kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Betriebsurlaub bis zum 10. Januar 22. Dezember 2017

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 15:03

Wir wünschen unseren Leser und Leserinnen ein fröhliches Weihnachtsfest und ein frohes neues Jahr mit Christus!

 

 

Gedanken zum Lied: „Maria durch ein Dornwald ging“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Maria durch ein Dornwald ging,
Kyrie eleison.

 

 

Maria durch ein Dornwald ging,
der hat in sieben Jahrn kein Laub getragen.
Jesus und Maria.

Was trug Maria unter ihrem Herzen?
Kyrie eleison.

Ein kleines Kindlein ohne Schmerzen,
das trug Maria unter ihrem Herzen.
Jesus und Maria.

Da haben die Dornen Rosen getragen,
Kyrie eleison.

Als das Kindlein durch den Wald getragen,
da haben die Dornen Rosen getragen.
Jesus und Maria.

 

 

Das hier ausgewählte Video des Liedes ist wohl eine der besten Interpretationen. Innig und liebevoll vorgetragen.

 

 

Als der Autor das Lied zum ersten Mal hörte, war er von der Melodie sehr fasziniert, den Text fand er damals eher merkwürdig kitschig mit wenig biblischem Bezug bis auf die fest eingefügten Refrainzeilen „Kyrie eleison“ und „Jesus und Maria“. Wie trotzig und grundierend durchzogen diese beiden Bitten und Rufe die drei bekannten Strophen des Liedes.

Nur sie machten für den Autor das Lied zum Kirchenlied.  Das Lied hat er jahrzehntelang als Marienkitschloblied verortet. Durch eine Predigt wurde er in den tieferen Sinn des Liedes eingeführt. Der Priester erkannte in diesem Liede nicht ein nur normales Marienloblied, sondern auch eine Adventsbotschaft, eine tiefgründige Adventsbotschaft.

 

 

Denn dieses Lied hat so viel mit dem menschlichen Leben zu tun, so wie Maria, die Mutter JESU, dieses menschliche Leben mit all seinen Höhen und Tiefen auch hat er- und durchleben müssen.

 

Die Maria aus der Bibel besuchte ihre Cousine Elisabeth, die – wie Lukas schreibt – in einer Stadt im Bergland von Judäa lebte für lange 3 Monate. Ja, da können wir uns dann auch ganz plastisch einen Dornenwald vorstellen, durch den Maria gehen musste, um zu Elisabeth zu gelangen, der Mutter von Johannes, der am Jordan JESUS angekündigt hatte.

 

 

Doch wie war die konkrete Situation Marias?

Sie war schwanger, die Menschen in ihrem Dorfe tuschelten, sie bekäme ein nichteheliches Kind. Das erklärt auch den langen 3-monatigen Aufenthalt bei Elisabeth, um möglichst lange fern von den Tuscheleien in ihrem Dorf sein zu können. Mit Josef war sie ja nicht verheiratet.

 

Und wer glaubte ihr die Erscheinung des Engels?

Eine junge Frau, die schwanger war, war in damaliger Zeit eher schlecht gelitten. Nicht nur unter Juden damals war es eine Schande, als Mädchen ein Kind zu bekommen, ohne verheiratet gewesen zu sein. Die Zeiten kannte der Autor noch vor 50 Jahren in Deutschland. Auch unter Christen in Ägypten oder auch in den orthodoxen Gemeinschaften ist eine nichteheliche Schwangerschaft noch heute Sünde und Schande und verletzt die „Familienehre“.

 

 

Maria hat somit bereits mit ihrem bedingungslosen JA zum Engel in ihrem Dorf den Dornenwald betreten, ja sie ging durch Dornen eines schlechten Rufs, eines schlechten Ansehens, was ihr möglicherweise zum Zeitpunkt dieses „Ja“ nicht einmal klar und bewusst war. Diese Dornen würde sie bei Ihrem Sohn JESUS am Kreuz  in der Dornenkrone wiedersehen, die das Blut aus dem Haupt ihres Sohnes JESUS CHRISTI austrieben.

 

 

Auch in jedem menschlichen Leben gibt es Zeiten, die den Menschen durch Dornen gehen lassen. Der Tod eines geliebten Menschen, die Verfolgung ob des christlichen Glaubens, Krankheiten, Opfer von Verbrechen, Liebeskummer, ja, auch ungewollte Schwangerschaft, die für die Frau in ihrem Leben tiefe Einschnitte bedeuten können. Heute werden solche Kinder im Mutterleib getötet wegen ganz profanen oder auch schwerwiegenden Gründen. Maria lehrt uns, nicht nur zu GOTT, sondern auch zum ungeborenen Kind von Beginn an, zum von GOTT geschenktem Leben JA zu sagen und so das 5. Gebot GOTTES „Du sollst nicht morden“ zu befolgen.

 

Ja, und Maria stellte fest, dass jede Dorne eines Rosenstocks auch Triebe ausbildet, kleine manchmal kaum sichtbare Knospen, die von den Dornen überdeckt werden. Der Dornenwald steht für das Tal der Tränen, für das adventliche Jammertal, welches wir in so vielen Liedern besingen.

 

 

 

„Oh Heiland, reiß die Himmel auf“, welches im 30-jährigen Krieg geschrieben wurde.

 

 

 

 

 

 

 

 

Erst durch die gnadenlosen Erlebnisse der Hoffnungslosigkeit des irdischen Jammertals, die auch Maria durchschritten hat, als sie den 12-jährigen Jesus in Jerusalem verlor, als sie das Schicksal, das Leiden und den Tod ihres geliebten Sohnes hautnah miterleben musste, schimmerten und erblühten die Rosen der Auferstehung, des ewigen Lebens als jenseitige Himmelsvorstellung so richtig auf zu voller Blüte der Schönheit.

 

 

Der Geist des Menschen ist wohl so gebrochen, dass er erst durch Dornen gehen muss, um die Gnade des DREIEINEN GOTTES, die ER uns schenkt, erst so  richtig einschätzen und achten zu lernen. Auch im echten Leben kann der Mensch wohl erst durch schlechte „Dornen“-Erfahrungen das Gute erst richtig schätzen lernen.

JESUS verleitet Dornengesträuch Rosen tragen zu können. Die letzte Zeile des Liedes deutet bereits auf die Rosen der Auferstehung JESU hin. Die Hoffnung erhält durch das Sinnbild der Rose, der Auferstehung, erlebbare Nahrung. Und diese Auferstehung CHRISTI zum LEBEN lässt selbst harte Dornensträucher zum Erblühen bringen. Derselbe CHRISTUS, der dies schafft, war schon im Mutterleib Marias präsent.

 

 

Nach diesen Erkenntnissen singt der Autor nunmehr dieses Lied besonders gern. Die wunderbare Melodie lässt den wunderbar sinnvollen Text, der sich erst heute dem Autor nach dem sonntäglichen Gottesdienstbesuch erschloss, noch lieber singen. Von Kitsch, von zuvor gefühlter Text-Minderwertigkeit keine Spur mehr, im Gegenteil. Das Singen eines jeden Kirchenliedes oder religösen Liedes ist ja auch immer ein doppeltes Gebet.

Singen wir die Ankunft CHRISTI durch Lieder wie „Maria durch ein Dornwald ging“ inniglich und mit liebevollem Herzen herbei. Bereiten wir dem HERRN auch durch unseren Gesang den Weg der Seele, dass er in sie eindringen möge, immer wieder neu von Jahr zu Jahr. Lieder wie dieses helfen dabei sogar sehr.

 

 

5 Responses to “Betriebsurlaub bis zum 10. Januar”

  1. Bazillus Says:

    Auch ich bin der Meinung, dass dieses Video eines der schönsten Interpretationen des Liedes ist. Sehr schön. Danke fürs Hochladen.

    Laut Wikipedia hatte das Lied ursprünglich 7 Strophen. Und siehe da, Johannes, der Täufer kommt auch in der 4. Strophe vor.

    Text der siebenstrophigen Fassung von 1850

    Maria durch ’nen Dornenwald ging
    Kyrieleison.
    Maria durch ’nen Dornenwald ging,
    Der hat in sieben Jahren kein Laub getragen!
    Jesus und Maria!

    Was trug Maria unter ihrem Herzen?
    Kyrieleison.
    Ein kleines Kindlein ohne Schmerzen,
    Das trug Maria unter ihrem Herzen!
    Jesus und Maria!

    Da haben die Dornen Rosen getragen,
    Kyrieleison.
    Als das Kindlein durch den Wald getragen! –
    Da haben die Dornen Rosen getragen!
    Jesus und Maria!

    Wie soll dem Kind sein Name sein?
    Kyrieleison.
    Der Name, der soll Christus sein
    Das war vom Anfang der Name sein!
    Jesus und Maria!

    Wer soll dem Kind sein Täufer sein?
    Kyrieleison.
    Das soll der Sanct Johannis sein,
    Der soll dem Kind sein Täufer sein!
    Jesus und Maria!

    Was kriegt das Kind zum Pathengeld?
    Kyrieleison.
    Den Himmel und die ganze Welt,
    Die kriegt das Kind zum Pathengeld!
    Jesus und Maria!

    Wer hat erlös’t die Welt allein?
    Kyrieleison.
    Das hat gethan das Christkindlein,
    Das hat erlös’t die Welt allein! –
    Jesus und Maria![5]

    Ich wünsche allen Lesern und Mitforisten dieses blogs ein gesegnetes Weihnachtsfest.

  2. Selena Says:

    Werter Knecht dieses Lied habe ich als Kind mit meiner älteren Schwester gesungen … alle haben imme geweint … ich wusste natürlich nicht warum …

    Frohe Feiertage an alle Brüder und Schwestern

    zum Ende des Jahres noch einmal ein kleiner Link

  3. Andreas Says:

    Wünsche ebenfalls frohe Weihnachten (bei den Kopten ja später) u. guten Rutsch ins neue Jahr 🙂

  4. Selena Says:

    Sehr wichtig ! Bitte anschauen !!!


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