kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Muslimische Friedensaktivisten enttäuscht über Demo 18. Juni 2017

Filed under: Pater Zakaria & co.,Stopp Islamisierung — Knecht Christi @ 11:01

They promised more than 10,000 Muslims would be marching against Islamic terrorism, but turnout disappoints

Zeichen gegen Terror im Namen des Islams beim Friedensmarsch in Köln.

Viel weniger Teilnehmer als erwartet.

 

 

 

 

Es ist als Aufschrei der anständigen Muslime gegen die Vereinnahmung ihrer Religion für Terroranschlage geplant gewesen. Rund 10.000 Teilnehmer waren am Samstag (17.06.2017) zu einem Friedensmarsch in Köln erwartet worden – es kamen viel weniger. Die Veranstalter sind enttäuscht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Geringe Teilnehmerzahl ist falsches Signal“

 

Vom Heumarkt startete am Nachmittag der Friedensmarsch. Auch viele Nicht-Muslime und Politiker hatten parteiübergreifend zur Teilnahme aufgerufen. Initiatoren der Aktion unter dem Motto „Nicht mit uns“ waren die Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor und der muslimische Friedensaktivist Tarek Mohamad.

„Das war das falsche Signal, bei so einem Friedensmarsch nicht dabei zu sein„, rief Kaddor bei der Auftaktkundgebung vor einigen hundert Teilnehmern. Später wuchs die Zahl auf einge tausend Demonstranten – die Veranstalter sprachen vom 3.000 bis 3.500.

Die Organisatoren hatten Muslime aus ganz Deutschland aufgerufen, nach den Anschlägen von Berlin, Manchester und London ein Zeichen gegen Islamismus und Terror zu setzen. „Wir wollen niemanden in unseren Reihen wissen, der im Namen des Islam unschuldige Menschen tötet„, sagte Kaddor in Köln.

 

 

 

 

 

 

 

Demo der Muslime in Köln

Zehn Tage lang hatten die Veranstalter für die Demonstration gegen Terrorismus in Köln vorab geworben. Bis zu 10.00 Teilnehmer hatten sie sich erhofft.

 

 

 

 

 

 

 

 

Widerstand gegen Fanatiker

Im Aufruf zu der Kölner Demonstration hieß es, der Widerstand gegen Terroristen und Fanatiker sei eine besondere Pflicht der Muslime. „Es ist unser Glaube, der hier missbraucht wird, der hier beschmutzt, beleidigt und bis zur Unkenntlichkeit entstellt wird.

Dutzende Gruppierungen unterstützten die Aktion, darunter Parteien, Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbände und kirchliche Gruppen. Unter den mehr als 300 Einzelpersonen, die den Aufruf unterzeichnet haben, sind Politiker, Künstler und Wissenschaftler. Auch der Zentralrat der Muslime und die Türkische Gemeinde zählen zu den Unterstützern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kritik an Ditib-Absage

Um die Aktion hatte es im Vorfeld lebhafte Debatten gegeben – vor allem, weil der Islamverband Ditib seine Teilnahme an der Anti-Terror-Demo abgesagt hatte. Ditib hatte mit dem Argument abgesagt, dass eine solche Aktion unzumutbar für die jetzt im Ramadan fastenden Muslime sei. Damit hatte der Verband Unverständnis unter anderem bei der Bundesregierung ausgelöst.

Auch Mitinitiatorin Kaddor zeigte sich verwundert. „Wir rufen dazu auf, gegen Gewalt und Terror zu demonstrieren – uns ordentlich zu positionieren und Islamisten an den Rand der muslimischen Gesellschaft zu drängen„, sagte sie. Eine solche Aktion passe sehr gut in den Fastenmonat Ramadan.

Auch Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hatte den den Islamverband Ditib zu einer klaren Haltung aufgefordert. „Der Verband isoliert sich mit seiner Absage immer mehr und darf sich nicht wundern, wenn er so den Gegnern des Islam neue Argumente liefert.“

 

 

 

 

 

 

 

Kommentar von „Kopten ohne Grenzen

 

 

 

 

Es kam wie es kommen musste. Die Muslime sind gespalten: Die einen sind der Meinung, dass die Terroristen den Islam missbräuchten und sie somit keinen Grund sehen, sich für die Taten von Terroristen rechtfertigen zu müssen. Schließlich sind sie doch Opfer der Gesellschaft. Damit geben sie kund, dass sie kein Interesse daran haben, sich kritisch mit ihrer eigenen Religion auseinanderzusetzen.  Die anderen sind der Meinung, dass es bei dem schlechten Image des Islams eines besonderen Zeichens, z. B.  eines dem eines Friedensmarsches bedürfe, sich gegen Terror und Gewalt einzusetzen. Aber auch sie wollen sich letztlich nicht mit den kritikwürdigen Seiten ihrer Religion beschäftigen.

Frau Lamya Kaddor war eine Mit- und eine der Hauptinitiatorin dieses Marsches und war enttäuscht über die geringe Beteiligung.

Die DITIB hat sich mit ihrer Absage ebenfalls nicht mit Ruhm bekleckert.

Über die Gründe der geringen Teilnahme von Muslimen – ein erklecklicher Teil bestand auch aus der deutschen Bevölkerung – lässt sich trefflich spekulieren. Das werden wir an dieser Stelle nicht tun. Die Begründung der DITIB, ihre Mitglieder zum Daheimbleiben zu veranlassen, ist natürlich absurd, aber auch letztlich nach den Skandalen um die Ausspionierung von Gülen-Anhängern und den entsprechenden Plakataktionen zu Weihnachten nach dem Motto, gerichtet an junge kräftige Muslime „Schlag den Weihnachtsmann, so fest Du nur kannst“ mehr als verständlich. Der Fundamentalismus scheint bei der DITIB so richtig aufzublühen.

 

 

 

Was aber ist jetzt das Zeichen, das die wenigen Muslime hier gesetzt haben?

 

 

 

 

Eher ist hier eine magere Sinnausbeute festzumachen. Insbesondere fehlten bei dieser Demo besonders junge muslimische Männer, bei denen die Radikalität in innerhalb ihrer Religion besondere Anziehungskraft ausübt. Ihre Anwesenheit wäre ein besonders ermutigendes Zeichen gewesen.

 

 

 

 

Fest steht wohl: Wäre Mohammed beleidigt worden, wären mehr, insbesondere junge männliche Muslime zur Demo gekommen und hätten ihrem Hass freien Lauf gelassen. Wenn im Namen Allahs „ungläubige“ Menschen getötet werden, weil Mohammed dies zu Lebzeiten ja auch getan hat, scheint dies der Mehrheit der Muslime nicht so wichtig gewesen zu sein.

Aber ist die geringe Beteiligung nicht eher als eine  besonders auffällige Empathielosikeit gegenüber allen Opfern islamischen Terrors, welcher ja auch Muslime selbst trifft, anzusehen?

Nun scheint die Gewalt im Koran auch letztlich Muslime nicht so abzuschrecken, dass sie sich mittels Demo dagegen aussprechen würden.

 

 

 

 

 

Leider wird – und das wissen auch Frau Kaddor und alle ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter – Gewalt im Koran, dem Herzstück des Islams und immerhin göttliches Wort in Buchstabentreue Gewalt als legitimes Strategiemittel zur Ausbreitung und/oder Förderung des Islams angesehen. Da mögen noch so viele friedliche Verse des Korans gezeigt werden. Die gewaltsamen aus der Medinazeit Mohammeds sind ebenso eindeutig. Den elementaren Urfehler hat Allah (Mohammed) selbst mit seinem Koran begangen und Mohammed war eben sein willfähriger Helfer.

Die Verse und Suren des Korans zeigen  im Grunde nichts anderes und spiegeln letztlich nichts anderes als die Lebensumstände des Propheten im Laufe seines Lebens nach seiner Berufung durch Gabriel. Und genau das weiß auch die DITIB, das weiß auch der Zentralrat der Muslime und das wissen auch alle anderen Islamverbände.

 

 

Ein militärisch machtloser Prophet sinniert friedliche Verse, ein miltärisch starker Prophet, der Schrecken in die Herzen der Ungläubigen wirft, lässt Tötungs- und Härteverse verlautbaren.

Wer diese Tatsache leugnet, lügt sich selbst als Muslim in die Tasche.

 

 

Das Zeichen der Muslime für den Frieden, für das Zusammenleben, fiel mager aus. Trotzdem danken wir allen Teilnehmern, die Gesicht für den Frieden gezeigt haben. Möglicherweise zieht selbst ein Tropfen weite Kreise.

Letztlich war es ein ehrliches Zeichen einzelner Muslime, die für Gewaltlosigkeit und den Frieden im Zusammenleben eintraten. Es war aber eben auch ein ehrliches Zeichen der absoluten Mehrheit der Muslime, dass Gewalt im Islam eben nichts Besonderes zu sein scheint. Allerdings können wir Nichtmuslime uns darauf vorbereiten, dass, wenn die Mehrheit  der Bevölkerung hier muslimisch sein wird, keinen Frieden mehr zu erwarten haben. Das war so in allen Ländern, in denen der Islam die Mehrheit fand und das wird auch in Zukunft immer so sein.

 

 

 

 

Die Totengräber dieses Kontinents sind nicht Muslime und der Islam, sondern die Politiker, ja auch die Kirchen, und anderen gesellschaftlichen Eliten,  die sich so für eine Politreligion  mit einer unhinterfragbaren und unkritisierbaren PC-Ideologie einsetzen und meinen, dass sie sie mit säkularen Grundgesetzen und anderem menschlichen Gesetzen, die noch in Europa gelten, oder mit Dialogveranstaltungen und Reformansätzen  zähmen können.

Ein Trugschluss zum Nachteil der eigenen Völker und Gläubigen. Für den Islam zählt nur das Gesetz Allahs, die Scharia, und das hat auch ein immens großer Teil von Muslimen bei verschiedenen Umfragen auch mitgeteilt:

https://www.welt.de/politik/deutschland/article156269271/Islam-Gebote-stehen-ueber-dem-Gesetz-findet-fast-die-Haelfte.html

 

 

Eine  Chance ist einmal mehr vertan und dokumentiert im Grunde den Nichtwillen vieler Muslime, sich mit ihrer eigenen Religion kritisch auseinanderzusetzen.

Das sollte endlich auch einmal allen Kirchen hier zu denken geben.

 

9 Responses to “Muslimische Friedensaktivisten enttäuscht über Demo”

  1. Bazillus Says:

    Einfach nur einmal eine Zahl vergleichen:
    Wie viele Muslime haben sich zu Herrn Erdogans Wahlveranstaltungen aufgemacht und wie viele haben gegen den islamischen Terror demonstriert? .Auch die Zahl der Muslime, die für die Türkei wählen gegangen sind, war erheblich stattlicher als die Demonstrantenzahl. Das sagt doch schon Vieles aus

    • Andreas Says:

      Vielen Dank für Ihren Response u. ihre ausführlich geschilderte Sichtweise zur Trinitäts-Thematik u. toleranten Einstellung gegenüber Andersgläubigen bzw. anderen Sichtweisen. Leider ist es meist so, das unsere Toleranz von den anderen Religionen als anbiedender „Synkretismus“-Lockversuch interpretiert wird, von „goldener Regel“ wollen die meist nichts wissen – bestenfalls geht man sich nach Möglichkeit aus dem Weg?! Dazu hätte ich noch einiges zu sagen, aber vielleicht besser in einem anderen/neuen Strang…LG

  2. Andreas Says:

    Von den Entehungsumständen her ist der Mohamedismus eine Art radikalisierte, hochaggressiv missionierende altbiblisch-inspirierte pseudo-jüdisch-christliche Sekte!! Jesus als (immerhin) besonders geehrter Prophet verweist auf Mohameds christliche Beeinflussung, während die Entgöttlichung/Vermenschlichung Jesu eher jüdischen Auffassungen entspricht.
    So konnte sich Mohamed einerseits vom (mittlerweile zerstreuten) Judentum abgrenzen, andererseits vermied er durch das positive Christus-Bild, die (regionalen arabischen/orientalischen) Christen nicht völlig zu verprellen, wiewohl er sich selbst an erste Stelle der „Propheten“-Hierachie als letzten Verkünder Gottes (Allahs) setzte.
    Dies war nur möglich, weil Mohamed die Trinitätslehre als Vielgötterei interpretierte, wie es Juden u. Judenchristen, vielleicht auch die orientalischen Frühkirchen hochvermutlich auch taten. Gottes-Sohn war ein durch Gott erleuchteter u. erhöhter Menschensohn, nicht der in Menschengestalt geborene (Hoch-)Gott selbst, also Jehova. Dies macht deutlich, wie „altbiblisch-jüdisch“ der christianisierte orientalische Raum noch dachte, denn die zehn Gebote, insbesondere die ersten zwei konnte man nicht so einfach über Bord werfen – wie auch viele jüdischen Gesetze, Sitten u. Gebräuche sicherlich noch lange Zeit eine Rolle spielten.
    Vieles davon spiegelt sich auch im islamischen Kulturkreis wieder, der altjüdische Einfluss (rigide Moral, scharfe Abgrenzung nach aussen, Alltagsregeln u. Strafgesetze, v.a. aber der strenge EIN-Gott-Glaube etc.) ist überall erkennbar, wenn auch abgewandelt, überformt u. radikalisiert.
    Bei den griechisch-röm. geprägten Heiden-Christen, die ja bald die Mehrheit stellten, mag der trinitarisch gedachte „ins Fleisch gekommene Gott“ Jesus viel problemloser, schneller u. umfänglicher aufgenommen worden sein, schon weil ihnen die jüdischen 10 Gebote, der jüd. Messiasglaube u. die Glaubenstraditionen meist völlig fremd waren. JHWH/Jehova stand nicht in direkter „Konkurrenz“ zu einem neu adaptierten Gott, zu dem der Glauben an den Gottes-Sohn Jesus bald avancierte. Will sagen: die Trinitätslehre, die anerkanntermaßen griechischer Theosophie entsprang u. mit antik-griechisch-philosophisch abstrahierten Begriffen die Dreieinigkeit ausformulierte, verbreitete sich hautsächlich unter den sog. Heidenchristen, während die Minderheit der Juden-Christen u. einiger anderer christl. Sekten sich weiterhin am Gottesbild des alten Testaments orientierten u. so in Widerspruch zu dem aufkommenden Trinitäts-Christentum gerieten.
    Die zentrale Frage, die eben auch die Entstehung der mohamedanischen Anti-Juden-u. Christentums-Religion begründet, war u. ist:
    war Jesus „nur“ inspirierter Mensch, zwar von Gott auserwählter Mittler, zwar völlig sündlos u. im direkten Dialog mit Gott stehend, aber dennoch nicht „vollgöttlicher“ Natur, ähnlich wie Noah, Abraham o. Moses – oder ist die Trinitätslehre zwar sehr (zu) abstrakt-kompliziert u. mißverständlich formuliert, bildet aber doch eine göttliche Wahrheit ab, eben weil Jesus niemals „nur“ Mensch gewesen sein kann, woran ja schon der „ausserirdische“ Schöpfungsakt (Jungfrauengeburt), die Wundertätigkeiten Jesu u. natürlich das Oster-u. Pfingstwunder keinen Zweifel lassen.
    Persönlich bin ich der Meinung, das die bisherige Fassung der Trinitätslehre die Entstehung des Islam u. die Feindschaft von/mit den Juden ausserordentlich begünstigt, wenn nicht verursacht hat, was alleine schon Grund genug sein sollte, sich damit von professionell-theologischer Seite zu beschäftigen, andererseits die Göttlichkeit Jesu, d.h. seine unleugbare Gottes-Sohnschaft u. Auserwähltheit unverrückbar-zentraler Glaubenskern bleiben muss. Die Berücksichtigung der ersten beiden Gebote des Dekalogs zwingen dazu, die Trinitätslehre abzuändern bzw. diesbezüglich eindeutig-unmißverständlich das in der Bibel hundertfach dargestellte Verhältnis von Gott-Jesus-Hl. Geist zu formulieren, wollte man nicht in frevelhaftem Widerspruch zum AT (u. nachgeordnet zum Judentum u. der islamischen Mega-Irr-Sekte) geraten bzw. verbleiben. Da führt meiner Meinung nach kein Weg (mehr) daran vorbei – oder ein Clash der Civilisations wird mittelfristig unvermeidlich bzw. der Islam radikalisiert sich auch zukünftig weiter o. breitet sich epidemieartig aus?!
    Was hätten wir denn zu verlieren, wenn wir Jesus so bezeichnen, wie er sich selbst in der Bibel stets darstellt: als Gottes Sohn/Mittler mit all den Implikationen, wie sie im NT bildreich beschrieben sind? Braucht es dazu zwingend das Dreifaltigkeitsdogma – schliesslich konnte die sich frühe Christenheit auch ohne dieser doch recht willkürlichen Konstruktion rasant ausbreiten u. ihren Glauben unbeschadet überstehen.
    Die Probleme/Glaubenszerwürfnisse tauchten erst mit den theosophisch-spekulativen Dogmen im 4/5. Jhd. auf – vor Glaubensspaltungen, zermürbenden kontroversen, v.a. aber vor dem Islam konnten/können sie die orientalisch-nordafrikanische Kirche nicht schützen, ganz im Gegenteil wurde damit der Teufel geweckt? Was allerdings passiert, wenn wir die überragende übernatürliche Göttlichkeit Jesu ableugnen, sehen wir am real existierenden Islam (u. ferner am antijesuanisch-talmudisch manipulierten Zionismus/Judentum).
    Wie könnte ein Mittelweg aussehen, der den anderen den Wind aus den Segeln nähme u. uns aber keinen „Zacken aus der Krone“ bräche??

    • Bazillus Says:

      Werter Andreas,
      eine interessante Ausführung, die die Urfesten des Jenseitsglaubens tief berührt.

      Die Trinitätslehre ist jedoch die einzige Möglichkeit, JESUS den Stellenwert zu geben, der ihm zukommt, d. h. wenn JESU Wort, Tat, Werk und Verkündigung ganz in diesem JHWE aufgeht und praktisch inhaliert wird, kann und ist er der göttliche Vermittler und Gott zugleich, weil sein Innerstes auch das Innere Gottes ist. Was verlieren wir? Für mich das Wichtigste: Wir verlieren also m. E. das Wissen und das Vertrauen darum, dass Gott selbst auf die Menschen in Jesus zugegangen ist und sich durch Jesus, der mit dem Vater eins ist und umgekehrt, von seinem Vater auch bestätigt durch die beiden Wortmeldungen in den Evangelien (Das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören!) und zwar bewusst und gewollt in Solidarität und in unendlicher Liebe. Das aber ist das Markenzeichen des Christentums überhaupt. Ein Gott, der in allen Religionen fern ist, der sich in Gestalt eines Menschen so klein macht, dass er durch alle Niederungen geht, die Menschen eben auch durchmachen müssen. Das macht dieses Gottesbild so überdimensional und kaum denkbar und nimmt so eine vollkommene Sonderstellung ein. Ein Gott, der demütig ist, ein Gott, der am Kreuz hängt, ein Gott, der sich von Menschen so quälen lässt, aber eben dann mit einem Paukenschlag aufersteht und zum Vater ins Inneres des Gottesseins zurückkehrt. Eine unerhörte Vorstellung von Gott. Ich finde, dass dieser Verlust genauso überdimensional wäre wie das geschilderte Gottesbild selbst. Die Gottesbidler des AT und des Korans sind eben nicht vollkommen. Diese Gottheiten werden von den Menschen als allmächtig angesehen, weil diese meinen, alles für uns regeln zu können. Und nicht selten werden bei dieser Art von Gottesbild menschliche Gedankengänge in den Mund gelegt. . Es gibt nichts, was sie nicht können.

      Aber eines können sie eben nicht. Zumindest trauen die Menschen diesem allmächtigen Gott folgendes nicht zu: Die gelebte Solidarität, die Selbsterniedrigung = Demut, wie ein Mensch zu leben, fühlen, denken und trotzdem allmächtig sein. Das füllt eben Jesus vollkommen aus und darum wird er für die Menschen zum Eckstein. Das jedoch ist bei Jesus völllig ausgeschlossen. Er sagt, was er von seinen Nachfolgern erwartet. Er sagt, was Vollkommenheit ist und – oh Wunder – er lebt es vor in vorbildlichster Art und Weise.

      Sehen wir Jesus nur als Propheten und somit lediglich als Geschöpf, denn das wäre er dann ja, verliert er eindeutig seine Ausstrahlungskraft. Der Vater wäre dann wie Allah und JHWA irgendwo da droben mit viel weniger oder fast ohne Zugang zum Menschen, zu seinen Geschöpfen. Welcher Prophet hat Gott denn ein Gesicht gegeben? Doch erst die Gleichstellung Jesu in der Dreieinigkeit hat Gott doch erst zu einer erfahrbaren und für Menschen vorstellbaren Gotteswesenschaft geführt im Zeichen des Kreuzes. Während der Vater sich hinter Wolken, Dornbüschen und anderen Dingen und der Geist in Form von „wie Flammen“ sichtbar wurden, versteckt hat, hat Jesus die ganze Palette des Antlitzes Gottes perfekt dargestellt und mit Substanz versehen von seiner Zeugung, Geburt, über sein öffentliches Wirken über den Tod bis hin zur Auferstehung und HImmelfahrt mit einer Lehre gewürzt, die so hohe Maßstäbe an seine Nachfolger anlegt, dass sie kaum einzuhalten sind. Die Szene der Vergebung am Kreuz unter diesen Schmerzen ist kaum noch menschlich. Sein zölibatärer Lebenswandel – er wollte keine Familie, weil er wusste, wie er irdisch enden würde – ist ebenfalls ein göttliches Zeichen! Und als Gott darf er sich nicht vermehren. Das käme dann ja den alten Sagen gleich, in denen die Götter mit Menschenfrauen verkehren. Das aber ist bei Jesus ausgeschlossen. Jesus passt in kein Schema.

      Ich denke, dass die absolute religiöse Wahrheit die Dreieinigkeitslehre ist, die aber nie ausgrenzend sein sollte. Das ist der Kasus knacktus bei der Sache („alleinseligmachende Kirche, ein grober Fehler!) Das Wort JESU: Keiner kommt zum Vater denn durch mich“ kann auch so verstanden werden, dass das Ich Jesu ja bereits in den selbstlosen Gebeten Andersgläubiger oder den selbstlosen Taten Andersgläubiger erkennbar ist, selbst wenn jemand von Jesus noch nichts gehört haben sollte oder nicht an ihn als Gott glauben kann. Gott wird ihn im Jenseits nicht fallenlassen. Wer Jesus lediglich als den Sohn Gottes anerkennen kann, ist keinesfalls verloren. Ich finde, dass darüber nicht einmal ein Gedanke verloren werden sollte.

      Wenn ich Jesus nur als Propheten sehe, habe ich persönlich die Schwierigkeit, den Gott des AT mit seinen Straf- und auch Rachegedanken, die im Islam ja für eine potenzierte Steigerung im Islam erfahren haben, begegnen zu können. Wer hätte denn dann letztlich Recht? Moses, Abraham, Elias, die alle nach Jesu Maßstäben letztlich nicht vollkommen waren. Sklaventum, Polygamie, Ehebruch (Ismael ist die Frucht dieser Sünde mit diesen desolaten Folgen, die uns heute noch traktieren – als Fluch der bösen Tat?!), Nebenfrauen. Mord des Elias an den Baalspriestern. Sind das Propheten und Urgestalten, die Vorbild sein können? Ich würde da wirklich Jesus vorziehen. Das AT ist eben im Grunde nur ein richtiger gedanklicher und gelebter Gottesansatz, dem nur noch die Vollkommenheit, die Vollendung fehlt. Diese hat Jesus diesem JHWE-Gottesbild des AT quasi die Krone aufgesetzt und damit seinen versteckten Vater zum Vollkommenheitsleuchten gebracht, woran es im AT mancherorts kräftig mangelte. Der Vater verleiht dem Sohn seine ureigene Autorität. Er gibt sozusagen das Zepter an Jesus weiter und hält sich zurück außer in den Reden Jesu über den Vater.

      Auch wenn es hier immer wieder bestritten wird; Jesus hat nun einmal einigen Gesetzen seines eigenen Vaters die Spitze genommen (Ehebruchsteinigung, Reinheitsgesetze, Sabbatarbeitsverbot) zumindest in anderem, nämlich innovativ reformierten Licht erscheinen lassen. Im Islam besteht die Schwierigkeit, dass Mohammed immer als omnipräsenter dargestellt wird und auch ist, aber eben auch in der Theologie einen ungleich höheren Stellenwert hat als Jesus, Wunder und göttliche Autorität Jesu hin oder her. Der Islam wird nie Mohammed (mit seinen Kriegs-, Raub- und Mordzügen), schon aus politischen Gründen nicht aufgeben wollen. Jesus billigt der Islam lediglich eine Hinweisgeber- oder einen Vorbereiterrolle für Mohammed zu, mehr nicht. Das aber wird Jesus nicht nur nicht gerecht, sondern Mohammed degradiert Jesus im Verhältnis zu sich selbst geradezu. Jesus wäre nie imstande gewesen, einem Menschen wie Mohammed einen religiösen Teppich auszurollen, wenn wir das öffentliche Auftreten Jesu in den Evangelien begleitend anschauen. Eher das Gegenteil ist der Fall. Wenn Jesus dem Petrus in seinen urmenschlichen Gedankengängen schon hier und da als „Satan“ bezeichnet hat, wie vielmehr hätte er über Mohammed geurteilt.

      Der Messiasgedanke im Judentum ist es, der möglicherweise revidiert, zumindest neu gedacht werden sollte in Bezug auf Jesus. Warum also Jesus nicht als Messias anerkennen. Es gibt – und da wollen wir uns nichts vormachen – jüdische Kreise, die Jesus im wahrsten Sinne des Wortes echt hassen, noch heute. Sie haben diese göttliche Vollkommenheit Jesu noch immer nicht verstanden. Darum ist zu beten wie für die Muslime halt auch.

      Für mich ist sicher, (und das ist theologisch wohl unhaltbar), aber es ist meine tiefste Überzeugung dass die SELBSTLOSE und VERZEIHENDE Liebe zu Gott und zum Nächsten zumindest einen Teil der Persönlichkeit, des Ichs Jesu darstellt, mit der sich alle Gläubigen identifizieren könnten. auch wenn sie nicht an die Dreieinigkeit glauben, Jesus nicht kennen sollten oder Jesus nur als Propheten ansehen können. Denn Jesus fängt alle Menschen auf, die selbstlos, das Ego bekämpfend, ihr Leben versuchen zu leben. Denn in diesem Charakterzug ist Jesus selbst enthalten.

      Der sicherste Weg für mich ist natürlich der Glaube an die Dreieinigkeit, den ich aber durch den ständigen Versuch eines christlichen Lebens mit Leben zu erfüllen habe. Das sehe ich als meine Aufgabe an und sie gelingt mir weiß Gott nur selten in dieser Vollkommenheit.

      Danke für die guten Gedanken in Ihren Ausführungen.

      • Bazillus Says:

        Nachtrag:
        Wir dürfen auch nicht vergessen, dass Gott es regnen lässt über Gerechte und Ungerechte (zurzeit leider erheblich zu wenig!). Er behandelt die Menschen zunächst alle gleich. Alle profitieren von Gott, ob sie an ihn glauben oder nicht, ob sie gut sind oder nicht, ob sie Terroristen sind oder Heilige. Der Ursprungs-Wille Gottes, alle Menschen zu erhalten, d. h. sie zu lieben trotz allem, lässt hoffen. Er gibt allen Menschen die Chance, sich zu ihm hin, zu Jesus hin zu entwickeln. Das Gleichnis Jesu vom Wort Gottes, welches auf verschiedene Untergründe fällt, ist da hilfreich.

        Wir können das alles auch von der anderen Seite aufrollen: Wer mit religiösem oder ideologischem Hass im Herzen stirbt, hat bei Gott kaum Chancen in den Himmel zu kommen.
        Religion bedeutet, auch für Andersgläubige offen zu sein und sie nicht zu verurteilen, auch dann nicht, wenn sie das Angebot der Konversion strikt ablehnen. Eine ausgrenzende Ideologie oder eine ausgrenzende Religion kann und muss geächtet werden, aber nie die Gläubigen, denn da muss die Liebe Gottes wieder die Oberhand gewinnen.

        Ich finde, Religionen dürfen ihren Absolutheitsanpruch alle behalten, nur eben bitte auf Augenhöhe. Erst dann kann so etwas wie eine religiöse Einheit in Vielfalt entstehen, aber nur dann, wenn der echte Frieden, der echte Glaube an Gott und auch nicht der leiseste Hauch einer ausgrenzenden Erkenntnis auch nur toleriert wird, besser zu sein als ein anderer Gläubiger. Die aus dem Christentum erwachsene religiöse Mindestkonsensforderung der „Goldene Regel“ sollte m. E. dabei hilfreich sein. Wer diese nicht anerkennt, aber bitte bedingungslos, kann einfach nicht zu den vom guten Geist Gottes geführten Religionen gehören.

        Das ist kein billiger Synkretismus, sondern eine echte Option, den Frieden auf Erden als Status-quo-Option oder als religiöse oder ideologische Denkalternative erhalten zu können. Welteroberungsfantasien wie im Islam oder Jesus-Hass in Teilen des Judentums oder Hass auf Religionen durch den Atheismus oder sonstigen Hass und die Pflege von Feindbildern steht dem Frieden und der Freiheit im Wege.

        Einig sind wir uns natürlich, dass die „Goldene Regel“ nur eine Basis für Christen sein kann. Christliches Handeln verlangt mehr.

        Das, so meine ich, gibt dem biblischen Begriff des „Menschen GUTEN WILLENS“ eine wesentlich tiefere Bedeutung. Dieser (heiliggeisterfüllte gute Wille) jedoch fehlt eben hier und da vollends. Und da, wo dieser Wille fehlt, sind die Unruhenester, die Kriegstreibernester, die Geldmachtnester, die Mordnester zu finden.

      • Selena Says:

        Darf ich ein paar Gedanken und Fragen zu dem Beitrag des Herrn Bazillus äußern ?
        Wir alle sind in unserem Streben nach Glaube und Weisheit sehr „kopflastig“ . Das Wesen Gottes zu verstehen, dazu sind wir nicht gemacht – jedenfalls nicht in unserem irdischen Leben.
        Ich möchte hier und jetzt die Wichtigkeit der wahren Nächstenliebe erörtern. Dazu empfehle ich zunächst, Matth. 5/43-48 und Luk. 6/27-36 und 14/12-14
        Vor allem aber empfehle ich den wahren Christen, den Brief des Apostels Jakobus ganz intensiv zu studieren.
        Wir haben ein jahrtausende altes , ungelöstes Problem in der Christenheit: Die Frage des Stellenwertes der Nächstenliebe zum Glauben !!!!!

        Jakobus 2 Vers 14 ; Was hilft es meine Brüder,wenn jemand sagt, er habe Glaube, aber keine Werke hat ?Kann etwa der Glaube ihn retten ?
        2/24: Ihr seht,dass der Mensch aus Werken gerechtgesprochen wird und nicht durch Glauben allein.
        Gott liebt, wer Seine Gebote hält ! Ich weiss , dass das Theorie ist – aber wenn diese einfache Erkenntnis erst einmal richtig im Bewußtsein ist, sozusagen tagtäglich im Denken, dann kann es nur noch aufwärts gehen ……

        Danke … und werter Bazillus … unser JAHWE unser Gott ist kein Rachegott .. auch im „Alten Testament“ nicht …als Rachegott erscheint er nur denjenigen, die IHN nicht annehmen ……

  3. Andreas Says:

    sorry: .. und IN ihrem Glauben unbeschadet überstehen..

    • Andreas Says:

      PS: bitte an dieser Stelle keinen aktuellen „Einzelfall“-Kommentar o. Musikclip von Thomas – das hilft uns auch nicht weiter…


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s