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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Türkei beschlagnahmt 50 urchristliche Kirchen: „Nur Spitze des Eisbergs“! 5. Juli 2017

Filed under: Christenverfolgung,Islamische Schandtaten — Knecht Christi @ 15:16
MARDIN, TURKEY: Archbishop Filuksinos Saliba Ozmen (R) leads a service at the Syriac Orthodox Deyrulzaferan monastery, in Turkish southeastern city of Mardin, 30 May 2004. The ancient Syriac Orthodox monastery outside this southeastern city is praying for a brighter future as Christians, forced out of their ancestral lands by economic hardship and an armed Kurdish insurgency, start trickling back to their villages. AFP PHOTO / TARIK TINAZAY. (Photo credit should read TARIK TINAZAY/AFP/Getty Images)

 50 Kirchen und Klöster samt Grabstätten wurden in den letzten Tagen in der Türkei vom Staat beschlagnahmt. Damit kommt jahrtausendealtes urchristliches Kulturerbe in den Besitz des türkischen Religionsamtes „Diyanet“.

 

 

 

 

Wie sich die islamischen Machtagenden doch gleichen.

 

 

 

In der Türkei wird das Eigentum der syrisch-orthodoxen Minderheit konfisziert. Auf dem Foto: Syrisch-orthodoxe Messe im Kloster Deyrulzaferan in der südöstlichen türkischen Stadt Mardin am 30. Mai 2004.Foto: TARIK TINAZAY/AFP/Getty Images

Die Aramäier schlagen Alarm: Die türkische Regierung konfisziert das Eigentum der syrisch-orthodoxen Minderheit im Südosten des Landes.

50 Kirchen, Klöster, Ländereien und Friedhöfe kommen somit in private Hände oder werden teilweise in den Besitz der islamischen Religionsbehörde „Diyanet“ überführt, gab der Bundesverband der Aramäer in Deutschland in einer Pressemitteilung am Montag bekannt.

 

 

 

 

 

Jetzige Enteignungswelle nur „Spitze des Eisbergs“

 

Das sei das erste Mal, dass solche „überfallartigen Massenkonfiszierungen“ in der Tur-Abdin-Region im Südosten der Türkei stattfinden, meint der Vorsitzende des Bundesverbandes der Aramäer in Deutschland, Daniyel Demir.

Die Übertragung der 50 Kirchen und Klöster an die „Diyanet“ sei nur „die Spitze des Eisbergs“, sagt Demir. „Nach Rücksprache mit der Verwaltungsspitze des Klosters Mor Gabriel stellt sich die Gemengelage als sehr komplex und undurchsichtig dar, zumal staatliche Stellen ihr übriges dafür tun. […] Im Klartext kann das bedeuten, dass die ‚Diyanet‘ jahrtausendealtes Aramäisches Kulturerbe, Kirchen und Klöster aus den frühen Jahrhunderten an Dritte veräußern, in Museen oder aber auch Moscheen umwidmen könnte“, so der Vorsitzende in der Pressemitteilung.

Deutschland solle den Aramäern bei diesem Problem zur Seite stehen, sagt Emir und ruft die Bundesregierung zum Handeln auf.

 

 

 

 

 

Doch das könnte problematisch werden, meint der Koordinator für den internationalen Religionsdialog in der Konrad-Adenauer-Stiftung, Otmar Oehring, im Interview mit „Domradio“.

Die Besitzsituation sei nicht eindeutig, denn es gebe in der Türkei Kirchen, die nicht der Kirche selber, sondern der Kirchenstiftung angehören würden. Andere Kirchen seien einfache Dorfkirchen, die in verlassenen Aramäer-Dörfern stehen.

Damit Deutschland etwas unternehmen könnte, müsste geklärt werden, um welche Kirchen es sich handelt, so Oehring.

 

 

 

 

 

Enteignungswellen in der Türkei seit 1923

 

Seit der Gründung der türkischen Republik im Jahr 1923 gab es immer wieder Enteignungswellen – die kirchlichen Gebäuden wurden „zum Teil als Militärlager, als Ställe oder für andere Zwecke genutzt“, erklärt Oehring.

Als die AKP zur Regierungspartei wurde, sei mehr Wert auf Religionsfreiheit gelegt worden. Viele Kirchen seien renoviert worden und der türkische Staat habe vor acht Jahren ein große Anzahl an Kirchen zurückgegeben, so Oehring.

Die derzeit angespannten Beziehungen zwischen der EU und der Türkei hätten sich negativ auf die Situation der syrisch-orthodoxen Christen in der Türkei ausgewirkt, meint Oehring weiter.

Auch hätten die Aramäer wegen des Klosters Mor Gabriel beim Europäischen Menschenrechtsgerichtshof geklagt. Das Kloster ist seit Jahren das Objekt eines Rechtsstreits zwischen dem Staat und der syrisch-orthodoxen Kirche.

 

 

 

 

 

28.06.2017

Konrad-Adenauer-Stiftung zu Kirchenenteignungen in der Türkei „Deutschland kann wenig machen“

Die Türkei beschlagnahme „massenhaft aramäisches Eigentum“, klagen die Aramäer in Deutschland. Doch ganz eindeutig ist die Besitzsituation manchmal nicht. Otmar Oehring von der Konrad-Adenauer-Stiftung erklärt die schwierige Rechtslage.

 

 

domradio.de: Massenhafte Kirchenenteignungen in der Türkei; die Aramäer schlagen Alarm.

Was genau ist da los?

 

Dr. Otmar Oehring (Koordinator für den internationalen Religionsdialog in der Konrad-Adenauer-Stiftung): Das ist im Moment noch schwer einzuschätzen. Man müsste jetzt ganz genau wissen, welche Kirchen in der Türkei betroffen sind. Ich habe versucht, das zu recherchieren. Doch das ist so schnell nicht möglich.

Die syrisch-orthodoxen Christen, die sich selber in Deutschland als Aramäer bezeichnen, haben vor allem im Südosten der Türkei gelebt. Es gab eine Vielzahl von Dörfern, in denen Kirchen standen und die nun zum großen Teil verlassen sind. Die Rechtslage bei den weiterhin dort stehenden Kirchengebäuden ist jedoch ganz unterschiedlich.

 

Zudem hat 2002, als sich die Türkei und die EU einander angenähert haben und auch Beitrittsverhandlungen im Raum standen, der damalige Ministerpräsident die syrisch-orthodoxen Christen eingeladen, in ihre Heimat zurückzukommen. Das haben nicht viele getan. Aber was viele getan haben: Sie haben die Kirchen in den verlassenen Dörfern renoviert – mit dem Segen der türkischen Behörden.

Wenn es um diese Kirchen geht, muss man also unterscheiden: Da gibt es zum einen Kirchen, die nicht der Kirche selber sondern der Kirchenstiftung gehören. Zum anderen gibt es viele Kirchen, die einfach Dorfkirchen waren. Die syrisch-orthodoxen Christen sind davon ausgegangen, dass sie ihnen gehören. Die interessante Frage ist also: Um welche Kirchen geht es? Und was hat der türkische Staat wirklich im Sinn?

 

 

 

 

domradio.de: Was passiert denn mit den Kirchen und Klöstern?

Könnten die in Moscheen umgewandelt werden oder was würde dann passieren?

Oehring: In der Türkei hat es seit dem Beginn der türkischen Republik im Jahr 1923 viele solcher Fälle gegeben. Es sind hunderte, wenn nicht tausende kirchliche Gebäude faktisch enteignet worden. Es hat immer wieder richtige Enteignungswellen gegeben. Die Gebäude werden zum Teil als Militärlager, als Ställe oder für andere Zwecke genutzt.

 

Die jetzige Regierungspartei AKP wollte dagegen mehr Religionsfreiheit, insbesondere für ihre eigene islamische Klientel. Als positiven Kollateralschaden gab es dann auch mehr Möglichkeiten für die christliche Kirche. Es wurde erlaubt, dass Kirchengebäude renoviert wurden. Es wurden vor rund acht Jahren auch Kirchen in großer Zahl zurückgegeben. Gleichzeitig sind die Verhältnisse in den letzten Jahren nicht in die Richtung gegangen, die sich die Türkei im Umgang mit der EU gewünscht hat. Die aktuelle Entwicklung für die syrisch-orthodoxen Christen muss man als Folge der politischen Entwicklungen sehen.

Hinzu kommt, dass die syrisch-orthodoxe Kirche wegen des Klosters Mor Gabriel beim Europäischen Menschenrechtsgerichtshof auch noch Klage erhoben hat. Das Kloster wird seit Jahren vom türkischen Staat mit Prozessen und einigen schrägen, sicher unwahren Vorwürfen überzogen. Möglicherweise hat auch diese Klage zu den Enteignungen beigetragen, nach dem Motto „Jetzt reicht’s; jetzt müssen wir etwas gegen die syrisch-orthodoxen Christen tun.“

 

 

 

 

 

domradio.de: Sie haben sich an die Bundesregierung gewandt.

Was kann Deutschland denn da machen?

 

Oehring: Ich gehe davon aus, dass Deutschland wenig machen kann. Nicht nur aufgrund der bekannten Entwicklungen, die es auch im Verhältnis zwischen der Türkei und Deutschland gegeben hat. Die türkische Seite hat in vielen Gesprächen, an denen ich mit deutschen Politikern in der Türkei teilgenommen habe, immer wieder versichert, dass die Türkei ein Rechtsstaat sei. Und die Regierung habe keine Möglichkeit auf Gerichte einzuwirken. Man müsste den rechtsstaatlichen Institutionen ihren Lauf lassen. Es ist klar, dass das bei der fragwürdigen Ausprägung des türkischen Rechtsstaats natürlich eine Ausrede ist. Man muss davon ausgehen, dass man im Grunde genommen kaum etwas machen kann.

Das Gespräch führte Silvia Ochlast.

 

 

 

 

 

 

Kommentar von „Kopten ohne Grenzen

 

Eine geschickte Taktik: Erst Christen vertreiben, dann Kirchen enteignen, weil ja keine Christen mehr da sind. Wer will als Christ denn schon in eine Türkei zurückkehren, in der es Chisten nun nicht gerade einfach haben. Wie die Türkei mit Kirchen umgeht, haben wir anschaulich in Nordzypern erlebt. Der Prozess um das Kloster Mor Gabriel zeigt den letztlich die Taktik einer Regierung, die gegenüber Christen eben auch nicht tolerant und schon garnicht gleichberechtigt agiert. Wie wir in dem anschließenden Interview lesen durften, hat es in der Türkei immer wieder Kirchenenteignungen gegeben. Die Hagia Sophia ist da lediglich das bekannteste Beispiel.

 

 

Diese Enteignung gerade jetzt zu inszenieren, zeigt im Grunde das dominante allbekannte Islamverhalten einer muslimischen Regierung. Kirchengebäudeverwendung kann wie in Nordzypern vielfältig sein. Tierställe, Militär- und Waffenlager oder dem Wind und Wetter ausgesetzt, um sie dann einreißen zu können. Der Verwendungszweck tritt somit im Grunde die islamische Verachtung gegenüber einer jeden Religion, so auch dem Christentum offen für Jedermann ansichtig zutage.  Das dürfte wohl auch nicht neu sein.

Wer weiß, wie Herr Erdogan tickt, nämlich wie ein Muslimbruder vom Schlage seines  Freundes Mursi, wird sich ausmalen können, was mit den Gebäuden geschieht. Und weil Erdogan so denkt – und das wissen viele Christen –  wollen sie auch nicht mehr in die Türkei zurück. Wer will schon freiwillig in die Unterdrückung zurück, in die rechtliche Ungleichstellung, in die muslimische Dhimmiunterwerfung.

 

 

Die Kirchen in der Türkei sind wie die des Iraks und in Syrien die ältesten christlichen Glaubenszeugnisse des Christentums. Diese sollen zunehmend verschwinden, damit dem Christentum auch architektonisch in der Masse die Existenzgrundglage beschnitten werden soll. Die Zielrichtung ist klar. Mit dem Wegfall dieser Zeugnisse verliert das Christentum eine Grundlage des christlichen Historie. Dies ist somit keine Kleinigkeit. Dies ist ein Zeichen absolutistisch-elitären Machtmissbrauchs der Türkei. Aber selbst die Christen hier in Deutschland und in Europa interessiert das alles nicht, wie die Vernichtung der 520 Kirchen in Nordzypern nicht interessiert hat.

 

 

Aber warum diese Nachricht nur auf christlichen Kanälen oder in einigen Nischenmedien zu lesen ist, scheint politisches Kalkül zu sein. Die Türkei tritt vorsätzlich in ein Menschenrechtsfettnapf nach dem anderen, aber keine große Nachrichtenagentur tangiert es und bringt diese Nachrichten. Was ist von den Medien zu halten, die sich scheuen, sich dieses Themas aufzugreifen?

Aber wenn schon die Inhaftierung von Journalisten und andere gravierende Menschenrechtsverletzungen in der Türkei hier das mediale Interesse verloren haben, was ist dann eine solche Nachricht wert?

 

 

 

 

Die Intention ist klar:

Selbstverständlich soll mit der Nicht- oder Kleinberichterstattung der Islam sein ohnehin schon angekratztes Image nicht noch mehr verlieren.

 

Nach den Demoausfällen der Muslime würde eine solche Nachricht den islam noch schlechter dastehen lassen wie ohnhin schon. Aber offenbar hat diese Maßnahme mit dem „Ja“ zur Verfassungsrefendum zu tun, zu welchem ja eine nicht unerhebliche Anzahl Türken in Deutschland mittels ihrer doppelten Staatsangehörigkeit beigetragen hat, in welchem sich Erdogan mehr Machtbefugnisse – übrigens wie Mursi in Ägypten damals – zuspricht.

 

 

 

Wie sich die islamischen Machtagenden doch gleichen.

Die Frage stellt sich jedoch gerade weil es so ist, trotzdem. Wenn der Islam nicht kritisiert wird, wie soll er sich dann reformieren? Wie sollen denn da die Menschen aufgeklärt werden? Aber offensichtlich soll das alles lieber unter den Tisch gekehrt werden. Das aber lässt sich aber nicht viel länger unter den Tisch kehren, weil die Realität das Wunschdenken der verschweigenden Politik schon jetzt eingeholt hat. Die Zensurgesetze des Herrn Maas und der Bundesregierung wollen hier die Reißleine ziehen, eine denkbar schlechte Maßnahme. Was sich aber vor aller Augen abspielt, kann eh nicht mehr viel länger verschwiegen werden. Was nicht zu übersehen ist, ist offenbar.

Wie sich totalitäre Politregime doch gleichen.

Mit der Zensur der Meinungsfreiheit beginnt es bereits.

 

Das Christentum geht nicht nur in Europa schlechten Zeiten entgegen, sondern auch im Nahen und Mittleren Osten, in Nordafrika, kurz gesagt, überall da, wo Islam zunehmend intensiver auftritt.

Den Aramäern sei gesagt, dass die Flucht nach Europa wohl nur ein Aufschub war, denn Europa lässt sich vom Islam freiwillig und ohne Not an die Wand fahren.

 

2 Responses to “Türkei beschlagnahmt 50 urchristliche Kirchen: „Nur Spitze des Eisbergs“!”

  1. Erich Foltyn Says:

    bei den Türken ist nix anderes zu erwarten, heute lese ich, Erdogan hätte gesagt, Deutschland begeht Selbstmord, weil sie ihn in Deutschland nicht öffentlich auftreten lassen, um die Deutschtürken gegen Deutschland aufzuhetzen. Und allerweil bekämpfen sie die Kurden.


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