kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Koptischer Papst-Patriarch Tawadros II. in Moskau 28. Mai 2017

Filed under: Koptische Kirche im Ausland — Knecht Christi @ 10:54

Bei Begegnung mit Patriarch Kyrill stand der Kampf gegen Terrorismus und islamistischen Fundamentalismus im Mittelpunkt.

 

Moskau-Wien (kath.net/KAP): Der koptisch-orthodoxe Papst-Patriarch Tawadros II. hält sich dieser Tage in Moskau auf. Anlass seiner Russland-Reise ist die Entgegennahme des Preises der „Internationalen Stiftung der Einheit der orthodoxen Nationen“, wie die Stiftung „Pro Oriente“ berichtete. Tawadros II. wurde am Montag am Flughafen Domodedowo u.a. vom Leiter des Außenamts des Moskauer Patriarchats, Metropolit Hilarion (Alfejew), und dem Präsidenten der „Stiftung der Einheit der orthodoxen Nationen“, Walerij Aleksejew, empfangen.

 

 

Schon bei der Begrüßung brachte Metropolit Hilarion den Wunsch zum Ausdruck, dass der Besuch von Tawadros II. zu einem neuen „Markstein“ in den Beziehungen zwischen der der russisch-orthodoxen und der koptisch-orthodoxen Kirche werden möge. Seit dem ersten Russland-Besuch des koptischen Papst-Patriarchen sei es zu einer wesentlichen Intensivierung der bilateralen Beziehungen gekommen.

 

Der koptische Patriarch wird von einer größeren Delegation begleitet, der u.a. der Wiener koptische Bischof Anba Gabriel, der koptische Metropolit Serapion von Los Angeles (Ko-Vorsitzender der russisch-orthodoxen/koptisch-orthodoxen Dialogkommission) und der für Großbritannien zuständige koptische Bischof Anba Angelos angehören. Tawadros II. wird sich bis 25. Mai in Moskau aufhalten.Am Dienstag traf er mit dem russischen Patriarchen Kyrill I. zusammen. Thema des Gesprächs war u.a. der Kampf gegen den Terror und der islamistische Fundamentalismus, wie die Nachrichtenagentur „Tass“ meldete. Tawadros nahm auch an der Feier zum Namenstag des Moskauer Patriarchen teil.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Papst Tawadros zuvor in Großbritannien

Erst vor kurzem hatte Tawadros II. auch der koptischen Kirche in Großbritannien einen ersten Pastoralbesuch abgestattet. Im Rahmen dieses Pastoralbesuchs wurde der Papst-Patriarch am 9. Mai von Königin Elizabeth II. am 9. Mai auf Schloß Windsor empfangen. Bischof Anba Angelos sagte danach, die Begegnung zwischen der Königin und dem Patriarchen habe sinnfällig zum Ausdruck gebracht, wie sehr die koptische Kirche heute in Großbritannien verwurzelt sei. Viele koptische Gläubige hätten nach wie vor Wurzeln in Ägypten, sie seien aber zugleich zutiefst in die britische Gesellschaft integriert.

 

 

Die allgemeinpolitische Bedeutung des Pastoralbesuchs kam bei einem vom anglikanischen Bischof von Coventry, Christopher Cocksworth, ausgerichteten Festessen am Sitz des Oberhauses im Westminster Palace zum Ausdruck, bei dem Tawadros II. der Ehrengast war. Bischof Cocksworth unterstrich die tiefe Verbundenheit mit den koptischen Christen und deren Leidenserfahrungen. Diese Verbundenheit reiche über den christlichen Bereich hinaus und weite sich zu einer menschlichen Verbundenheit mit den Kopten „und großem Respekt für die geduldige Ausdauer“ der ägyptischen Christen in ihren Heimsuchungen.

Am 12. Mai traf Tawadros II. mit dem Oberhaupt der Anglican Communion, Erzbischof Justin Welby von Canterbury, im Lambeth Palace zusammen. Der Papst-Patriarch betonte dabei die Dankbarkeit für die Zusammenarbeit, den Dialog und die christliche Liebe zwischen anglikanischer und koptisch-orthodoxer Kirche. Wörtlich fügte er hinzu: „Wir hoffen und beten, dass die christliche Einheit mehr und mehr hergestellt wird. Wir glauben, dass dies durch die Liebe Gottes und das ‚ökumenische Blut‘ der christlichen Märtyrer möglich sein wird“.

 

 

 

 

 

 

 

 

Erzbischof-Primas Welby sagte seinerseits, dass die Erfahrung der Kopten nicht nur ein Beispiel für die Christen in aller Welt sei, sondern auch eine „tiefe Inspiration“. Der Mut der Kopten, ihr „beständiger Glaube, ihre Standhaftigkeit und ihre Ausdauer“ seien gleichsam eine Übersetzung der Worte des Heiligen Paulus in seinen Briefen in das Leben von heute. Nach der Begegnung im Lambeth Palace nahmen Tawadros II. und Welby gemeinsam am „Evensong“, dem anglikanischen Abendgottesdienst, in der Westminster Abbey teil und beteten miteinander am Schrein des Heiligen Eduards des Bekenners.

Am 17. Mai war der koptische Papst-Patriarch bei Kronprinz Charles im Clarence House zu Gast. Prinz Charles betont immer wieder seine Verbundenheit mit den orthodoxen und den orientalisch-orthodoxen Christen, vor allem mit den von Verfolgung Betroffenen im Nahen Osten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kommentar von „Kopten ohne Grenzen

Die rege Reisetätigkeiten der verschiedenen Christenführer untereinander und wechselseitg in den vergangenen Jahren, welche bis heute auf der ganzen Erde anhält und intensiviert wird, ist bemerkenswert, wünschenswert, aber eben auch dringend notwendig. Die jahrhundertealten Differenzen zwischen den verschiedenen christlichen Gemeinschaften ist angesichts der psychischen bis hin zur physischen Not der Christenheit im Sinne CHRISTI letztlich unerträglich geworden.

 

Ein Überleben der Christenheit ist erst dann sichergestellt, wenn Grenzen überwunden und Gemeinsamkeiten wiederentdeckt werden ohne die in den Gemeinschaften gewachsenen jahrhundertealten Liturgien und Traditionen aufgeben und/oder abstoßen zu müssen. Jede Liturgie hat ihre Eigenheiten. Jede Liturgie weist aber immer auf JESUS, den gemeinsamen geistlichen und geistigen Ankermittelpunkt in Kreuz und Auferstehung und Himmelfahrt hin. Eine Christenheit in Einheit bei Beibehaltung liturgischer Vielfalt muss die Lösung sein und kann und wird die Lösung sein müssen.

 

 

 

 

 

 

Dabei kann die Koptische Kirche einen mehr als wertvollen Beitrag leisten. Wir leben in einer schnelllebigen Zeit, die es Christen schwer macht, Christen zu bleiben. Vielfach vergessen sie, dass sie mit dem EVANGELIUM die stärkste Waffe gegen die Sinnlosigkeit des Lebens und den heiligsten, leuchtendsten und vollkommensten Weg zu GOTT in Händen halten, leider jedoch wegen der vielen Ablenkungen und Anfeindungen nicht im Herzen verinnerlichen. JESUS sagt: „Ich bin der WEG, die Wahrheit und das LEBEN, wer an MICH glaubt wird leben, auch wenn er stirbt“. Dieses Wort wird gleichsam durch SEINEM Tod am Kreuz, seiner Auferstehung und seiner Himmelfahrt, die SEIN KÖNIGTUM im Himmel und auf Erden befestigt  nachträglich beglaubigt. Und welches Königtum ER hüben wie drüben innehat, hat er durch SEINE Barmherzigkeit und seine Liebe, die nie zur Gewalt aufgerufen hat, bewiesen.

 

 

 

 

 

 

Nicht nur der erstarkende Islam, dem die Christen im Nahen Osten und insbesondere die Christen in Ägypten durch Glaubensstärke, durch Glaubensrückgrat, durch das Blut ihrer  Märtyrer und der anschließenden Vergebung ein Bollwerk entgegensetzen und ihn und seine dunkle Seite letztlich immer mehr bloßstellen, ist eine Gefahr unter vielen für die Christenheit. Auch der nationale Hinduismus und auch der Buddhismus sind christenfeindlich eingestllt. Im  Westen und auch im Osten ist es eher die Gefahr der atheistischen Glaubenslosigkeit, aber auch der schleichenden GOTT-Vergessenheit im wahrsten Sinne des Wortes und die Gleichgültigkeit gegenüber JESUS-CHRISTUS, dem lebendigen WORT des VATERS im HEILIGEN GEISTE SEINES Evangeliums, welches für viele nur noch Märchen aus 1000 und 1 Nacht darstellt und welches nicht mehr in die Seele vieler Christen einzudringen vermag und die Christen sich selbst zu Taufscheinchristen degradieren lässt.

 

 

 

 

Hier wird das Wort CHRISTI am Kreuz wieder aktuell: „VATER, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!“ Sie wissen auch nicht, welche Perle des Himmels diese Menschen aufgeben und sich von ihr entfernen und in der Abwesenheit dieser Perle JESUS krampfhaft und kleinkariert – ja, teilweise gewissenlos und auf sich selbst hin ausgerichtet,  ihr kleines auf das irdisch beschränkte Ich-Glück ohne IHN versuchen.

 

 

 

 

Das bevorstehende Pfingstfest, bei dem die Christen den HEILIGEN GEIST auf sich herabrufen, dass ER wie damals bei den Jüngern wie Zungen wie aus Feuer auf jeden einzelnen Christen dieser Welt herabkommen möge, mag alle Christen mit Weisheit erfüllen und die Gaben des HEILIGEN GEISTES auf sich vereinen. Nur der HEILIGE GEIST JESU und des VATERS vermag die Menschheit aufzurütteln und sie auf Irrwege hinzuweisen. Im Sinne des HEILIGEN GEISTES sind auch die verschiedenen Christenführer unterwegs und bereiten hoffentlich mit Hilfe dieses VOLLKOMMENEN GEISTES für die Zukunft ein immer einiger werdendes Volk der Christenheit vor.

 

 

 

 

Die Verschiedenheit der Liturgien innerhalb der Christenheit sind kein Ärgernis für JESUS CHRISTUS. Der UNGEIST der mangelnden Einigkeit, der UNGEIST des mangelnden Gebetes für verfolgte Christen, der UNGEIST des mangelnden Gebetes auch der verfolgten Christen für die lauen Christen des Westens, der UNGEIST des mangelnden gegenseitigen Engagements, der UNGEIST des mangelnden gegenseitigen Verstehenwollens, der UNGEIST des noch immer mangelhaften Zusammenhaltens und der UNGEIST der mangelnden Zusammenarbeit zwischen Christen verschiedener Konfessionen für die sozialen Belange aller christlichen Geschwister und aller Menschen ist ein Ärgernis für JESUS CHRISTUS, unseren gemeinsamen HERRN.

 

 

 

Festzuhalten bleibt: Das Christentum ist stark in der Bedrängnis, schwach in den Verlockungen des irdischen Lichts. Die einen wie die Kopten und die Christen im Kommunismus, im Islam, im Hinuismus brauchen Kraft und GOTTES Gnade im Bestehen und im weiteren Bestand ihres Glaubensfundaments und der Bereitschaft zur Vergebung, die anderen brauchen den GEIST insbesondere der Aufrechterhaltung der glaubend liebenden Dankbarkeit und darauf gründend den GEIST der Unterstützung ihrer verfolgten Glaubensgeschwister. Wenn die Christengemeinschaft der Welt teilnahmslos zusieht, wie auch nur ein Mitglied ihrer Gemeinschaft leidet, so ist diese Christengemeinschaft zu lau, zu sehr mit sich selbst beschäftigt und auch zu JESUSabgewandt.

 

 

 

 

Aus diesem Grunde intensivieren die Christenführer ihre Reisetätigkeit, um alte Vorbehaltsstrukturen aufzubrechen und wieder JESUS CHRISTUS in den Mittelpunkt für alle Christen egal welcher Konfession zu stellen. JESUS CHRISTUS ist das starke Band, welches uns miteinander verbindet.

 

 

 

 

Beten wir ein altes Lied mit Inbrunst, welches die Situation von Christen durchaus lebensnah schildert:

Ich will dich lieben, meine Stärke

1) Ich will dich lieben, meine Stärke,
ich will dich lieben, meine Zier;
ich will dich lieben mit dem Werke
und immerwährender Begier!
Ich will dich lieben, schönstes Licht,
bis mir das Herze bricht.

2) Ich will dich lieben, o mein Leben,
als meinen allerbesten Freund;
ich will dich lieben und erheben,
solange mich dein Glanz bescheint;
ich will dich lieben, Gottes Lamm,
als meinen Bräutigam.

3) Ach, dass ich dich so spät erkannte,
du hochgelobte Schönheit du,
dass ich nicht eher mein dich nannte,
du höchstes Gut und wahre Ruh;
es ist mir leid, ich bin betrübt,
dass ich so spät geliebt.

4) Ich lief verirrt und war verblendet,
ich suchte dich und fand dich nicht;
ich hatte mich von dir gewendet
und liebte das geschaffne Licht.
Nun aber ists durch dich geschehn,
dass ich dich hab ersehn.

5) Ich danke dir, du wahre Sonne,
dass mir dein Glanz hat Licht gebracht;
ich danke dir, du Himmelswonne,
dass du mich froh und frei gemacht;
ich danke dir, du güldner Mund,
dass du mich machst gesund.

6) Erhalte mich auf deinen Stegen
und lass mich nicht mehr irregehn;
lass meinen Fuß in deinen Wegen
nicht straucheln oder stillestehn;
erleucht mir Leib und Seele ganz,
du starker Himmelsglanz.

7) Ich will dich lieben, meine Krone,
ich will dich lieben, meinen Gott;
ich will dich lieben sonder Lohne
auch in der allergrößten Not;
ich will dich lieben, schönstes Licht,
bis mir das Herze bricht.

 

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