kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Kleiner Post – Große Auswirkungen? 12. Januar 2018

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 14:25

Kommentar von „Kopten ohne Grenzen

 

 

Um diesen facebook-Post echauffieren sich manche Medien. „Lieber ein stabiles Mullah-Regime“ bedeutet nicht, dass Herr Springer dieses Regime als erste Wahl betrachtet. Und  bei diesen Unruhen geht es bestimmt nicht um übehöhte Eierpreise. Aber lassen wir die Realität sprechen: Der Schah, der den Iran wirtschaftlich und wissenschaftlich auf Spur hat bringen wollen, wurde von den USA fallengelassen wie eine heiße Kartoffel. Die Linken im Iran haben den Schah vertrieben und damit dem Islam Tür und Tor geöffnet, wie sie es ja auch seit Jahrzehnten in Europa bewerkstelligen.

Frankreich hat unterdessen den schiitischen Islamisten, Herrn Chomeini, gehätschelt und gepflegt, offenbar zu dem Zweck, dass dieser Kerl das Mullah-Regime installieren konnte nach dem mehr als schmachvollen Abgang des Schahs. Die Menschen im Iran wollten a) den Schah loswerden, weil er ihnen wohl zu modern-westlich erschien und b) haben sie Chomeini, also den Islam, als Regierung gewählt. Das mehrheitlich schiitisch denkende Volk hat damals seinen Segen zu diesem Mullah-Regime gegeben.

 

 

Präsident Bush hat den Iran zur Achse des Bösen erklärt und gezählt und Trump nimmt dieses wohl begierig auf und unterstützt die Proteste.

 

 

Herrn Springer ist beizupflichten, dass sich der Westen endlich aus den inneren Angelegenheiten der islamischen Staaten heraushalten sollte. Was hat der „Arabische Frühling“ denn gebracht? Libyen zerstört und ein Staat im Chaos hinterlassen. Irak zerstört, Afghanistan zerstört, beides destabilisierte Länder und in Syrien hat es nicht ganz geklappt, weil Russland dort interveniert hat. Den einzigen Erfolg, den der „Arabische Frühling“ geleistet hat, ist,  dass Frauen jetzt in Saudi Arabien Auto fahren dürfen? Hallo? Und was ist mit den Millionen von Toten und Verletzten in Irak, Afghanistan und Syrien durch Terror- und Kriegseinwirkung von innen und außen? Alles schon wieder vergessen?

 

 

Noch heute ist die „Flüchtlingskrise“, besser Migrationskrise,  in Deutschland nicht vorbei, im Gegenteil, die Folgen werden uns noch lange beschäftigen, während die Staaten, die militärisch in diesen Ländern eingegriffen haben wie USA, GB, Frankreich  und Arabien sich aus ihrer Flüchtlingsaufnahmeverantwortung gestohlen haben und noch immer stehlen.

 

 

Völlig richtig ist, dass die Iraner, ein altes hochzivilisiertes persisches Volk seine Probleme selbst nicht nur regeln können, sondern auch regeln müssen. Jedes Volk muss seine Regierung selbst bestimmen dürfen. Und wenn Hilfe von außen, dann nur auf Wunsch von politischen Oppositiionsparteien.

Aber auch da sollte dann Vorsicht Gebot der Stunde sein. Was aus der Intervention der USA im Balkan übriggeblieben ist, dürfte auch nicht im Interesse Europas gewesen sein. Der Islam hat sich auf dem Balkan fest installiert, vgl. Albanien und Bosnien. Diese Länder sind Ankerplätze für den Islam mitten in Europa.   Interessant ist wieder einmal, dass der Iran über Öl verfügt und die USA schon wieder einmal am Sticheln sind.

 

Wollen die USA wieder zündeln, wollen die USA wieder wie in der Ukraine ein neues Miltärschlachtfeld eröffnen?

Daran müssen sie gehindert werden. Europa sollte sich in diesem Punkt endlich von den USA nicht mehr vor den Karren spannen lassen und sich endlich politisch emanzipieren und Russland nach Europa zurückholen. Kriege im Iran und in der Ukraine führen nur zu neuen Flüchtlingsströmen, während die USA Mauern baut und auf deren Terrain dann einmal wieder einmal mehr keine Kriegshandlungen stattfinden. Dieses System sollte doch langsam jedem selbstständig denkenden Menschen aufgefallen sein.

 

 

Ja, es stimmt, dass das Mullah-Regime eine gefährliche Regierung ist, die jedoch – und das darf nicht vergessen werden, durch die USA dort zumindest befördert wurde, indem die USA den Schah hat fallenlassen zählt. Das Mullahregime ist israelfeindlich. Das Volk der Iraner ist jedoch nicht israelfeindlich eingestellt, im Gegenteil und das allein sollte zählen. Allerdings darf sich Israel auch nicht als den Nabel der Welt sehen. Andererseits ist es verständlich, dass Israel und die USA die UNESCO verlassen wollen, weil dort einseitige Politik gegen Israel gemacht wird.

 

 

Der US-Imperialismus dergestalt, dass sich dieses Land überall auf Erden militärisch einmischt, sollte endlich der Vergangenheit angehören.

 

 

Und genau diese Botschaft übermittelt Herr René Springer mit seinem Post, nicht mehr und nicht weniger. Ein Krieg gegen den Iran ist ein Krieg gegen Russland. Und darauf sollte sich die USA nicht einlassen. Wer als USA Russland so in die Enge treibt, muss sich nicht wundern, dass sich Russland seine eigenen Verbündeten sucht. Die irdischen Bodenschätze gehören nicht allein den USA.

Die politische Einflussnahme der USA kann jedes Land der Erde ablehnen oder zulassen. Flüchtlinge haben wir auf Erden schon genug. Zusätzliche braucht kein Mensch. Ein neues Schlachtfeld aufzubauen, ist schädlich. Die Iraner müssen ihren Aufstand gegen die Regierung selbst bewerkstelligen. Die USA ist kein verlässlicher Partner. Das hat der Umgang mit dem Schah bewiesen.

 

 

Was also ist an diesem Post so kritisierenswert?

Deutschland schafft es ja jetzt noch nicht einmal mit den Migranten hier klarzukommen.

 

 

Auf der anderen Seite ist das Gebiet um Israel der Nabel der Welt, weil dieses Gebiet um Israel und der Arabischen Halbinsel die Geburtsstätte dreier monotheistischen Weltreligionen ist.

 

 

Es ist immer gefährlich, wenn Religionen ihren Dienst, den sie zum Wohl der Freiheit der Menschen zu leisten hätten, von den Endzeitoffenbarungen aus sehen wollen. Das scheint ein Hobby zu sein, aber unserer Meinung nach, ein gefährliches Hobby. Diese Prophezeiungen werden oft als selbsterfüllend angesehen und führen auf dem langen Weg dorthin oftmals zu Unfrieden, Hass und Krieg.

Das Christentum sieht JESUS CHRISTUS und seine Anhänger als himmlischen Sieger.

 

 

Der Islam sieht JESUS CHRISTUS als Muslim, der alle Kreuze, Schweine und Christen, die Christen bleiben wollen, vernichtet und neben Mohammed begraben wird, die schiitische Variante erwartet zudem den Mahdi, der den schiitischen islam zu letzten Ehren führen wird. Nebenbei soll dann jeder Stein und jeder Baum einen Juden, der sich hinter ihm verstecken will, verraten, damit er getötet werden kann. Herrliche Aussichten, die den besonderen  Hass gegen Andersgläubige bereits jetzt zum Ausdruck bringen.

 

 

Das Judentum wartet noch immer händeringend auf den Messias, der die Juden als das auserwählte Volk Gottes beglaubigt und zu himmlischen Ehren führen wird.

Wer sein religiöses Leben auf solche Endzeitprophezeiungen aufbaut, der nimmt Kriege, der nimmt Unfrieden bewusst in Kauf, um eben diese Endzeitoffenbarungen Wirklichkeit werden zu lassen.

 

 

Das ist genau der Stoff, warum der Nahost-Konflikt noch immer existiert.

 

 

Religionen ohne Endzeitoffenbarungen wären wesentlich friedlichere Instrumente gewesen. Und wir möchten nicht wissen, welche Religionen und deren Regierungen bewusst oder unbewusst sich nach diesen Endzeitszenarien und ihre politischen Ziele  genau daraufhin ausrichten und wir möchten nicht wissen, inwieweit einflussreiche religiöse Einflüsterer in höchsten Kreisen auf die Politik von Regierungen Einfluss nehmen, denen solche Offenbarungsschreckensszenarien als Maßstab für ihre Einflüsterungen dienen.

 

 

Selbst unter Christen gibt es viele, die nicht ihr eigenes Seelenheil vor Augen haben, sondern ihr Glaubensleben von der Offenbarung her ausrichten, anstatt im Glaubensalltag JESUS CHRISTUS in Demut,  Frieden und Liebe aktiv zu dienen, ja nicht in großen Zügen, sondern im Kleinklein des Alltags. Sie betätigen sich als Warner vor der Endzeit. Das aber ist nicht JESU Hauptsorge, sondern ER hat sich um das Seelenheil des Einzelnen gesorgt.  JESUS hat nicht die Geheime Offenbarung verlautbart.

Es war eine Vision eines Menschen. Und seit 2000 Jahren ist die Apokalypse nicht eingetreten, obwohl sie bereits von den Jüngern JESU erwartet wurde. Was ist mit den vielen Seelen, die in diesen 2000 langen Jahren gestorben sind, geschehen? Sie haben ihren eigenen Tod als Apokalypse wahrgenommen und jede einzelne Seele hat sich vor GOTT zu verantworten gehabt seit 2000 Jahren, unsere Eltern, Großeltern und Ahnen.  Wie viele Muslime oder Juden ihr Glaubensleben von ihren jeweiligen Endzeitprophezeiungen beeinflussen lassen, ist nicht bekannt. Sicher ist jedenfalls nur eines: Dem Frieden dienen solche Glaubenslebensentwürfe von der Endzeit her gedacht, geglaubt und gelebt,  eben nicht. Fatalismus und teilweise auch Radikaliät sind die Folge, weil diese Offenbarungen aus ferner Zukunft das eigene Leben mehr bestimmen können, als CHRISTUS und den Menschen lieb sein kann.

 

 

Diese Endzeitszenarien haben doch eines gemeinsam. Sie entwerfen globare Schreckensszenarien, die die Menschen angstvoll in ihren Bann ziehen. Und genau das ist auch das Ziel dieser Endzeitgläubigkeit. Angst soll die seelische Freiheit des einzelnen Gläubigen binden. Angst, ja teilweise Hass, sind jedoch keine Befreiung, sondern geistig-seelische Fesseln, die den Menschen binden und unfrei machen. Mal aggressiv wie der Islam, mal subtiler wie die christliche und jüdische Offenbarungsszenerien.

Diese Angst kann für jeden Gläubigen zur Sucht werden, indem jede Negativschlagzeile als Beleg für das kurz bevorstehende Armageddon herhalten muss, so wie es die Jünger JESU bereits erleben mussten, wenn wir an Stefanus denken. Wenn die eigene Seele schon soweit verbogen ist, sollte umgekehrt werden. Diese angstvolle Erwartungshaltung kann nicht gesund sein, weil sie zur Verdüsterung, zur Verdunkelung der Seele führt. Christlich ist sie schon rein gar nicht.

 

 

Das ist das Problem mit den Religionen. Wir als Christen haben uns an JESUS CHRISTUS eingebunden in der DREIEINIGKEIT zu halten und wir sollten dies nicht als Muss empfinden, sondern als begeistertes erstrebenswertes Wollen.  Die Offenbarung kann dann Offenbarung bleiben. Wenn wir uns an CHRISTUS halten, an seine Predigt und Verkündigung der Liebe, des Friedens und der Umkehr, ja sogar der Feindesliebe im einzelnen Christenleben, halten, können uns doch die Schrecken der Offenbarung gleichgültig sein. Wir selbst haben Verantwortung für das eigene Leben vor den Menschen und vor GOTT.

 

 

Bitten wir den HERRN JESUS CHRISTUS in der Einheit des VATERS und des HEILIGEN GEISTES um die Erkenntnis und den Antrieb, dass jeder einzelne Gläubige demütig, dem Hochmut trotzdend,  danach trachtet, dass die Welt durch sein persönliche Leben, durch sein persönlich inbrünstiges Gebet, durch seine die eigene Seele durchwirkte Liebe und durch seine selbstlose nicht auf gutes Image bedachte persönliche gute Tat ein klein wenig besser wird. Dann nämlich haben Offenbarungen ihren Schrecken verloren und dann bleibt in diesen Offenbarungen nur noch das Gute, das ihnen innewohnt, nämlich der himmlischen Frieden, übrig. Der Mensch selbst hat es in der Hand, ob diese Schreckensszenarien Wirklichkeit werden oder ob die Welt friedlicher werden kann. GOTT ist in SEINEM SOHN auf uns zugegangen.

ER hat IHN uns geschenkt. Gehen wir mit diesem Geschenk des WEGES, der WAHRHEIT des LEBENS, des GLAUBENS, der HOFFNUNG und der LIEBE, gehen wir mit CHRISTUS, unserem BRUDER und HERRN auch heute noch sorgsam und liebevoll um und hören auf sein Wort. Das nämlich ist unsere ureigene Aufgabe als Christ im Jetzt und Hier. 

 

3 Responses to “Kleiner Post – Große Auswirkungen?”

  1. Selena Says:

    Kopten ohne Grenzen … wir danken Dir … Knecht … wir lieben Dich und Deine Seite … Wir wahren Gläubigen werden für Dich beten … bleibe bei uns … bleibe bei dem Herrn … bleibe bei Jesus Christus – dem Yehovah .. und kämpfe gegen das Böse … mit unserem Herrn … Lasse Dich nicht mit der Schlange ein … nicht mit dem Drachen … nicht mit dem Anti-Christ …. lass uns kämpfen und siegen gegen Satan und Teufel … Amen

  2. Kleinerchrist Says:

    Das ist wahr und zu kritisieren an den Kirchen, dass sie den Glauben stets von der Endzeit her betrachten. Es ist nunmal aber auch ein Zeichen des Glaubens, dass man fortwährend die Entrückung erwartet, an anderer Stelle muss man aber nicht nach der Offenbarung in Angst leben sondern in Freiheit aus Errettung und die Offenbarungszeit betrifft uns nicht, ausser dem, was Jesus sagt in den Sendeschreiben ich halte es für sehr gefährlich, dass man so denkt und redet wie man es tut, weil es bei allen Realitãt schafft und Christen haben Gottes Wort. Und: Da gucken die Leute seit Jahren gewaltfilme im TV und nun haben sie den Salat.

  3. Friedrich Says:

    Ich schau hier immer wieder gern vorbei. In diesem Beitrag sehe ich aber eine besondere Perle, da ich darin eine wunderbare Ergänzung und Verfeinerung von zwei anderen Artikeln (http://www.god.co.at/index.php/jungfrauschlange & http://www.god.co.at/index.php/9-startbeitrag/139-jerusalem ) sehe. Sie thematisieren vorzüglich, dass die Menschheit viel mehr durch übereifrige Gute bedroht wird als durch das vermeintliche Böse. Ich freue mich bereits auf weitere Beiträge von diesem Autor.


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