen hat und nicht „nur“ seine Seele, wie es bei allen Verstorbenen der Fall ist.

  2. Andreas Says:

    Was ich mich immer etwas „verwundert“ an dieser zu 100%ig-und mehr wahren Begebenheit: WARUM war der Stein weggerollt??
    Jesus hatte ihn doch sicherlich nicht beiseite geschoben bzw. hätte sicherlich auch durch Steinwände „gehen“ können, erst mit dem weggerollten Türstein konnte doch überhaupt erst der Verdacht aufkommen, jemand hätte den Leichnam Jesu gestohlen, und dessen Wiederauferstehung sei ein Schwindel seiner engsten Anhänger?
    Welchen tieferen SINN, welche Bedeutung hatte/hat also der weggerollte Stein, warum brachte Jesus seine treuergebenen Anhänger mit diesem „Stein des Anstoßes“ in eine Jahrtausende anhaltende „Erklärungsnot“?
    Wäre das von den Römern bewachte Grab weiterhin zu gewesen, Jesus aber dennoch entschwunden, wäre doch der Auferstehungsglaube nie so angezweifelt worden??
    Was war/ist die „Strategie“ – ging/geht es „nur“ um unsere zu überwindende Kleingläubigkeit, die auf diese Weise herausgefordert wurde/wird – auf das der Glaube Glaube bleibe u. nicht bewiesene historische „Tatsache“/profane materielle Realität?
    Würde mich über eine erhellende Antwort freuen…

    • Andreas Says:

      Aha, nicht Jesus, sondern ein Geistwesen, ein Engel hat FÜR Maria u. die anderen Frauen u. Apostel den Stein weggerollt, nicht für Jesus selbst:
      (Auszug) >> Die Auferweckung Jesu selbst wird nicht berichtet. Kein Evangelist traut sich das! Es war ja auch keiner dabei. Es hat ja auch keiner gesehen. Niemand weiß, wie es war, als Jesus auferstanden ist und wie er aus dem Grab heraus kam!
      Alle schweigen dazu, keiner denkt sich etwas aus!
      Es war auf jeden Fall keine Rückkehr in das alte Leben. Es war keine Wiederbelebung seines alten Körpers.
      Jesus hatte einen anderen Leib: Er wurde selbst von seinen Jüngern nicht sofort erkannt. Er konnte erscheinen, sich sichtbar machen.
      Er konnte in verschlossenen Räumen auftauchen ( – brauchte also nicht den Stein selbst wegzurollen!).

      Nur Begleiterscheinungen der Auferstehung werden genannt: Matthäus schreibt von einem Erdbeben.
      Dann sehen die Frauen ein helles Licht vor dem Grab. Die Wächter, die Soldaten am Grab, sind wie tot, erstarrt, als wären sie in einen tiefen Schlaf versetzt. Die Frauen sind nicht weniger erschrocken!

      Ein Engel redet zu ihnen aus dem Licht. Er hatte den Rollstein weggewälzt, für sie, nicht für Jesus. Jesus war schon weg bevor der Stein sich bewegte!!

      „Fürchtet euch nicht!“ sagt der Engel. „Ich weiß, dass ihr den Gekreuzigten sucht. Er ist nicht hier.
      Er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht die Stätte, wo er gelegen hat; und geht eilends hin und sagt seinen Jüngern, dass er auferstanden ist von den Toten.“

      Die Frauen schweigen immer noch. Diese Tage waren die Hölle für alle, die Jesus nachfolgten. Seine Verhaftung, die Folterungen, seine Schmerzen, sein Tod.
      Auch den Frauen muss erst erklärt werden, was sie hier sehen. Sie verstehen es nicht.
      Das leere Grab muss für die Frauen ein zweiter Schock gewesen sein.
      Erst was der Engel sagt hilft ihnen zu verstehen, was sie sehen.
      „Kommt her und seht die Stätte, wo er gelegen hat!“ fordert der Engel. „Prüft, was ich sage. Macht euch selbst ein Bild!“ Und sie finden das Grab leer…

      aus: https://www.moencheberg.de/index.php/service/predigten/681-matthaeus-28-1-10-das-grab-war-leer

    • Kemmer, Hermann-Josef Says:

      Werter Andreas,
      ich bin zwar kein Theologe.

      Matthäus 27, 62- 66 Und die Erklärungen aus Matthäus erscheinen mir noch heute stichhaltig.

      Aber, der Stein war weggerollt, um der römischen Macht zu zeigen, dass gegen Jesus und sein göttliches Erlösungswerk,also letztlich gegen Gott oder gegen den Himmel kein Kraut gewachsen ist, nicht einmal das römische Militär. Denn das Grab soll doch bewacht gewesen sein. Selbst die weltlich-römische Besatzungsmacht war damit vor aller Augen besiegbar. Pilatus sah damit mehr als alt aus. Er war nicht einmal in der Lage, ein Grab bewachen zu lassen. Und es war nichts davon bekannt, dass die feigen Jesus-Jünger die Wachen angegriffen hätten, um Jesu Leichnam zu entwenden. Dann wäre doch die Auferstehung ad absurdum geführt worden. Und die römische Staatsmacht hätte damals dann wohl alles darangesetzt, diesen „Überfall der Jünger“ zu ahnden. Der weggerollte Stein war somit das Symbol der Auferstehung für die Welt, der Jesus ja nicht erschienen ist, sondern nur seinen Jüngern, außer dem der damaligen Welt angehörigen Saulus, dem Jesus die Hölle heiß gemacht hat, damit er sich zu ihm bekehrte. Der Stein selbst war wohl nicht das Schwerste, denn ein Mann war in der Lage, diesen vor die Öffnung zu rollen. Das hätte Jesus ja auch selbst besorgen können. Die Engel, so denke ich, haben hier wohl auch eine entscheidende Rolle gespielt.

      Dem Stein, der je relativ leicht wohl durch Rollen zu bewegen war, würde ich eh nicht soviel Beachtung schenken, eher dem Erscheinen Jesu durch verschlossene Türen mit Körper, Geist und Seele (vgl. ungläubiger Thomas). Und da Frauen als erste an das Grab kamen, war es doch toll, dass der Stein schon weggerollt war und sie ungehindert ins Grab schauen konnten, sonst hätten sie ja kein Zeugnis geben können. Kein Sichthindernis auf das leere Grab.

      Es versteht sich doch von selbst, dass der eigentliche Vorgang der Auferstehung nicht berichtet werden konnte, wenn keiner dabei war. Das spricht doch nur für die Glaubwürdigkeit der Zeugen.

      Wir können ja einmal weiterspinnen: Könnte Jesus bei den Verletzungen durch die Henker nach Emmaus gewandert sein oder ohne Hilfe im Saal erschienen sein? Wohl kaum, jedenfalls nicht nach so kurzer Zeit, also 3 Tage nach der Kreuzigung, nach 3 Jahren vielleicht.

      Ich verstehe nicht, warum Gott in und durch Jesus irgendwie nicht erlaubt wird, Wunder, also unerklärliche Taten durchzuführen. Kritik ist ja super. Aber die Auferstehung ist nun einmal eine reine Glaubenssache. Tatsache ist jedoch, welches Ereignis denn geeignet gewesen wäre, aus superfeigen Jüngern, die sich bis auf Johannes vom Acker machten, Märtyrer machen zu können? Sie wären doch nicht für einen Betrüger in den Tod gegangen, wenn diese Geschichte nicht wahr wäre. Also ich wäre da garantiert nicht dabei gewesen. Ich hätte Jesus abgehakt und mich meinen Geschäften gewidmet. Dieses Ereignis muss so einschneidend gewesen sein, dass sie ihre Einstellung um 180 Grad gedreht haben. Das schafft niemand von einer Sekunde auf die andere, wenn nicht ein Wunder geschehen wäre, nämlich das der Auferstehung.

      Wir müssen als Christen also den Zeugenaussagen von vor 2000 Jahren glauben. Mir fällt das irgendwie nicht schwer.

      • Andreas Says:

        @werter Kemmer, Hermann-Josef (B…s?)
        zuersteinmal Danke für Ihre Antwort – auch ich zweifle nicht im Geringsten aus all den Gründen, die Sie bereits genannt haben. Wollte nur diese „Türstein-Angelegenhei“ etwas genauer betrachten bzw. „biblisch-rationell“ zu erklären versuchen, ohne deshalb das Wundergeschehen als solches abzuschwächen. Irgendwie werde ich da oft mißverstanden- ich frage bisweilen mit Absicht so banal wie es auch Kinder tun würden u. bin immer erstaunt, wie relativ „unsicher“-schwammig die Antworten meist ausfallen – und da nehme ich auch mich selbst nicht aus…
        MfG

  3. Andreas Says:

    Für den werten@Thomas, aber natürlich auch „allen“ anderen hier:
    https://www.ibl-dpm.de/index.php/biblische-schatztruhe/lehrartikel/91-warum-israel

  4. strafjustiz Says:

    Und somit > mit dem Dogma der Auferstehung < entstand der Neugott Jesus, der uns in Jh. 14,6 den "Alt-"Gott vorenthält…..
    ============================================================================================
    abgeschwächt durch Jh. 16,23, obwohl doch Mt. 28,18,,,,,Man lese doch das alles selber nach !!
    Was gilt nun?

    Auch, dass uns Christus erlöst habe, er, der doch nicht sterben wollte.

    Nein….wirklich, wenig(e Paragraphen passen) passt da zusammen ! Wieso wurde Jesus nicht echt begraben? oder eingemauert, sondern einfach nur so hingelegt…… Wieso wurde das Grab nicht bewacht ?

    Und so gängeln alle christlichen Amtskirchen die Gläubigen in aller Welt seit Jahr h u n d e r t e n.

    adoerflinger@gmx.ch

  5. Johannes Says:

    GEDANKEN ZUM AUFERSTEHUNGSFEST
    Das von GOTT gegebene Gebot lautet: „Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligst. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. Aber am siebten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines GOTTES. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt. Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn“ (2.Mose 20). Die Kirche wollte es in Abgrenzung zur ihrer jüdischen Wurzel anders, so dass unter Kaiser Konstantin der Sonntag zum Ruhetag wurde. Die Begründung war, dass der HERR JESUS an diesem Tage auferstanden sei – gemäß der SCHRIFT nach drei (!) Tagen.
    Tatsächlich dürfte ER mit Blick auf den jährlichen „Großen Sabbat“, dem Fest des Gedenkens an die Verschonung der Erstgeborenen und an den Auszug aus Ägypten, in jenem Jahr bereits am Mittwoch, dem 14. des sechsten Monats Abib nach dem alten kanaanäischen Kalender – heute der erste Monat Nisan entsprechend dem nachexilischen religiösen Kalender, dem „Rüsttag“ gekreuzigt worden sein. Der 15. Abib/Nisan war und ist ein Großer Sabbat, ein „hoher Festtag“ (Joh 19,31), der auf jeden Tag der Woche fallen konnte. Gemäß 5. Mose 21, 23 handelte Joseph von Arimathäa und beeilte sich am späten Mittwochnachmittag, um den Leichnam JESU zu beerdigen. In jener Woche gab es also zwei verschiedene Sabbate.
    In 4. Mose 28, 16 + 17 heißt es: „Aber am vierzehnten Tag des ersten Monats ist das PASSAH des HERRN. Und am fünfzehnten Tage desselben Monats ist Festfeier.“
    Das Passahlamm, das in jedem Jahr am 14. Tag des damals ersten Monats Nisan geschlachtet wurde, ist ein Sinnbild für JESUS CHRISTUS, das LAMM GOTTES, das die Sünden der Welt hinwegnimmt. JESUS CHRISTUS ist unser Passah, für uns geopfert an unserer statt (1. Kor 5,7).
    JESUS wurde am gleichen Tag getötet, an dem in jedem Jahr das Passah geschlachtet worden wurde. Dieser Tag des Pessach war der „Rüsttag“ vor dem Festtag, vor dem jährlichen Großen Sabbat, der am 15. Nisan begangen wird.
    An welchem Tag war also die Auferstehung?
    Als die zweifelnden Pharisäer von JESUS ein Zeichen, eine übernatürliche Bestätigung, einen Beweis dafür forderten, dass ER der MESSIAS sei, antwortete ER ihnen: „Ein böses und abtrünniges Geschlecht fordert ein Zeichen, aber es wird ihm kein Zeichen gegeben werden, es sei denn das Zeichen des Propheten Jona. Denn wie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches war, so wird der Menschensohn drei Tage und drei Nächte im Schoß der Erde sein“ (Mt 12, 39 + 40).
    Diese Aussage ist deshalb von großer Bedeutung, weil der HERR ausdrücklich auf diesen einzigen Beweis hinweist, dass ER wirklich der MESSIAS ist – nämlich drei Tage und drei Nächte im Grab zu sein. Die übrigen Zeichen und Wunder während seiner Wanderschaft durch Galiläa, Samaria und Judäa bewiesen IHN zwar auch als den MESSIAS, aber einige zweifelten, selbst im Kreis der Jünger, so der „ungläubige“ Thomas.
    Drei Tage und drei Nächte machten damals wie heute 72 Stunden aus. Damit scheiden alle Argumente der Kritiker damals wie heute aus, die auf „Vorstellung“ und „Überlieferung“ verweisen. Sie wurden schon damals vom HERRN zurechtgewiesen: „… (Ihr) hebt so GOTTES WORT auf durch eure Satzungen, die ihr überliefert habt …“( Mk 7,13).
    JESUS starb um die neunte Stunde, d.h. gegen 15 Uhr (u.a. Mk 15, 34ff). Bevor der Tag zu Ende ging, noch vor Sonnenuntergang, musste der Leichnam nach jüdischer Sitte beerdigt sein. So wurde ER in das Grab des angesehenen Ratsherrn Josef von Arimathäa gelegt, der Pilatus um die Abnahme vom Kreuz gebeten hatte.
    Da die Auferstehung gemäß dem WORT drei Tage später geschehen musste, fand sie also am späten Nachmittag des wöchentlichen Sabbats kurz vor Sonnenuntergang statt.
    Wäre der HERR JESUS zu irgendeiner anderen Tageszeit auferstanden, hätte Er nicht den Beweis erbracht, der MESSIAS, der SOHN des lebendigen GOTTES zu sein. Damit sind auch alle Berechnungen kluger Theologen hinfällig, die den Karfreitag als Kreuzigungs- und Sterbetag des HERRN festlegten. Die Auferstehung erfolgte an einem Sabbat!
    Am ersten Tag der Woche Yom Rishon (also am frühen Sonntagmorgen), als es dämmerte, kamen Maria Magdalena und die anderen früh zum Grab. Als sie dort eintrafen, war es offen und JESUS war bereits auferstanden! Er wurde schon am späten Nachmittag des vorhergehenden wöchentlichen Sabbattages, vor Sonnenuntergang zur gleichen Tageszeit Seines Todes und der folgenden Grablegung auferweckt. Damit entfällt auch alles Nachrechnen hinsichtlich der drei Tage: es sind gemäß der SCHRIFT drei volle 24-Stunden-Tage zwischen Seinem Tod und Seiner Auferstehung! Der Sabbat endete bei Sonnenuntergang. Die Auferstehung erfolgte also spät am selben Tage, kurz bevor der erste Tag der Woche (Yom Rishon) am Samstagabend nach Sonnenuntergang begann. Es kann sich also nicht um eine Sonntagsauferstehung handeln, da die Auferstehung bereits am Sabbat erfolgt war.

    Anmerkung:
    Abib (auch Aviv), der „Ährenmonat“ ist gemäß dem Pentateuch der sechste Monat des alten kanaanitischen Kalenders. Ihm entspricht der Nisan, der erste Monat nach dem „religiösen“ Kalender. Er dauert immer 30 Tage. Nach dem gregorianischen Kalender beginnt der Abib Mitte März, wenn die erste Ernte eingefahren wird und der erste Frühlingsneumond bezeugt wird.
    Im Alten Testament ist die Bezeichnung „Abib“ in Exodus 34, 18 entscheidend als der Monat des Auszugs aus Ägypten und damit Beginn einer neuen Zeitrechnung aufgeführt:
    „Du sollst das Fest der Ungesäuerten Brote halten. Im Monat Abib sollst du zur festgesetzten Zeit sieben Tage lang ungesäuertes Brot essen, wie ich es dir geboten habe. Denn im Monat Abib bist du aus Ägypten ausgezogen.“
    – Ex 34,18 EU
    Am 10. Abib werden die Lämmer für Pessach besorgt, am 14., also am Vollmond, werden sie geschlachtet. In den Abib fällt immer das Pessach- oder Pascha-Fest und damit das christliche Ostern. In der nachexilischen Literatur (vgl. Neh 2,1 EU) wird der Monat bei seinem hebräischen Namen Nisan genannt.


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