kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Neues Forschungszentrum für Kirchenlehre soll Verbreitung von Irrlehren entgegenwirken 7. Oktober 2017

Filed under: Kirche Zu Hause — Knecht Christi @ 19:11

Das koptisch-orthodoxe Patriarchat richtet ein Forschungszentrum für Kirchenlehre im Stadtviertel Maadi in Kairo ein.

 

 

 

Dieses Forschungszentrum soll mit dem bereits existierenden Studien- und Beratungszentrum für Ehefrauen zusammenarbeiten . Das neue Forschungszentrum soll nach dem Heiligen Athanasius und Bischof von Alexandria benannt werden. Die Forschungseinrichtung wird dem “Patriarchen Tawadros II. und dem Bischof der koptisch-orthodoxen Diözese Maadi, Daniel unterstellt sein und wird mit koptischen Bischöfen und Theologen zusammenarbeiten.

 

Im April dieses Jahres (vgl. Fides 26/04/2017) hatte die bischöfliche Kommission für Glaubenslehre der koptisch-orthodoxen Kirche die Gläubigen vor Aktivitäten der Zeugen Jehovas in Ägypten gewarnt. In einer offiziellen Erklärung bekräftigt die Kommission, dass es sich bei den Zeugen Jehovas um eine nichtchristliche Sekte aus den Vereinigten Staaten handelt, die im 19. Jahrhundert gegründet wurde und die Göttlichkeit Jesu nicht anerkennt. Insbesondere warnt die Kommission vor Veröffentlichungen der Sekte auf der arabischen Website “Orthodoxie und Bibel”, die zur Verwirrung der Christen beitragen und sie von der Lehre der koptischen Kirche entfernen soll.

 

 

 

 

 

Athanasius2

 

 

 

 

Kommentar von „Kopten ohne Grenzen

 

 

 

Die Entscheidung der Koptischen Kirche, die Benennung dieses Zentrums für Kirchenlehre, die der Verbreitung von Irrlehren entgegenwirken soll, nach dem Heiligen Athanasius vorzunehmen, ist offensichtlich mehr als notwendig geworden. Um dies zu verstehen, ein kleiner Auszug aus der Biografie dieses Bischofs von Alexandrien in alter Zeit: 

Lebensdaten: geboren 295 in Alexandria, gestorben am 2. Mai 373 ebendort

Lebensgeschichte: Der hochgebildete Athanasius stammte aus einer bereits christlichen Familie, hatte noch die Zeit der Verfolgungen gekannt und pflegte Kontakte zu den Mönchsvätern in der Thebäischen Wüste.

318 wurde er Diakon des Patriarchen Alexander von Alexandrien und begleitete ihn 325 zum Konzil von Nizäa, das ganz im Zeichen der Bekämpfung des Arianismus stand: Gegen die Irrlehre, derzufolge Jesus letztlich nur ein Geschöpf wäre, hielt das Konzil die Wesensgleichheit Christi, des Sohnes Gottes, mit dem Vater fest.

 

 

328 wurde er selber Patriarch von Alexandrien und geriet wegen seiner entschiedenen Gegnerschaft zum Arianismus in kirchliche und politische Schwierigkeiten: Weil unzählige Bischöfe und auch der Kaiser der Irrlehre anhingen, Athanasius aber im rechten Glauben keine Kompromisse kannte, wurde er mehrfach abgesetzt, vertrieben und verbannt. Insgesamt 17 Jahre seiner Amtszeit verbrachte er im Exil, das ihn unter anderem nach Rom und bis nach Trier führte.

Mit seinen zahlreichen Schriften wurde Athanasius zu einem bis heute einflussreichen Theologen, der unser Verständnis von der Menschwerdung Gottes in Jesus Christus sowie von der Einheit und Gleichheit von Vater und Sohn auch sprachlich geprägt hat. Unter seinen Werken ragt noch einmal die Vita des Mönchsvaters Antonius hervor, die entscheidend zur Verbreitung des Mönchtums beigetragen hat.

Er starb 373 in Alexandrien.

https://de.wikipedia.org/wiki/Arianischer_Streit

 

 

 

 

 

 

Die von Arius vertretene Lehre, dass Jesus Christus als Sohn Gottes ganz klar Gott untergeordnet, also „subordiniert“ sei, wurde einmütig als Irrlehre verurteilt und Arius aus Alexandria verbannt. Arius verbreitete jedoch seine Lehre mit Unterstützung der einflussreichen Bischöfe Eusebius von Nikomedia und Eusebius von Caesarea weiter, und die Kontroverse dehnte sich innerhalb kurzer Zeit auf den gesamten christlichen Osten aus.

Gegen diese Lehre wehrte sich später ein junger Diakon des BischofsAthanasius, energisch. Ihm ging es nicht um philosophische Überlegungen, er kämpfte für die Erlösung. Jesus, der Retter der Welt und aller Menschen, konnte nicht selbst ein erlösungsbedürftiges Geschöpf sein. Wenn Arius aus Jesus ein Geschöpf mache, raube er der Menschheit den Erlöser. Athanasius erinnerte an Johannes 1.

Ende des Wikipediaausschnitts.

 

 

 

 

In diesem Streit ging es um nicht weniger als um das Dogma der HEILIGEN DREIEINIGKEIT, ohne die eine GÖTTLICHE Erlösung durch JESUS CHRISTUS nicht möglich wäre.

Hätten sich die Arianer  durchgesetzt, wäre von JESUS lediglich ein iridscher von Gott berufener erlösungsbedürftiger Mensch übriggeblieben, der letztlich nicht hätte angebetet werden dürfen, weil er nicht über eigenständige göttliche Macht verfügt hätte.

Er wäre zu einem irgenwie gearteten Halbgott mutiert wie wir es von der griechischen Mythologie her kennen ,als sich Götter mit Menschenfrauen gepaart haben, wie Herakles, den Sohn des Gottes Zeus und der sterblichen Alkeme.

 

 

 

Die Zeugen Jehovas sehen JESUS letztlich in genau diesem Licht und sprechen IHM letztlich  SEINE GÖTTLICHKEIT ab.

 

Sie glauben, dass der Vater (Jehova Gott) größer ist als Jesus Christus, dass Jesus Christus Jehova Gott untergeordnet ist und dass Jesus Christus ein Sohn Gottes ist. In Bezug auf Jesus ist dies letztlich der arianische Glaube, der sich dort in den Zeugen Jehovas entweder immer noch oder wieder manifestiert hat. Die Göttlichkeit JESU wird von ihnen also vehement bestritten. Der Arianismus ist hier wieder präsent.

 

 

Das Forschungszentrum für Kirchenlehre, also letztlich für kirchliche Theologie wird sich in Zukunft mit der Glaubenslehre der Zeugen Jehovas auseinandersetzen. 

Mit diesem Heiligen hat das Forschungszentrum einen Streiter für JESUS CHRISTUS von Beginn an.

 

 

Die Koptische Kirche wehrt sich zu Recht, dass die Zeugen Jehovas, die beantragt haben, als christliche Glaubensgemeinschaft zugelassen zu werden, zu verbieten. Denn sie sind keine Christen. Die Zeitung Egypt Independent berichtet im Juli 2010, dass der koptische Papst Shenouda III in einer Predigt festgestellt habe, dass Zeugen Jehovas keine Christen seien und es Kopten erlaubt sei, eine Scheidung einzureichen, wenn ihr Ehepartner sich der Sekte angeschlossen habe.

https://www.ecoi.net/local_link/249274/372964_de.html

 

 

 

Christen sind Gläubige, die JESUS als den Sohn GOTTES in der Hl. Dreieinigkeit als GOTT verorten. Wird die DREIEINIGKEIT aufgeweicht und JESUS aus ihr entkernt, wird von JESUS bestenfalls nur eine heiliger Mensch übrigbleiben.

Das jedoch widerspricht der Natur des Erlösungsgedankens und der unvorstellbaren Größe der Demut GOTTES, die im Christentum nur durch die Verehrung JESU als GOTT möglich ist.

 

 

Wir lehnen jegliche Diskriminierung von Religionsgemeinschaften ab. Aber den Zeugen Jehovas ist vorzuwerfen, dass sie sich als christliche Gemeinschaft eintragen lassen wollen nach ariianischem Vorbild. Es geht um eine falsche Etikettierung der Relgionsgemeinschaft.

Wer Weihnachten und Ostern von senem religiösen Urgrund her ablehnt, kann kein Christ sein, sehr wohl jedoch wie jeder Muslim, jeder Jude und jeder Atheist über Menschenwürde verfügen, ohne weniger wert zu sein als Christen. 

 

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