kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Selbstmord der Zivilisation? 4. Dezember 2017

Filed under: Pater Zakaria & co.,Werte für Jugend — Knecht Christi @ 16:02

Ein Recht für Randgruppen und die Wirklichkeit der Lebensformen in Deutschland und Europa / Warum die katholische Kirche die Ehe verteidigt, und was die Entkernung der Ehe bedeutet.

 

 

 

 

Vor rund sechzig Jahren, 1955,  erschien der Reisebericht „Traurige Tropen“ des großen Sozialanthropologen Claude Levi Strauss. Er wurde in den 1960er Jahren zum Kultbuch. Levi Strauss ging damals und zeit seines Lebens der  Frage nach, ob es ein Grundmuster der menschlichen Gesellschaft gebe und er hat um die Jahrtausendwende diese Antwort gefunden:

„Zwar verwerfen alle inzwischen die veraltete Theorie, nach der vor dem ersten geschichtlichen Auftreten der Familie unter den Menschen „Urpromiskuität“ geherrscht habe.

Sie sind sich sogar darin einig, daß der Familientyp, für den monogame Ehe, selbständiger Wohnsitz des jungen Paares und affektive Beziehungen zwischen Eltern und Kindern typisch sind, sowohl in unserer Gesellschaft als auch in jenen heimisch ist, die wir gern als technisch und ökonomisch unterentwickelt bezeichnen.

 

 

 

 

 

 

Betrachtet man das ungeheure Repertoire von vier- bis fünftausend Gesellschaften, über die wir seit Herodot unterschiedlich gut Bescheid wissen, kann man nur sagen, dass die konjugale Familie vorherrscht und wir es überall dort, wo die Familienverfassung von diesem Muster abweicht, mit Gesellschaften zu tun haben, die in ihrer sozialen, politischen, ökonomischen oder religiösen Entwicklung einen Sonderweg eingeschlagen haben“.

 

 

Auf solche familialen Sonderwege fremder Kulturen in Afrika, Indien oder bei den Eskimos mit ihrem Frauentausch berufen sich gern die Gegner der Ehe und die Anhänger der Polyamorie (jeder mit jedem) als Kronzeugen der Entwicklung. Aber es sind doch nur, wie die Wissenschaft zeigt, Randerscheinungen. Der Durchschnittsmensch ist eben kein Eskimo.

Jetzt hat Deutschland einen Sonderweg eingeschlagen. Wie in etwa zwanzig anderen Staaten dieser Welt soll das konjugale Prinzip entkernt und die Geschlechtlichkeit nicht mehr als wesentlich und konstitutiv für dieses Prinzip anerkannt werden. Damit wäre es nur noch eine Leerhülse, der Eskimo der Normalfall.

 

 

 

Claude Levi Strauss hat sein reiches Forscherleben der Erkenntnis des konjugalen Prinzips als anthropologisches Grundmuster gewidmet. Das Christentum hat dieses Prinzip nur veredelt. Papst em. Benedikt formulierte es so: „Das Sakrament der Ehe ist keine Erfindung der Kirche, sondern es ist wirklich mit dem Menschen als solchem mitgeschaffen worden, als Frucht der Dynamik der Liebe, in der Mann und Frau einander finden und so auch den Schöpfer finden, der sie zur Liebe berufen hat“.

 

 

 

Es ist nämlich keine Gewissensfrage im Sinn einer autonomen Entscheidung, ob man das konjugale Prinzip anerkennt oder nicht. Die Natur ist, sie existiert, man kann sich nicht von ihr emanzipieren. Das meinte schon Robert Spaemann und zur Frage des konjugalen Prinzips schrieb er:„Bei den Beziehungen zwischen den Geschlechtern und Generationen handelt es sich um ein Gefüge, das bei immer gleichen Grundstrukturen die unterschiedlichsten Ausformungen zeigt. Es sind die gleichen Grundstrukturen in einer Favela von Rio de Janeiro, wie im Kaiserpalast von Tokio“. Die Ehe zwischen Mann und Frau ist der Kern der Familie und diese Lebensform bleibe „ohne gleichwertige Alternative“.

 

 

 

Die Ehe zwischen Mann und Frau ist alternativlos, weshalb sie auch unter dem Schutz des Grundgesetzes steht. Das Bundesverfassungsgericht hat am 17.07.2002 unmissverständlich erklärt: „Die Ehe [kann] nur mit einem Partner des jeweils anderen Geschlechts geschlossen werden, da ihr als Wesensmerkmal die Verschiedengeschlechtlichkeit der Partner innewohnt“.

„Zum Gehalt der Ehe … gehört, dass sie die Vereinigung eines Mannes mit einer Frau zu einer auf Dauer angelegten Lebensgemeinschaft ist.“ Ohne eine Änderung der Verfassung wird das Gesetz nicht in Kraft treten können. Auch eine Normenkontrollklage von einer Gruppe der Abgeordneten, die mit nein gestimmt haben, könnte das Gesetz noch ausbremsen. Die Frage ist nicht endgültig geklärt.

 

 

 

Auch die Folgen sind noch nicht absehbar. Wenn die Ehe für alle Gesetz würde, gäbe es keinen Grund mehr, das Ehe-Institut nicht auch noch auf weitere Arten des Zusammenlebens auszuweiten. Mit dem vollen Adoptionsrecht würde das natürliche Recht des Kindes auf Vater und Mutter in ein ‚Recht auf ein Kind‘ verkehrt. Damit wäre der Weg frei zur Legalisierung der Leihmutterschaft, ebenso für die Kinderehe.

Der Blick auf diese Folgen macht auch eine andere, ebenso staatlich zu schützende Eigenschaft der Ehe deutlich: Sie ist ein Ordnungsfaktor gegen die grenzenlose Beliebigkeit von Beziehungen, zum Beispiel gegen Inzest-Verhältnisse  oder Polygamie. Und sie garantiert die Einhaltung des Generationenvertrags.

 

 

Die große Mehrheit der Deutschen fühlt und lebt wie Levi Strauss es erforscht hat: Im konjugalen Prinzip. Drei von vier Paaren in Deutschland leben in Ehe. Dieses Datum des Mikrozensus zeigt den hohen Stellenwert, den diese naturgegebene Institution in dieser Gesellschaft hat. Man könnte angesichts der medialen Debatte um die Homo-Ehe den Eindruck gewinnen, daß riesige Massen jetzt auf dieses Gesetz warten, um die Standesämter zu stürmen.

Aber die Realität sieht anders aus. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gab es 2015 in Deutschland 93.000 gleichgeschlechtliche  Partnerschaften und davon waren 43.000 eingetragene Lebenspartnerschaften. Heute schätzt (genaue statistische Befunde liegen noch nicht vor) das Amt die Zahl der gleichgeschlechtlichen Partnerschaften auf maximal 225.000, die Zahl der eingetragenen Lebenspartnerschaften dürfte bei 46.000 liegen.

 

 

 

Bei diesen Paaren leben 7000 Kinder, die Zahl möglicher Adoptionen bewegt sich im eigentlich nicht mehr messbaren Promille-Bereich. Zu diesen Paaren gehört auch das lesbische Paar in Mecklenburg-Vorpommern, das die Kanzlerin angeblich in Zweifel gestürzt hat. Kurzum, es geht bei diesem Thema um eine winzige Minderheit, um eine gesellschaftliche Randerscheinung. Sie sind  die Eskimos der Kanzlerin. Mit dem Unterschied zu den Polarmenschen, daß die allermeisten gleichgeschlechtlichen Partnerschaften gar keine Kinder wollen.

Das ist bei normalen Ehen naturgemäß anders. Drei von vier Kindern in Deutschland leben heute bei ihren beiden leiblichen und verheirateten Eltern. In absoluten Zahlen: Etwa eine Million Kinder lebt in heterosexuellen nichtehelichen Lebensgemeinschaften, bei Alleinerziehenden sind es 2,2 Millionen und bei Ehepaaren etwa 10 Millionen Kinder. Diese Wirklichkeit wird medial ausgeblendet, in den Talkshows lebt der freundliche Einzelfall.

 

 

 

 

 

 

 

Dieser Einzelfall soll nun zum Normalfall werden. Das ist er aber nur in rund zwanzig Ländern der Welt. 180 Länder und 90 Prozent der Weltbevölkerung stehen der Homo-Ehe indifferent bis feindlich gegenüber.

Angefangen mit der Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Partnerschaft in Europa haben die Niederländer im Jahr 2000, es folgten mit den Jahren in Europa Spanien, Portugal, Frankreich, Belgien, Luxemburg, Großbritannien, Irland, Island und die skandinavischen Länder Dänemark, Norwegen, Schweden und Finnland.

Deutschland ist das 14. Land der EU. Aus Amerika kommen Kanada, die USA, Argentinien, Brasilien, Kolumbien, Mexiko und Uruguay dazu, aus dem schwarzen Kontinent ist es Südafrika, ferner Neu-Seeland.

 

 

 

 

Es geht ein Riss durch Europa, die osteuropäischen Länder kennen ein solches Gesetz nicht, und haben oft auch keine Regelung für eine eingetragene Partnerschaft. In Polen, der Slowakei und der Ukraine, um nur drei Beispiele zu nennen, gibt es gar ein in der Verfassung verankertes Verbot der Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren.

Das ist wegen der anti-humanen, kommunistischen Vergangenheit Osteuropas erstaunlich. Ebenso erstaunlich ist, daß in Europa gerade die „katholischen“ Länder Südeuropas die Homo-Ehe eingeführt haben, freilich unter sozialistischen Regierungen und gegen den Widerstand der katholischen Kirche.

 

 

 

Die christliche Ehe war in diesen Ländern ein Ordnungsfaktor. Sie stand nicht nur für die gleiche Würde von Mann und Frau, wie es im Katechismus (Punkt 2022) heißt, sondern auch für das Lebensprinzip einer solidarischen Gesellschaft, die Freundschaft. Bei der Ehe geht es in diesem Sinn um die Freundschaft des Lebens. Die Ehe ist, wie Paul VI. schrieb, die „innigste und um­fassendste Form personaler Freundschaft“. Schon vor ihm bezeichnete Papst Leo XIII. die Ehe als „die höchste Gemeinschaft und Freundschaft“. Es war in der Tat das Christentum, das die Gleichwertigkeit der Ehepartner postulierte und im Imperium Romanum einführte.

 

 

 

Es kam und kommt im Konsensprinzip sowie in der Unauflöslichkeit der Ehe zum Ausdruck. Immer wieder ist das konjugale Prinzip die Grundlage der Familie. Kinder sind nur eine Frucht dieses Prinzips. Sein innerster Kern ist die Liebe. Sie ist lebensspendend in einem Sinn, der weit über die biologische Funktionalität hinausreicht. Die Liebesheirat als ein „personal freier Akt, in dem sich die Eheleute gegenseitig schenken und an­nehmen“, wie es im Konzilsdokument Gaudium et Spes (GS, 48,1) heißt, ist relativ jungen Datums.

 

 

 

Zur Zeit Luthers oder des Tridentinischen Konzils war die Ehe ein Mittel sozialer Kontrolle und ihr Zustandekommen meist von ökonomischen Erwä­gungen geleitet. Die Liebesheirat begann Platz zu greifen in den letzten zwei Jahrhunderten mit der Auf­lösung des Ständestaates, mit dem sozio-ökonomischen Wandel, ferner mit dem Aufkommen individualistisch geprägter Lebensformen und  emanzipatorischer Be­wegungen. Zur Zeit eines Adam Smith etwa war es jungen Frauen verboten, an den Universitäten zu studieren, seit dem Wintersemester 1996/97 immatrikulieren sich in Deutschland mehr Frauen als Männer.

 

 

 

 

Universitäten und Fachhochschulen sind heute die Heiratsmärkte par excellence. Die persönliche und private Beziehung, die emo­tionale und sexuelle Wünsche erfüllen soll, wurde zum Hauptmotiv der Ehe, der In­dividualismus löste die vorwiegend wirtschaft­lich-soziale Motivation, die Zweckgemeinschaft ab. Heute ist die Liebesheirat in unserer Zeit der Auflösung klassischer sozialer Milieus die Norm. Die Ehe gilt als letzte Zuflucht der Innerlichkeit.

 

 

 

Aber das betrifft eben nur eine Seite der Ehe-Medaille. Der Codex des ka­nonischen Rechts führt zwar als eine der zwei Hauptaufgaben der Ehe „das Wohl der Ehegat­ten“ an. Die zweite Aufgabe, Nachkommenschaft, ist aber untrennbar mit der ersten verbunden.  Das ist das Summum des konjugalen Prinzips und des Konsensprinzips, das gemeinsame Wohl in der Liebe, das in Kindern Gestalt gewinnt. „Kinder sind sichtbar gewordene Liebe,“ sagt der deutsche Romantiker Novalis. In der gültig geschlossenen Ehe ist der Ehepartner sozu­sagen das Gestalt gewordene Sakrament. Man könnte auch sagen: Die Berufung zur Ehe ist im Ehepartner Fleisch geworden. Profaner gesagt: Nur die Ehe zwischen Mann und Frau kann Kinder zeugen. Deshalb ist sie alternativlos.

 

 

 

Die Herrschaft des positivistischen Rechts soll nun das Naturrecht eliminieren. Es ist aber nicht das Recht, das Gleichgeschlechtlichen eigene Kinder versagt, sondern die Natur. Es ändert nichts am Wesen der Ehe, wenn die Masse oder die öffentliche Meinung den Begriff mit anderen Inhalten füllt oder ihn aushöhlt. Der Vater der Massenpsychologie, Gustave le Bon, und der Erfinder des Begriffs öffentliche Meinung, Michel de Montaigne, haben schon vor Jahrhunderten auf die Wankelmütigkeit und Manipulierbarkeit der Menge hingewiesen. Die Natur bleibt, es ändert sich aber das Ordnungsgefüge der Gesellschaft.

 

 

Wenn man das biblische Menschenbild entsorgt, damit gleichsam die Natur über Bord wirft und durch  Beliebigkeit ersetzt, rutschen die Fundamente weg. Der französische Philosoph und Theologe Bertrand Vergely hat in einem Manifest, das vom Familienbund der Katholiken in Augsburg veröffentlicht wurde, auf die Folgen dieser Beliebigkeit hingewiesen: „Es gibt Grenzen menschlichen Tuns. Diese Grenzen sind auch schützende Grenzen. Die Einsicht, dass nicht alles gesetzlich beschlossen werden kann, bewahrt uns vor einer Diktatur des Rechts, und der Gedanke, dass nicht alles hergestellt werden kann, vor einer Diktatur der Wissenschaft.

 

 

 

 

Mit der Homo-Ehe und dem Recht homosexueller Paare auf Adoption und künstliche Befruchtung würde sich das ändern. Der Schutz vor einer Diktatur des Rechts würde fallen. Zugleich würden die Dämme brechen, die uns vor einer Diktatur der Wissenschaft bewahren. Alles würde »machbar« werden. Bislang sind wir der Natur gefolgt, die, wie Montaigne sagte, eine »sanfte Führerin« ist. Von nun an würden wir dem Recht und der Wissenschaft folgen.

Die Natur hat es vermieden, den Menschen der Willkür des Menschen zu unterwerfen. In eben jenem anything goes sah Dostojewski im 19. Jahrhundert ebenso wie Leo Strauss im 20. Jahrhundert die Essenz des Nihilismus. Wie Nietzsche erkannten sie im Nihilismus die verhängnisvolle Heimsuchung Europas. Mit der Homo-Ehe und dem Recht Homosexueller auf Adoption und künstliche Befruchtung würde das anything goes Wirklichkeit werden. Damit würde der Nihilismus siegen – ein Triumph des entgrenzten Menschen“.

 

 

 

Das klingt prophetisch. Nicht alle Prophezeiungen müssen Wirklichkeit werden. Ein anderer Anthropologe und Ethnologe, der Professor in Cambridge Joseph D. Unwin (1895 – 1936), hat allerdings in einer umfangreichen Untersuchung über „Sex and Culture“ an 80 unzivilisierten und 8 Hochkulturen über 5000 Jahre herausgefunden, dass alle Hochkulturen streng monogam begannen und eine Generation nach dem Zerfall der Familienstrukturen untergingen.

 

 

 

Die „Ehe für alle“ könnte diesen Prozess beschleunigen und dem großen Kulturhistoriker Arnold Toynbee recht geben, der sagte: „Zivilisationen gehen nicht zugrunde, sie begehen Selbstmord“. Aber die Zahlen zeigen: Noch sind die gelebten Strukturen von Ehe und Familie weitgehend vorhanden. Das Recht ist es, das zerfällt und das ist eine Frage der Gewalten. Die könnten den Prozess stoppen und der Natur wieder zur Geltung verhelfen.

IDAF Aufsatz des Monats 7/2017
www.i-daf.org

 

8 Responses to “Selbstmord der Zivilisation?”

  1. Tommy Rasmussen Says:

    „Ja – schon Ehe für alle, aber“:

    29.11.2017 – Vier Personen im Alter von 24 – 54 überfielen einen 43-jährigen Mann in der Stadt Tinglev, Südjütland, Dänemark. Hier hielten sie ihr 43-jähriges Opfer fest auf dem Boden, während sie sorgfältig mit einem chirurgischen Schnitt rund um die Peniswurzel die Haut lockerten. Die Haut konnte danach über die gesamte Länge des Penis abgezogen werden. Also, die ganze Haut wurde entfernt. Der Mann wurde bestraft, weil er eine Beziehung mit einer afghanischen Frau begonnen hatte. Alle Beteiligten sind afghanischer Herkunft.
    https://ekstrabladet.dk/112/tiltalt-familie-kraeves-udvist-skar-skindet-af-offerets-penis/6935288
    http://new.euro-med.dk/20171204-der-humanitarismus-der-deutschen-piloten-wollen-abzuschiebende-nicht-nach-afghanistan-fliegen-afghanen-schalen-wegen-sex-mit-muslimin-danischem-mann-haut-von-penis-ab-schwedischer-ex-ministerpras.php#respond

  2. Thomas Says:

    Der Islam duldet, solcher art von Geistekrankheit nicht und das ist das Hauptproblem der
    Gendertunten. AberTrumpi wirds schon richten, mit Jerusalem als Hauptstadt, gehts endlich
    in die Endzeitgerade. Ländern wie der Türkei und Sau die Arabien passt das nicht und das,
    dicke, dumme Kind aus Deutschland, möchte sich zum Advokat des Islamfaschismus machen.

    Sacharja:
    Jerusalem wird zum Laststein für alle Völker; seine Feinde werden vertilgt
    12
    1 Dies ist die Last, das Wort des Herrn über Israel: Es spricht der Herr, der den Himmel ausspannt und die Erde gründet und den Geist des Menschen in seinem Inneren bildet: 2 Siehe, ich mache Jerusalem zum Taumelkelch[1] für alle Völker ringsum, und auch über Juda wird es kommen bei der Belagerung Jerusalems. 3 Und es soll geschehen an jenem Tag, daß ich Jerusalem zum Laststein[2] für alle Völker machen werde; alle, die ihn heben wollen, werden sich gewißlich daran wund reißen; und alle Heidenvölker der Erde werden sich gegen es versammeln.

    Die Ankunft des Herrn auf dem Ölberg zur Rettung seines Volkes

    → Lk 21,24-28; Apg 1,9-12
    14
    1 Siehe, es kommt ein Tag für den Herrn, da wird man deine Beute verteilen in deiner Mitte! 2 Da werde ich alle Heidenvölker bei Jerusalem zum Krieg versammeln; und die Stadt wird erobert, die Häuser werden geplündert und die Frauen geschändet werden; und die Hälfte der Stadt muß in die Gefangenschaft ziehen; der Überrest des Volkes aber soll nicht aus der Stadt ausgerottet werden.
    3 Aber der Herr wird ausziehen und gegen jene Heidenvölker kämpfen, wie [damals] am Tag seines Kampfes, am Tag der Schlacht. 4 Und seine Füße werden an jenem Tag auf dem Ölberg stehen, der vor Jerusalem nach Osten zu liegt; und der Ölberg wird sich in der Mitte spalten nach Osten und nach Westen hin zu einem sehr großen Tal, und die eine Hälfte des Berges wird nach Norden zurückweichen, die andere nach Süden. 5 Da werdet ihr in das Tal meiner Berge fliehen; denn das Tal zwischen den Bergen wird bis nach Azel reichen; und ihr werdet fliehen, wie ihr geflohen seid vor dem Erdbeben in den Tagen Ussijas, des Königs von Juda. Dann wird der Herr, mein Gott, kommen, und alle Heiligen mit dir![1]
    6 Und es wird geschehen an jenem Tag, da wird es kein Licht geben; die glänzenden [Gestirne] werden sich verfinstern[2]. 7 Und es wird ein einziger Tag sein – er ist dem Herrn bekannt –, weder Tag noch Nacht; und es wird geschehen: zur Abendzeit wird es licht werden.
    8 Und es wird geschehen an jenem Tag, da werden lebendige Wasser von Jerusalem ausfließen, die eine Hälfte in das östliche, die andere in das westliche Meer; Sommer und Winter wird es so bleiben. 9 Und der Herr wird König sein über die ganze Erde. An jenem Tag wird der Herr der einzige sein und sein Name der einzige.
    10 Das ganze Land von Geba bis Rimmon, südlich von Jerusalem, wird sich verwandeln wie die Arava, und [Jerusalem][3] wird erhöht sein und an seiner Stätte bewohnt werden, vom Tor Benjamin bis an die Stelle des ersten Tors, bis an das Ecktor, und vom Turm Hananeel bis zu den Keltern des Königs. 11 Und sie werden darin wohnen; und es wird keinen Bannfluch mehr geben, und Jerusalem wird sicher wohnen.
    12 Das aber wird die Plage sein, mit welcher der Herr alle Völker schlagen wird, die gegen Jerusalem Krieg geführt haben: ihr Fleisch wird verfaulen, während sie noch auf ihren Füßen stehen; ihre Augen werden verfaulen in ihren Höhlen, und ihre Zunge wird verfaulen in ihrem Mund. 13 Und es wird geschehen an jenem Tag, da wird eine große Verwirrung vom Herrn über sie kommen, so daß einer die Hand des anderen ergreifen und jeder gegen seinen Nächsten die Hand erheben wird. 14 Aber auch Juda wird kämpfen bei Jerusalem, und es wird der Reichtum aller Heidenvölker ringsum zusammengerafft werden, Gold und Silber und Kleider in großer Menge. 15 Die gleiche Plage wird auch den Pferden, Maultieren, Kamelen und Eseln, ja, allem Vieh widerfahren, das in jenen Heerlagern sein wird.
    Die Übriggebliebenen der Heidenvölker werden in Jerusalem den Herrn anbeten
    16 Und es wird geschehen, daß alle Übriggebliebenen von all den Heidenvölkern, die gegen Jerusalem gezogen sind, Jahr für Jahr heraufkommen werden, um den König, den Herrn der Heerscharen, anzubeten und das Laubhüttenfest zu feiern. 17 Und es wird geschehen: Dasjenige von den Geschlechtern der Erde, das nicht nach Jerusalem hinaufziehen wird, um den König, den Herrn der Heerscharen anzubeten, über dieses wird kein Regen fallen.

    http://www.tagesschau.de/ausland/jerusalem-usa-reaktionen-101.html

    • Tommy Rasmussen Says:

      Thomas: „Trumpi wirds schon richten, mit Jerusalem als Hauptstadt, gehts endlich in die Endzeitgerade“

      ???:

      04.12.2017 – Die US-Militärregierung, der Welt bekannt als Administration von Präsident Donald Trump, ist dabei, das Kriegsrecht zu erklären. Trump ist bereit die Nationalgarde zu föderalisieren im Falle von Aufständen oder zivilen Unruhen. FEMA-Camps können für die Unterbringung von Massenverhaftungen benutzt werden, während Militärtribunale sie rasch abfertigen. Solche radikalen Aktionen sind notwendig wegen korrupter Richter, die von einem Kongress gefüllt mit Lockvögeln für Israel berufen wurden, so dass Trump gezwungen sein könnte, das Kriegsrecht auszurufen, um Militärrecht einsetzen zu können.
      https://nebadonia.wordpress.com/2017/12/05/us-militaer-ist-dabei-das-kriegsrecht-zu-erklaeren-da-verbrechen-von-justizministerium-und-fbi-aufgedeckt-werden%ef%bb%bf/#more-65078

      • Andreas Says:

        Man, ist das ein zusammengeschustertes Verschwörungs-Potpourri, 50% Komplett-Fake, und der Rest stimmt nur teilweise bzw. ist arg ausgeschmückt. Da ich selbst täglich diverse alternative US-Medien durchforste, weiß ich so ziemlich, wo all diese Infos herstammen – so einen Durcheinander-Quatsch hab ich aber dort noch nie gelesen!
        Bitte etwas gründlicher recherchieren, soweit des Englischen mächtig! In deutschen (Alternativ-)Medien erfährt man ja fast nichts dazu…

    • Andreas Says:

      dazu hab ich gestern ein „passendes“ Video gesehen – ging darum, dass es nun überraschenderweise eine Annäherung zwischen der Türkei, Iran(!) und „Schirmherr“ Putin/Russland gibt, wobei natürlich auch Syrien einbezogen wird. Erdogan saß ziemlich gealtert u. zerknirscht in dieser Runde, als Putin vom neuen Frieden u. gedeihlicher Zusammenarbeit auch mit (Assad-)Syrien sprach.
      Sah so aus, als ob Putin Erdogan dazu übereden konnte – d.h. die Türkei wendet sich von der Nato ab u. dem Russland-Iran-Bündniss zu?!
      Da dürften in Israel die Arlarmglocken schrillen – und nicht nur dort! Das bringt die USA natürlich zwangsläufig auf den Plan, als ob die bisherigen Spannungen mit Russland nicht schon genug wären.
      Trump dürfte noch mehr innenpolitisch unter Druck geraten, seine bisher eher Putin-freundliche Positionierung wäre dann wohl nicht mehr halten? Die Nordkorea-Iran-Syrien-Jemen-Problematik würde dadurch noch weiter verschärft, wenn sich nun auch die Türkei strategisch nach Russland orientiert. Dann würden Israel u. die US-Lobbys sowie die (linken) Demokraten sicherlich jegliche Annäherung an Russland zu sabbotieren versuchen, denn wenn Israel nun mit einer bedrohlichen russisch-iranischen-türkischen Allianz direkt vor der Haustür konfrontiert würde, dürfte Trump wohl endgültig isoliert sein. Nimmt dieser Pakt konkretere Gestalt an, dürfte das Trump den Job kosten o. er freiwillig das Handtuch werfen, sofern er nicht 100%ig zu Israel steht. Für einen möglichen Nahostkrieg, einer hochwahrscheinlichen Konfrontation mit Putin/Russland ist Trump zu alt, zu verwöhnt-weich und v.a. zu unerfahren – und das weiß er, nehme ich mal stark an?..

      • Thomas Says:

        Putin ist doch nicht doof und er weiss genau, was die islamischen Welt vor hat und Trumpi ,darf die
        Pläne Gottes umsetzen und Dummdöddel Satan schaut zu, weil er nur noch von Gottes Gnaden am
        leben ist.

  3. gandalf Says:

    Kleine Randnotiz: In Australien wurde ja gerade die Ehe für Alle durchgewunken. Dort im Parlament sitzt auch ein Kopte, Peter Khalil. Dieser hat für die Labour party nicht nur für die Ehe für Alle gestimmt, sondern in einer Rede auch seine grundsätzliche Zustimmung zur Ehe für Alle mit dem übergeordneten Prinzip der Gleichheit begründet. Ist hier nachzulesen: http://www.openaustralia.org.au/debates/?id=2017-12-05.94.2&s=speaker%3A10887#g106.1


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