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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Gibt es christliche Feiertage in muslimischen Ländern? 22. Oktober 2017

Filed under: Christenverfolgung,Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 10:41

Der Innenminister denkt laut über muslimische Feiertage in Deutschland nach und löst damit eine Welle der Empörung aus – auch im Netz.

 

 

 

 

Dort stellen sich die Leute die Frage:

Gibt es in mehrheitlich muslimischen Ländern denn christliche Feiertage?

 

 

 

 

Nachdem Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) zur Diskussion gestellt hat, „auch mal einen muslimischen Feiertag“ in Deutschland einzuführen, ist auch das Netz in Befürworter und Gegner gespalten. Auf einer Parteiveranstaltung in Wolfenbüttel vergangene Woche hatte de Maizière erklärt: „Wo es viele Moslems gibt, warum kann man nicht auch mal über einen muslimischen Feiertag nachdenken.“ Generell seien die Feiertage in Deutschland aber christlich geprägt, und das solle so bleiben.

 

 

 

 

Auf dem Facebook-Account von BR24 kommentierten die Leute daraufhin zahlreich. Ein Nutzer forderte konsequenterweise dann aber auch buddhistische und hinduistische Feiertage, und viele betonten, dass sich nicht die Deutschen an die „Einwanderer“ annähern müssten, sondern andersrum. Eine Frage, die immer wieder aufkam:

Gibt es in mehrheitlich muslimischen Ländern denn auch gesetzliche christliche Feiertage?

BR24 hat bei den ARD-Korrespondenten nachgefragt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Muslimische Länder in Afrika:

Christliche Feiertage – Fehlanzeige

Wo der Islam Staatsreligion ist, sucht man christliche Feiertage in den Verfassungen meistens vergeblich – in Afrika ist das nicht anders. Was nicht heißt, dass Christen ihren Glauben grundsätzlich nicht praktizieren können. Das können sie häufig, aber es gibt große Unterschiede in Sachen Toleranz. Während in streng muslimischen Ländern wie Somalia der christliche Glauben gar keine Rolle spielt und Christen zum Teil bedroht werden (und die wenigen ausländischen Christen ihre Religion zu Hause pflegen), gibt es auch vermeintlich liberale Länder.

 

 

 

 

 

 

 

Im Königreich Marokko etwa, im äußersten Westen des afrikanischen Kontinents, dürfen die ausländischen Christen ihre Feiertage ohne Probleme wahrnehmen. Christliche Arbeitnehmer orientieren sich zum Beispiel an den Feiertagen, die auch in ihren christlichen Heimatländern gelten.

 

Christen können in Marokko den Sonntagsgottesdienst oder etwa Ostern und Weihnachten feiern, die aus der französischen Kolonialzeit stammende Kathedrale der Hauptstadt von Rabat ist dann voll mit afrikanischen Gläubigen und sogenannten Expats, Mitarbeitern ausländischer Botschaften oder internationaler Organisationen.

Marokkos König legt Wert auf Respekt vor anderen Religionen und auf religiöse Toleranz. Gern verweist er dabei auf die lange jüdische Tradition – mit Synagogen mitten in den Altstädten von Marrakesch und Fes sowie einem großen jüdischen Museum.

 

 

 

 

 

 

 

Die Toleranz hat allerdings auch in Marokko ihre deutlichen Grenzen.

Die einheimischen, marokkanischen Christen, die maximal 1% der Bevölkerung ausmachen, müssen ihren Glauben heimlich praktizieren.

Denn sie werden von den Behörden beobachtet.

Wenn Muslime zum Christentum konvertieren, steht das laut Gesetz zwar nicht unter Strafe – dafür allerdings der so genannte Proselytismus, die Weitergabe der christlichen Botschaft an Muslime.

Das haben vor einigen Jahren schon Mitarbeiter christlicher Hilfswerke aus den USA zu spüren bekommen. Sie wurden des Landes verwiesen – ihnen wurde vorgeworfen, unter marokkanischen Kindern in Waisenhäusern missioniert zu haben.

 

 

 

 

 

ITALY: Pakistani Muslim migrant sexually molests and attempts to rape a young woman in a coma in the hospital Emergency Room

 

 

 

 

 

 

 

 

Kein christlicher Feiertag in der islamischen Türkei

Einen christlichen oder jüdischen Feiertag – nein, den gibt es auch in der Türkei nicht.

Die etwa 100.000 Christen und rund 60.000 Juden in der Türkei müssen die Feste feiern, wie sie fallen. Weihnachten und Karfreitag in der Woche, Ostern wenigstens an einem Sonntag und das jüdische Chanukka in der jeweiligen Woche nach dem jüdischen Kalender, der von dem auch in der Türkei gebräuchlichen gregorianischen Kalender abweicht. Dieses Jahr fällt Chanukka auf die die dritte Dezemberwoche. Alle etwa 36einhalb Jahre kommt es vor, dass Weihnachten oder Ostern in die gleiche Woche fallen, wie die höchsten islamischen Feiertage, das Zuckerfest zum Ende des Ramadan und das Opferfest. Nur dann gibt es auch bezahlten Urlaub.

 

 

 

 

 

 

Wem die religiösen Feiertage wichtig sind, der nimmt sich eben jedes Jahr frei. Auch ohne offiziellen Feiertag feiern viele christliche und jüdische Gemeinden in der Türkei ihre Feste ausgiebig. In Stadtteilen beispielsweise mit hohem armenischen Bevölkerungsanteil bieten die Bäckereien Paskalya-Çöreği an, das Osterbrot der orthodoxen Christen.

Auch viele Türken lassen sich das schmecken. Wenn Ende Dezember Weihnachtsartikel die Schaufenster füllen, heißt das allerdings nicht, dass die Türken Weihnachten feiern. Weihnachtsmänner und Christbäume dienen ihnen als Neujahrsdekoration. An diesem Feiertag haben alle frei – ganz unabhängig von der Religion.

 

 

 

 Islamist Tariq Ramadan accused of rape by Salafist turned activist

 

 

 

 

Christliche Feiertage in Südostasien

Im Land mit der weltweit größten muslimischen Bevölkerung dagegen ist ausgerechnet „Christi Himmelfahrt“ ein gesetzlicher Feiertag. Indonesien war von jeher berühmt für seinen weltoffenen, toleranten Islam – auch wenn in jüngster Zeit die muslimischen Hardliner auf dem Vormarsch sind, was sich etwa an der Anklage gegen den früheren christlichen Gouvernour von Jakarta wegen Beleidigung des Koran zeigte.

 

 

Im säkulären Singapur ist religiöse Toleranz staatlich verordnet – ob chinesisches Neujahr, das hinduistische Licherfest Dipavali, tamilisches Thaipusan, Karfreitag, Ostern, Weihnachten, Ende des Ramadan, muslimische Zuckerfest – alles wird offiziell gefeiert in Singapur. So kommt die südostasiatische Wirtschaftsmetropole auf insgesamt 30 Feiertage im Jahr, inklusive eines „Tages der Harmonie zwischen den Rassen“. Harmonie ist quasi Gesetz in der Hafenstadt, wo Hindu-Tempel neben buddistischen Tempeln, Moschen neben christlichen Kirchen stehen, offene Türen sind Pflicht – die Glaubensstätten müssen allen Bürgern offenstehen, nicht nur Anhängern der eigenen Religion. Und ein Verstoß gegen das friedliche Zusammenleben der Rassen und Religionen kann in Singapur ins Gefängnis führen.

http://www.br.de/nachrichten/faktencheck/gibt-es-christliche-feiertage-in-muslimischen-laendern-100.html

 

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