kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Vorbild Österreichs in der Ökumene 9. Mai 2017

Filed under: Koptische Kirche im Ausland — Knecht Christi @ 18:04

Kirchen und Politik solidarisch mit verfolgten Kopten

Kardinal Schönborn und Außenminister Kurz bei ökumenischem Gebet in Kirche Maria vom Siege für christliche Terroropfer in Ägypten.

Koptischer Bischof Gabriel: Christentum wird gestärkt aus der Verfolgung hervorgehen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wien (kath.net/KAP): Nur die Liebe kann den Hass überwinden: Das betonte Kardinal Christoph Schönborn am Sonntagabend in der koptischen Kirche Maria vom Siege am Wiener Mariahilfer Gürtel beim ökumenischen Gebet für die verfolgten Christen. Der Wiener Erzbischof, Außenminister Sebastian Kurz und der koptischen Bischof Anba Gabriel hatte gemeinsam zu dem Gebet geladen, dessen Motto einer Aussage von Papst Franziskus bei seinem jüngsten Besuch in Kairo entnommen war: „Ein deutliches und eindeutiges ‚Nein‘ zu jeglicher Form von Gewalt, Rache und Hass, die im Namen der Religion oder im Namen Gottes begangen werden“. Die Kirche Maria vom Siege war am Sonntag bis auf den letzten Platz gefüllt.

Am Beginn der Gebetsversammlung legte der koptisch-orthodoxe Wiener Bischof Anba Gabriel dar, dass es vor allem auch um das Gedenken an die Opfer der Attentate auf koptische Kirchen in Tanta und Alexandrien am Palmsonntag sowie auf die St. Peter-und-Paul-Kirche in Kairo am 11. Dezember des Vorjahrs gehe. Verfolgung sei für die Christen eine Tatsache, die bereits in der Bibel angekündigt ist. Schon im Alten Testament werde aber auch gesagt, dass das Volk Gottes durch Verfolgung gestärkt wird. Daher werde auch das Christentum aus der Verfolgung gestärkt hervorgehen, zeigte sich der koptische Bischof überzeugt.

 

 

 

 

Nach dem Gebet unterstrich Außenminister Sebastian Kurz die Bedeutung der Religionsfreiheit, die „in vielen Ländern keine Selbstverständlichkeit ist“. Als Außenminister treffe er bei seinen Reisen immer wieder mit den Repräsentanten christlicher und anderer religiöser Minoritäten zusammen und erlebe dabei, dass die Situation in so manchen Ländern „alles andere als gut“ ist, berichtete Kurz. Umso wichtiger sei es, sich weltweit für Religionsfreiheit und gegen Christenverfolgung einzusetzen. Das Außenministerium werde die Umsetzung der EU-Leitlinien zur Religionsfreiheit weiterhin mit Nachdruck verfolgen. Als Integrationsminister danke er den christlichen Kirchen in Österreich, dass sie durch die Präsenz vieler christlicher Zuwanderer das Christentum in Österreich „vielfältig und aktiv“ gestalten, so Kurz.

In Österreich werde der Beitrag der vielen Menschen geschätzt, denen der Glaube Kraft gibt, stellte der Minister fest. Das Leben in Österreich sei durch vergleichsweise großen Wohlstand, Stabilität und Frieden gekennzeichnet. Das bringe auch die Verantwortung mit sich, „nicht wegzusehen, wenn es anderswo nicht so gut läuft“. Als Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen in anderen Ländern seien daher auch die Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit und für den internationalen Katastrophenfonds erhöht worden.

 

 

 

 

Kardinal: „Sieg errungen über Hass“

Kardinal Christoph Schönborn berichtete in seiner Predigt einmal mehr von seiner Begegnung in Ägypten im letzten Herbst mit den Familien der in Libyen von IS -Terroristen ermordeten koptischen Arbeitsmigranten. Auf den Gesichtern der Frauen dieser jungen Märtyrer sei kein Hass gewesen, keine Bitterkeit, ein großer Schmerz, aber auch ein Leuchten. „Hier wurde deutlich, dass ein Sieg errungen ist über den Hass“, sagte der Kardinal. Den koptischen Märtyrern der letzten Jahre, der koptischen Kirche insgesamt, sei für ihr Zeugnis zu danken, betonte Schönborn.

Der Dank gelte aber auch dem ägyptischen Präsidenten Abd-el-Fattah al-Sisi, der in der im Bau befindlichen neuen Hauptstadt Neu-Kairo eine Kathedrale für die Märtyrer bauen lasse als Zeichen, „dass der Hass Ägypten nicht auseinanderbrechen lässt“. Das Zeugnis der koptischen Märtyrer bedeute, dass „der Weg der Liebe in unserer friedlosen Welt stärker sein wird als der Hass“.

Er habe es als „großes Privileg“ empfunden, bei seinem Ägypten-Besuch bei Papst-Patriarch Tawadros II. im vergangenen Oktober die Familien der in Libyen ermordeten koptischen Märtyrer besuchen zu dürfen, stellte der Wiener Erzbischof fest. Trotz der Bedrängnis durch ihre Entführer hätten die jungen Märtyrer den christlichen Glauben nicht verleugnet und seien mit dem Namen Jesu auf den Lippen gestorben.

In seiner Predigt unterstrich der Kardinal, dass Christus „in der Ohnmacht des Lammes“ in die Welt gekommen sei, um die Feindschaft zu töten, „damit die Menschen wieder eine Familie sein können“. Denn trotz aller begrüßenswerten Bemühungen – von Verhandlungen bis zu Werken der Nächstenliebe – könne letztlich nur Christus, der sein Leben für die Menschen hingegeben habe, wahren Frieden bringen und den Hass überwinden.

Sammlung für Märtyrer-Familien

 

Bei dem Gebet in Maria vom Siege waren u.a. der serbisch-orthodoxe Bischof Andrej (Cilerdzic), der Wiener Weihbischof Franz Scharl, der altkatholische Bischof Heinz Lederleitner, der rumänisch-orthodoxe Bischofsvikar Nicolae Dura, der koptisch-orthodoxe Bischof von Sydney, Anba Daniel (Metawos El Antuny), zahlreiche in Wien tätige koptische Geistliche sowie syrisch-orthodoxe und armenisch-apostolische Kleriker anwesend. Auch der ägyptische Botschafter Omar A. Yousef war zugegen.

 

Gesammelt wurde in Maria vom Siege für die Familien der bei den Anschlägen in Tanta und Alexandrien ums Leben gekommenen Märtyrer. Abgeschlossen wurde die Gebetsversammlung mit einem marianischen Hymnus, den ein Wiener syrisch-orthodoxer Chor zu Gehör brachte.

Die frühere katholische Kirche Maria vom Siege – einer der seltenen neogotischen Kuppelbauten – ist erst im Vorjahr an die stark wachsende koptische Gemeinde übertragen worden. Papst-Patriarch Tawadros II. kam eigens nach Wien, um in Anwesenheit von Kardinal Schönborn am 20. Mai 2016 den Altar der Kirche zu weihen. In Österreich gibt es nach Schätzungen rund 12.000 koptisch-orthodoxe Christen, die meisten davon leben in Wien.

 

 

 

 

 

 

 

 

Kommentar von „Kopten ohne Grenzen

 

 

 

Kein Kommentar, weil es selbstsüchtig um Kopten ginge, nein!

Ein  positiver Kommentar, weil es hier um gelebte Ökumene in Österreich , und zwar vorbildhaft gelbte Ökumene geht. Dieses Treffen zeitlich nach den Besuch von Papst Franziskus in Ägypten zu legen, war ein gelungener und sinnvoller Zeitpunkt, in dem Kirchen und Politik einmal – und das scheint wohl nur in Österreich zu gelingen – auf der gleichen Seite standen und stehen, nämlich auf der Seite von verfolgten Christen, hier anlassgemäß in Ägpyten.

 

 

Die Regierung, vertreten durch Innenminister Kurz, die katholische Kirche, vertreten durch Kardinal Schönborn und den Vertretern der Koptischen Kirche u. a. vertreten durch Bischof Anba Gabriel und anderen Kirchenvertretern ließen erkennen, dass sowohl religiöses als auch politisches Ziel die Anprangerung der Christenverfolgung zunehmend in den Fokus politischer und kirchlicher Agenden genommen werden sollte. Dieses Treffen war ein wichtiger Schritt hierzu.

 

 

 

Während deutsche Katholiken – bis auf Ausnahmen – sowohl von Staat und Kirche in dieser Frage sich selbst überlassen bleiben ohne Unterstützung durch Amtskirche und schon garnicht von der Regierungspolitik, läuft in diesem Punkt in Österreich Vieles um einiges besser. Deutsche Ökumene scheint sich vorwiegend nur ein intellektuell-theologischen Fragen zu ergehen, wie Frauenpriestertum, Zölibat und anderer Schnickschnack.

Das christliche Leben in Ägypten und im Nahen Osten sieht dagegen für Christen völlig anders aus. Denn da wird konkretes Christentum gefordert, nicht intellektuell-theologische Spitzfindigkeiten, also christliche Luxusproblematik von satten und lauen Christen, die immer mehr danach trachten, dass sich GOTT nach ihnen zu richten hat und nicht Christen nach GOTT.  Dort ist ein knallhartes und vor allem tiefgläubiges Christentum erforderlich, um dem islamischem Druck von außen standhalten zu können.

 

 

 

Kardinal Schönborn ist ein Garant dafür, dass die Christenverfolgungsfrage in Österreich nicht im Orkus des Nichts versinkt wie in Deutschland. Dazu müssten sich Bischöfe in Deutschland endlich einmal aufraffen, diese Problematik zu erkennen und auch diese auch medienwirksam in den Fokus des innerchristlichen medialen Interesses stellen, damit das Bewusstsein der Gläubigen überhaupt erst einmal für diese Problematik sensibilisiert wird.

Wann unternehmen deutsche Bischöfe Auslandsbesuche bei orthodoxen und koptischen Kirchen in Ländern Nordafrikas, im Nahen Osten,  Russlands oder auf dem Balkan zum Erfahrungsaustausch und zur Bewusstmachung der christlichen Botschaft, die JESUS prophezeiend seinen Anhängern bereits vor 2000 Jahren machte, dass sie im SEINETWILLEN verfolgt werden.

 

 

 

 

 

Ja die Liebe kann den Hass überwinden, aber leider nicht in politischer Dimension, sondern ausschließlich in christlicher, ja JESUANISCHER Erfüllung der Lehre JESU. Die Politik schafft ja nur Chaos, frönt nur dem Geldgott wie dies anlässlich der Frankreichwahl besonders deutlich erkennbar wurde und immer mit der Hand am Abzug des Colts wie im ehemaligen Wilden Westen. Da wurde jedenfalls nicht auf Menschen geschossen, die keine Waffe mitführte, so die Legende.

 

 

Die Hand am Abzug ist nicht nur realpolitisch gemeint, wie Kriege in Syrien, Irak, Libyen beweisen, sondern auch methaphorisch zu sehen. Die Hand am Abzug haben all diejenigen, die islamischen Hass, die islamische Rache, die islamische Frauenunterdrückung, die islamische Scharia, die in Moscheen zu Mord und Totschlag, ja selbst zur Vertiefung vvon Spaltung zwischen Gläubigen und Andersgläubigen aufrufen.

Die Hand am Abzug haben auch all diejenigen, die naiv und blauäugig den Gutmenschen herausholen und denen die Gefahren durch die unkontrollierte Einwanderung völlig egal sind. Die Hand am Abzug haben auch diejenigen, die an den Flüchtlingen hier durch Staatsgelder verdienen. Denn da geht es oftmals nicht um die Flüchtlinge, sondern um Jobsicherung. Das gesellschaftliche Klima ist so manchem völlig egal.

 

 

 

 

Die christliche Vorbildhervorhebung von Märtyrern, hier die der jüngsten koptischen Märtyrer, gibt dem christlichen Glauben neuen Auftrieb.

Hier wird deutlich, dass Christentum kein Zuckerschlecken ist und es wird noch deutlicher, dass der Liedrefrain „JESU, Dir leb ich, JESU, Dir sterb ich“ wieder die Prophezeiung JESU in den Vordergrund stellt, dass das Märtyrertum ein wichtiger Bestandteil des Christentum war, ist und immer bleiben wird.

 

Darauf sollten sich auch Christen in Europa zunehmend einstellen. Die koptische Kirche kann hier durch echtes Vorbild christlich-mental helfen.

 

2 Responses to “Vorbild Österreichs in der Ökumene”


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