kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Kardinal Filoni in Nagasaki: Christus ist kein “Guru” der Moral 29. September 2017

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 12:29

Die ersten Missionare, die das Evangelium in Japan verkündeten, haben ihr Leben nicht allein dafür riskiert, “um Christus als Weisen oder Guru der Moral zu verkünden, oder als Förderer des Wohlstands”.

 

 

Sie waren nur deshalb bereit, das eigene Leben zu opfern, um “das Geheimnis Jesu, des Gottessohns” zu verkünden, “der sein Leben hingibt um den Menschen aus seiner existenziellen Einsamkeit, der Armut der Sünde und der demütigenden Versklavung zu erlösen”, so Kardinal Filoni, in seiner Messe beim Gottesdienst, den er am dritten Tag seines Besuchs in Japan am heutigen 19. September in der Kathedrale von Nagasaki zelebrierte.

 

 

“Viele Jahrzehnte, nachdem das Evangelium nach Japan gebracht wurde”, so der Präfekt von Propaganda Fide “sehen wir heute eine Gefahr, d.h. die Relativierung sowohl der Sendung der Kirche bei der Verkündigung des Evangeliums als auch der Person Christi. Christus wird zum Beispiel als Weiser dargestellt, der eine gute Regel für das Leben aufzeigt, oder als guter Mensch, der Armen und Ausgegrenzten seiner Zeit half … und wir riskieren, das auch die Aufgabe der Kirche als Aufgabe einer Hilfsorganisation verstanden wird”.

 

 

Karitative Werke und die Verbreitung moralischer Lehren, so der Kardinal, gehörten zwar zum Sendungsauftrag der Kirche, doch sie dürfen nicht von ihrem Ursprung getrennt werden.

„Wenn wir über die Geschichte seit der Ankunft des heiligen Franz Xaver in Kagoshima vor 400 Jahren nachdenken”, so der Präfekt des Missionsdikasteriums weiter, “verstehen wir, dass für diesen großen Seminar die Verkündigung des Namen Jesu in Japan seinem großen Wunsch Ausdruck verlieh, in diesen Land die Verkündigung der Liebe und des Erbarmens Gottes zu bringen, da dieses zwar edle und kultivierte Volk jeder göttlichen Offenbarung entbehrte”.

Auch heute, so Kardinal Filoni abschließend, “sind wir deshalb zu einer großen Mission unter der notleidenden und von Hass, Neid, Abtreibung, Kriegen, Gewalt gegen Arme, Drogen und der tödlichen Abhängigkeit von Erfolg und Geld zerstörten Menschheit zu bringen“.

 http://www.fides.org/de/news/62935-ASIEN_JAPAN_Kardinal_Filoni_in_Nagasaki_Christus_ist_kein_Guru_der_Moral#.WcZY2BdpGpI

 

 

 

 

 

Kommentar von „Kopten ohne Grenzen

 

 

Diese mahnenden Worte des Kardinals sollten nicht nur in Japan gehört werden. Vielfach wird JESUS auch hier wie ein Sozialarbeiter oder wie ein Moralapostel angesehen.

Oftmals entsteht der Eindruck, dass kirchliche Hilfswerke wie Caritas oder Diakonisches Werk die Christlichkeit, ja das gesamte Christentum sich in sozialen Werken erschöpfen lässt.

Was aber hilft dem Menschen?

 

Oftmals, wenn JESUS Wunder an Menschen wirkte, die IHN um Heilung oder Hilfe baten, hat ER das Wunder, welches er zum Heil der Menschen tat,  mit ihrem Glauben in Verbindung gebracht. Uns klingelt das Wort des HERRN in den Ohren:

„Dein Glaube hat Dir geholfen“.

Wer die Wunderberichte in den Evangelien liest, kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass er nicht nur wie „operativ“ den Körper des Geheilten heilte, sondern auch dessen Seele. Und zu dieser seelischen Befindlichkeit gehören immer auch Glaubens- und Liebesfähigkeit.

 

 

Sicher ist es möglich, über das gute Werk der Nächstenliebe zum Glauben an den DREIEINEN GOTT  und zur GOTTESLIEBE zu finden. Es ist richtig, dass jedes gute Werk, welches ein Mensch einem anderen tut, immer gute Wirkung entfaltet.

 

 

JESUS jedoch wollte das gute Werk in Verbindung mit Glauben und der GOTTESLIEBE verbunden wissen. Christliche Nächstenliebe ist Liebe zum Nächsten, die aus dem Glauben an GOTT kommt, die ihren Grund im VATER, dem SOHN und in der Kraft des HEILIGEN GEISTES  beider findet und diese Liebe den Menschen glaubend ausleben lässt.

Urgund allen Handelns, allen Betens, allen Denkens will GOTT selbst sein. ER bietet sich quasi stündlich, ja sekündlich dem Menschen an. Dem Menschen stellt GOTT es frei, IHN anzunehmen. Die Freiheit, die GOTT dem Menschen gewähren muss, ist Teil SEINER LIEBE, die ER dem Menschen in SEINEM SOHN JESUS geschenkt hat.

 

 

 

Liebe jedoch, schenkt sie GOTT oder auch der Mensch, kann immer nur die Freiheit des Beschenkten in den Vordergrund stellen. Ein gutes Werk von oben herab, ist kein gutes Werk und lässt dem Geholfenen in Erniedrigung zurück. Hilfe und Liebe auf Augenhöhe in CHRISTUS ist die ideale Variante der Liebe.  Liebe ohne Freiheit ist Zwang. Eine Mutter, die ihre Kinder „aus Liebe“ nie ins Leben entlässt, entwickelt lediglich eine egostische Liebe aus einem Schutz-, Kontroll- und Angstgefühl heraus, ihren Kindern könne „da draußen“ irgendwetwas passieren. Liebe ist in der Lage loszulassen. Liebe traut dem anderen alles zu.

 

 

 

Das Kernstück des Hohenliedes des Paulus lautet: 
Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig. Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf. Sie handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil, lässt sich nicht zum Zorn reizen,  trägt das Böse nicht nach. Sie freut sich nicht über das Unrecht,  sondern freut sich an der Wahrheit. Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand. Die Liebe hört niemals auf. 

 

Leider erkennen die Menschen diese GÖTTLICHE SINNGEBUNG SEINER LIEBE zu uns oftmals nicht und lehnen IHN ab.

 

 

Die Weitergabe des Glaubens in Liebe und aus dem vermittelten Glauben heraus die GOTTES- und Nächstenliebe entwickelnd sind es, die JESUS gewollt hat. Bürokratie und Hierarchie der Kirchen stehen hier oftmals im Weg. Papst Benedikt XVI. hat von der Entweltlichung auch der Kirchen gesprochen. Ja, die Kirche muss entweltlicht werden, um wieder missionarisch tätig werden zu können. Kirche darf nie zum Selbstzweck existieren, sondern CHRISTUS darf und muss immer die Mitte einer jeder christlichen Gemeinschaft, so auch der Kirchen sein. Das gute Werk, die gute Tat darf nicht Selbstzweck sein, sondern entfaltet ihre volle Wirkung erst, wenn sie aus GOTT kommt.

 

 

Kirche muss immer, CHRISTUS in ihre Mitte stellend, aus dem Glauben und aus Liebe an IHN heraus dem Menschen dienen, sonst dient sie zu nichts. 

 

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