kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Wir leben im 2. Advent! 11. Dezember 2017

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 10:28

Bild könnte enthalten: Kerzen und Text

Denn ihr selbst wisst genau, dass der Tag des Herrn kommen wird wie ein Dieb in der Nacht.

 

 

Wenn sie sagen werden: Es ist Friede, es hat keine Gefahr – dann wird sie das Verderben schnell überfallen wie die Wehen eine schwangere Frau, und sie werden nicht entfliehen. Wir aber, die wir Kinder des Tages sind, wollen nüchtern sein, angetan mit dem Panzer des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der Hoffnung auf das Heil. Denn Gott hat uns nicht bestimmt zum Zorn, sondern dazu, das Heil zu erlangen durch unsern Herrn Jesus Christus„. 

(1. Thessalonicher 5, Verse 2, 3, 8 und 9 )

 

 

Heute am 2. Sonntag im Advent, dem 2. Advent, ein paar Gedanken über den 2. Advent, unter anderem Vorzeichen. Über diesen Zweiten Advent der Weltgeschichte, als der Wiederkunft Christi, steht im Neuen Testament deutlich mehr geschrieben, als über den Ersten Advent, bei dem es um die Ankunft Jesu, als Kind in der Krippe, geht.

 

 

Das sollte nicht verwundern, ist dieser Zweiten Advent doch das Ereignis auf das die ganze Weltgeschichte hinausläuft auch wenn es noch nicht das Allerletzte, in Gestalt des neuen Himmels und der neuen Erde ist. Die Adventszeit kann sich natürlich nicht nur auf das Thema „Wiederkunft Christi“ beschränken. Weil aber in dieser Zeit fast nur noch vom „Kind in der Krippe“ und den damit in Zusammenhang gebrachten Themen zu hören und zu lesen ist, scheint es mir wichtig, zum Ausgleich den Zweiten Advent hervorzuheben, damit das eigentliche Ziel nicht aus den Augen verloren wird.

 

 

 

 

Aber wer glaubt denn eigentlich noch ernsthaft an diesen Zweiten Advent, als der Wiederkunft Christi? Es wäre interessant, diejenigen die sich Christen nennen, einmal danach zu fragen. Das Ergebnis wäre vermutlich sehr ernüchternd. Und ganz ehrlich: Auch mir versagt die Phantasie, wenn ich mir das vorstellen soll. Rein menschlich und „wissenschaftlich“ gesehen ist es völlig unsinnig an eine Wiederkunft Christi zu glauben.

 

 

 

 

Trotzdem bin ich aber fest davon überzeugt, dass es bei der Wiederkunft Christi um ein ganz reales und handgreifliches Ereignis geht. Ich bin deshalb davon überzeugt, weil ich dem Wort Gottes mehr als meinem Verstand vertraue.

Dies, weil bei Gott absolut kein Ding unmöglich ist und wir im Grunde überhaupt nichts wirklich wissen und überhaupt nicht beurteilen können, was alles möglich ist. „Nur das Phantastische hat eine Chance real zu sein“, wie es ein kluger Mann einmal in Bezug auf Vorgänge in unserer Welt und Natur sagte.

 

Und das gilt erst recht für die unsichtbare Welt, denn dem unvoreingenommenen Denken müsste eigentlich klar sein, dass es neben der sichtbaren noch eine unsichtbare, aber ebenso reale Wirklichkeit, geben muss. Anders wäre unsere sichtbare Welt gar nicht erklärbar.

 

 

 

Die Bibel bezeugt uns, dass dem so ist, weshalb das biblische Weltbild auch von einer sichtbaren und einer unsichtbaren Welt ausgeht. Und mancher hat schon Sachen erlebt, die ihn darin bestätigen, dass es so sein muss.

Als der Auferstandene ist Jesus in diese unsichtbare Wirklichkeit eingegangen, und diese wird, mit der Wiederkunft Christi, schlagartig und unabweislich für alle Welt sicht- und erfahrbar, so dass es völlig sinn- und zwecklos wäre, hier noch etwas bestreiten zu wollen.

 

 

 

Das Neue Testament weiß um den Unglauben und den Spott hinsichtlich einer sich lange hinziehenden Wiederkunft Christi. Jesus selbst weist darauf hin, dass es bis zu seiner Wiederkunft lange dauern kann, weshalb wir uns hier nicht irre machen lassen dürfen. Wir müssen damit rechnen, dass der Herr ganz plötzlich kommt, zu einem Zeitpunkt an dem das selbst die Seinen nicht für möglich gehalten hätten.

 

 

 

Den Einen wird das ein Grund zu grenzenloser Freude und den Anderen ein Grund zum Erschrecken und maßlosen Entsetzen sein. Wir wollen Gott bitten, dass er uns bewahrt, unseren schwachen Glauben stärkt und so leitet, dass wir bei seinem Kommen nicht erschrecken müssen.

JÖRGEN BAUER

 

2 Responses to “Wir leben im 2. Advent!”

  1. Selena Says:

    Issachar (@SaphiriIssachar) Says:
    3. Dezember 2012 at 00:09

    Das Licht einer Kerze“, ergänzt auf sehr wohltuende Weise als Lied den Sinngehalt des allseits bekannten Adventsliedes: „Wir sagen euch an den lieben Advent“ und gibt dem Adventskerzen anzünden eine Bedeutung: Wir zünden sie als Zeichen der Hoffnung, des Vertrauens, der Liebe und des Friedens. Diesen Inhalt erkennt Jung und Alt schnell, doch die Tradition der Verschiedenfarbigkeit der Kerzen, trifft man traditionell nur noch in Österreich an. Hier ist das Adventskerzen anzünden mit traditionell lila Kerzen verbunden, die dritte Kerze ist aber rosa.

    Farbe der Adventskerzen – Eine Erklärung
    •Lila galt in der altkirchlichen Tradition als die kostbarste Farbe der Antike. Aus dem Sekret der Purpurschnecke gewonnen, durften nur Kaiser und Priester Kleidungstücke dieser Farbe tragen. Und damit kommen wir der verborgenen Botschaft des Adventskerzen anzünden näher. Denn mit dem ersten Kommen des Jesuskindes in Bethlehem, ist auch die alte Prophezeiung in Erfüllung gegangen, dass ein gesalbter Priesterkönig sein Volk erlösen wird.
    •Im Matthäusevangelium in der Weltgerichtsrede sagt dieser Jesus selbst, dass er wiederkommen wird auf den Wolken des Himmels, als Richter der Lebenden und der Toten und hier wird er als richterlicher Priesterkönig im Kapitel 25 des Evangeliums dargestellt.
    •Seit altersher ist das Lila auch Zeichen der Umkehr und Buße. Denn die Adventszeit war immer auch eine Buß- und Vorbereitungszeit auf das eigentliche Fest. So ist bis heute die Adventszeit im ambrosianischen Ritus der norditalienischen Stadt Mailand sechs Wochen lang und es stehen sechs Kerzen auf dem Adventskranz vom Fest des Heiligen Martin bis Heilig Abend.
    •Die rosa Farbe rührt vom liturgischen Anfangsgesang der lateinischen Messe „Rorate caeli“. Die Freude darüber, dass sich der Himmel für alle wieder öffnet, zeichnet die katholische Kirche durch eine Farbnuancierung aus: Statt dem kräftigen Lila ein zartes Rosa. Mitten in der Vorbereitungszeit gibt es einen Grund zur Freude! Es ist nicht mehr weit! Nur noch eine kurze Weile!
    •Nicht nur die Farbe der Kerze ist an diesem Tag rosa, nein, auch das liturgische Gewand des katholischen Priesters ist an diesem Tag rosa. Das geschieht nur am Rorate-Sonntag in der Adventszeit und Laetare-Sonntag in der Fastenzeit. Dem Adventskerzen anzünden ist ein Luzenar vorgelagert. Es erinnert an die alten Katakombengottesdienste der frühen Christen
    Antwort


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s